hallo


Antwort auf:
Genau das ist neu im Rahmen eines Politikerporträts in einem politischen Magazin! Es ist neu, dass diese Art von sexistischem Verhalten nicht im besten Fall als peinlich abgetan, sondern als politisch gewertet wird. Dass es also einer der Faktoren ist, an denen wir messen müssen, ob dieser Mann geeignet ist für eine politische Spitzenposition. Das ist neu in Deutschland."


und genau das ist es, was ich kritisch sehe.

kann man politische arbeit mit solchen kriterien messen.
soll einer, der visionen hat, über eine journalistin spät abends an der bar stolpern?
will man politiker oder beta-männchen?

deutschland ist verseucht von skandalen. jeden tag ein anderer skandal, jeden tag neue themen für netz und talkshows.
letztendlich tut sich garnichts und wenn der nächste skandal kommt ist der letzte vergessen und der vorletzte sowas von out.
jetzt regt sich alles über sexismus auf, aber der barth füllt arenen mit nichts anderem.
gedöns, hätte schröder gesagt.

Antwort auf:
Ich glaube nicht, dass Frauen selbst schuld sind, dass sie auf diese dumme Weise angesprochen werden. Ich behaupte sogar, dass es den meisten wirklich auf die Nerven geht.
Frau arrangiert sich halt mit den Gegebenheiten...also wird dem Chef nicht vor die Füße gek... wenn er zum hundersten Mal einen blöden Spruch macht, sondern sie lächelt die Unverschämtheit weg.
Ich freue mich sehr über die Debatte, ist längst überfällig!



politiker werden vielleich vorsichtiger oder andere, die in der öffentlichkeit stehen und mit journalistinnen zu tun haben.
ich kann es sogar verstehen, wenn ein politiker sich von jetzt an weigert mit einer journalistin alleine im auto oder meinetwegen an einer bar zu sein.
es gehört zum berufsrisiko einer journalistin auf ihre körbchen angesprochen zu werden, sowie das gleiche auch zum berufsrisiko einer kellnerin beim oktoberfest gehört.
falls es auf fluren und in aufzügen eh' schon bekannt war, wie es mit brüderle abgeht, dann hätte sie auf das abhängen an der bar verzichten müssen. es wird da ja auf die lockere atmosphäre gesetzt, um an eine story zu kommen und man hofft förmlich, dass er mit etwas rausrückt, das man als erste hat.
wenn sich das statement dann halt nur auf die körbchen bezieht, hat der politiker eigentlich geliefert, aber leider nicht das, was er sollte, nämlich die sensation aus der vorstandssitzung.
dumm gelaufen, aber berufsrisiko.
ein feuerwehrmann hat's schwerer.

ich glaube nicht, dass sich auch nur ein chef im zuge dieser debatte ändert.
einem chef in irgendeinem kleinen oder mittleren unternehmen geht die debatte am allerwertesten vorbei.
entweder lächeln oder keine karriere. das liegt in seiner hand und wird auch immer in seiner hand liegen. wenn man von einer revolution des proletariats mal absieht.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

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