Da habt ihr Recht. Der Islam ist hier viel offener als der Katholizismus:

"Die Empfängnisverhütung im Islam ist unter folgenden Bedingungen erlaubt:
Beiderseitiges Einverständnis von Ehemann und Ehefrau.
Sie verursacht keinen (gesundheitlichen) Schaden (bei einem der beiden Ehepartner).
Sie wird nicht dauerhaft praktiziert, sondern vielmehr für einen vorübergehenden Zeitraum (daher sind Sterilisationen nicht erlaubt).
Eine der beiden Hauptquellen ist der Hadith, Buharyy 5207, in dem von einem Gabir berichtet wurde: „Wir haben gewöhnlich von dem 'Azl [gemeint ist der Coitus interruptus] zur Zeit[26] des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, Gebrauch gemacht.“" (Wikipedia)

"23. Kann eine muslimische Frau Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung ergreifen?

Es gibt im Islam kein Verbot der Verhütung, sofern dadurch die Gesundheit nicht geschädigt und eine Schwangerschaft nicht für immer unmöglich gemacht wird. Zur Zeit des Propheten Muhammad (s) wurde der sogenannte "coitus interruptus" praktiziert, und der Prophet hat dies gebilligt. Außerdem wird im Koran empfohlen, daß die Mutter ihr Kind zwei volle Jahre stillen soll (2:233); dies ist auch ein gewisser Schutz vor Schwangerschaft. Heutzutage gibt es allerdings modernere Methoden der Schwangerschaftsverhütung. Für welche Art der Schwangerschaftsverhütung sich ein muslimisches Ehepaar entscheidet oder ob es überhaupt Verhütungsmittel verwenden will, können die Ehepartner unter Berücksichtigung der familiären und gesundheitlichen Situation entscheiden. Die Tatsache, daß muslimische Ehepaare oft mehrere Kinder haben, ist nicht auf eine mangelnde Verhütungspraxis zurückzuführen, sondern auf ihre positive Einstellung zu Kindern" (25 Fragen zur Frau im Islam http://www.enfal.de/fragfrau.htm#v).

Entschuldigung. Da war ich von meiner Frau zu einseitig informiert worden. Sie sagte mir, man würde Vergütungsmittel (die Pille) nicht gutheissen, weil sie unfruchtbar machen würden.

Meines Wissens machen die Pillen nicht unfruchtbar. Dazu ärztliche Studien:

"Die Pille ist das Verhütungsmittel Nummer eins - über 40 Prozent der deutschen Frauen vertrauen auf sie. Und jede dritte von ihnen glaubt, dass die Einnahme der Pille sich nachteilig auf die Fruchtbarkeit auswirkt, so der Berufsverband der Frauenärzte (BVF). Ein Irrtum, wie eine Studie der Universität Frankfurt an 652 Frauen zeigt. Ein Teil der Testpersonen nahm die Pille bis zu sieben Jahre lang. Das beruhigende Ergebnis: Die meisten Frauen können innerhalb weniger Monate nach dem Absetzen der Mikropille wieder schwanger werden. Aber was ist mit den anderen Gerüchten, die rund um die Pille kursieren: Macht die Pille wirklich dick und lustlos? Wir haben die populärsten Pillen-Mythen für Sie unter die Lupe genommen:

Schwanger schon in den ersten Zyklen
Wer dagegen schwanger werden möchte, kann bereits in den ersten drei Zyklen nach Absetzen der Pille auf das Baby-Glück hoffen. Das zeigt eine Studie der Universität Frankfurt: Von den 652 Teilnehmerinnen wurden 613 Frauen gewollt schwanger. Dabei spielte es keine Rolle, wie lange die Frauen vorher die Pille nahmen. Auch das Alter beeinflusst kaum die Fruchtbarkeit nach dem Pillen-Stopp: Die 16- bis 18-jährigen Frauen wurden im Schnitt nach 2,4 Zyklen schwanger, bei den 30- bis 34-jährigen Teilnehmerinnen klappte es nach 3,9 Zyklen. Schlechter stehen die Chancen dagegen bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden laut dem Bundesverband der Frauenärzte. So kann es bei der Dreimonatsspritze bis zu drei Jahre dauern, bis wieder regelmäßig Eisprünge stattfinden" (Unfruchtbar durch die Pille?http://lifestyle.t-online.de/pille-unfruchtbar-durch-die-pille-/id_12894668/index).

Khalid