Ich krame jetzt diesen uralten Thread nochmal raus, denn warum einen neuen aufmachen, wenn es das Thema "Kopftuch" schon gibt?
Ich habe mal eine Diskussion über das Thema in einem Forum einer spanischen Zeitung gelesen und bin dabei auf eine Meinung gestoßen, die ich vorher so noch nie gehört hatte, mir aber durchaus verständlich vorkommt.
Und zwar regte sich eine Muslima, die als solche geboren ist, darüber auf, dass manche konvertierte Frauen sich von Kopf bis Fuß verschleiern. Sie meinte, einerseits müsse das ja jeder selbst überlassen bleiben, ob sie das macht. Andererseits würden solche Frauen aber ihren Glaubensschwestern, die -im schlimmsten Fall unter Lebensgefahr- dafür kämpfen, ohne Kopftuch rumlaufen zu dürfen, einen Bärendienst erweisen.
Sie meinte, für eine Frau aus einem islamischen Land, die ihr Leben aufs Spiel setzt (im schlimmsten Fall) oder sich blöd anreden lassen muss, weil sie sich weigert, ein Kopftuch aufzusetzen, wäre es hart anzusehen, wenn jetzt immer mehr Europäerinnen das freiwillig tun. Das wäre sozusagen ein Schritt zurück. Und eine Frau, die sich freiwillig verschleiert tut das, ihrer Meinung nach, nur, weil sie überhaupt keine Ahnung hat, wie es ist, dazu gezwungen zu werden. Also so quasi meinte sie, sich freiwillig ein Kopftuch aufzusetzen wäre in gewisser Weise unsolidarisch gegenüber den vielen Frauen, die dazu gezwungen werden.
Was meint ihr dazu?
Also ich kann diesen Standpunkt irgendwie schon nachvollziehen.
LG


LG