In der fast 16 Wochen Aufenthalt in Marokko habe ich unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, welche ich hier vorstellen möchte:
- auf der Gebirge trage ich Djellabah und manchmal Kopftuch je nach Wetterbedingungen. Anmache etc. kommt überhaupt nicht vor. Die Berbermenschen sehen mich als ihre Nachbarin, zumal ich ihre Sitten respektiere und mich auch daran einhalte.

- freizügige Kleidung (ärmellose TShirt, Short, Minirock) lehne ich ab. (Ich schüttele jedes Mal der Kopf darüber, wenn ich Frauen oder Männer freizügig rumlaufen sehe wie in Marrakesch, Fes etc.)

- in Essaouria wurde ich massiv trotz Djellabah und angemessene Kleidung (Langarmshirt zu lange Hose) angebaggert.
Es liegt wohl an dem falschen Bild von alleinreisende Europäerinnen: viele Frauen davon haben für das falsches Bild Verantwortungen zu tragen, nachdem was ich so alles mitbekommen habe - manche alleinreisende Frauen kommen nach Essaouria, um "Liebe" zu erleben, so dass die Männer in Essaouria alle Frauen fälschlicherweise in einem Topf zusammen tun.

- Schwimmen am Strand und in Bikini rumlaufen: ich habe mich so komisch empfunden am Strand von Essaouria, also bin ich oft zum Strand gelaufen, wo ich alleine schwimmen und von niemanden gesichtet werden konnte.

- Ich bin von einem Taxifahrer auf den Berge sexuell belästigt worden (er dachte, ich sei taub und somit auch dumm) und habe eine Anzeige gegen ihn erstattet. Leider wurde ich von seiner Familie ständig aufgelauert worden, ja, weil ich die Anzeige zurückziehen sollte. Nach fast 5 Wochen (!) kehrte sich die Ruhe wieder ein.

Überhaupt in Marokko sollte man / frau sich entsprechend wie die Bevölkerung ankleiden und nicht so wie in Europa.


Salam aleikum,
Jamila