Faszination Orient. Max von Oppenheim – Forscher, Sammler, Diplomat
#20045
11/11/02 05:17 PM
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Cindyrella
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Ausstellung über Max von Oppenheim in Köln Bis zum 29.12.2002 können Sie im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln die Ausstellung “Faszination Orient. Max von Oppenheim. Forscher, Sammler, Diplomat” besuchen. Max von Oppenheim, der zusammen mit dem ‚Gründungsvater" des Rautenstrauch-Joest-Museums, Wilhelm Joest, einst von Marokko aus quer durch Nordafrika nach Kairo reiste, ist die Jubiläumsausstellung zum 100. Geburtstag des Hauses gewidmet. Damit wird zum einen die Leistung dieses Forschungsreisenden, Archäologen, Diplomaten und vor allem auch Sammlers islamischen Kunsthandwerks in verschiedenen Stationen gewürdigt – z.B. durch die Präsentation von Messinstrumenten, Schreibgeräten und Kalligraphien. Zum anderen spiegelt die Ausstellung in ihrer Gestaltung die Faszination wider, die der Orient – als Traum aus ‚Tausend und Einer Nacht" – auf Europäer bis heute ausübt. Europäische Vorstellungen und Klischees werden in Bildern angesprochen. Gleichzeitig werden Objekte der osmanischen Hochkultur – chinesische und Meißener Porzellane, seldschukische, mamlukische und osmanische Metallarbeiten, prächtige Gewänder und Textilien gezeigt. Ein ‚türkisches Zimmer" mit der repräsentativen Täfelung aus dem Hause eines reichen Kaufmanns aus Kayseri, Anatolien, gibt Einblick in die Kaffeekultur des Orients. http://www.museenkoeln.de/homepage/_inc/popup_info.asp?av=v&id=653&farbe=%233c6773
Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen. (Mark Twain)
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Re: Faszination Orient. Max von Oppenheim – Forscher, Sammler, Diplomat
#20047
11/11/02 11:14 PM
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Jocim
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nun, "diebe" waren sie alle, die im 19. jahrhundert nach griechenland, in die türkei oder ägypten kamen.
ich will aber einmal anhand eines beispiels die problematik der sache anschaulich machen:
vor jahren war ich in der türkei und besuchte dort die stadt pergamon. natürlich: längst eine ruinenstadt, grossartig auf einem bergplateau gelegen. wir wurden zu einem freien platz geführt, mit einer grossartigen aussicht hinunter ins tal. dann sagte der reiseführer: auf diesem leeren fleck stand einmal der pergamon-altar.
nun steht der pergamon-altar heute in berlin. man hatte ihn im 19. jahrhundert, nachdem man pergamon entdeckt hatte, in kisten verpackt und nach deutschland geschickt.
so weit, so problematisch!
nun beklagte sich unser türkische reiseführer aber darüber, dass deutschland den altar nicht zurückgibt. er müsste, so seine worte, seinen angestammten platz zurückerhalten.
nun wage ich einige hypothesen:
1. wäre der pergamon-altar in der türkei geblieben, gäbe es ihn heute nicht mehr. wind und wetter hätten ihn zerstört.
2. warum baut der türkische staat keine naturgetreue kopie des pergamon-altars und stellt ihn auf den so beklagten "leeren platz"?
3. warum verichtet das pergamon-museum in berlin nicht auf das original? es könnte an den türkischen staat gegeben werden, der den tempel in einem museum aufstellt. es müssten dann zwei kopien erstellt werden, die eine für berlin, die andere für das "freilichtmuseum" pergamon.
es geschieht aber gar nichts.
muss ich noch erwähnen, dass eine der stelen vor dem karnak-tempel in luxor (ägypten) in paris steht? was hat sie da zu suchen? oder anders gesagt: was napoleon im handgepäck mit nach hause nehmen konnte, muss ja nicht für alle zeiten als nippes die vitrinen europas zieren!
Jocim
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