wenn er oder sie das nicht ab kann, dann soll er oder sie das weite suchen oder einfach nicht hinsehen.
Natürlich kann man, das Weite suchen oder nicht hinsehen, aber wieso sollte man das Feld anderen überlassen, nur weil sie dreister, lauter oder stärker sind?
Das gilt doch für den gesamten zwischenmenschlichen Bereich, nicht nur für das Verhältnis zwischen den Geschlechtern.
Soll ich stromlinienförmig und mausgrau durchs Leben schleichen, um mich vor dem Verhalten anderer zu schützen?
Oder ist die Alternative sich ein dickes Fell zuzulegen und mit ähnlich dämlichen Attacken zurückzuschlagen?
Jeder hat ein Recht darauf als Subjekt wahrgenommen zu werden und nicht nur als "Objekt", sei es der Begierde oder von Vorurteilen.
Ich möchte nicht auf meine äußeren Geschlechtsmerkmale reduziert oder als Opfer meiner Hormone dargestellt werden. Umgedreht reduziere ich auch niemanden auf seinen "Knackarsch" oder auf seinen x-chromosomalen Defizit.
Diese Liste ist beliebig erweiterbar: Nationalität, Religion etc.
Ich denke, dass jeder solche Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen gemacht hat, wo er/sie zum Objekt von "Herumschubsen", Demütigung oder Spott wurde.
Die Frage ist warum bemühen sich viele nicht, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen?
Oft entsteht auch eine Eigendynamik in Gruppen: Da begegnet man z.B. einem "Männerrudel" und fängt sich einen blöden Spruch ein, weil das innerhalb der Gruppe cool ist, oder so. Wenn man gut drauf ist, dann hakt man das einfach ab...
So was ist aber anstrengend.
Und wenn man unsicher ist, wie man dem Gegenüber entgegentreten soll, (weil das Rollenbild der Männer sich ja so gewandelt hat und Mann oft verunsichert ist (ist das wirklich so?))? Dann ist weder Alkoholkonsum lösungsfördernd, noch in irgendwelche Sprüchekisten zu greifen, sondern im Zweifelsfall einen Gang zurückschalten und den altmodischen Respekt hervorkramen.