Also ich habe diesen Beitrag am Sonntag gesehen und war total traurig. Einerseits seitens des Landes: wie muss die Wirtschaft schlecht sein und auch das soziale Netz (gibt ja glaub ich keines) - dass junge Menschen - egal ob Mann oder Frau - sogar den Tod "in Kauf nehmen" um in Europa arbeiten zu können, damit sie vielleicht ob und zu Geld ihren Familien schicken können. Und andererseits wegen der Mütter: ich bin selber eine Mutter und es kann nichts schlimmeres im Leben geben, als dass ich die Nachricht über den Tod meines geliebten Kindes erfahre und dann ans Grab gehe. Ich habe leider nicht den ganzen Film gesehen und glaube, dass die Muslime auf einem christl. Friedhof beerdigt werden. Ich bin selber gläubiger Christ - aber es ist für Muslime wahrscheinlich auch nicht so leicht den Bruder/Schwester etc.... auf einem christl. Friedhof wieder zu finden.
Mir geht vor allem der Gedanke an die Mutter nicht aus dem Kopf - sehr, sehr traurig.
Der Bruder des Toten meinte: "Mal bringt das Leben Trauer, mal Freude. Aber ich danke Gott, dass ich in gefunden habe und ihn in seine HEIMAT zurückbringen kann, damit meine Mutter wenigstens ans Grab gehen kann."
Wie arm muss das Land sein, dass man seine HEIMAT verlassen muss um nicht zu verhungern !!!!! Seine Familie, seine Freunde - allein in der Fremde, die doch ganz anders ist, mit ihren Moralvorstellungen, Sitten und Traditionen und Religion ..... und dem meist kälteren Wetter (zumindest in Deutschland, Schweiz, Österreich und den and. Teilen Nordeuropas).
Und noch dazu ist es bei uns ja auch sehr schwer Fuß zu fassen. Studierte werden zu ´Tellerwäscher und Putzfrauen und müssen froh sein, dass ihnen jemand eine Wohnung vermietet - und das wird meistens nur was, wenn ein anderer Freund mitgeht, der die Landessprache besser kann. Also angewiesen auch noch sein müssen auf Fremde Hilfe.
Gibt es keine Möglichkeit dem Land von Aussen zu helfen ? In Südafrika und auch Mittelafrika gibt es doch so Projekte, wo den Menschen geholfen und gezeigt wird, sich selbst zu helfen. - Wieso nicht auch in Marokko ? Hat der König hiezu Pläne ? Kann man denn überhaupt welche machen ? Die Bildung gehört forciert, dass jeder - egal ob in der Stadt oder am Land - zumindest lesen und schreiben und rechnen kann. Wenn ich mich nicht ganz irre, fordert ja auch Prophet Mohammed, dass sich die Gläubigen Wissen aneignen - ein Gebot also. Warum wird das von der Regierung nicht umgesetzt ?
Liebe Grüsse an Alle - Birgit