Samstag 26. Juli 2003, 20:20 Uhr
Spanische Küstenwache greift 150 afrikanische Flüchtlinge auf
Madrid (AP) Die spanische Küstenwache hat in der Nacht zum Samstag 158 Flüchtlinge aufgegriffen, die über die Strasse von Gibraltar illegal von Afrika nach Spanien gelangen wollten. Unter den Flüchtlingen befanden sich vier schwangere Frauen und vier Säuglinge. Die Afrikaner aus Marokko und südlich der Sahara gelegenen Ländern seien in leichten, völlig überfüllten Booten unterwegs gewesen, teilten die Behörden mit. Sie seien bei vier verschiedenen Aktionen vor der spanischen Südküste entdeckt und festgenommen worden.
Die schwangeren Frauen mussten wegen Erschöpfung in ein Krankenhaus der Stadt Tarifa eingeliefert werden, die Babys seien in guter Verfassung, sagte ein Polizeisprecher. Jeden Sommer versuchen Zehntausende vor Armut und Krieg aus Afrika nach Spanien zu fliehen. Viele Versuche, die tückische Meerenge bei Nacht zu überqueren, enden tödlich - obwohl die Strasse von Gibraltar an manchen Stellen nur 14 Kilometer breit ist.
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