Hallo Smaraska,
Du schreibst einerseits von der Toleranz die Dir entgegen gebracht wird und Du auch als selbstverständlich empfindest, schreibst jedoch im selben Atemzug in einer Art und Weise die bei Dir Toleranz nicht erkennen lässt.
Weiter schreibst Du von „grün-linken deutschen Spinner“, „Wahabismus“, „Salafismus“ und „Islamisten“.
Diese „grünen deutschen Spinner“ wie Du sie nennst, bemühen sich als einzige Partei wirklich, in Deutschland um einen Dialog zwischen Muslimen und Nicht Muslimen. Sie fordern etwas dass nach so vielen Jahren in Deutschland eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte und auch im Grundgesetz geschrieben steht.
Die von Dir genannten Begriffe „Wahabismus“ und Salafismus umschreiben übrigens das Selbe. Salafisten zu denen auch der von Dir genannte Pierre Vogel sich zählt betrachten sich als Befolger der Salaf u Salihin – die ersten drei Generationen, die mit und nach dem Propheten Muhammad s. a. s. gelebt haben.
Meines Erachtens jedoch haben die Auslegung und das Verständnis des Islams von den heutigen Salafis wenig mit den wirklichen zutun. Habe einige Vorträge von Pierre Vogel besucht und habe leider auch erleben müssen wie viel Schaden man mit solchen Auslegungen Religionen zufügen kann – und die einzige Gefahr die dabei wirklich entsteht ist der, dass der Islam samt Muslime in einen Topf geschmissen werden kräftig umgerührt wird und dabei das Wort „Islamisten“ heraus kommt wie es sich von den Medien bereits gut erkennbar beim Volk verbreitet hat.
In Israel schreien die ultra orthodoxen Juden nach einer einheitlichen Geschlechtertrennung in den Bussen. Es gibt dort einzelne Koschere Busse wo die Frauen hinten sitzen und Männer vorne. Nun werden aber auch in anderen Bussen Frauen von orthodoxen bedrängt nach hinten zu steigen und gerade in den letzten Monaten ist es dadurch zu zahlreichen Vorfällen gekommen in denen Menschen von einem wild gewordenen Mob durch Straßen gejagt und verletzt wurden.
Und dann regt man sich auf weil hier sich Menschen darauf geeinigt haben eben alternativ eigene Verkehrsmittel anzubieten? Merlina schrieb es bereits: Es ist ja keiner gezwungen, teilzunehmen.
Finde es übrigens interessant, dass man sich entscheidet ein Land zu verlassen aus genannten Gründen und dann in ein Land zieht, dass eigentlich genau das einem offenbart was man nicht gut heißt. Aber davon kann man hier ja einige Fälle wieder finden.