Sehr interessantes Thema und endlich mal die richtigen Aspekte:
ich habe das auch durch und hab mir förmlich die Zähne dran ausgebissen: im Endeffekt ist es nicht nur die Familie, er ist es auch selbst. Vergiß nie, daß Du es mit einem erwachsenen Menschen zu tun hast, er hat ja auch von Dir verlangt, Dich wie eine erwachsene Frau zu verhalten.
[i]"arum hast du Angst vor diner Mutter? Du bist eine erwachsene Frau und kannst deine Entscheidungen selbst treffen"
"vielleicht soll ihr schwiegertochter einfach aus marokko kommen"
Laß mich weiter zitieren:
"da das nicht der fall zu sein scheint, wird er nicht wissen, wie er sich dir gegenüber jetzt verhalten soll. ein zusammensein ohne ehe kommt für ihn wahrscheinlich nicht in frage, sonst hätte er nicht um deine hand angehalten. er scheint also religiös zu sein.
"Ich wollte anfangs,das wir erst zsammen wohnen,das konnte er aber auf Grund seines Glaubens nicht. (Mal bei mirschlafen,das aber schon,hihi..)"
"Zwar haben sie nach Ende des Studiums ein Jahr Zeit, eine Arbeit zu finden. Viele Arbeitgeber haben allerdings keine Lust, erst die Arbeitsgenehmigung zu beantragen."
Man weiß nie, wo der kulturelle Konflikt auf- und der religiöse anfängt, das vermischt sich ständig. Ich fand es wie eine ständige Grenzwanderung und hatte das Gefühl, je mehr ich auf ihn zugehe, desto mehr zieht er sich in ein anderes Leben zurück. Ich wollte mich jedem Problem stellen, er ist den meisten Sachen als "hoffnungslos" aus dem Weg gegangen.
Einerseits ist bestimmt ganz viel Gefühl dabei, das soll mir niemand wegreden. Für mich war es Liebe pur, bei ihm kam es mir vor, als ob es jeden Tag weniger wird, als ob er das praktisch "abstellt". Wenn ihr es nicht hinbekommt, über alles zu reden, dann ist es zum Scheitern verurteilt. Tatsache bleibt z.B., daß er über Dich den Aufenthalt bekommt und irgendwann ein Punkt kommt, an dem Du Dich benutzt fühlst. Und reden fällt ihnen schwer und ist auch anstrengend, da kommt bald der Punkt, da denkt er, das könnte ich auch leichter haben....
"Meiner" ist jedem Gespräch möglichst aus dem Weg gegangen und meinte, ich wäre schwierig. Dabei hat er doch die Situation schwierig gemacht.
Ich habe in der ganzen Zeit tiefste Schuldgefühle entwickelt: ich war Schuld, daß er in einem ständigen Zwiespalt war
ich war schuld, daß er seine Familie anlügen mußte
ich war schuld, weil er mir nicht widerstehen konnte usw.
Bei "meinem" habe ich auch gemerkt, daß er sich im Internet umsieht und war geschockt. Hadere noch heute, wie sich beides vereinbaren läßt.
Überleg das mal für Dich....
Ich habe mich viel mit den religiösen Seiten auseinandergesetzt und bin sogar konvertiert. Aber nicht wegen ihm, sondern trotzdem! Und finde sein Verhalten häufig bigott. Eine der wichtigsten Regeln im Islam war für mich, daß Du für Deine Taten selber verantwortlich bist.
Das soll hier kein 1001-Geschichte werden. Ich hätte nur nie gedacht, daß es solche Probleme geben kann. Ich kannte ihn seit Jahren. Seine Familie ist wunderbar. Aber wie in einem Beitrag stand: sie schätzen mich als Menschen sehr, als seine Frau nie....
Heute stehe ich an dem Punkt, da finde ich es nur noch traurig. Aber ich bin sicher, ich habe alles getan