eldar,
ich verbreite keine falschen aussagen.
im urteil des internationalen gerichtshofs wurde das recht der westsahara auf selbstbestimmung bestaetigt.
auf basis dieses urteils kam es zu den entsprechenden un-resolutionen.
uno-resolutionen sind selbstversteandlich von den mitgliedslaendern einzuhalten.
wer das nicht tut, setzt sich ins unrecht.
die israeli (einsame resolutions-nichtanerkennungs-weltmeister) werden dir aber sicher recht geben.
die uno hat kein referendum "vorgeschlagen", sondern von marokko die durchfuehrung verlangt.
ebenso hat die uno den abzug der teilnehmer des gruenen marsches verlangt.
marokko hat beiden resolutionen nicht entsprochen.
diese punkte sind keine vergleiche von aepfeln mit birnen, sondern tatsachen.
zu gibraltar: stimmt. hatte ich vergessen.
zitat:
"1967 Stadt Tarfaya (wurde von den Spaniern an Marokko zurückgegeben)Friedlich,
1969 Stadt Ifni (wurde von den Spaniern an Marokko zurückgegeben)Friedlich"
darueber weiss ich zu wenig. ich nehme also an, dass es stimmt, was du sagst.
die besetzung der westsahara als friedlich zu bezeichnen grenzt an geschichtsklitterung. oder wurden ueber 100000 sahauris friedlich nach algerien vertrieben?
sind die marokkanischen napalm-angriffe und der 15-jaehrige krieg mit 10-25000 sahaouri-opfern als friedlich zu bezeichnen?
dann schuetze uns gott vor weiteren friedlichen aktionen marokkos.
zu den canaren:
die canaren sind seit dem 15. jahrhundert spanisch (laenger als die westsahara je marokkanisch war).
sie sind spanisch, seit die dortige ur-bevoelkerung - die guanchen - ausgerottet wurde.
woher die guanchen kamen ist unter historikern bis heute umstritten. marokkaner waren es jedenfalls nicht, weil die inseln vermutlich 2000 vor christus besiedelt wurden.
seitdem ist die bevoelkerung dort fast ausschliesslich spanisch.
die canaren sind eine autonome region spaniens und damit automatisch teil der europaeischen union.
woher also die marokkanischen "ansprueche"?
wie waere es, im zuge der "historischen ansprueche" auch gleich noch andalusien zurueck zu fordern? auch dafuer werden sich sicher ein paar fanatiker finden.
ceuta und melilla:
ich finde, dass diese exklaven schon geografisch klar zu marokko gehoeren und auch von spanien zurueckgegeben werden sollten.
ich finde aber auch, dass man marokko keinen quadratmeter boden ueberlassen sollte, solang es potenziell aggressiv die bestehenden grenzen zu den nachbarn in frage stellt.
zitat:
"klingt für mich fanatisch, dennoch verdient von mir kein Kommentar"
und ich finde es fanatisch, die besetzung der westsahara als friedlich zu bezeichnen. ausserdem finde ich es kurzsichtig revisionistisch, mit sogenannten historischen anspruechen gebietsforderungen an nachbarn zu stellen.
meine argument, dass man damit auch einen italienischen anspruch auf nordafrika begruenden kann, stimmt immer noch.
zitat:
"Ich bitte Dich, die Antworten, sachlich und konstruktiv zu geben."
was soll denn das? das ist billige rhetorik, mit der dem anderen unterstellt werden soll, dass er das gegenteil tut. nach dem, was ich bisher von dir gelesen habe ist das deiner nicht wuerdig.
auch dir ein schoenes weekend, obwohl das hier wegen der zeitverschiebung schon fast wieder vorbei ist
lobozen