Hallo Merlinda,

grundsätzlich glaubt der Mensch das wozu ihn sein Umfeld prägt.
Es bedarf da auch gar nicht all zu großer Anstrengungen denn er bekommt von allen Seiten indoktriniert was "sein" Gott von ihm will und fordert.
So waren z.B. bis zum Aufkommen des Christentums in Europa und des Islams in Nordafrika die Menschen zu 100% davon überzeugt dass es zahlreiche Götter gibt, einen für die Liebe, einen für´s Wetter, usw..
In den "neuen Religionen" wurden dann die zahlreichen Götter durch einen einzigen ersetzt. Im Christentum übernahmen Heilige oft die Aufgaben der Götter, d.h. ihnen würden besondere Fähigkeiten, z.B. bei der Linderung von Krankheiten, nachgesagt.
Nunmehr sind fast alle Menschen dieser Glaubensrichtungen fest davon überzeugt dass es nur einen Gott gibt, genau so wie ihre Vorfahren davon überzeugt waren dass es mehrere Götter gab.
Sie waren sich dieser Götter gar so sicher, dass sie dafür in Kriege zogen.
(Wie wir heute wissen, ein Trugschluss.)
Es gab und gibt, liebe Merlinda, natürlich immer Menschen die an der vorgegebenen Glaubensrichtung zweifeln. Diese wurden und werden als Aussenseiter abgetan. Zweifler sind nicht das was die Obrigkeit will sondern zur Untertänigkeit erzogene Menschen die vorgegebenes OHNE Zweifel hinnehmen und befolgen.
So läßt sich die Masse am besten lenken und instrumentalisieren.
Du merkst also wem dieser Gottesglauben letztendlich nützt! Zufällig haben diese Leute meist auch irgend etwas mit jenen zu tun, die sich einmal als Vertreter Gottes auf Erden berufen fühlten.

Es stellt sich die Frage ob der Mensch an etwas glauben würde wenn er z.B. auf einer einsamen Insel aufwachsen würde und nichts von der Vorgeneration vorgegeben bekäme.
Ich bin davon überzeugt dass er an etwas, zumind. an Geister, glauben würde.
Es wären zu viele unbekannte Dinge im Leben dieses Menschen für die er keine Erklärung findet. Z.B. wer macht den Regen, den Donner in den Bergen, ect.? Da käme der Glauben an etwas übersinnliches gerade recht.
Die großen Profiteure dabei wären jene, die den Menschen auf dieser Insel glaubhaft machen, dass sie etwas mit dem Gott zu tun haben der da im Hintergrund sitzt und vieles macht. Diese Menschen würden verehrt und ihnen würde man aus Ehrfurcht glauben.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.