hallo

koschla,

Antwort auf:
Orpheus Gedanken kann ich sehr gut stehenlassen. Ich empfinde sie nicht als islamfeindlich oder sonstwie feindlich, man könnte ja auch sagen kirchenfeindlich, sondern ich empfinde sie als WEIT.


er macht halt das, was er anderen vorwirft.
er wirft den muslimen vor, sich für was besseres zu halten und wenn man weiter liest, dann stellt sich heraus, dass der vorwurf daher kommt, weil er meint seine philosophie wäre die bessere.
er sagt, der koran könne nicht gottes wort sein, weil ja die vaterworte, denen er anhängt, gottes worte sind.

es kommt mir auch irgendwie plüschtiermässig vor.
die thesen von den seelenpartikeln, die sich allmählich finden, ist schon jungmädchenhaft.
es gibt immer wieder solche propheten, die sich eine sosse zusammenreimen, die gut schmeckt, letztendlich aber keinen nährwert hat.
die meisten menschen brauchen brot zuerst und ganz am schluss der wünsche steht die wohlschmeckende sosse.
sein bild gottes entspricht ganz und gar nicht einem gott der die menschen liebt, sondern eines, der in sich selbst verliebt ist.
der gott, den ich meine, braucht keine menschen, die nichts anderes zu tun haben, als ihn zu verehren und vor ihm zu kriechen, und schon gar nicht braucht er menschen, die ihm gleich werden wollen. das ist nämlich verschwendete zeit.
gott ist, aufgepasst liebe josi, tatsächlich ein ingenieur, der eine wunderbare maschine erbaut hat am laufen hält und wir sind bis ins kleinste teile davon.
deswegen ist der koran auch eher weltlich ausgerichtet, als das, was orpheus als als gotteswort sieht.
der koran ist eine gebrauchsanleitung für das leben und was danach kommt, ist erst einmal zweitrangig. soweit ich weis, steht nirgends im koran, wie man garantiert in's paradies kommt und oder in die hölle. es liegt letztendlich in gottes hand und er macht das, wie er will. wenn man fest mit dem paradies gerechnet hat, kommt dann aber doch in die hölle, dann hat man sich eben getäuscht. in berufung gehen kann man meines wissens nicht.
alles andere ist in meinen augen anmassend. wie kann ein mensch von gott fordern, dass er sich an sein wort hält?

es steht aber durchaus drin, wie eine gesellschaft funktionieren kann, ohne sich am ende selbst aufzufressen.
gott ist es lieber, so glaube ich, wenn seine schöpfung erhalten wird, als dass ihm jemand geistig näherkommen will. die, die gott vermeintlich geistig näher kommen, tun im seltensten falle etwas für die menschen, sondern meistens nur für sich selbst.

ich denke, dass gott weder liebt noch hasst, weil das kategorien sind die zwischen menschen funktionieren.
man liebt seine nachbarin und hasst seinen nachbarn, aber man liebt kein tier und hasst keine pflanze. (ausnahmen sind psychisch etwas angeschlagen).
wenn gott uns liebt, dann nicht wie der vater seine kinder, sondern eher wie ein schäfer seine schäferhund. er hegt und pflegt ihn, aber er sieht ihn nicht als seinesgleichen und auch nicht als sein kind. wir haben einen sinn und zweck, sind aber nur ganz winzig kleine rädchen im grossen räderwerg.
mein gott will, dass seine schöpfung funktioniert, nicht dass er angebetet wird und teile der schöpfung meinen, sie müssten werden wie er.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

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