Frankreich verfolgt wie von TF beschrieben offensichtlich handfeste wirtschaftliche Interessen (Uran für Atomkraftwerke) in der Region, das dürfte unstrittig sein.

Daneben will man aber auch den Vormarsch terroristischer Kräfte stoppen, die letztlich auch in Frankreich für mächtig Ärger sorgen könnten.

Deutschland teilt die wirtschaftlichen Interessen, die Frankreich hat in diesem Falle nicht, da gebe ich Najib recht. Schließlich will D ja aus der Atomkraft raus und ist Uranversorgung aus Mali nicht angewiesen. Mit dem Ziel die terroristische Bedrohung zu bekämpfen geht Deutschland konform, deshalb auch eine symbolische Unterstützung der Franzosen. Außerdem wird ja derzeit gerade 60 Jahre Deutsch-Französische Freundschaft gefeiert.


Die Frage ist nur... d.h. die Erfahrung zeigt, dass militärische Mittel zur Bekämpfung von Terrorismus völlig ungeeignet sind und eher einen Zauberlehrlingseffekt haben, also für jeden "beseitigten" Terroristen kommen 2 neue nach.
Insofern betrachte ich das ganze schon mit einer gewissen Sorge.

Und wenn nur die Frage nach einer Alternative nicht so schwer zu beantworten werden. Obwohl: zu beantworten ist sie ganz einfach. Man müsste nur eine gerechte Weltwirtschaftsordnung schaffen, dann wäre der terroristische Nährboden weitgehend entzogen. Aber an so was kann ich nicht mehr glauben, denn das würde ja für die westlichen Industriestaaten Verzicht zu Gunsten der 3. Welt bedeuten (auch zugunsten korrupter Regierungen) und ist damit völlig unrealistisch.

Zumindest hoffe ich, dass Marokko auch diesmal weitgehend unbeschadet aus dieser Nummer rauskommt