"Noch bemerkenswerter allerdings ist das Brüderle-Porträt im Stern. Titel: „Der Herrenwitz“. Hahaha. Kaum eine Frau, die nicht schon gequält gelacht hat über die Scherze à la Brüderle, über „Körbchengrößen“ etc. Doch das Besondere an diesem Text ist, dass Himmelreich ihre Erfahrungen ganz en passant und unter anderem berichtet, nämlich im Rahmen eines Porträts über Brüderle. Wir erfahren darin so einiges über den alten neuen Mann der FDP, den die Autorin offensichtlich seit Jahren politisch begleitet. Wir erfahren auch, dass er sich anscheinend an junge Journalistinnen ranschleicht und ihnen zotige Angebote macht.

Genau das ist neu im Rahmen eines Politikerporträts in einem politischen Magazin! Es ist neu, dass diese Art von sexistischem Verhalten nicht im besten Fall als peinlich abgetan, sondern als politisch gewertet wird. Dass es also einer der Faktoren ist, an denen wir messen müssen, ob dieser Mann geeignet ist für eine politische Spitzenposition. Das ist neu in Deutschland."
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"Aber jetzt scheint die Schmerzgrenze überschritten. „Jede von uns kann ohne langes Nachdenken solche Geschichten erzählen, und wir erzählen sie“, schreibt Katja Bauer in der Stuttgarter Zeitung. Aber, fährt sie fort, „meistens nicht laut, nur untereinander. Zu unserem Alltag gehört das Runterschlucken und Weglächeln. Wer will schon einen Konflikt, womöglich mit einem Vorgesetzten? Welche Journalistin will sich zurückziehen, wenn die männliche Konkurrenz an der Bar mit dem Politiker einen hebt?“
Alice Schwarzer [showUid]=125&tx_t3blog_pi1[blogList...mehr gelächelt!

Ich glaube nicht, dass Frauen selbst schuld sind, dass sie auf diese dumme Weise angesprochen werden. Ich behaupte sogar, dass es den meisten wirklich auf die Nerven geht.
Frau arrangiert sich halt mit den Gegebenheiten...also wird dem Chef nicht vor die Füße gek... wenn er zum hundersten Mal einen blöden Spruch macht, sondern sie lächelt die Unverschämtheit weg.
Ich freue mich sehr über die Debatte, ist längst überfällig!