Hallo jm,

bleiben wir beim Thema:

 Antwort auf:
ich von meiner seite bin daran interessiert, die deutsche position zu verstehen.
m.E. gibt es keine "deutsche Position" zur Westsahara, ebensowenig kann man aus der deutschen Außenpolitik eine Linie ableiten, die "ethnozentrisch" akzentuiert, ihre Grundsätze an den Interessen kleiner Ethnien a priori ausrichtet. Warum sollte Deutschland das tun?

Am ehesten trifft es zu, wenn man Deutschland (neuerdings) eine Neigung zur Akzeptanz von Institutionen wie Nato/UNO nachsagen kann, Begriffe wie GroßSerbien, GroßMarokko, oder auch USA als WeltSherif sind "out", wobei ich GroßMarokko zum ersten mal höre/lese.

Wenn es denn eine Alternative zum Sherif geben soll, (laissez faire als andere denkbare Alternative bringt´s nicht wirklich) so kann das aus deutscher Sicht nur die UNO sein. Die hat jedoch zur Zeit einen schwachen Stand, weil sie als Autorität nicht wirklich ernst genommen wird, u.a. von Marokko a.a. Zypern.

HassanII hat der Uno Resolution 1244? zugestimmt (oder zumindest nicht vehement wiedersprochen), die Streitigkeiten um Wahllisten bei dem als Konsens zu bezeichnenden kommenden Referendum erscheinen als Eiertanz, der von Marokko betrieben wird um zeit zu schinden und um Präsenz zu faktischen Recht umzuwandeln.

Viele Grüße

PS: Bleibe dabei, deutsche Außenpolitik ist heuer nicht gefährlich.