Das die meisten dieser Wirtschaftsflüchtlinge, und um die geht es ja da hauptsächlich, keinerlei Qualifikationen, ja oft nicht einmal eine abgeschlossene Schulbildung haben, sagt eigentlich eh schon alles.
Ich finde daher den geforderten Sprachnachweis und die jetzt neu eingeführte "Rot-weiss-rot-Card" sehr gut.
der Sprachnachweis und die "rot-weiss-rot-Card" wirken aber nicht Wirtschaftsflüchltingen entgegen, da Sprachnachweise nur bei einem Aufenthaltstitel aber nicht bei Asylanträgen gefordert werden und die "rot-weiss-rot-Card" ist ja ein Aufenthaltstitel für Schlüsselkrafte und Hochqualifizierte etc. Das eine hat also nichts mit dem anderen zu tun. Wirtschaftsflüchtlinge stellen ja einen Antrag auf Asyl weil sie keine Möglichkeiten haben einen Aufenthaltstitel zu erlangen.
Außerdem würde ich straffällig gewordene Ausländer ab einer gewissen Strafhöhe sofort abschieben.
Das ist ja auch gesetzlich so verankert:
Gegen einen Fremden (= jeder, der die österreichische Staatsbürgerschaft nicht besitzt) kann auf Grund folgender rechtskräftiger strafgerichtlicher Verurteilungen ein Aufenthaltsverbot erlassen werden:
unbedingte Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten, teilbedingt nachgesehene Freiheitsstrafe,
bedingt nachgesehene Freiheitsstrafe von mehr als 6 Monaten, oder
zumindest zweimalige Verurteilung ohne Untergrenze wegen auf der gleichen schädlichen Neigung beruhender Straftaten.
Ein Aufenthaltsverbot impliziert auch, dass darauf eine Abschiebung folgt. Warum allerdings viele straffällig Gewordene dennoch nicht abgeschoben werden können, hängt damit zusammen, dass sie im Asylverfahren falsche Identitäten angeben und deshalb auch keine Abschiebung erfolgen kann weil es keine dazugehörigen Papiere gibt, die (hier im Falle von Marokkanern)von Marokko nicht ausgestellt werden können wenn die Identität nicht feststellbar ist. Entgegen der Behauptung von Mustafa ist es (mittlerweile) ja nicht so, dass Marokko die Zusammenarbeit verweigert und keine Papiere ausstellt um die Leute nicht wieder zurück zu nehmen. Sie stellen sowohl die für die Rückkehr notwendigen Papiere aus sofern dies aufgrund festgestellter Identität möglich ist und arbeiten da auch mit um diese festzustellen (aus Innsbruck wurden und werden ja auch Marokkaner immer wieder abgeschoben.)
Zur Problematik der kriminellen Asylwerber bzw. Illegalen möchte ich sagen, dass es sich hierbei meist um junge Männer handelt, die in ihren Heimatländern unter sehr prekären Bedingungen aufgewachsen sind, also meist auf Strassen, ohne Arbeit und ohne Zukunftsperspektiven, geprägt von Gewalt und häufig dort schon aufgrund der Armut kriminell. Sie träumen von einer besseren Zukunft in Europa und kommen auf illegalem Wege zu Visa für Italien. Dort arbeiten sie dann meist auch, bis ihre Visa abgelaufen sind und dann sind sie ihrer Illegalität ausgeliefert. Dies treibt dann viele nach Österreich um dort einen Asylantrag zu stellen in der Hoffnung, dass sie sich damit irgendwie was aufbauen können. Als Asylwerber dürfen sie dann wiederum nicht arbeiten gehen, treffen dann auf Gruppen die schon in der Kriminalität sind. Wieder gefangen in einer Perspektivenlosigkeit, ohne Wohnort (aus Asylheimen geflüchtet, da diese mehr an Gefängnisse als an Wohnheime erinnern) und ohne Geld, aber mit einer armen Familie in Marokko die unterstützt werden muss, schließen sie sich diesen Gruppen an und rutschen auch in die Kriminalität ab.
Ich bin der Überzeugung, dass viele von diesen Männern einen ganz anderen Weg einschlagen würden, wenn man ihnen einen Arbeitserlaubnis und Sprachkurse geben würde. Die meisten würden wohl die Chance ergreifen und aus ihrem Leben was machen und arbeiten gehen. Somit (re-)produziert auch die Tatsache, dass Aslywerber nicht arbeiten DÜRFEN, diese Kriminalität. Und irgendwie verstehe ich auch diese jungen Männer, wenn ich nicht ihren Hintergrund und ihre Perspektivenlosigkeit ausblende. Das rechtfertigt natürlich keine gwaltsamen Übergriffe auf irgendwelche Menschen, aber es ist ja nicht so, dass man tatsächlich tagtäglich bedroht wird von diesen Gruppierungen, sondern vielmehr, dass es sich um einzelne Fälle von ein paar gewalttätigen Personen handelt und diese Fälle dann medial aufgepauscht werden indem wochen- und monatelang ein Fall in jeder Zeitung immer und immer wieder publiziert wird und dabei ein Bild abgeliefert wird, als ob es sich um eine homogene Gruppe von Gewalttätern handelt und nicht um EINZELNE gewalttätige Personen.
Und ganz erhlich ist es in letzter Zeit und zwar schon ziemlich lange nun recht ruhig in den Medien rund um die Marokkaner geworden, lässt also schlussfolgern, dass es schon lange keinen Vorfall (in Zusammenhang mit Gewalt) mehr gab. Und ganz erhlich ich habe absolut kein Unbehagen wenn ich in der Bahnhofsgegend unterwegs bin, ich werde dort nie angepöbelt oder dergleichen. Höchstens mal ein "Hallo, wie gehts?" oder ein "Ciao bella" das ich dann einfach ignoriere und nicht ernst nehme und damit hat es sich auch, wenn man es ignoriert dann lassen sie dich auch in Ruhe. Aber mit anpöbeln hat das nichts zu tun, viele Frauen finden ja so eine kleine Anmache ("Ciao bella") regelrecht als Bedrohung wenn sie nicht von einem Italiener sondern von einem Marokkaner kommt. Und erhlich gesagt interessiert es mich auch nicht wirklich ob jemand sein Cannabis vertickert, das ist ja immer eine Sache von Angebot und Nachfrage.. (Schlimmer finde ich es wenn da jemand tut, der arbeiten gehen könnte, also Österreicher die ihr Geld normal verdienen könnten aber Drogen verkaufen, davon gibt es ja genug, die triffst du aber nicht am Bahnhof an, weil sie ihre Geschäfte in ihren Wohnungen abwickeln)
Hauptsache ich werde nicht bedroht in irgendeiner Weise, da habe ich vor anderen Gestalten die am Innsbrucker Bahnhof rumhängen oft mehr Angst als vor irgendeinen Marokkaner der einen harmlosen Anmachespruch von sich lässt und dann weiterzieht.
Der Grund warum dieser extreme Missmut gegen die Innsbrucker Marokkaner in der Bevölkerung vorliegt waren einige Vorfälle vor ein paar Jahren und die Bevölkerung nicht unterscheiden kann zwischen Einzelpersonen und einer ganzen Gruppe. Wenn ein paar vereinzelte Marokkaner Gewalttaten verrichten und publiziert wird, dass DIE Marokkaner dahinter stecken, dann werfen die Leute alle Marokkaner in einen Topf. Und Parteien wie die FPÖ wissen halt so etwas zu instrumentalisieren um ihre Wahlqoute zu erhöhen, jetzt zu den Wahlen muss natürlich wieder die "Marokkaner-Problematik" aufgegriffen werden und Marokkaner, egal ob illegal oder legal aufhältig, ob kriminell oder seriös ihr Geld verdienend, müssen herhalten für ihre primitive und menschenverachtende Strategie im Wahlkampf!