hallo Thomas,
grundsätzlich halte ich es für möglich, dass jemand eine Art Verbindung zu Gott hat und dies in Stufen. Es gibt durchaus viele Beispiele, auch in der europäischen Geschichte, z.B. Bernadette Soubirous aus Lourdes oder Hildegard von Bingen, gibt auch noch mehr. Im islamischen Bereich dürfte das bekannteste Beispiel der Prophet Mohammed sein.
Aber wenn für das Töten eines Menschen Gott als Alibi hergenommen wird, dann kann das kein Gottesbefehl sein. Denn einen Menschen zu töten ist verboten. Erlaubt wäre lediglich die Notwehr, um das eigene Leben zu retten.
Nach meinem Wissensstand steht im Koran nichts davon, die Todesstrafe bei Ehebruch zu vollziehen, wie es im Artikel beschrieben ist. Dies begründet sich durch die Ahadith, die Überlieferungen über die Aussprüche und Taten des Propheten Mohammed (das Nachahmen seines Verhaltens nennt sich Sunna). Der sunnitische Islam, für den die Sunna namensgebend ist, benutzt die Sunna als ein wichtiges Standbein im Islam. Ich persönlich habe meine Zweifel über die Authentizität vieler Überlieferungen. Wenn man einmal Ahadith liest, kommt man teilweise aus dem Staunen nicht mehr heraus, so verwirrend udn hanebüchen sind sie teilweise. Es gibt auch sehr schöne, nichtsdestotrotz wäge ich selbst immer ab.
Das eigentlich Tragische daran ist, dass der Prophet selbst das Aufschreiben seiner Aussprüche und Verhaltensweisen verboten hat, da er sagte, das werde verfälscht werden.