Marokko:
EinsPlus
SO 22.1. 17:00 Im Bann der Pferde - Marokko
Der Film führt mit eindrucksvollen Bildern in die Welt der Fantasias. Porträtiert wird das Leben der Berberfamilie Slimani, die zwei Pferde besitzt: ein Arbeitspferd und einen Fantasia-Hengst. Er ist der ganze Stolz der Familie. Die meisten Bauern können sich, wenn überhaupt, nur ein Reitpferd leisten.
Mohammed will unbedingt mit seinem Vater auf einer Fantasia reiten. Dazu benötigt er ein eigenes Reittier. So verlangt es die Tradition. Lachsen will seinem Sohn diesen Traum erfüllen. Um das nötige Geld aufzutreiben, wagt er ein Abenteuer: Er beschließt, zu einem Freund nach Ouarzazate zu reisen. Ouarzazate, auch Hollywood der Wüste genannt, zieht Marokkaner aus dem ganzen Land an. Sie hoffen, dort als Schauspieler entdeckt zu werden, oder doch zumindest einen Komparsenjob zu bekommen als reitender Bandit, Beduine oder Haremswächter.
Regisseurin Lisa Eder mit ihrem Team begleitet Lachsen auf dem Weg durch die Gebirgslandschaft des Mittleren Atlas bis an den Rand der Wüste. Nur dort kann es Lachsen gelingen, sich und seinem Sohn den Traum von einer gemeinsamen Fantasia in der Königsstadt Meknes zu erfüllen ...
Einmal jährlich verwandelt sich die Königsstadt Meknes in ein orientalisches Feldlager. Der Turnierplatz direkt vor der Stadtmauer wird von großen Mannschaftszelten flankiert, schmucken Hallen aus elfenbeinfarbener Leinwand, oder nach Beduinenart aus schwarzem Filz. Rund 2.000 Schaulustige säumen den Platz. Zum großen Fantasia-Reiterspiel werden mehr als 500 Teilnehmer erwartet. In vollem Ornat ziehen die ersten auf ihren mit Gold und Pailletten geschmückten Pferden zum Start. Stolz tragen sie die weißen Dschelabas zur Schau, die turbanartigen Kopfbedeckungen und die langen Flinten mit den silbernen Beschlägen. Pferde und Reiter sind hochgradig nervös. Gleich wird der Startschuss fallen.
ARTE
MO 23.1. 05:00 Blaues Gold Belgien/Frankreich, 2007
Wasser ist gleich Leben - diese Rechnung geht immer weniger auf. Allerdings fließt der Faktor Geld zunehmend in die Gleichung ein. Ein Beispiel ist Marrakesch: Seit zehn Jahren leidet die marokkanische Stadt unter extremer Trockenheit. Noch ist die Wasserwirtschaft in öffentlicher Hand, doch aus Kostengründen laufen Verhandlungen mit Privatunternehmen.Die beiden ursprünglich französischen Konzerne Veolia und Suez, führend auf dem Weltmarkt, wollen die Versorgung der Stadt mit der lebensnotwendigen Ressource zukünftig übernehmen. Die Dokumentation lässt Vertreter aus Privatwirtschaft, Politik, Nichtregierungsorganisationen, Tourismusindustrie und Landwirtschaft zur geplanten Privatisierung des Wassers Stellung nehmen.