Original geschrieben von: Andreas1
So langsam wird Dir klar, dass Du mit einem Marokkaner verheiratat bist, gell? Nun willst Du Dein Kind erziehen und nachholen was Mama verbrochen hat. Doch das was bei uns 3000 Jahre gedauert hat, geht woanders mindestens genau so lange....

Wir haben bereits die ganze Zeit Auseinandersetzungen, wie beschrieben. Ich habe häufig das Gefühl, eine Kind versorgen zu müssen/sollen, obwohl ich dachte, einen Partner zu heiraten. Und er beklagt, dass ich noch immer denken würde, ich lebe in einer WG, er sei aber der Mann, ich die Frau mit viiiielen bestimmten Aufgaben(Augen verdreh). Er, als Mann, macht nix, weil er handwerklich unbegabt ist und der schrifsprache nicht mächtig. Wir haben aber ein Arrangement mit der Küche getroffen. Er kocht gern und räumt dann auch auf. Er profitiert von der emanzipierten Frau, die behördliche Angelegenheiten prima regelt, genug Geld verdient etc.. Nun habe ich aber in der Familie auch etliche sehr selbständige Frauen kennengelernt. Und die stehen trotzdem am Herd und zaubern unheimlich aufwendige Speisen, sowas geht mir völlig ab.
Sein Vater ist schon der Pascha, der sich alles anreichen lässt. Und sie lieben den einzigen Sohn über alles, er kann sich daher viel erlauben.
Ich hab natürlich auch ein paar Kindheitsgeschichten gehört...

Wenn ich nur die Familie betrachte, traue ich denen so etwas nicht zu, außer vielleicht der Schwester, die offensichtlich immer sehr geschaut hat, was mit dem Mädel los ist. Mir kam es auch so vor, dass sie ihm Freiräume verschafft haben.
Meine Beobachtungen sind schon deutlich, aber passen sie in den kulturellen Kontext? Interpretiere ich mit meinem deutschen Blick da was falsch?

Last edited by souza; 03/01/2013 07:44.