Nach den Beitraegen ueber Christen in Marokko und dem Missionieren von Moslems, wuerde ich gerne einmal die Frage oeffentlich stellen, ob der Islam ueberhaupt nach Marokko gehoert. Ich moechte nicht gegen den Islam wettern, es interessiert mich nur die Meinung der Marokkaner zu dem Thema.
Wenn man heute manchen Marokkaner der aus "voller Ueberzeugung" Moslem ist, beten sieht (das gilt vor allem fuer die Berber), dann stellt sich die Frage, ob er denn ueberhaupt weiss, wodurch er Moslem geworden ist.
Seine Vorfahren waren wahrscheinlich naemlich Christen und seine Urvorfahren hatten ihre eigene Religion. Was denken die Marokkaner darueber, dass ihre Vorfahren und Folter, Morden und schlimmsten Blutqualen zum Islam (natuerlich vorher zum Christentum) zwangsbekehrt wurden? Kann man angesichts dieser Tatsache ueberhaupt zu ueberzeugt von dieser Religion sein, wie manche tun?
Es gibt in Marokko einige heilige Orte, dies koennen uralte Baeume, Felsen oder Quellen sein, die auch he3ute noch verehrt werden und aus der vorislamischen Zeit stammen. Die marokkanischen Berber hatten ihre eigenen Goetter, denen sie zwangsweise Abschwoeren mussten, bevor sie Moslems wurden. Sind dies nicht die Goetter, die die Berber eigentlich verehren sollten, statt jenen, zu dem sie gezwungen wurden?
(Beim Christentum in Europa war es nicht anders. Unsere Goetter hiessen Odin, Wotan u.s.w.. Sie lebten im Wald und in Hoehlen. Nachdem einige Fuersten, finanziell "ueberzeugt" durch den Papst in Rom, zum Christentum bekehrten, zwangen sie die Buerger ihrer Einflussbereiche, unter Androhung von Folter und voelliger Enteignung, ebenfalls ihren alten Goetern abzuschwoeren und Christen zu werden.)
Sollten sich die Menschen nicht einmal mehr Gedanken darueber machen, warum sie welcher Religion angehoeren und sich dann die Frage stellen, ob man davon ueberhaupt so ueberzeugt sein kann?

Thomas


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.