Seit dem 20. Juli 2012 ist es wieder so weit – für die muslimischen Profifußballer und Profisportler weltweit ist die Fastenzeit, Ramadan, angebrochen. Gerade jetzt, wo sich die Klubs in der Vorbereitungsphase auf den Saisonstart befinden und der diesjährige Ramadan erst am 19. August endet. Auch für circa 3.000 Olympioniken bei den Olympischen Spielen in London stellt sich die Frage: Profisport auf höchstem körperlichen Level oder der Glaube.
Ziel einer Vorbereitung im Fußball ist es, sich optimal auf den Start der Saison vorzubereiten. Dazu gehören intensive Trainingseinheiten, welche die Ausdauerbelastbarkeit fördern. Dem Körper in dieser Zeit dringend benötigte Nahrung und vor allen Dingen Flüssigkeit zu entziehen ist purer Leichtsinn und je nach Witterungssituation sogar lebensgefährlich. Das Fasten der Profisportler wird also zu einem inneren Kampf zwischen dem eigenen religiösen Gewissen und dem Wissen um die Verpflichtung gegenüber seinem Arbeitgeber, dem Verein.
„Wer also da ist von euch in diesem Monat, der möge ihn durchfasten; ebenso viele andere Tage aber, wer krank oder auf Reisen ist. Allah wünscht euch erleichtert und wünscht euch nicht beschwert und dass ihr die Zahl der Tage erfüllen und Allah preisen möchtet dafür, dass Er euch richtig geführt hat und dass ihr dankbar sein möchtet.“
- Koran: Sure 2, Vers 185
Wer sich auf Reisen befindet, der kann verschieben. Das Fasten zu Ramadan soll Körper und Seele entlasten, aber nicht zu einer Bürde oder gar Gesundheitsgefährdung werden, sagt schon der Koran sehr deutlich und eigentlich unmissverständlich aus. Damit ist im Grunde klar: Wer zu Olympia reist, ins Trainingslager geht, Reisen für Vorbereitungsspiele auf sich nimmt und hart auf die Saison vorbereitend trainiert, ist von der kalendarisch vorgeschriebenen Fastenzeit entbunden, um sie später nachzuholen. Problem gelöst für einigen muslimischen Profifußballer und Profisportler!!
EURE MEINUNG: Wie sollten Vereine und Spieler mit Ramadan umgehen?