|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38484
22/11/00 12:53 PM
22/11/00 12:53 PM
|
Joined: Apr 2001
Posts: 15 .
Youness
Junior-Mitglied
|
Junior-Mitglied
Joined: Apr 2001
Posts: 15
.
|
Hallo zusammen,
gestern hab ich im Fernsehen gesehen, daß jetzt auch die palest. Polizei mit den Demonstranten kämpft, um die Kinder, die Steine werfen gehen, zu schützen. Vielen Kindern geht es doch nicht dadrum, wegen einem eigenen Staat! Es geht einfach nur dadrum, ein ?Mertyrer? zu werden, genau wie ihre Freunde und Verwandten. Die Kinder werden in den Schulen gedrillt, Gehirnwäsche! Ich glaube die Palest. wollen einfach keinen Frieden! Jedenfalls sieht es da unten nicht danach aus! Ich glaube dieser Konflikt wird noch sehr sehr lange dauern, bis dahin werden sehr viele Menschen sterben!
Younes!
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38485
22/11/00 04:19 PM
22/11/00 04:19 PM
|
Joined: Feb 2001
Posts: 2,521 CH
Silla
Mitglied*
|
Mitglied*
Joined: Feb 2001
Posts: 2,521
CH
|
brauche ich eine brille???? youness, hast du wirklich geschrieben, dass die palästinenser keinen frieden wollen???? würdest du keine steine schiessen, wenn man dir alles nimmt? würdest du nicht kämpfen wenn du KEINE RECHTE im EIGENEN land hättest? würdest du nicht schreien, würde man deine brüder/schwestern etc. erschiessen?? würdest du dich nicht wehren, wenn man dir jahrelang die freiheit/gerechtigkeit verspricht und sie doch nicht gibt??? würdest du nicht vor wut zittern, wenn die GANZE welt zuschaut und nichts unternimmt?? sag mir, wie sollen sie sich wehren?? kennst du die geschichte von david und goliath??? ich kanns nicht glauben, liess mal den beitrag von aziz und den anderen!! lässt du dich so von den medien (meistens jüdisch) beeinflussen?? sei kritisch und schau dich mal um!! gruss silla
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38487
22/11/00 06:27 PM
22/11/00 06:27 PM
|
Joined: Feb 2001
Posts: 2,521 CH
Silla
Mitglied*
|
Mitglied*
Joined: Feb 2001
Posts: 2,521
CH
|
hallo younes, schreibst du dich jetzt mit einem oder zwei ss?? ich merke, du hast den ersten beitrag nicht so gemeint, wie er sich anhört!! ich finde es ja auch nicht gut, dass kinder an forderster front sind, aber ich finde es schrecklich und unakzeptabel, dass man auf steinewerfenden kindern schiesst! das ist doch keine armee! wenn das umgekehrt wäre, die palästinenser würde jeden tag jüdische kinder erschiessen, ich glaube das gäbe ein weltkrieg! aber das mit den märtyrer, das verstehe ich auch nicht. ich glaube nicht, dass man aus solch einem grund ins paradies kommt! sofern es ein paradies gibt! gruss silla
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38491
23/11/00 05:15 PM
23/11/00 05:15 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
rainer,ich habe zwar ahmed rami gelesen, aber ganz einverstanden mit seinen ausführungen zum zionismus bin ich jedoch nicht.wie du weisst, musste ahmed rami auch im schweden wegen seiner kritik am zionismus im gefängnis sitzen. meine meinung in den vorigen beiträgen ist in keiner weise den ansichten ahmed ramis entnommen. zu deiner frage, ob angesicht der weltpolitischen lage eine bald möglich eine lösung für den konflikt gäbe und ob gerade wegen der jetzigen konstelation die palästinenser irgendwelche vorteile hätten, zu dieser frage kann ich nur sagen,dass das palästinensische problem in vieler hinsicht in unabsehbarer zeit nicht gelöst werden kann. dies ist weniger abhängig von der weltpolitischen situation als von der regionalen konstelation. momentan sieht es so aus,als ob die regionalen staaten im unfeld des konfliktes kein interesse daran haben, dass er beigelegt wird. in der arabischen region sind viele regime an der macht ohne demokratische legitimation. alle können nicht auf eine starke rolle der usa (sprich israel) verzichten.dieser gdanke bedarf natürlich einigen erklärungen, die ich hier in diesem rahmen lieber nicht abgeben möchte.ich verweise lediglich auf die positionen mancher arabischen staaten im letzten gipfeltreffen in kairo. eine trotz des druckes der strasse unerwartete position der golfstaaten beispielsweise war kein abbruch der diplomatischen beziehungen zu israel.immerhin unterhält israel mit 13 der 21 arabischen staaten enge diplomatische beziehungen. ein abbruch kann als bedeutungslos betrachtet werden, hat aber eine symbolische brisanz.zumal es nicht nur um diplomatie geht, sondern um eine menge wirtschaftlichen warenaustausch zwischen israel und den arabischen staaten. falls sehr wichtig ist, würde ich bei gelegenheit auf die hintergründe eines solchen verhalten mancher araber gegenüber israel. aziz
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38492
23/11/00 05:16 PM
23/11/00 05:16 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
rainer,ich habe zwar ahmed rami gelesen, aber ganz einverstanden mit seinen ausführungen zum zionismus bin ich jedoch nicht.wie du weisst, musste ahmed rami auch im schweden wegen seiner kritik am zionismus im gefängnis sitzen. meine meinung in den vorigen beiträgen ist in keiner weise den ansichten ahmed ramis entnommen. zu deiner frage, ob angesicht der weltpolitischen lage eine bald möglich eine lösung für den konflikt gäbe und ob gerade wegen der jetzigen konstelation die palästinenser irgendwelche vorteile hätten, zu dieser frage kann ich nur sagen,dass das palästinensische problem in vieler hinsicht in unabsehbarer zeit nicht gelöst werden kann. dies ist weniger abhängig von der weltpolitischen situation als von der regionalen konstelation. momentan sieht es so aus,als ob die regionalen staaten im unfeld des konfliktes kein interesse daran haben, dass er beigelegt wird. in der arabischen region sind viele regime an der macht ohne demokratische legitimation. alle können nicht auf eine starke rolle der usa (sprich israel) verzichten.dieser gdanke bedarf natürlich einigen erklärungen, die ich hier in diesem rahmen lieber nicht abgeben möchte.ich verweise lediglich auf die positionen mancher arabischen staaten im letzten gipfeltreffen in kairo. eine trotz des druckes der strasse unerwartete position der golfstaaten beispielsweise war kein abbruch der diplomatischen beziehungen zu israel.immerhin unterhält israel mit 13 der 21 arabischen staaten enge diplomatische beziehungen. ein abbruch kann als bedeutungslos betrachtet werden, hat aber eine symbolische brisanz.zumal es nicht nur um diplomatie geht, sondern um eine menge wirtschaftlichen warenaustausch zwischen israel und den arabischen staaten. falls sehr wichtig ist, würde ich bei gelegenheit auf die hintergründe eines solchen verhalten mancher araber gegenüber israel eingehen. aziz
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38493
23/11/00 05:46 PM
23/11/00 05:46 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Für mehr Hintrgrundsinformationen:
Am Scheideweg
Frankfurter Rundschau-Dokumentation:21.11.00 "Israels Beziehungen zu den Palästinensern in Westbank, Gaza-Streifen und in Israel selbst / Von Pedi Lehmann
Israel steht an einem Scheideweg: Die gewaltsamen und blutigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen zeigen, wie dringlich das Land seine Beziehungen zu den Palästinensern auf zwei Ebenen regeln muss. Da sind die Palästinenser in Westbank und Gaza-Streifen einerseits, da sind aber auch die israelischen Araber, die sich zunehmend auf die Seite der Palästinenser stellen. Die Berliner Politikwissenschaftlerin Pedi Lehmann schrieb ihre Dissertation über den Friedensprozess in Nahost. Aus diesen Forschungsarbeiten heraus entstand der folgende Essay, den wir dokumentieren.
Der israelisch-arabische Jahrhundert-Konflikt schien schon fast der Vergangenheit anzugehören. Zumindest rechneten zu Beginn dieses Jahres nur noch die wenigsten mit dem Wiederaufleben einer gegen Israel gerichteten arabischen Kriegskoalition, traditionell bestehend aus Syrien, Jordanien und dem Irak in der näheren Zukunft. 1993 hatten sich Yitzhak Rabin und Yasser Arafat die Hand zum Frieden gereicht; ein Jahr später unterzeichnete auch Jordanien einen Friedensvertrag mit Israel. Seitdem unterhielt Israel politische und wirtschaftliche Beziehungen zu 13 der 21 in der Arabischen Liga zusammengeschlossenen Staaten. Die gesamte Region schien sich an einem historischen Wendepunkt zu befinden.
Plötzlich war die Gefahr eines bewaffneten, zwischenstaatlichen Konflikts umso realer. Ursache: die nunmehr seit Wochen anhaltenden Unruhen in den palästinensischen Autonomiegebieten, die zu einer breiten Solidarisierung der arabischen und moslemischen Bevölkerungsgruppen mit den Palästinensern und deren "Kampf um Jerusalem" von Marakko bis ins ferne Südostasien geführt haben. Die Türkei kündigte an, ihre bislang nahezu uneingeschränkt proisraelische Politik zu überdenken. Der Irak verlegte Elite-Truppen an die Grenze zu Jordanien. In den arabischen Nachbarstaaten stieg mit jedem Tag der Unruhen die Gefahr, dass sich die instabilen, weil nicht demokratisch legitimierten Regime der antiisraelischen Stimmung innerhalb der Bevölkerung nicht länger entziehen konnten. Besorgt, dass arabische Gegnerstaaten Maßnahmen ergreifen könnten, die sie eigentlich gar nicht wollten, warnten die Spitzen des israelischen Militärs vor einer Beeinträchtigung der israelischen Sicherheitsinteressen. Erst der zweitägige Gipfel der Arabischen Liga in Kairo Mitte Oktober entschärfte die prekäre Situation - wenigstens vorübergehend. (...)
Ausgelöst wurden die israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen durch den provokanten Besuch Ariel Sharons und des ihn begleitenden Trosses an Grenzpolizei am 28. September auf dem Jerusalemer Tempelberg, also jenem Ort, an dem sich in der Zeit vor dem Exil für die Juden das Allerheiligste befunden haben soll und deshalb auf hebräisch Har HaBeit heißt. Derselbe Ort nennt sich im Arabischen Haram el-Sharif und beherbergt den Felsendom und die Al-Aksa Moschee, dem nach Mekka und Medina dritten Heiligtum der Moslems. Die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei und Armee illustrieren nach Ansicht Sharons und seiner Anhänger die Gefahren, die jegliche Kompromisse in der Jerusalemfrage - eine Teilung der Stadt oder eine palästinensische Teilhabe an deren Kontrolle - nach sich ziehen würden. (...)
Der Zeitpunkt des Besuchs des nunmehr 72-jährigen Ex-Generals und Ex-Verteidigungsministers war keineswegs zufällig gewählt: Kurz zuvor hatte Generalstaatsanwalt Elyakim Rubinstein entschieden, keine Anklage gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu wegen Korruption im Amte zu erheben. Das machte den Weg frei für dessen potenzielle Rückkehr in die Politik. Trotz einjähriger Abwesenheit von der Politik gehört Netanyahu zu den prominentesten Politikern des Landes. Zehn der neunzehn Knesset-Abgeordneten des Likud zählt er zu seinen Anhängern; in den Meinungsumfragen der letzten Monate lieferte er sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Ehud Barak, während Sharon in der Wählergunst um bis zu fünfzehn Prozentpunkte dahinter lag. Dabei ist bemerkenswert, dass Netanyahu bislang noch nie öffentlich davon gesprochen hatte, sich erneut um den Vorsitz des Likud und das Amt des israelischen Ministerpräsidenten bewerben zu wollen.
Sharons Provokation
Im Gegensatz zum israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet hatten palästinensische Offizielle Ehud Barak im Vorfeld dringend gewarnt, dass Sharons Visite auf dem Vorplatz der Moscheen auf dem Tempelberg in den Autonomiegebieten zu gewaltsamen Protesten führen würde. Besorgt jedoch, mit Blick auf drohende vorgezogene Neuwahlen kostbares innenpolitisches Kapital zu verspielen, hatte Barak eher eine mögliche Konfrontation mit den Palästinensern in Kauf genommen, als die Anschuldigung der Opposition, eine neue Teilung Jerusalems zu wollen. Bereits nach dem Gipfel von Camp David hatte Jerusalems Bürgermeister Ehud Olmert (Likud) versucht, Stimmung zu machen. Er könne und wolle es sich nicht vorstellen, dass ausgerechnet der israelische Ministerpräsident Ehud Barak als erster nach der Zerstörung der beiden Tempel durch fremde Eroberer die Souveränität über den Tempelberg Nichtjuden überlassen werde. Genutzt hat es Baraks Popularität indes wenig, dass er Sharons Vorhaben nicht unterband: Eine Woche nach Beginn der Unruhen setzte sich Benjamin Netanyahu bei der "Sonntagsfrage" ebenso gegen Ehud Barak durch wie gegen seinen Widersacher Ariel Sharon.
Zusätzlich angefacht wurden die Unruhen durch die Tatsache, dass die israelische Polizei einen Tag nach Sharons Provokation sieben unbewaffnete Menschen im Moscheenbezirk erschoss. Obwohl in Geheimdienstkreisen Presseberichten zufolge offenbar davon ausgegangen worden war, dass die Lage ruhig bleiben würde, hatte die dem Minister für innere Sicherheit, Shlomo Ben-Ami, unterstehende israelische Polizei darauf beharrt, während des Freitagsgebets massive Präsenz zu zeigen. Als schließlich die ersten Steine flogen, antwortete die israelische Polizei mit Gummimantel-Geschossen. Diese Munition gilt allerdings nur dann als nichttödlich, wenn sie aus einer Distanz von mindestens 70 Metern abgegeben wird; gezielt werden darf nur auf die Beine unterhalb der Knie. Die Straßenschlachten weiteten sich daraufhin auf das gesamte Westjordanland und den Gaza-Streifen aus. Sie griffen sogar auf die vorwiegend arabisch besiedelten Gebiete im israelischen Kernland über, womit die anstehende Debatte um das Selbstverständnis Israels - als jüdischer Nationalstaat bzw. als Staat aller seiner Bürger - ausgelöst wurde.
Palästinensischen Angaben zufolge wurden bis zum 1. Oktober über 20 Palästinenser getötet und mehr als 700 verwundet. Die palästinensische Führung forderte daraufhin die Einsetzung eines internationalen Komitees zur Untersuchung der "Verbrechen gegen die Palästinenser sowie deren heilige Stätten". Auch kritische israelische Journalisten warfen den israelischen Sicherheitsorganen in den ersten Tagen der Unruhen Unverhältnismäßigkeit vor. Die israelischen Truppen würden keineswegs nur die ihnen auferlegte Zurückhaltung zeigen; sie würden keineswegs nur bei Lebensgefahr von der Schusswaffe Gebrauch machen. Auffällig sei vielmehr, dass viele Palästinenser Verletzungen der oberen Körperbereiche - Brust, Nacken, Kopf - davontrugen. Was den Verdacht nährte, es ginge nicht darum, das eigene Leben oder das anderer Israelis zu verteidigen, sondern die Palästinenser ganz grundsätzlich von weiteren Herausforderungen der israelischen Sicherheitsinteressen abzuschrecken.
Die Bilder ähneln sich
Der UN-Sicherheitsrat bedauerte die israelische Provokation vom 28. September. Er verurteilte bei Stimmenthaltung der USA die "übermäßige Gewaltanwendung" Israels gegen die palästinensischen Proteste und sprach sich für eine eingehende Untersuchung der Kämpfe aus. Israel wies die Resolution 1322 des UN-Sicherheitsrates vom 7. Oktober 2000 zurück. Sie sei einseitig, belohne Gewalt und unterminiere die Basis des Friedensprozesses. Das Bemühen, die Schuld am Ausbruch der Unruhen allein Israel zuzuschreiben, sei ein zynischer Versuch der Palästinenser, ihre direkte Verantwortung an der aktuellen Gewalt zu leugnen. Einmal mehr schien sich für die israelische politische Führung die Annahme zu bestätigen, dass die Israel-Politik der Weltorganisation voreingenommen sei. (...) Die EU lehnte die Resolution als völlig einseitig ab. Dieser Schritt dürfte allerdings kaum ausreichen, deren Glaubwürdigkeit für die israelische Seite wiederherzustellen, hatte doch der französische Staatspräsident und derzeitige EU-Ratspräsident Jacques Chirac Yasser Arafat Anfang Oktober ermutigt, den von den USA unterbreiteten Vorschlag für eine Waffenruhe auszuschlagen.
Das US-Repräsentantenhaus hingegen verabschiedete am 25. Oktober eine Resolution, welche die Palästinenser für die blutigen Unruhen der letzten Wochen verantwortlich macht. Die Entschließung wurde mit 365 gegen 30 Stimmen angenommen. Dem jüdischen Staat wird "volle Unterstützung" in einer krisenhaften Zeit zugesichert, die palästinensische Führung wegen "Anstachelung zur Gewalt" verurteilt. Damit dürfte wiederum die arabische Sicht der Dinge Bestätigung gefunden haben, wonach die USA keineswegs als "ehrlicher Makler" sondern als alleiniger Anwalt Israels in der internationalen Politik agierten. Entsprechend schwierig gestalten sich Versuche internationaler Akteure, in die inzwischen unter der Bezeichnung "Al-Aksa Intifada" rangierenden Unruhen vermittelnd einzugreifen.
Obwohl sich die Bilder ähneln, die tagtäglich über die Fernsehschirme der Welt laufen, seien die gegenwärtigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern kaum mit jener spontanen Erhebung gegen die israelische Besatzung zu vergleichen, die im Dezember 1987 in Gaza-Stadt ihren Ausgang genommen hatten, meinen Stimmen aus dem israelischen Friedenslager resigniert. Vor dem 1993 in Oslo eingeleiteten politischen Dialog zwischen Israel und der PLO habe kein Palästinenser ohne die Erlaubnis israelischer Behörden "bauen, arbeiten, studieren, Land erwerben, ein Unternehmen gründen, ins israelische Kernland einreisen, seine Angehörigen im Gaza-Streifen besuchen, ja noch nicht einmal des Nachts spazieren gehen können", wie der ehemalige israelische Chef-Unterhändler Uri Savir im Zuge der Verhandlungen mit der PLO selbstkritisch feststellte. Seitdem haben Israelis und die Palästinenser ihre Beziehungen durch eine Reihe vertraglicher Abkommen geregelt, die u. a. die palästinensische Autonomie im Westjordanland durch eine gewählte Selbstverwaltungsbehörde - den Palästinensischen Rat - ausweiteten. Der Rat ist mit legislativer und exekutiver Gewalt ausgestattet und soll die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit mit einer starken Polizeitruppe (insgesamt 30 000 Mann) gewährleisten. Indes unternahmen die verschiedenen, auch miteinander konkurrierenden Polizeikräfte bislang wenig, um die Angriffe auf israelisches Militär und israelische Einrichtungen zu unterbinden; manche beteiligen sich gar selbst daran. Die Hauptakteure der Zusammenstöße sind die so genannten Tanzim-Truppen, die paramilitärischen Einheiten der politisch führenden Fatah-Bewegung von Yasser Arafat. Ausgerüstet von einfachen Handfeuerwaffen bis hin zu Maschinengewehren agieren sie aus der zweiten Reihe hinter den steinewerfenden Kindern und Jugendlichen. Angesichts dessen fragten sich selbst überzeugte israelische Anhänger des Osloer-Friedensprozesses bereits zu Beginn der Unruhen, ob es Arafat tatsächlich so ernst nehme mit dem Einsatz um den Völkerfrieden.
Kritik gab und gibt es aber auch an der israelischen Politik. Sie habe dazu beigetragen, dass Sharons Provokation auf fruchtbaren Boden gefallen sei. So seien bestehende israelisch-palästinensische Abkommen bislang nur teilweise oder halbherzig umgesetzt worden. Das betrifft etwa die Regelung des "sicheren Transits" für den Verkehr von Personen, Fahrzeugen und Gütern zwischen dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen. Zwar unterzeichneten Vertreter Israels und der PLO am 5. Oktober 1999 die Vereinbarung über die südliche Route, welche auch am 25. Oktober 1999 in Kraft getreten ist. Eine vertragliche Regelung für die von Israel zugesagte nördliche Route kam nicht zu Stande. Die meisten Palästinenser können sich folglich immer noch nicht ungehindert zwischen den Autonomiegebieten bewegen. Völlig ausstehend ist ferner die Regelung der dritten israelischen Truppenumgruppierung, die laut Zeitplan am 23. Juni 2000 hätte vollzogen werden sollen. Das Oslo-II-Abkommen vom 28. September 1995 sieht eine Umgruppierung der israelischen Streitkräfte in drei Phasen vor. Davon wurden die erste und zweite Phase im Wye-River-Abkommen vom 23. Oktober 1998 zwischen der Netanyahu-Regierung und der PLO konkretisiert bzw. infolge des Memorandums von Sharm el-Sheik "über einen Zeitplan zur Umsetzung ausstehender Verpflichtungen aus unterzeichneten Abkommen" vom 4. September 1999 von der Barak-Regierung bis zum März dieses Jahres umgesetzt. Laut Oslo-II-Abkommen sollen nach Abschluss der dritten Phase der Truppenumgruppierung Gebiete der Westbank der territorialen Zuständigkeit der Palästinenser unterstellt werden, die nicht von Israel als Militäreinrichtungen ausgewiesen sind, oder deren Status im Rahmen der Verhandlungen über eine abschließende Regelung festgelegt wird, also Jerusalem, Grenzen und Siedlungen. Die Palästinenser leiten aus diesen Stipulationen die Forderung ab, Israel müsse sich zu neunzig Prozent aus dem Westjordanland zurückziehen, und fordern ein Mitspracherecht in dieser Sache. Israel hingegen vertritt den Standpunkt, dass das Abkommen von 1995 keine Angaben über den Umfang des zu räumenden Territoriums mache und dass Israel die alleinige Autorität besitze, über das Ausmaß des Rückzuges zu entscheiden. Barak schließlich wollte die dritte Stufe der Truppenumgruppierung im anvisierten Rahmenabkommen zu allen Fragen über den dauerhaften Status eingeschlossen sehen. Angesichts dessen ermittelten die Demoskopen des Center for Palestine Research and Studies in Nablus denn auch in der palästinensischen Öffentlichkeit ein stetig schwindendes Vertrauen in die Regierung von Ehud Barak und deren Willen, zu einem friedlichen Ausgleich mit dem palästinensischen Volk zu gelangen.
Diese Einstellung findet sich spiegelbildlich auf israelischer Seite. Bereits vor den Unruhen nahm der Friedensprozess mit den Palästinensern nur noch einen Nebenschauplatz auf der nationalen Agenda ein. Ein wichtiger Grund hierfür war das Scheitern des Gipfels von Camp David, welches der palästinensischen Seite angelastet wurde. Mit dem Angebot, etwa 90 Prozent des Westjordanlandes zurückzugeben, bei territorialen Kompensationen für jene Gebiete, die von Israel annektiert würden, Entschädigung der arabischen Flüchtlinge plus begrenzter Familienzusammenführung, einer Übergabe der entlegenen Siedlungen an den werdenden palästinensischen Staat (wenn auch keine Räumung) und schließlich einer Autonomie für die arabischen Stadtviertel Jerusalems habe Barak mehr angeboten, als unter Rabin und Peres je vorstellbar gewesen sei. Angesichts dessen zeigte sich die israelische Öffentlichkeit schon vor Beginn der Unruhen in Bezug auf die palästinensische Friedensfähigkeit äußerst pessimistisch. Meinungsumfragen zufolge bezweifelte die Mehrheit der Israelis bereits Ende August, die Verhandlungen mit den Palästinensern zu einem erfolgreichen Abschluss bringen zu können - selbst wenn Israel den Palästinensern Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines souveränen Staates Palästina zubilligen würde. Die palästinensische Sicht der Dinge, wonach ein durch israelische Siedlungen und Militärstützpunkte zerteiltes und beherrschtes Gebilde wenig mit einem wirklich unabhängigen Staat auf Grundlage der UN-Resolutionen zu tun hätte, fand wenig Gehör.
Derart desillusioniert haben in Israel erneut Pläne Hochkonjunktur, infolge unilateraler Maßnahmen eine "Trennung" zwischen Israelis und Palästinensern und damit eine dauerhafte Verbesserung der israelischen Sicherheitsinteressen zu erreichen. Zu den kurzfristigen Optionen zählte bereits in der Vergangenheit die Abriegelung der Gebiete, womit etwa 100.000 Palästinensern der Weg zur ihren Arbeitsplätzen im israelischen Kernland versperrt bleibt. Das ist auch heute populär, insbesondere angesichts der Drohungen von Seiten der Hamas und des Islamischen Jihad. Der Nutzen der Abriegelungen - nämlich Terroranschläge im israelischen Kernland zu verhindern - ist allerdings umstritten. Die Erfahrung zeigt, dass sich Attentäter ihren unheilvollen Weg über alle Hindernisse hinweg bahnen. Die direkt Leidtragenden der Absperrungen sind dagegen die Familien jener legalen und illegalen palästinensischen Arbeitskräfte, die seit dem Versöhnungstag am 8./9. Oktober ihre Arbeitsplätze im israelischen Kernland nicht erreichen können. Angesichts dessen werden Maßnahmen wie diese nicht nur von der palästinensischen Öffentlichkeit als vergeltende Kollektivstrafe bewertet. Palästinensische Offizielle taxieren den bis jetzt aus den Unruhen und ihren Begleiterscheinungen entstandenen Schaden für die palästinensische Wirtschaft auf etwa 500 Mio. US-Dollar. Auch künftig werden einer eigenständigen Entwicklung der palästinensischen Wirtschaft im wahrsten Sinne des Wortes "Grenzen" gesetzt sein - zumindest solange, wie Israel die Übergänge nach Ägypten und Jordanien kontrolliert. Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet freilich nur eine entsprechende Verhandlungslösung, und die liegt entfernter denn je zuvor. Die starke Abhängigkeit der palästinensischen Ökonomie von Israel sollte in der Vergangenheit freilich dazu beitragen, das Entstehen eines unabhängigen palästinensischen Staates zu erschweren.
Derselbe Zweck wurde auch vielen Siedlungen zugeschrieben, die wechselnde israelische Regierungen seit 1967 in den besetzten Gebieten und insbesondere in den palästinensischen Ballungszentren errichtet haben. Diese Siedlungen sollten vollendete Tatsachen schaffen und das Vorhandensein eines zusammenhängenden palästinensischen Territoriums verhindern, auf dem sich ein lebensfähiger Staat Palästina aufbauen ließe. Trotz des offiziellen Siedlungsstopps der Regierungen unter Führung der Arbeitspartei ist die Zahl der israelischen Siedler während des Osloer-Prozesses weiter gestiegen. 1993 zählte man etwa 120 000 Siedler; heute sind es mindestens 200 000. Die oftmals prosperierenden Siedlungen stehen freilich im krassen Gegensatz zum gesunkenen Lebensstandard und dem eingeschränkten Bewegungsfreiraum der Palästinenser. Zwar sind unter Barak keine neuen Siedlungen entstanden, dafür aber neue, den Siedlern vorbehaltene Umgehungsstraßen gebaut, neue Vorposten errichtet und bestehende Siedlungen - wegen des "natürlichen Wachstums" - weiter ausgebaut worden. Alle Aktivitäten sind mit einer weiteren Landnahme verbunden. (...)
Heute indes zeigt sich, dass die Siedlungen nicht nur einem Palästinenserstaat im Wege stehen, sondern auch Maßnahmen konterkarieren, über die Israel in Ermangelung einer Verhandlungslösung zum Schutze seiner Staatsbürger zu ergreifen nachdenkt Denn wie könne eine effektive Trennung zwischen dem jüdischen Staat und den Palästinenser-Gebieten - etwa in Form eines elektronisch überwachten "Sicherheitszaunes" - anvisiert werden, fragen sich manche Kommentatoren der israelischen Presse, angesichts der Tatsache, dass beinahe 60.000 Siedler nicht in den großen Siedlungsblöcken nahe der Grünen Linie zum israelischen Kernland, sondern abgelegen inmitten arabischer Bevölkerungszentren leben? Viele davon hätten sich zudem zu einer politischen und militärischen Hypothek sondersgleichen entwickelt. Wie z. B. die Siedlung Netzarim, einer aus 60 Familien bestehenden Enklave, die nur einen Steinwurf entfernt von der über eine Million Einwohner zählende Stadt Gaza liegt. Bei den gegenwärtigen Unruhen finden sich die Siedler immer wieder von der Außenwelt abgeschnitten. Das stellt die israelische Armee vor die Wahl, entweder den Belagerungszustand hinzunehmen oder aber den freien Zugang zu einem hohen Preis jüdischen und arabischen Lebens gewaltsam wiederherzustellen. Noch verstrickter sei die Situation in Hebron: Dort leben im Herzen der Stadt etwa 500 jüdische Siedler, die zwar selbst keine Provokation scheuen, zu deren Schutz die israelischen Streitkräfte jedoch während der jüngsten Unruhe eine Ausgangssperre über 30.000 Palästinenser verhängten, die im israelisch kontrollierten Teil der Stadt leben. Mehr denn je zuvor zeige sich heute, dass die Siedlungen und Umgehungsstraßen das Haupthindernis auf dem Weg zu einem Abkommen mit den Palästinensern darstellten und den israelischen Sicherheitsinteressen diametral entgegenstünden, meint etwa die israelische Friedensinitiative Peace Now in einem offenen Brief an den israelischen Ministerpräsidenten.
"Zweite Front"
Um die Lage dauerhaft zu stabilisieren, sei es vielmehr notwendig, so das Argument, der Logik eines Truppenentflechtungsabkommens entsprechend, die Berührungspunkte und Reibungsflächen der beiden Gegner so gering wie möglich zu halten. Viele Siedlungen waren, sind und würden auf Grund ihrer exponierten Lage Brennpunkte der Auseinandersetzungen bleiben. Und die weit vom israelischen Kernland entfernt liegenden Siedlungen machten Israels Grenzlinien zu lang, um sie im Konfliktfall effizient verteidigen zu können. So schmerzlich dies auch sei: "Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass Siedlungen, die wir nicht schützen können und die die ohnehin schon fragile Aussicht auf Frieden gefährden, geräumt werden müssen", meinte David Grossman kürzlich in der renommierten Tageszeitung Ha'aretz. Bislang freilich weigert sich Barak, Siedlungen im Schatten der Gewalt zu evakuieren. Und auch Ariel Sharon, der 1982 als Verteidigungsminister direkt für die Räumung der Sinai-Siedlung Yamit im Rahmen des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages verantwortlich zeichnete, hält nach außen weiterhin fest am feierlichen Gelöbnis seiner Partei, niemals wieder freiwillig eine Siedlung aufzugeben.
Auch die Palästinenser in Israel - gemeinhin israelische Araber genannt - hatten gegen die tödlichen Schüsse im Jerusalemer Moscheenbezirk demonstriert. Obwohl die arabische Minderheit zumeist eine optimistischere Vorausschau in Fragen des israelisch-arabischen Friedensprozesses und des jüdisch-palästinensischen Zusammenlebens vertritt als die jüdische Bevölkerungsmehrheit, kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Besonders in Nordisrael, wo zwei Drittel der israelischen Araber leben, wurde jüdisches Eigentum zerstört, öffentliche Einrichtungen beschädigt, Hauptverkehrsadern lahm gelegt. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse, später auch scharfe Munition ein. Erstmals wurden Presseberichten zufolge auch als Araber verkleidete Undercover-Einheiten ähnlich den im Westjordanland und Gaza-Streifen berüchtigt gewordenen, so genannten "mistaravim" eingesetzt, die Aufwiegler und Unruhestifter herausgriffen und inhaftierten. (...)
Viele jüdische Israelis empfanden die Erhebung der israelischen Araber als traumatisches Ereignis: Mitten durch Galiläa schien eine "zweite Front" zu verlaufen. Was für die einen aussah wie eine Revolte gegen den jüdischen Nationalstaat, ist für die anderen der verzweifelte, wenngleich bedauerliche Versuch, auf die eigene leidvolle Lage aufmerksam zu machen. So liegen Lebensstandard und Einkommen arabischer Israelis zumeist weit unter dem jüdischer Israelis; die Arbeitslosigkeit ist hoch. Da die arabisch-israelischen Jugendlichen nicht unter die allgemeine Wehrpflicht fallen, werden ihnen später auch jene Sozialleistungen vorenthalten, von denen ehemalige IDF-Soldaten und deren Angehörige profitieren. Die arabische Minderheit wurde bislang ferner gravierend beim Bodenbesitz und Bodenrecht benachteiligt. Ein Abkommen zwischen dem Jewish National Fund und der Israel Lands Administration verhinderte die Verpachtung von Staatsland an Nichtjuden. Über 90 Prozent des Bodens innerhalb des israelischen Kernlands sind als Staatsland deklariert. Wegen des Mangels an ausgewiesenem Bauland werden Häuser oftmals illegal errichtet - und von den Bulldozern der israelischen Polizei wenig später wieder zerstört. Es gibt Dörfer, die von keiner israelischen Regierung bislang anerkannt wurden, da sie sich auf als Agrarland ausgewiesenem Grund und Boden befänden, so die amtliche Begründung. Entsprechend fehlen Elektrizitäts- und Wassernetze, Kanalisation, Telefon. Auch nach der Amtsübernahme Ehud Baraks hat sich an der unterpriviligierten Stellung der israelischen Araber nichts grundlegend geändert. In der israelischen Presse wird Barak daher der Vorwurf erteilt, die arabischen Führungspersönlichkeiten mit Geringschätzung behandelt, das Vorankommen der israelischen Araber innerhalb der staatlichen Behörden nicht gefördert und den dringend benötigten Investitionen in die Infrastruktur der arabischen Gemeinden keinerlei Priorität beigemessen zu haben. (...) Obwohl sich der israelische Ministerpräsident der Gefolgschaft der arabischen Abgeordneten in Fragen des israelisch-arabischen Friedensprozesses gewiss sein konnte, habe auch die Regierung von Ehud Barak die arabische Minderheit dennoch nicht als gleichberechtigten Partner in der Suche nach Frieden, sondern als verschworene Gemeinschaft begriffen, deren Aspirationen und Ansprüche stetig in Schach gehalten werden müssten, meint ein israelischer Beobachter.
Zu Recht, wie insbesondere Anhänger des nationalen und religiösen Lagers befinden. Seien doch die gewalttätigen Proteste keineswegs ein Ausdruck des Aufbegehrens gegen soziale und rechtliche Ungleichheiten, sondern eine Revolte gegen die jüdische Mehrheit, in deren Mitte sie leben würden, eine Revolte gegen jene Demokratie, deren Staatsbürger sie seien. Langfristiges Ziel der Palästinenser in Israel sei es, aus dem jüdischen Staat einen binationalen zu machen, in dem die heutigen Mehrheitsverhältnisse unter umgekehrten Vorzeichen stünden. Dazu genüge die vergleichsweise höhere Geburtenrate und die Forderung nach einem "Recht auf Rückkehr" jener Palästinenser und deren Nachkommen, die infolge des Krieges von 1948/49 das Gebiet des Staates Israel verlassen haben. Ein solches Recht wollte bislang keine zionistische Partei der arabischen Seite bzw. den ca. 3,5 Mio. Betroffenen zugestehen, würde damit doch das Ende der Existenz Israels (knapp fünf Mio. Juden) besiegelt werden. Zuletzt in Camp David angedacht wurde jedoch eine zahlenmäßig begrenzte Familienzusammenführen in der Größenordnung um die 100.000. Doch selbst dies scheint nach den Unruhen nicht politisch durchsetzbar: Es sei offensichtlich, dass es unter demographischen wie unter sicherheitspolitischen Aspekten unverantwortlich wäre, der arabischen Minderheit weitere zehntausende, sich hintergangen und unterdrückt fühlende Palästinenser zuzuführen, schreibt Ze'ev Schiff in der Tageszeitung Ha'aretz. Meinungsumfragen zufolge glaubt momentan weniger als ein Viertel der befragten Israelis an die Loyalität der Palästinenser in Israel. (...)
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38495
11/12/00 09:26 PM
11/12/00 09:26 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Erstmal Shalom, ich finde es ist eine kompliziertes und heikles thema und man sollte es nicht so schnell beurteilen.besslama
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38497
12/12/00 08:42 PM
12/12/00 08:42 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Silla Salam,ich werde trotzdem bei meiner Meinung bleiben. Ich finde keiner (weder juden noch palästinenser) ist im totalen recht bzw. im totalen recht. O.k. einerseits ist es traurig und depremierent für die araber da es vor noch bißchen mehr als 50 jahren noch ihr land war und plötzlich tauchen da eine menge menschen auf und nehmen ihr das land weg genauso wie die ganzen menschen die bis heute gestorben sind. Andererseits wenn man sich die Situation bzw. die Geschichte und Waanderungen der juden anschaut ist es auch nicht gerade das lustigste immerhin ein "bißchen" im recht sind sie ja schon. Immerhin war das ja auch mal ihr land und danach wurden sie immer verjagd und umgebracht egal von welchem Volk bzw. welcher Glaubensgemeinschaft
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38498
12/12/00 08:42 PM
12/12/00 08:42 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Silla Salam,ich werde trotzdem bei meiner Meinung bleiben. Ich finde keiner (weder juden noch palästinenser) ist im totalen recht bzw. im totalen recht. O.k. einerseits ist es traurig und depremierent für die araber da es vor noch bißchen mehr als 50 jahren noch ihr land war und plötzlich tauchen da eine menge menschen auf und nehmen ihr das land weg genauso wie die ganzen menschen die bis heute gestorben sind. Andererseits wenn man sich die Situation bzw. die Geschichte und Waanderungen der juden anschaut ist es auch nicht gerade das lustigste immerhin ein "bißchen" im recht sind sie ja schon. Immerhin war das ja auch mal ihr land und danach wurden sie immer verjagd und umgebracht egal von welchem Volk bzw. welcher Glaubensgemeinschaft
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38499
12/12/00 08:44 PM
12/12/00 08:44 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
P.S.: Sorry das ich den Text Zweimal jetzt gedruckt habe und außerdem bslama
|
|
|
Re: das Massaker an der zivilen Bevölkerung in Paläitina
#38500
12/12/00 09:45 PM
12/12/00 09:45 PM
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Anonymous
OP
Unregistered
|
Salam Dimi,
Ob das ein kompliziertes oder heikles Thema ist, ist eine andere Sache. Hier geht es um Massaker der israelischen armee an der zivilen Bevölkerung in Palästina. Tatsache ist, daß israelische Scharfschützen schießen auf steinewerfende kinder, um zu töten. Ein Verbrechen im 21. Jahrhundert, was die Juden selbst vor 60 Jahren durch die Nazis erlebt haben, die Erinnerungen weckt. Was soll man hier nicht schnell beurteilen?
Deine geschichtliche Ausführung ist mir unverständlich und geht an der Sache vorbei. Heißt das, daß die Indianer ein "bißchen" im Recht sind, wenn sie anfangen, auf andere Amerikaner zu schießen? oder die Berber auf andere Algerier und Marokkaner? oder die Aboriginees auf andere Australier? und und... Ich kann mir nicht vorstellen, daß Du dieser Meinung vertritst.
Youssef
|
|
|
|
|
Forums17
Topics18,514
Posts164,843
Members9,959
| |
Most Online12,010 Dec 24th, 2014
|
|
|