hallo
koschla,
Ich meine aber eher, dass Banken der Gesellschaft zum Vorteil gereichen, denn sonst würden wir wieder zur Zeit der Geldverleiher mit Wucherzinsen zurückkehren. Ist es nicht vielmehr so, dass das Bankwesen auch dem kleinen Mann ermöglicht, ein Haus zu erschwinglichen Zinsen zu bauen?
wenn die banken mit diesem geschäft zufrieden wären, oder existieren könnten, dann wäre das ja ok.
wenn die wirtschaft mit geld zum investieren versorgt wird, oder dem arbeiter in eben dieser wirtschaft beim bau eines häuschens geholfen wird, ist das ja ok und hat auch lange gut funktioniert.
es ist ja der zwang der banken, mehr erwirtschaften zu müssen, als die realwirtschaft hergibt.
es ist nicht ackermann, der gierig ist, sondern es ist jeder einzelne von uns.
es sind nicht die kredite an häuslebauer, die die banken in's wanken gebracht haben, sondern der zwang, unmengen von geld so anlegen zu müssen, dass sie noch mehr geld bringen.
die boni sind peanuts, wenn es auch milliarden sein mögen.
es ist das geld der versicherungen und privaten rentenkassen, das keine abnehmer in der realwirtschaft gefunden hat und daher aus sich selbst die rendite erzielen muss.
wenn geld sich aus sich selbst vermehren muss, dann geht das nur über finanzkonstrukte, die die rendite von heute aus der rendite der zukunft schöpft.
ein riesiges schneeballsystem und den letzten beissen die hunde.
das problem sind nicht die klassischen bankgeschäfte, sondern die, bei dem sich geld ohne zutun der realwirtschaft vermehrt. das gibt es aber nur, weil mehr geld angelegt wird, als die realwirtschaft und die häuslebauer als kredit wieder aufnehmen können.
wenn die realwirtschaft nur um 0,2% wächst, kann angelegtes geld real auch nur mit weniger als 0,2% verzinst werden, falls die bank kein wohlfahrtsinstitut ist.
alles was darüber hinausgeht, sind potemkin'sche dörfer.
jeder, der geld zu höheren zinsen anlegt, als das wachstum der realwirtschaft anlegt, sei es als lebensversicherung, sei es als riesterrente, sei es wie es will, trägt mitschuld, auch wenn er das ganze nicht gewollt hat.
fahrlässiger bankrott sozusagen.
so gesehen ist der 500er unter dem teppich gleichbedeutend mit der eigenen brut.
wenn ich anstatt in die renten-oder lebensversicherung in deie eigene brut investiere, dann investiere ich in die realwirtschaft.
geld, das für windeln, kleidung, nahrung, bücher, fussballschuhe und playstations ausgegeben wird, fliesst in die realwirtschaft und rentiert sich dann in soweit, als dass im alter ich auf die bezahlung meiner pampers durch meine kinder bestehe.
das ist etwas, das ich in der hand habe, im gegensatz zum rentensystem, das letztendlich mit einem federstrich abgeschafft werden kann. die verantwortlichkeiten innerhalb einer famillie kann man nicht so einfach abschaffen.
dazu braucht es ein sozialsystem, das sicherheit auch ohne persönlichen bezug vorgaukelt.
letztendlich besteht die derzeitige diskussion um banken und krise nur aus der verdrängung der tatsache, dass von nichts nichts kommt.
gruss
Najib