Hallo Elissa,

das von Donata genannte Buch hätte sehr wohl das Zeug dazu, deine anderen fünf Bücher auszustechen, wobei ich natürlich nicht weiß, was du auf deinem Nachttisch liegen hast. ;\)

Ich fand "Eine Verstoßene geht ihren Weg" sehr gut. Zur Information stell ich mal den Text über das Buch von Donatas Webseite hier ein und hoffe, dass Donata nichts dagegen hat:

Im Mittelpunkt steht Zahra, eine Frau um die Vierzig, die von ihrem Mann verstoßen wurde. Nachdem sie sich in einem kleinen Zimmer eingerichtet hat, lässt sie ihr Leben Revue passieren. Jung und ungebildet hatte sie in den Fünfziger Jahren einen Französischlehrer geheiratet, dem sie nach Casablanca folgte. Im Gegensatz zu den Frauen aus ihrem Dorf führte sie dort ein Luxusleben. Mit ihrem Mann und Freunden engagiert sie sich im Kampf gegen das französische Protektorat. Nach der Unabhängigkeit Marokkos erhielt ihr Mann einen angesehenen Posten in der Verwaltung - und seine Frau entsprach nicht länger seinen gesellschaftlichen Ansprüchen. Der Mann, korrumpiert wie so viele von der neuen Macht, beginnt ein Verhältnis mit seiner Sekretärin und verstößt seine Frau. Zahra bewahrt ihre Unabhängigkeit und nimmt schließlich in Casablanca eine Stelle als Putzfrau im französischen Kulturinstitut an - Ironie des Schicksals und Versöhnung mit der einstigen Besatzungsmacht...

„Zu Beginn des Unabhängigkeitskampfes hatten wir gedacht, dass Hass und Groll weggewaschen würden und Sorgen und Kummer verschwänden – wie durch ein Wundermittel aus dem Sûq. Doch wir hatten uns mehr auferlegt als wir ertragen konnten.“
(Zitat: Leïla Abouzeïd)

Das ganze Buch hat 122 Seiten, ist also gut in einer Woche zu lesen.

Herzliche Grüße
Siri


Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)