Hallo Katrin,

also das was du als Software bezeichnest, würde ich als Geist/Psyche und/oder Gehirn des Menschen bezeichnen - eben Gedächtnis, Bewusstsein und Unterbewusstsein und all die Erfahrungen und Sinneseindrücke die darin eingelagert sind und gewisse Reaktionen, Handlungen, Emotionen etc. hervorrufen (ganz schwammig und banal mal formuliert).

Als Seele verstehe ich in dem diskutierten Kontext etwas anderes, aber dies kann ich nicht rational beschreiben. Ich glaube an eine Seele und kann es eben genau deshalb nicht beweisen. Für dich existiert sie jedoch genau deshalb nicht bzw. nicht in dem Sinne wie ich sie verstehe und wie sie wohl Eva im Sinn hatte als sie das Schlagwort Seele in den Raum stellte

Der Vergleich mit der Hardware und der Software wird ja auch in der Psychologie und der Gehirnforschung verwendet (ich weiß nicht mehr von welchem Ansatz vertreten). Da geht es aber um die körpergebundene Psyche sowie Gedächtnis- und Gehirnstrukturen.

Die ganzen physikalischen Forschungen sind mir zu komplex. Ich finde es nur interessant, dass dieses Thema erforscht wird. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann wurden Beweise gefunden, dass Energien nach dem Tod weiterbestehen, also nicht verlöschen sondern sich umwandeln. Das kann man dahingende interpretieren, dass es eine nichtköpergebundene Seele gibt oder eben so, dass es einfach nur Energie ist die nicht auf eine Seele schließen lässt.
Es bleibt also immer noch eine Frage des Glaubens.

Was den Glauben angeht, wird ja oft Menschen die glauben was nicht eindeutig wissenschaftlich belegt ist, unterstellt, dass sie begrenzt in ihrem Denken sind. Nicht unbedingt begrenzt im Sinne von unintelligent, sondern begrenzt in ihren Vorstellungen und Lebensweisen. Ich denke aber, dass glauben genau das Gegenteil bedeutet, nämlich seine eigene (Vorstellungs)Welt zu öffnen. Wenn ich für alles Beweise will, dann wird einfach vieles damit auch unvorstellbar und undenkbar und infolgedessen wird meine Gedankenwelt eingegrenzt weil ich nur glaube was ich sehe. (Das ist meine Meinung, Sichtweise und Lebenseinstellung und will das auf keinen Fall als Tatsache und allgemeingültig erklären.)

Antwort auf:
haben auch tiere eine seele?
sie ähneln uns am meisten und sind uns in vielem überlegen. sie kennen nicht so etwas wie hass, neid, rachsucht, gier, arglist, arroganz, hinterhältigkeit, gefühlskälte, willkür, rücksichtslosigkeit, grausamkeit, gewalttätigkeit, hochmut, herzlosigkeit……….
sind sie die besseren menschen?


ja ich denke, dass Tiere eine Seele haben. Im Islam kommen Tiere alle in das Paradies, das finde ich sehr schön. Dennoch glaube ich, dass Tiere auch "schlechte" Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen haben können. Wie du weisst, betreibe ich ja bei meinen Katzen kleine Verhaltensanalysen grin
8Nein im Ernst: ich beobachte das Verhalten meiner Katzen sehr genau und ja die besitzen Neid. ZB: die haben zwei Fressnäpfe, jeder der beiden hat seinen Fressnapf und seinen Platz (eine links/ der andere rechts, das ist immer so). Wenn einer aber weggeht von seinem Platz und nicht frisst, dann wechselt die andere zum anderen Napf obwohl ja ihr Napf noch voll ist. Was ist das? Ist das nicht Berechnung und Neid?
Auch grundlose Attacken, also Willkürlichkeit ist zu erkennen, wenn mein Kater zB auf mir oben liegt und schnurrt und ganz plötzlich mich schnappt und zufleiß auf mir liegen bleibt und mich ganz aggressiv anschaut. Und Eifersucht ist sowieso sehr deutlich erkennbar und Arroganz auch.

Aber das hat nichts mit Seele zu tun, sondern mit Psyche (im psychologischen Sinn) und Gehirn (oder wie du es sagst mit Software). Wir Menschen glauben ja immer es sei widernatürlich, negative Eigenschaften zu haben und gehen davon aus, dass Lebewesen durch und durch gut geboren werden und erst durch uns negative Eigenschaften bekommen.
In hohem Maße stimmt das auch, aber ich denke, dass neben positiven auch negative Emotionen in der Natur des Menschen und der Tiere liegt. Freud zB ging davon aus, dass neben dem Lebenstrieb, auch ein Zestörungstrieb bzw Todestrieb in der Natur des Menschen liegt und darin die Wurzeln von Gewalt unter anderem liegen (neben erfahrungsabhängigen Ursachen natürlich). Genau dies macht es ja auch erforderlich, dass man Kinder erzieht und nicht sich selbst überlässt. Wenn man Kinder überhaupt nicht erziehen würde, dann würde das ausarten. So unschuldig Kinder auch sind, sie können auch zu Tyrannen werden, wenn man sie lässt.
Ich ziehe ja nur ungern Vergleiche zwischen Kindern und Tieren, aber das selbe trifft auch auf Haustiere zu - einen Hund als auch eine Katze muss man erziehen, wenn man mit ihnen unter einem Dach leben will. In der freien Natur sieht das anders aus, aber da werden auch brutale Kämpfe ausgetragen. Und nicht zuletzt erziehen auch die Elterntiere ihren Nachwuchs. Solche Dinge liegen also (nicht ausschließlich, aber auch) in der Natur begründet.

Ob Pflanzen eine Seele haben? Ich weiss nicht, aber man sollte ihnen respektvoll und würdevoll entgegentreten. Zumindest hast du dich beim Baum bedankt, entschuldigen hättest du dich aber schon können lachen1