Hallo,
jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazugeben.
Mir ist die Prostitution in Marokko bekannt und sie macht auch vor Essaouira nicht halt. Verbringt man längere Zeit dort und schaut mal genauer hin, kann man dies auch selbst beobachten. Vor allem Homosexuelle sind dort auf "Fang" nach jungen Männern. Es gibt dort einige "Strandjungen", die sich für einige Euros prostituieren.
Die Prostitution jetzt nur auf Frauen oder nur auf Casa zu beschränken, finde ich nicht korrekt.
Zum Thema, ob man so eine Geschichte wie die von Andre hier ins Forum stellen soll oder nicht:
Ich finde durchaus, dass man einen solchen Beitrag hier ins Forum stellen darf. Da ist jeder für sich selbst verantwortlich und kann sich auch nicht darüber beschweren, wenn er mit Kritik konfrontiert wird. Letztlich kann es meiner Meinung nach der einzelnen Person dabei zu helfen, sein eigenes Handeln zu reflektieren.
Für mich ist die Story allerdings nicht stimmig mit denen, die man sonst so kennt. Meist passieren ja solche Dinge, weil Liebe blind macht. Aber soweit ich das richtig verstanden habe, war Andre ja anfangs nicht verliebt?! Somit kann ich nicht wirlich nachvollziehen, welcher Teufel ihn da geritten hat. Ihm muss doch von der ersten Sekunde an klar gewesen sein, auf welches Milieu er sich da einlässt! Und nur weil man Interesse an einer fremden Kultur hat bzw. Mitleid, damit lässt sich das für mich nicht erklären.
Ich habe schließlich auch Mitleid mit einem Menschen, der auf der Straße lebt und nehme ihn nicht gleich mit zu mir nach Hause.
Und der erste Gedanke, der mir in den Sinn kam, als ich gelesen habe, welche angeblichen Schwierigkeiten bezüglich der Rückholung der Tochter aufgekommen sein sollen, ist folgender:
Da Andre ja zum Islam konvertiert ist, müsste er ja tatsächlich einige marokkanische Rechte haben!
Und klar ist die Prostiution verboten, denn allein die Homosexualität ist in Marokko ein Straftatbestand, der geahndet wird!
Entweder scheint die Geschichte nicht der Wahrheit zu entsprechen oder Andre hat echt keine Ahnung von seinen Rechten!
Caro