Schau mal, es ist halt etwas anderes, ob man einfach eine Religion hat und so "ein wenig" glaubt oder ob man seine Religion richtig ernst nimmt und wahrhaftig glaubt und praktiziert.

Ich bin konvertiert und mache die umgekehrte Erfahrung wie du: ich kann Nichtmuslimen (meine ganze Familie und Freunde sind agnostische bis atheistische Papierchristen) gar nie etwas erzählen - sie hören einfach nicht zu, wissen immer alles schon - und unweigerlich endet das Gespräch bei Terroristen oder Salafisten oder Bomben, bei der Frauenunterdrückung oder dem Kopftuch. Manchmal krieg ich auch alles auf einmal an den Kopf geworfen.

Inzwischen wird mein Glaube "toleriert" - im Sinne von: glaub doch was du willst, Hauptsache, es tut dir gut... Ich habe in meinem Blog darüber geschrieben und bin zu diesem Fazit gelangt:

PS: Die feste Überzeugung, die Wahrheit erkannt zu haben, ist es ja auch, die die Kommunikation unter Anhängern verschiedener Religionen resp. Weltanschauungen manchmal so schwer macht: Jeder, der wirklich glaubt, ist von "seiner" Wahrheit ganz und gar überzeugt. Man müsste mal so weit kommen, die Tatsache, dass für das Gegenüber die Wahrheit eine andere ist, einfach so stehen zu lassen, das würde viele unschöne Diskussionen ersparen und dem neugierigen Zuhören und Austausch und vielleicht sogar neuen Erkenntnissen Platz machen.

Wer den ganzen Artikel lesen möchte:

http://www.ausgerechnet-islam.com/2013/05/glaub-doch-was-du-willst.html

Liebe Grüße
Chadidscha