ich stelle hierzu mal ne theorie auf und freue mich schon auf die meinungen:
1. russland kann deutschland wegen energielieferungen erpressen (und tuts auch)
2. deutschland sucht krampfhaft nach ersatzlieferungen
3. merkel war letztens in algerien um den drittgroessten moscheebau der welt (10 x so gross wie das koelner bauwerkchen) durch ein deutsches architekturbuero zu signieren und dabei energielieferungen zu besprechen
4. moschee ist moschee, ob bauherr die türkisch-islamische union ist oder nicht, es bleibt ein muslemisches gebetshaus.
5. da passt es doch gut, um den guten willen zu demonstrieren und ein signal zu setzen(hey, kuckt mal, wir koennen doch gut mit dem islam, genehmigen sogar so einen riesenbau in koeln), den bau der 2501te moschee in de zu genehmigen.

und ausserdem ist in algerien satt kohle, da gibts manchen anderen lukrativen auftrag fuer deutsche unternehmen, da muss man schon alle 5e gerade sein lassen

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/algerienreisemerkel102.html
Merkel zu Besuch in Algerien
Europas Run auf die lukrativsten Aufträge
Bundeskanzlerin Merkel reist heute nach Algerien. Begleitet wird sie von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation. Das Land leidet immer noch an den Folgen der sozialistischen Planwirtschaft, des jahrelangen Bürgerkriegs, der außenpolitischen Isolation. Doch jetzt kommen die Investoren. Allen Risiken zum Trotz.
Erdgas- und Erdölgewinnungsindustrie in Hassi Messaud in Algerien (Foto: picture-alliance / dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Zwischen Tradition und Moderne: Zwei Beduinen im algerischen Hassi Messaud ]
Polizeikontrolle vor dem Energieministerium in Algier. Ein Polizist öffnet den Kofferraum, ein anderer die Motorhaube. Sie suchen nach versteckten Sprengladungen. Routine in Algerien, immer noch. Bruno Lafont, Chef des französischen Bauunternehmens Lafarge: "Wir halten uns an die empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen. Das heißt zum Beispiel, nicht zu jeder Tageszeit mit dem Auto unterwegs zu sein. Einfach aufzupassen."
Algerien wird von Europa umworben
Die Vorsicht hat ihren Grund. Erst im Juni wurde ein französicher Ingenieur bei einem Anschlag von Islamisten getötet. Trotz der latenten Terrorgefahr arbeiten rund 30.000 Franzosen in Algerien. Und es sollen noch viel mehr werden, wie Frankreichs Premierminister Francois Fillon kürzlich bei einem Besuch in Algier ankündigte: "Die Investitionen von großen französischen Unternehmen genügen nicht. Es müssen auch die kleinen und mittleren Unternehmen in Algerien investieren!"

Frankreich will seine ehemalige Kolonie zum zweiten Mal erobern. Dieses Mal wirtschaftlich. Trotz einzelner Anschläge hat das Land zu einer gewissen Stabilität zurückgefunden. Nach Jahren der politischen Krise und des Stillstands gilt es nun, sich rechtzeitig die lukrativen Verträge zu sichern. Dafür wird das Land von europäischen Politikern mit Worten umworben, die so zuckrig sind wie der Tee, den man hier üblicherweise trinkt. Denn besonders im Energiebereich hat das Öl und Gas-Land Algerien viel zu bieten. Auch für Deutschland, das künftig nicht nur russisches Erdgas in seinen Leitungen haben will. Andreas Hergenröther von der Deutschen Außenhandelskammer in Algier: "Gerade, was die Erdgasversorgung angeht: Algerien, nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt, ist ein Partner, den man nicht außer acht lassen sollte."
"Algerien hat viel Geld, kann sich vieles leisten"
In Algerien gibt es aber nicht nur für Energieunternehmen viel zu verdienen. Algerien hat massenhaft Aufträge zu verteilen. Das Geld dazu hat es. Die Devisenreserven des Landes liegen bei rund 200 Milliarden US-Dollar, dank der hohen Ölpreise. Kader Abderrahim, Forscher am Pariser Politikinstitut IRIS: "Algerien hat viel Geld, kann sich vieles leisten – das Land braucht aber auch viel. Man darf nicht vergessen, dass zehn Jahre Krieg Infrastruktur im Wert von rund sechs Milliarden Euro zerstört haben. Das hat das Land weit nach hinten geworfen.“
Verlegen von Erdgasleitungen in der Wüste Sahara bei Biskra in Algerien (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Boomland Algerien: Quer durch die Sahara werden Erdgasleitungen verlegt. ]
Algerien will jetzt kräftig in seine Infrastruktur investieren. Autobahnen bauen und Schienennetze erneuern. Straßenbahnen und Eisenbahnen kaufen. In Wohnungsbau und Energie- und Wasserversorgung investieren. Hierbei haben die Deutschen nicht die schlechtesten Karten. Zumal die sonnenverwöhnten Algerier auch an deutscher Solartechnik interessiert sind. "Made in Germany" hat in Algerien einen guten Ruf. Außerdem sind die Deutschen historisch in Algerien weitgehend unbelastet. Franzosen haben dagegen immer noch mit uralten Vorurteilen zu kämpfen. Dennoch: In Algerien sind gut 300 französische Unternehmen aktiv. Mehr als doppelt so viele, wie deutsche. Eine gemeinsame Sprache hilft eben doch – Geschichte hin oder her.

Stand: 16.07.2008

Last edited by aquawatch; 10/09/2008 10:55.

du hast noch nicht einmal nicht den ocean gesehen? die reden von nichts anderes im himmel! knocking on heavens door