Ich finde jetzt reicht es, wir sollten zum Thema selbst zurückkehren:
Also jetzt noch ein paar weitere Fundstücke zu #aufschrei!, eine sehr interessante Diskussion im Netz, die viel nach oben bringt, wovon man schon immer nichts Genaueres wissen wollte.
Zuerst die gute Nachricht (um nicht allen den Appetit schon am frühen Morgen zu verderben): auch in Bayern dürfen Frauen frei herumlaufen.
Dann die Speerspitze der Aufklärung, die Initiatoren der #aufschrei-Bewegung, das Mädchenblog "Mädchenmannschaft" - was sich ja fast so gut anhört wie "Mein Mann ist Marokkaner" und sich auch für Rassismus gegen Frauen einsetzt mit dem Blogeintrag: Warum es manchmal o.k. ist Heteros doof zu finden". Wem dabei auffällt, daß die alle nicht "doof" in dem Beitrag sagen, sondern "das nervt mich" - ein Satz, der auch hier in diesem Forum regelmässig fällt.
Den Text dazu findet man auf hier . Diesselbe Autorin hat dann auch noch gleich einen offenen Brief an Günter Jauch geschrieben, den man durchaus auch von hier aus unterstützen sollte, schließlich wird da auch der Rassismus gegen Migrantinnen - oder so ähnlich - gleich mitvereinnahmt (nerven nicht so wie Heteros...).
« #Aufschrei: Wogegen ich mich wehre? „Wehrt Euch“ Mein Brief an die Redaktion von Günther Jauch Veröffentlicht Januar 26, 2013 Schlagworte: Günther Jauch, Sexismus, TV Der folgende Brief steht unter der “DO WHAT THE [*****] YOU WANT TO PUBLIC LICENSE (WTFPL). Die Redaktion von Günther Jauch möchte Input zur Sendung über Alltagssexismus.
Liebe Redaktion von „Günther Jauch“,
mit Spannung erwarte ich Ihre Sendung zu alltäglichem Sexismus morgen. Noch mehr interessiert mich vor allem, wen Sie nun einladen? Ist es eine der vorhersehbaren Runden mit Quotenmann (es geht ja um ein Frauenthema), Talkshowveteraninnen und Feminismus-„Ikone“ Alice Schwarzer?
Falls ja: Bitte lassen Sie das. Bitte laden Sie junge Frauen ein, die sich seit Jahren im Internet und darüber hinaus gegen Sexismus engagieren. Nicole von Horst, Anne Wizorek, die das gestartet haben oder auch eine der vielen anderen Feminist_innen. Ich gebe da gerne weitere Empfehlungen.
Laden Sie ältere Vertreterinnen der Frauenbewegung ein, die sich seit Jahren mit Sexismus beschäftigen. Die Beratungsstellen betreiben und mit Einsparungen leben müssen. Laden Sie eine Transfrau ein, eine Lesbe, eine von Rassismus betroffene Frau. All diese Diskriminierung funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Strukturelle Ungleichheiten werden von besser gestellten Personen ausgenutzt, um Macht auszuüben.
Laden Sie vielleicht nur Männer ein, die aber alle seit Jahren aktiv sind im Kampf gegen Sexismus und dann in der nächsten Wirtschaftssendung nur Frauen. Laden Sie niemanden ein, der Frauen erklärt, diese wollten das ja alles und so schlimm wäre das nicht. Greifen Sie ein, sobald irgendjemand verlangt, „Opfer sollten sich halt mehr wehren“.
Lassen Sie die Sendung nicht zur Phrasenmaschine verkommen. Es gibt viele kluge Leute, die mehr zu Sexismus zu sagen haben. Nutzen Sie die Chance und gehen Sie einen Schritt weiter.
Ich bin gespannt.
Mit freundlichen Grüßen Helga Hansen
Wer jetzt nochmal über #aufschrei diskutieren mag: weitere Beiträge sind herzlich willkommen - so sie beim Thema bleiben und nicht von xyz, sondern von abc kommen. Und zum Schluß vielleicht auch noch einen Marokko-Bezug haben.