Nichts zu danken. Ich verstehe auch nur Bruchstücke, habe aber einiges an Übersetzungen gelesen. Die wenigen, die halt zu finden sind. Also kann ich die Songs so halbwegs für mich klassifizieren in "(wahrscheinlich)nicht so haram", "vielleicht haram (versteh die Hälfte nicht+keine Übersetzung zu finden)" und "auf alle Fälle haram". Was da gesungen wird ist aus "westlicher, moderner" Sicht nicht schlimm. Da werden nicht explizit irgendwelche "schweinischen" Details gesungen oder Gewalt verherrlicht. Rai ist kein Gangsta-Rap, sondern einfach "nur" streng islamisch gesehen nicht erlaubt. Hier ein Textausschnitt aus dem 2. Video: Show me where you will sleep So I can come and join you I was sleeping all alone and tonight God has favored a meeting I was sleeping alone in my room When I saw him holding a teapot Getting ready to serve a delicious brew. The eye that drives me crazy and excites me Is in front of me and I do not dare approach it. Quelle: Rai: Running with the Rebels
Beim Rai wird Religiöses mit Verbotenem gemischt und eigentlich macht genau dieser Widerspruch seine Faszination aus, denn genau so ist das wirkliche Leben. Wer ist denn schon perfekt? Die gleichen Sänger singen einerseits über Allah (swt) und den Propheten (saws) und andererseits Sachen wie "Wir haben uns geliebt in einer heruntergekommenen Hütte". Das haben damals Hasni und Zahouania zusammen gesungen. Hier mit Khaled*:
*Hasni ist ja umgebracht worden und ich vertraue darauf, dass Mörder in der Hölle landen und nicht Leute, die mal auf ein Konzert gehen. A propos Mörder: Da gibt es ein Interview mit Cheb Nasro, wo er erzählt wie er ständig das Auto wechseln musste und das alte weit unter Wert verkaufen, wenn die Fanatiker mal wieder rausgekriegt hatten, welches sein Auto war und hinter ihm her waren. Sowas ist doch echt krank.