Meine vorläufige persönliche Liste was nicht funktionieren kann zwischen Mann aus Marokko und Frau aus Deutschland:
1. Großer Altersunterschied
Heiraten als sozialer Aufstieg war und ist die einzige Chance für eine Beziehung mit einem großen Altersunterschied zwischen Mann und Frau: auch die Frau des Propheten Mohammed (oft zitiert) war seine Chefin und nicht eine mittellose Nordeuropäerin am Rande des Nervenzusammenbruchs.
Wer erschreckt feststellen muß, daß der Liebste 15 - 25 Jahre jünger ist als man selbst, der sollte umgehend seinen Kontostand und seinen sozialen Status befragen und sofern dieser nicht 3 - 5 Stufen über demjenigen des Zukünftigen liegt, dafür sorgen, daß er es demnächst tut. Alles andere halte ich für Heiratsschwindel - auch und gerade von Seiten der älteren Frauen, die den marokkanischen Mann im Glauben lassen, es wäre ein sozialer Aufstieg mit ihr möglich.
2. Trauma-Bekämpfung
Bei näherer Betrachtung der 1001 Geschichten kommt man zu dem Schluß, daß es sich bei diesen Frauen nicht - wie zunächst vermutet - um einen Typ handelt, der das Abenteuer sucht, sondern um den eher spiessigen Sicherheits-Typus, dem jedoch von Männern schon mehrmals übel mitgespielt worden ist. Ein Mann aus Marokko (mehr noch ein "Neger") ist dann so etwas wie ein Sicherheitspaket, das nicht schief gehen kann, die vermeintlich sichere Bank: Abhängig, unselbständig und durch bedürftige Verwandte erpressbar (die Operationen gibt es!) scheint er keine andere Wahl zu haben, als bei ihr bleiben zu müssen.
It ain't me babe (Bob Dylan);
You say you’re lookin' for someone
Who’ll pick you up each time you fall
To gather flowers constantly
An’ to come each time you call
A lover for your life an’ nothing more
But it ain’t me, babe
It ain’t me you’re lookin’ for, babe
3. Esoterik-Zuchtl
Der Ausdruck stammt von Georg Ringsgwandel und bezeichnet das weite Feld des Emanzipatorischen. "...Wir Bayern befürworten bekanntlich die Emanzipation der Frau, nicht aber den Widerspruch und das ewige Nachschnabeln..." kombiniert mit einer "Bitte ans Universum" (beispielsweise: mehr Geld!) oder gar dem Schicken von viel "Licht und Liebe" - gleichzeitig mit dem Nachschnabeln.
Von dieser Sorte wimmelt es in Essaouira, um nicht zu sagen, praktisch alle nachschnabelnden Münchnerinnen, die schon mehrmals vergeblich Bitten ans Universum geschickt haben und NICHT mit Licht und Liebe belohnt wurden (geschweige denn mit passablen Männern), haben sich zu Essaouria versammelt und frönen dort in einer sektenartigen Zusammenklumpung zerknitterter Schwarzleinenhängesäcken ihrem gefühlten Orient: das kann nur schief gehen - wenn sie mehr wollen als ein Musik-Frauen-Argan-Genossenschafts-Projekt in das sie ihr Erbe stecken können.
4. Kein Geld
Wer in Deutschland am untersten Rand der Gesellschaft dahinkrebst (und dazu zähle ich auch Callcenter, Sachbearbeiter, Behördenhengste, Hamsterräder jeder Art) kann auf dieses extrem dünne Brett keine neuen Lebensentwürfe nageln wollen: das geht - wenn überhaupt - nur mit ziemlich viel Geld und geistiger wie finanzieller Unabhängigkeit und einer funktionierenden Familie - entweder der eigenen oder der fremden.
Am schlimmsten sind alle 4 Don'ts zusammen: und sie treten weit häufiger im Schwarm auf als einzeln.
Nichts davon ist erkennbar auf die Threadstarterin anwendbar.
Ich hoffe, das lässt sie wieder ruhig schlafen und die Zeit wird es schon richten.
Josi