Die Frage, die ich mir oft stelle ist, was der einzelne Verbraucher überhaupt dagegegen machen kann. Ausbeuterei steckt ja nicht nur hinter billigen Klamotten. Auch wenn ich mir eine Jacke in einem teuren Laden kaufe, anstatt beim Discounter, heißt das noch lange nicht, dass sie zu fairen Bedingungen hergestellt wurde.

Und klar kann ich Läden vermeiden, wo es offensichtlich ist, dass diese Preise nicht unter fairen Bedingungen zustande gekommen sind. Allerdings stellt sich dann leider die Frage, was mit den Menschen in den Produktionsländern geschieht, wenn niemand mehr die Ware kauft und die Produktionsaufträge ausfallen? Dann verlieren diese von Armut geplagten Menschen auch noch diese mickrigen Einnahmequellen. Wenn es keine Arbeit mehr für die Kinder gibt, dann hungern nicht nur deren Eltern, sondern auch die Kinder selbst. Das ist die traurige Wahrheit (und keine Rechtfertigung dieser Zustände meinerseits)!

Es müssen also, wie Du sagst Najib, Alternativen her. Aber wie könnten diese Alternativen aussehen? Wenn ich darüber nachdenke, fällt mir schon der eine oder andere Ansatz ein, aber irgendwie beißt sich immer wieder die Katze in den Schwanz. Die einzig gerechte Alternative die mir einfällt, wäre es wenn die Reichen und Mächtigen aufhören würden, die armen Schwachen auszubeuten - also die Utopie der gerechten Aufteilung des Reichtums und einer Welt in der jeder versorgt ist und gleich gut lebt. Theoretisch wäre es ja möglich, aber Geld hätte dann keinen Wert mehr, was ausserhalb unserer Vorstellungskraft liegt-eine bessere Welt ohne Geld... Wie könnten also noch andere, realistischere Alternativen aussehen?