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Kritik der arabischen Vernunft #92219
26/03/2009 00:20
26/03/2009 00:20
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Youssef Alami Offline OP
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Der marokkanische Philosoph Mohammed Abed al-Jabri gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten arabischen Intellektuellen der Gegenwart. Im Mittelpunkt seiner Werke stehen das Scheitern der Aufklärung in der islamischen Welt und die Suche nach einer arabischen Identität in der Moderne. Von Sonja Hegasy

Mehr dazu:
Kritik der arabischen Vernunft

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #92261
27/03/2009 19:03
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Hallo,
ich vermute, dass den Veranstaltern nicht zu Ohr gekommen ist, dass Herr Aljabri eine interessante Auseinandersetzung mit Georg Tarabichi hatte, die seine Autorität als " arabischer Denker und Philosoph" in Frage stellte.
Georg Tarabichi ist Philosophieprofessor und Herausgeber einer Zeitschrift der arabischen Philosophie. Er wirft Aljabri Plagiat vor und lieferte dafür etliche Beweise in seinem Buch: Die unabhängige Vernunft im Islam.

Die Veranstalter erwähnen und/oder kennen seine nationalistischen Ansichten und Engagement für die Verbreitung der ARABISCHEN IDEOLOGIE in Marokko nicht. Er war einer der ersten Politiker in der UNFP/USFP, die die TOTALE ARABISIERUNG in MAROKKO forderte und ein Gesetzentwurf formulierte.
Seine "arabische Vernunft" war sogar bereit zu fordern, dass die " ARABISIERUNGSPOLITIK in MAROKKO die Auslöschung ( ibadat ) des Französischen und Berberischen als Ziel haben muss".
Aus Marokko sollte nach seiner Meinung, ein vorbildlicher Arabischer Staat mit einer nationalen arabischen Ideologie werden.

Zum Plagiat-Vorwurf hatte er sich NIE geäußert! Die marokkanische Zeitung <al-ahdat-alnaghribiya> führte ein Intervieuw mit Georg Tarabchichi im Jahre 2004, dort wird über den ganzen Fall diskutiert. Im Buch <Die unabhängige Vernunft im Islam> stehen schwere Vorwürfe von Herrn Georg Tarabichi.











Last edited by Afulki; 27/03/2009 19:06.

Tidt n umya!
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Uschen] #92304
30/03/2009 02:11
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Antwort auf:
Seine "arabische Vernunft" war sogar bereit zu fordern, dass die " ARABISIERUNGSPOLITIK in MAROKKO die Auslöschung ( ibadat ) des Französischen und Berberischen als Ziel haben muss".

Wenn man bedenkt, dass Al-Jabri selbst aus einer Berberfamilie stammt, dann scheint mir die Behauptung, seine "arabische Vernunft" als Ziel haben muß, die Auslöschung des Berberischen zu fördern eher unglaubwürdig zu sein. Es sei denn Al-Jabri würde sich selbst auslöschen wollen. Kein Mensch würde das ernst nehmen.

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #92308
30/03/2009 16:30
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@ Youssef

ein Blick auf Seite 146. in seinem Buch <Lichter auf das Bildungsproblem in Marokko. Casablanca 1982> würde Dir helfen, seine ideologischen Positionen zur Sprachenfrage kennen zu lernen, und mein Zitat auch noch zu prüfen.

Aljabri stammt aus Figuig, an der Universität in Rabat ( ich war mal sein Student) hatte er immer betonnt, seine Familie stamme aber aus einer arabischen Familie, die unter Berbern lebte. Solche Schwachsinnigkeiten kennt man von anderen Marokkanern.
Die Jahre des Panarabismus und arabischen Sozialismus im Orient, wo er sehr aktiv und bekannt war, hatten ihn für die Realitäten in Marokko blind gemacht. Das ist sein großes Problem mit Marokko!
Ich habe keine Probleme damit, dass ein Amazigh/Berber seine Identität zugunsten der arabischen oder einer anderen Identität aufgibt, aber es darf nicht soweit gehen, öffentlich zur AUSLÖSCHUNG des Berberischen aufzurufen, nur weil er von einer falschen arabischen Einheit träumt und sich mit dem Masirischen nicht beschäftigen will/kann.
Es gibt ein anderes gutes Beispiel eines Arabisten mit masirischen Hintegrund. Der Name müsste Dir bekannt sein. Lekhdar Ghazal war der ERSTE Marokkaner in der islamischen Welt überhaupt, der einen einheitlichen modernen Wortschatz ( Computer / Technologie ) für den PC entwickelt hatte. Er war ein Berber aus dem mitteleren Atlas und arbeitete als Wissenschaftler sein Leben lang für das Arabische in Marokko, übrigens neben Mohammed Chafik, der auch sein Leben lang für Tammazight gearbeitet hatte. Lekhdar Ghazal war trotzdem FÜR die Förderung und Modernisierung des Berberischen aus nationalen Gründen und nicht FÜR seine AUSLÖSCHUNG. Lekhdar Ghazal wollte eine schrittweise Arabisierung,die nicht nach arabischer Kolonisierung klingt und die Muttersprachen der Marokkanern unbedingt berücksichtigt; Aljabri war aber dagegen ein radikaler Aktivist des arabischen Sozialismus in der UNFP und wollte eine radikale Veränderung des Landes.
Die Geschichte der assimilierten Berber, die sich lieber als Araber oder Franzosen identifizieren ist nicht neu, es gibt und gab einige Masiren/Berber in Marokko, die im Auftrag der Monrachie/Partein arbeiten und ihre Amasirität überhaupt nicht thematisieren. Und es gab und gibt andere in Marokko, die sogar als Königsberater oder Wissenschaftler an der königlichen Akademie darauf bestanden und bestehen, dass man sie als Imasiren wahrnimmt.
Aljabri war nicht nur für die Auslösung des Masirischen und Französischen, er wollte sogar der Monarchie auch nicht mehr haben, damit er und seine orientalischen Freunde einen arabischen Sozialismus in Marokko endlich umsetzten.
Über Ibn Rushd hat er eine sehr gute Arbeit geschrieben, die für mich bis heute unverzichtbar ist.
Wer dem Arabischen mächtig ist, der kann seine Texte lesen!
www.aljabriabed.net

Gruß
Afulki








Last edited by Afulki; 30/03/2009 16:34.

Tidt n umya!
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Uschen] #99760
10/12/2009 18:05
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Buchvorstellung und -besprechung:
Mohammed Abed Al-Jabri - Das Buch "Kritik der arabischen Vernunft" in seinem Kontext

Die "Kritik der arabischen Vernunft" des in Marokko lebenden Philosophen Mohammed Abed Al-Jabri ist eine Fundamentalanalyse der arabischen Kultur. Namhafte Wissenschaftler und Experten der arabischen Philosophie haben über das nun auch außerhalb des arabischen Raumes erschienene Buch diskutiert.

Langsam aber stetig bahnt es sich seinen Weg in die gesellschaftliche Mitte. Zu Beginn sind es die Intellektuellen und Philosophen, die begeistert sind, es aufnehmen, diskutieren, es verbreiten. Schließlich ist es das Publikum, das in den Bann gezogen wird. Al-Jabris Werk scheint mehr zu sein als einer unter vielen Beiträgen zur Philosophie. Es ist ein Meilenstein in der Reflektion des arabischen Denkens – der arabischen Vernunft. Es stehe auf einer Ebene neben Kant und Hegel, wie der Philosoph und Unternehmer Dr. Reginald Grünenberg auf der Buchvorstellung am Abend des 11. Novembers 2009 im Hamburger Goethe-Institut betonte.

Mehr zum Thema:
Kritik der arabischen Vernunft

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99784
11/12/2009 07:24
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Original geschrieben von: Youssef Alami
Es stehe auf einer Ebene neben Kant und Hegel, wie der Philosoph und Unternehmer Dr. Reginald Grünenberg


das sind große worte und wohl deswegen gewählt um das Buch besser zu verkaufen deren verleger grünenberg ist.
ein vergleich mit hegel ist delikat,

schophenhauer zu hegel: "Hegel, ein platter, geistloser, ekelhaft-widerlicher, unwissender Scharlatan, der, mit beispielloser Frechheit, Aber-witz und Unsinn zusammenschmierte.......

zu den sittengestzen von kant hatte der gute alte arthur auch so einiges zu sagen.

dann habe ich fast den eindruck jabri hat seine inspirationen zu seinem buch aus diesem forum erhalten.
ich werde es mir kaufen,mit rotstift korrigieren und zu ihm zurückschicken=))

Gruß Borgward






Last edited by Borgward; 11/12/2009 07:25.
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99799
11/12/2009 19:02
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Antwort auf:
ich werde es mir kaufen,mit rotstift korrigieren und zu ihm zurückschicken


Wenn du schon jetzt das Buch mit Rotstift "korrigieren" kannst, bevor du es kaufst, dann würde ich an deine Stelle den Kauf des Buches sparen, oder möchtest du lieber zuerst korrigieren dann kaufen dann vielleicht auch lesen ? confused

Gruß
Youssef

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99809
12/12/2009 09:44
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Hallo Youssef
Du hast dieses Symbol ,, =)),, nicht mit reinkopiert und gibst damit meine Antwort verfälscht wieder. Ich unterstelle mal das deine Reaktion ebenso spaßig gemeint war, zumal sie absolut Falsch ist.
Beweis:
Du Schreibst u. a.,, dann würde ich an deiner Stelle den Kauf des Buches Sparen,,
Genau das ginge in dem Fall ,wenn ich es ernst damit meinte natürlich nicht:
Man sollt schon in der Lage sein eigene Aussagen/ Handeln zu Begründen In diesem Fall wollte ich mir dann das Buch kaufen.

Es ist bekannt das Du z.b für die Sperrung von Mitgliedern niemanden Rechenschaft abgibst. Das ist so ein Punkt.
Wer für sein Verhalten keine Rechenschaft abgeben kann, wird niemals Glaubwürdigkeit erlangen, weil er sich damit der Prüfung seines Handelns auf Allgemeingültigkeit entzieht.
So ein Verhalten ist schändlich.

Das nun der Schreiberling Jabri nicht allzu ernst zu nehmen ist entnehme ich den Dankenswerten Beiträgen von Afulki und dem unglücklichen Vergleich mit Hegel und Kant.
Bücher zu empfehlen die das Denken von Menschen beeinflussen ist eine hohe Verantwortung Youssef und damit sollte man auch entsprechend umgehen.
Du bist für mich aufgrund deines bisherigen Verhaltens absolut unglaubwürdig und diese Buch Empfehlung ist zumindest schon einmal zweifelhaft.

Wenn es meine Zeit erlaubt werde ich es aber auch mal Lesen, selbst auf die Gefahr hin das ich damit Lebenszeit verschwende, man gönnt sich ja sonst nichts.=))
Gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99834
13/12/2009 15:32
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Youssef Alami Offline OP
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@ Borgward
Antwort auf:
Das nun der Schreiberling Jabri nicht allzu ernst zu nehmen ist entnehme ich den Dankenswerten Beiträgen von Afulki und dem unglücklichen Vergleich mit Hegel und Kant.

Das ist eine Ansichtsache Borgward. Ich fand die Beiträge von Afulki genau so interessant wie die von den Intellektuellen und Philosophen, die begeistert sind, das Buch aufzunehmen, zu diskutieren und es zu verbreiten. Ich bin kein Philosoph und habe weder das Buch empfohlen, noch habe ich eine eigene Meinung abgegeben. Ich habe lediglich ein, wie ich fand, interessantes Thema hereingestellt, das mit einem marokkanischen Philosophen zu tun hat. Dank Afulkis Hinweis habe ich mich umso mehr an der Auseinandersetzung mit Georg Tarabichi und dem schweren Vorwurf, dass Al-Jabri die Auslöschung des Berberischen gefordert haben sollte, interessiert. Das hat mich als Marokkaner gereizt und die folgende Aussage von Afulki hat mich vom Herzen angesprochen:
Antwort auf:
Ich habe keine Probleme damit, dass ein Amazigh/Berber seine Identität zugunsten der arabischen oder einer anderen Identität aufgibt, aber es darf nicht soweit gehen, öffentlich zur AUSLÖSCHUNG des Berberischen aufzurufen, nur weil er von einer falschen arabischen Einheit träumt und sich mit dem Masirischen nicht beschäftigen will/kann.

Ob du das Buch kaufst oder liest oder auch nicht, interessiert hier keinen. Vielmehr erwartet man argumentierte Aussagen zu dem Buch und keine Vorurteile. Ich persönlich bin noch nicht in der Lage, hier eine Meinung zum Buch zu verbreiten, mir fehlen noch einige Indizien.
Sowohl Afulki als auch die Intellektuellen und Philosophen, jeder hat seine Argumentation zur Diskussion gestellt. Und was sind deine ? Du hast dich offensichtlich mit dem Thema nicht beschäftigt, das Buch nicht gelesen und nimmst Al-Jabri nicht allzu ernst, mit der Begründung, du entnehmest die Beiträge von anderen ? Aber das Buch wirst du dann auch mal lesen, selbst auf die Gefahr hin, dass du damit Lebenszeit verschwendest. Das nennt man Vorurteile. Hier passt deine Aussage genau ins Bild. Ich nehme sie gerne auf:
Antwort auf:
Wer für sein Verhalten keine Rechenschaft abgeben kann, wird niemals Glaubwürdigkeit erlangen, weil er sich damit der Prüfung seines Handelns auf Allgemeingültigkeit entzieht.
So ein Verhalten ist schändlich.

Antwort auf:
Es ist bekannt das Du z.b für die Sperrung von Mitgliedern niemanden Rechenschaft abgibst.
Du hast es richtig erkannt. Die Betreiber einer privaten Seite, die sie selbst bezahlen, müssen sich nicht dafür rechtfertigen. Sie können grundsätzlich jeden und jedes sperren, ohne dies begründen zu müssen.

@Afulki
Antwort auf:
Aus Marokko sollte nach seiner Meinung, ein vorbildlicher arabischer Staat mit einer nationalen arabischen Ideologie werden.

Was ich gerne gewusst hätte, was waren die Gründe, dass Al-Jabri, Preise von Staaten, die von Panarabismus träumten und die These von Al-Jabri stark vertreten, abgelehnt hatte, obwohl er in den Jahren des Panarabismus im Orient sehr aktiv war und nationalistische Ansichten und Engagement für die Verbreitung der ARABISCHEN IDEOLOGIE in Marokko warb ?

Von al-Jabri angenommene Preise

· 2008 den Preis für freies Denken der Ibn Rushd Stiftung in Karlsruhe
· 2006 Avicenna-Medaillon, UNESCO mit Beteiligung der Regierung in Rabat
· 2005 Preis der Pioniere, Arabic Thought Foundation, Beirut
· 2005 Preis für Studien der Philosophie in der arabischen Welt, Foundation MBI unter der Patronage der UNESCO
· 1999 Maghrebinischer Preis für Kultur, Tunesien
· 1988 Bagdad-Preis für die arabische Kultur, verliehen von der UNESCO

Von al-Jabri nicht angenommene Preise

· Preis von Saddam Hussein (100,000 Dollar) Ende der Achtziger Jahre
· Meghreb Preis, mehrmals angeboten und abgelehnt
· Al-Sharqa Preis-UNESCO (25,000 Dollar) 2001
· Gaddafi-Preis für Menschenrechte (32,000 Dollar) 2002
· Fellowship in der Marokkanischen Königlichen Akademie, zweimal abgelehnt, al-Jabri wollte lieber in den Reihen der Opposition bleiben und in dieser Eigenschaft weiter schreiben.

Gruß
Youssef

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99836
13/12/2009 16:49
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hallo youssef
1.im zweiten anlauf habe ich versucht es dir zu erklären
,,wenn ich es den ernst meinen würde,..........
wie willst du dann erst ein phil.buch verstehen wenn du einfachen sätzen nicht folgen kannst

2.wer sich mit kant vergleicht,den nehme ich zunächst einmal nicht ernster als kant,das sollte eigentlich genügen als antwort auf ein ungelesenes buch.

das hatte ich sinngemäß auch schon geschrieben.
schreib nicht quantitativ sondern......... du weißt schon
gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99837
13/12/2009 17:20
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hab mir mal ein paar mausklicks geleistet und sowas gefunden:

Al-Jabri beruft sich vor allem auf den spanisch-arabischen Denker Avérroës (alias Ibn Ruschd) aus dem 12. Jahrhundert, dessen Rationalismus er wiederbeleben will. Er zielt auf die Versöhnung von Vernunft und Offenbarung. Avérroës sprach von einer "doppelten Wahrheit", der religiösen Wahrheit des Koran und der wissenschaftlichen Wahrheit der Vernunft.

das wars dann auch schon für mich, viel spaß beim buchlesen=)) ,und tschüß
Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99848
13/12/2009 23:07
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2.wer sich mit kant vergleicht,den nehme ich zunächst einmal nicht ernster als kant,das sollte eigentlich genügen als antwort auf ein ungelesenes buch.

Al Jabri hat sich nie mit Kant verglichen. Wie kamst du darauf ?
wie willst du dann erst über ein phil.buch antworten, geschweige über ein Ungelesenes, wenn du nicht mal die Diskussion verstehst?
Man merke wie du den einfachen Sätzen folgen kannst.=))

Borgward, stelle deine Argumente zur Diskussion bezüglich das Thema, wenn du welche hast.
und Schreib nicht unkonstruktives, sondern..........du weißt schon

Gruß
Youssef

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99850
14/12/2009 00:27
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,,kritik der vernunft,, ist von kant youseff,der schneiderlehrling jabri hat nur ein wort dazugedichtet.
gruß borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99864
14/12/2009 09:46
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Antwort auf:

Al Jabri hat sich nie mit Kant verglichen.


Die »Anmaßung«, sich »mit dem Titel 'Kritik'« in der Nachfolge Kants zu »schmücken« sei, so sagt das Vorwort...........

also youssef,versuch hier nicht immer wieder die leser zu verdummen
gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99879
14/12/2009 15:18
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Antwort auf:
,,kritik der vernunft,, ist von kant youseff,der schneiderlehrling jabri hat nur ein wort dazugedichtet.

Ich verstehe dein Problem, du kannst sachliche Kritik nicht vertragen. Es ist leider für manschen sehr schwer, sich von diesem menschlichen Komplex zu befreien. Deine billigen unsachlichen Antworten zeigen wo die Diskussionsfähigkeit bei dir grenzt . Damit schließe ich daraus, dass du zu diesem Thema nicht beitragen kannst. Das habe ich auch nicht von dir erwartet.

Youssef

Last edited by Youssef Alami; 14/12/2009 15:19.
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99880
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halo youssef
deine sachliche kritik sind lügen.
gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99888
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Hallo zusammen,

@Borgward

Youssefs Absicht war gut, aber deine Kommentare verraten etwas nicht gutes, leider!

Titel sind ja Botschaften, das wissen die guten Autoren. Woher hat KANT seinen Titel? weisst du es zufällig? oder willst du daraus einen KULTURKAMPF um Worte machen?
Die Philosophie hat ihren Ursprung in Griechenland ( davor aber in Ägypten, Indien und sogar in Afrika ). Fast alle Fragen der Philosophie haben die Griechen gestellt, und alles, was nach den Griechen kam, sind es NUR FUSSNOTEN der griechischen Philosophie. Die neuere Philosophie ist ohne die griechische nicht DENKBAR!

Das Wort " KRITIK" ist über das Französische Wort "critique" ins deutsche Wohnzimmer gelangt, das Verb " kritis-ieren" auch, alle deutsche Verben ( viele), welche die Präfigierung "-ieren" tragen, sind französischen Urprung. Und wenn die Sprache das " HAUS DES SEINS" sein soll, wie es Martin Heidegger gedichtet hat, dann ist die deutsche Sprache ein mit FREMDWÖRTERN und Lehnübersetzungen volles HAUS! Bitte mach keinen Kulturkampf daraus, denn Worte tragen Geschichten ins sich!!
Das arabische Wort "Naqd" ( Kritik) ist älter als das deutsche Wort, und dies nur nebenbei bemerkt. Ausserdem als die Muslime ( Araber, Berber und Perser ) über die griechische Philosophie nachdachten und sie kommentierten, gab es noch keine deutsche Schriftsprache!

Zurück zu Al-Jabri!

Um Al-Jabri zu verstehen muss man vieles gelesen haben, das Buch " Naqda al 3aql al arabi " ( Die Kritik der arabischen Vernunft) besteht aus mehreren Büchern. Die erste Ausgabe ist 1984 in Casablanca veröffentlicht worden, danach entstanden ergänzende Bücher dazu wie " Takwin al-3aql al arabi ( Die Ausbildung der arabischen Vernunft) und " Nahnou wa atturat ( Wir und das kulturelle Erbe ) usw. Jetzt weiss ich nicht, welches Buch übersetzt worden ist!?

Al Jabri´s Werk ist sehr interessant für Jemand, der sich als Araber fühlt. Ich frage mich, wo bleibt Marokko als geographischer und kultureller Raum in seinem Werk? Er, als Marokkaner, schreibt aus der Perspektive eines Arabers, er interessiert sich sogar für die vorislamische Geschichte der Araber und sieht darin, sogar den Beginn dieser arabischen Vernunft! Als Marokkaner macht er sich keine Gedanken über die Entstehung und Ausbildung der marokkanischen Denkweise, denn er geht vom Orient aus und schliesst alles aus, was nicht mit dem Arabischen zu tun hat.

Er sagt: " Das Hocharabische, unsere offizielle- und Muttersprache, bestimmt unsere Sicht als Araber auf die ganze Welt". Als Amasir/Berber interssiert mich nicht seine Ideologie, sondern etwas anderes. Er sagt weiter : " Wir meinen mit dem arabischen Menschen, ein bestimmtes arabisches Individum, das sich innerhalb der arabischen Kultur entwickelt und sich darin wohl füllt, und nur diese arabische Kultur stellt die Grundlage und Rahmenbedingung für ihn".
Für den kulturellen Pluralismus innerhalb der islamischen Welt interessiert er sich nicht, denn er denkt für ein politisches arabisches Projekt!
Es ist bekannt, dass die Gründungsväter des Panarbismus sich auf die Deutschen Sprachnationalisten u.a Fichte berufen. Al Jabri sagt über die Bedeutung des Arabischen folgendes: " wir geben dem Arabischen die totale Bevorzugung für das Studium der arabischen Vernunft, weil der Araber seine Sprache sehr liebt und sakralisiert, und er empfindet, dass die Herrschaft des Arabischen über ihn nicht nur ein Zeichen ihrer Stärke, sondern ein Zeichen seiner Stärke".
Das ist purer Sprachnationalismus wie ihn einige Deutsche Sprachphilosophen zur Zeit Napoloens propagiert hatten.
Nicht der Mensch beherrscht die Sprache, sondern die Sprache beherrscht den Menschen, das sind die Ansichten von Humboldt und Leo Weissgeber, die in den Orient gelandet sind.
Eines der größten Gefahren für einen Denker, sagt Michel Foucault, ist die Ideologiesierung der Wissenschaft. Wenn ein Werk politisches mit der Philosophie vermische, dann sollte man es nicht ernst nehmen. Al Jabri ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass er die arabische Kultur und den arabischen Menschen zu sehr politisiert; und deshalb ist er sehr widerspüchlich. Man sollte wissen, dass Al Jabri ein Vorkämpfer für den Panarabismus in Marokko ist. ( Sehe sein Buch: Lichter auf das Bildungsproblem in Marokko. ) Ihn interessiert nicht die Vielfalt der Kulturen und Sprachen in Marokko, nein, ihm geht es um die Durchsetzung der arabischen Ideologie in allen Lebensbereichen.

Zusätzlich zur Abwesenheit Marokko´s in seinem Werk, sehe ich die Abwesenheit des Mythos und der Imagination, die für die Vernunft im allgemein wichtig sind. Alle Denker betonnen, dass zum LOGOS auch ein MYTHOS gehört! Al Jabri geht in seinem Werk NUR vom GESCHRIEBENEN WORT aus! Er ist der Meinung, dass die arabische Vernunft mit der Verschriftung des Arabischen beginnt, bei ihm kann man sagen, dass die Vernunft sich AUF dem WORT bzw. der Sprache basiert!
Er interssiert sich nicht für die Rolle der mündlichen ERZÄHLUNGEN, DER MÜNDLICHKEIT insgesamt, DER VOLKSKULTUR, der Vorstellungskraft, also wie denken die Menschen ausserhalb des geschriebenen Wortes, welches "wilde Denken" ( Claude Levi-Strauss) bestimmt ihre Vernunft und Verhalten!? Was beeinflusst die Vernunft abgesehen von der Sprache? Selbst die Begriffe Kultur und Vorstellung spielen in seiner These keine Rolle.

Der Islamforscher ( Mohamed Arkoun ), der das Buch: " Für eine Kritik der islamischen Vernunft" Paris 1984 schrieb, geht anderes vor und räumt der Imagination und dem Mythos insgesamt eine große Rolle in der Ausbildung der Vernunft ein. Übrigens sein Buch wurde im selben Jahr veröffentlich wie das Buch von Al-Jabri! Arkoun lässt die Ideologie beiseite und spricht von den Bedingungen, die zur islamischen Vernunft geführt haben. Er spricht von den VÖLKERN des Islam, die ihre Vernunft, ihre Mentalitäten und Identitäten trotz der Islamisierung sichtbar bleibt, weil ihre Vorstellungskraft und ihre Volkskultur den " arabischen" Islam verändert haben.
Gegensätzlicher können die Ergebnisse nicht sein, Arkoun spricht von der Entstehung und Entwicklung der "islamischen" Vernunft, Al Jabri von der "arabischen". Der eine füllt sich als ein Araber aus der Familie des Propheten, der andere ist ein Berber aus der Kabylei!

Es gibt sehr viele Angriffspunkte auf Al Jabri, und das ist für ein Werk nicht gut. Die Fehde mit Georg Tarbachi, ein arabischer Christ,begann mit der Rolle der Sprache innerhalb der Vernunft und endete in dem berühmten Plagiat-Vorwurf!
Al Jabri sagt z.B : Die Islamisierung und die Arabisierung sind untrennbar, er vermischt bewußt zwischen der Religion und der Sprache. Ein anderer Marokkaner Laroui Abdellah sagt dagegen: " die ersten Araber in Nordafrika wollten das Land erobern und beherrschen und nicht den Berbern zeigen, wie man zu Allah beten sollte!
Al Jabri´s Leistung ( für die Araber) ist, die Werke der arabischen Klassiker ( Ibn Rushd, Ibn Tufayl, Ibn Sina, ibn Hazm ) für die heutigen Leser zugänglicher gemacht zu haben, und das interessiert mich am meisten. Seine politischen Ansichten und Projekte, seine Vernachlässigung der marokkanischen Dimension in seinem Werk kann ich nicht nachvollziehen.
Insgesamt stellt man bei Al Jabri fest, dass er physisch in Marokko ist, aber geistig im Orient. Und es gibt in Marokko einige Intellektuelle dieser Sorte.


@ Youssef
Al Jabri hatte abgelehnt, Mitglied in der königlichen Akademie zu werden, weil dort einige Mitglieder sassen, mit denen er unterschiedlicher Meinung über Marokko war, ausserdem man kann nicht im Hause eines Königs sitzen, den man bekämpft hatte!




Gruß
Afulki


Tidt n umya!
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Uschen] #99889
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Rahden
schön geschrieben afulki
Religion ist glaube und phlilosophie wissen, diese trennung vertritt der koranschüler jabri nicht ausdrücklich.
genausowenig die trennung religion/Staat
wissen ist auch nicht gewollt von den religionsführen in der arabischen welt,das verstehst sich von selbst.
freies ganzheitliches denken ist so nicht möglich.
gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99892
14/12/2009 20:39
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Uschen Offline
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@ Borgward

verfalle nicht in den üblichen Klichees gegenüber der islamischen Welt!

Al Jabri ist ein arabischer Sozialist und kein Koranschüler!
Er bedauert, dass es keine radikale Aufklärung in der islamischen Welt gab. Ibn Rushd sei, seiner Meinung nach, nicht sehr mutig gewesen, anstatt die Versöhnung zwischen dem Glauben und Wissen zu erstreben, hätte er lieber für ihre Trennung plädieren müssen.Siehst Du, wie man sich irren kann?
Ich kann deine Vorurteile gegenüber der islamischen Welt nicht gut heissen!!
Und glaub ja gar nicht, dass es in Deutschland eine Trennung zwischen Religion und Staat gibt!
Du scheinst ja Deine eigene Verfassung nicht zu kennen!! Lies mal die Präamble des Grundgesetzes ganz genau!


Gruß
Afulki


Tidt n umya!
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99901
15/12/2009 00:46
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adam09 Offline
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Antwort auf:
Ich verstehe dein Problem, du kannst sachliche Kritik nicht vertragen. Es ist leider für manschen sehr schwer, sich von diesem menschlichen Komplex zu befreien.


Ja, stimmt, am schwersten kann sich der Mod Youssef davon befreien!

mfG..

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Uschen] #99902
15/12/2009 00:47
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@ Afulki,
vielen Dank für die Ausführung. Mir hat sie sehr geholfen, mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Einiges ist mir klar geworden. Die Verwirrung lag daran, dass Al-Jabri als Marokkaner aus der Perspektive eines Arabers schreibt, während meine Denkweise aus der Perspektive eines Marokkaners hervorgeht.

Ich bin auch der Meinung, dass eine nationale Identität von niemand als Norm etabliert werden kann, sie geschieht einfach. Das Ziel einer idealen Gesellschaft ist die Vereinigung von kulturellen Einzelinteressen aller Gesellschaftsgruppen eines Landes, hier konnte man das Zusammenleben der marokkanischen Gesellschaft als eine „Idee“ betrachten. Ich werde mir das buch von Mohamed Arkoun besorgen, der Titel macht mich neugierig.

Dennoch eine Frage zu der Aussage von Al-Jabri:
Antwort auf:
Wir meinen mit dem arabischen Menschen, ein bestimmtes arabisches Individum, das sich innerhalb der arabischen Kultur entwickelt und sich darin wohl fühlt, und nur diese arabische Kultur stellt die Grundlage und Rahmenbedingung für ihn".

Meint Al-Jabri mit „bestimmtes arabisches Individum“ nur die Araber ?

P.S.: nach meiner Information ist das Buch "Kritik der arabischen Vernunft" deutsche Fassung in Mai dieses Jahre erschienen. Die Übersetzungen der anderen Bücher sollen nächstes Jahr folgen.

@ Borgward
Antwort auf:
deine sachliche kritik sind lügen.

Du hast Wut, weil dich meine Bemerkungen stören. Mich Lügen zu bezichtigen ist ein Zeichen dafür, dass du das Schlechte ohne Pause weitermachst. Stell dir eine Wand vor und schaff deine Wut ab.
Hoffentlich erkennst du auch in den Afulkis Antworten deine geistige Verfassung einzuschätzen. Vielleicht gelingt es dir, die an dich gestellten Fragen von Afulki zu beantworten.

Gruß
Youssef


Last edited by Youssef Alami; 15/12/2009 01:11. Reason: Satz hinzugefügt
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Youssef Alami] #99905
15/12/2009 08:05
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Rahden
Hallo Youssef/Afulki

Youssef
Keine Sorge zu den Fragen von Afulki., es gilt allerdings wie ich anfangs schrieb, das es mir nicht sonderlich wichtig ist .Dich kann ich aus den bekannten Gründen nicht ernst nehmen.

Afulki
Es ist schade das man viel Zeit mit Richtigstellungen in dieser Dialogform verbraucht.
Nun möchte ich erst mal feststellen ob wir von der selben Person reden um die von dir genannten Irrungen auszuschließen evtl sind auch falsche Infos vorhanden

1.Du schreibst:
Al Jabri ist ein arabischer Sozialist und kein Koranschüler!

Meine Info ist :
Mohammed Abed Al-Jabri absolvierte nach der Koranschule eine Schneiderlehre, wurde anschließend Volksschullehrer sowie Übersetzer und begann 1958 ein Philosophiestudium in Damaskus.

Das lässt sich ja nun klären.

2.Du schreibst:
Er bedauert, dass es keine radikale Aufklärung in der islamischen Welt gab. Ibn Rushd sei, seiner Meinung nach, nicht sehr mutig gewesen, anstatt die Versöhnung zwischen dem Glauben und Wissen zu erstreben, hätte er lieber für ihre Trennung plädieren müssen

Dagegen steht :
Al-Jabri beruft sich vor allem auf den spanisch-arabischen Denker Avérroës (alias Ibn Ruschd) aus dem 12. Jahrhundert, dessen Rationalismus er wiederbeleben will. Er zielt auf die Versöhnung von Vernunft und Offenbarung. Avérroës sprach von einer "doppelten Wahrheit", der religiösen Wahrheit des Koran und der wissenschaftlichen Wahrheit der Vernunft. Die Zukunft "wird averroistisch sein", ist al-Jabris Prophezeiung (und Hoffnung, muss man wohl ergänzen).

Das lässt sich ebenso klären

Ich hatte geschrieben:
Religion ist glaube und phlilosophie wissen, diese trennung vertritt der koranschüler jabri nicht ausdrücklich.
genausowenig die trennung religion/Staat

Darauf antwortest so:
Und glaub ja gar nicht, dass es in Deutschland eine Trennung zwischen Religion und Staat gibt!
Du scheinst ja Deine eigene Verfassung nicht zu kennen!! Lies mal die Präamble des Grundgesetzes ganz genau!

Afulki, es ist vollkommen irrrelevant ob es in Deutschland oder anderswo eine sehr theoretische Verbindung, Staat/Religion gibt oder nicht.

Interpretiere nichts in meiner Aussage rein ,nimm Stellung zu den Inhalt .
Ich vertrete die Ansicht das Religion/Staat/Phil, 3 unterschiedliche Diziplinen sind

Du schreibst dann noch etwas von Klischees ?
Ich denke du meinst damit Vorurteile
Die versuche ich möglichst zu vermeiden.

Fakt ist folgendes:
Aufklärung ist von den selbsternannten mächtigen in der arabischen Welt nicht erwünscht,da bedarf es keiner Klischees ,das ist für jedermann offensichtlich

hier ein schönes zitat:
Der Glaube ist wie die Liebe: er lässt sich nicht erzwingen. Daher ist es ein missliches Unternehmen, ihn durch Staatsmaßregeln einführen, oder befestigen zu wollen: denn, wie der Versuch, Liebe zu erzwingen, Hass erzeugt; so der, Glauben zu erzwingen, erst rechten Unglauben. Nur ganz mittelbar und folglich durch lange zum voraus getroffene Anstalten kann man den Glauben befördern, indem man nämlich ihm ein gutes Erdreich, darauf er gedeiht, vorbereitet: ein solches ist die Unwissenheit.

Wenn es hier und da mal einen Schreiberling gibt der sich in einem schüchternen Ansatz um eine Änderung der Denke bemüht ist das lobenswert solange es dem Urteil der Allgemeingültigkeit besteht (Ist glaube ich sogar von Kant, der hat ja nicht nur Unsinn geschrieben.

Auch diese Aussagen gibt es:
. Ich habe zwei Jahre lang in Rabat bei Al Jabri im Seminar gesessen und nie einen nationalistischen Zungenschlag gehört, sagte ein junger Marokkaner. Und ein Iraker stand auf und schimpfte: Al Jabri hat jahrelang Saddam Hussein unterstützt, von einer Arabisierung der Kurden gesprochen und im Gegenzug sein Forschungszentrum von Hussein finanzieren lassen.

Unabhängig davon:

,,Problematisch erweist sich die Übersetzungsstrategie: Mahfoud/Geoffrey übersetzten vom Arabischen ins Französische. Dann wurde von Vincent von Wroblewsky und Sarah Dornhof vom Französischen ins Deutsche übersetzt. An vielen Punkten ist diese Problematik bemerkbar (Al-Jabri betreibt ja unter anderem Sprachkritik am Arabischen). Die Sätze taumeln zu oft vom Umständlichen ins Unverständliche (seltener gibt es auch Widersprüchliches), was durch ein sorgfältiges Lektorat mindestens teilweise vermeidbar gewesen wäre.,,

Haben die Aussagen von jabri haben keinen wert, ich könnte es nicht dem größten Idioten empfehlen aus sorge er würde noch mehr verblöden.

Beispiel:
Der Clou in Al-Jabris Denken ist, daß Moderne bei ihm nicht bedeutet, die Tradition abzulehnen noch mit der Vergangenheit zu brechen, sondern vielmehr die Art, in der wir uns zur Tradition verhalten, auf ein Niveau anzuheben, das wir "Zeitgenossenschaft" nennen und das darin bestehen muss den Lauf des Fortschritts, der sich auf globaler Ebene vollzieht einzuholen.

Ähnliches hatte wir im Forum mit wenigen Diskutiert, wer um alles in der Welt braucht diesen Hinweis auf die Denke ?
Ist es nur für die Arabische Welt von Bedeutung das jemand längst überfälliges Zeitgenössisches Denken fordert ?
Dann kann man das regional bewerten

2.Beispiel
Ein Hauptpunkt von al-Jabris "Kritik" ist das Verhältnis zur Tradition ("turath"). Wie geht man damit um? Steht sie ein für allemal fest? Er macht im heutigen Islam drei Fraktionen aus, welche die Tradition unterschiedlich behandeln: die liberale Strömung, die mit der Vergangenheit nichts mehr zu tun haben und das moderne europäische Denken übernehmen will, die marxistische Strömung, die mit vorgefassten Begriffen die Wahrheit gepachtet hat, und die fundamentalistische Strömung, welche die Vergangenheit über alles stellt und sie heilig spricht.

Es bedarf doch wohl bei halbwegs gesunden Menschenverstand nicht die Analyse eines Volksschullehrers um sich damit Auseinanderzusetzen.

Ein letztes Beispiel
Zudem droht eine Mobilisierung der Massen durch die restaurativen Kräfte, die jegliche Veränderung als Gefährdung ihrer Legitimation ansehen und ein Interesse an der Aufrechterhaltung des Status quo haben. Kants Diktum wird tatsächlich paraphrasiert: Der zeitgenössische arabische Leser bedarf des Ausgangs aus seiner »historischen« Unmündigkeit (Grünenberg/Hegasy treffend im Vorwort).


Arabische Leser =Historisch unmündig

Das passt ein wenig zu meinem vorherigen Zitat mit dem Unwissenden.
Sinngemäß kann man das alles hier im Forum nachlesen ,es wollte nur niemand wissen
Wo ist da nun das Philosophisch revolutionäre ?
Für mich hat er den Buchtitel von Kant gestohlen und ein Wort dazugedichtet.
Inhaltlich hat es keinen Anspruch auf Hochwertigkeit.
Grundsätzlich finde ich es gut wenn sich in der Denke etwas bewegt,
eine gewisse Vorbildung ist aber für alle Leser (nicht nur aus dem Arabischen Raum) wünschenswert um nicht von einem Irrtum in den anderen zu geraten
Jabri ist Zeitverschwendung, das ist mir nun selbst passiert.
Damit beende ich es nun aber auch.
Gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99918
15/12/2009 16:28
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@ Borgward

in deinen Kommentare zu Al Jabri schwingt eine gewisse Abwertung mit, die ich nicht akzepieren kann.
Ja wir reden von der selben Person!!
Zu Punkt 1 :
Das traditionelle Bildungsystem basierte auf der Koranschule in Marokko. Und glaub ja gar nicht, dass dort NUR SUREN zu erlernen waren! In einer guten Traditionellen Koranschule wurde islamische Philsophie, islamisches Recht, Rhetorik und Koranexegese angeboten!
Zur Erinnerung, Emanuel Kant fing mit der THEOLOGIE an bevor er Philosophie und Naturwissenschaften studierte, fast alle großen Denker in Europa kamen aus der Theologie, weil das traditionelle Bildungsystem so aufgebaut war!! Ein Mensch, der mit der Theologie anfängt, muss nicht unbedingt Theologe bleiben!

Zu Punkt 2:

Dein Problem ist, dass Du dich NUR aus dem Internet informieren kannst, Du kannst ihn nicht lesen. Ich will aus ihm keinen großen Denker machen, er ist es nicht, aber man muss wnigstens wissen, was er gesagt hat und was nicht.
Al Jabri beruft sich nicht auf Ibn Rushd, er ist der EINZIGE Autor einer großen ARBEIT über Ibn Ruhsd, die wert ist gelesen zu werden!
Der Begriff der Doppelten-Warheit stammt aus den Interpretationen der Schriften des Ibn Rushd und Ibn Sina ( Avecinna), und es war die Scholastik, die Anfangs die Schriften der muslimischen Philosophen in Europa studiert und bekannt machten, und es ist bekannt, dass die Scholastiker die Vorbereiter der Aufklärung in Europa waren. Und Ibn Rushd spielte damals eine wichtige Rolle in Europa. Der Averrosimus ( Die Schule Ibn Rushd) wurde sogar als EINE BEDROHUNG für das DENKEN in Europa, für die KIRCHE war es sogar eine Häresie!!

Zu Punkt 3:

Du hast ihn nicht gelesen, aber du weiss ganz genau, dass er zwischen dem Glauben und Philosophie bzw. zwischen Religion und Staat nicht ausdrücklich trennt! Das nenne ich von Deiner Seite SEHR MUTIG, Sachen zu behaupten, obwohl man keine Silbe vom Autor gelesen hat!?


Ich interpretiere das, was ich möchte! Und Stellungen nehme ich auch nur dann, wenn innhaltlich auch etwas gesagt wird!!?

Wenn Du der Ansicht bist, dass die Religion / Staat / Philosophie drei unterschiedliche Bereiche sind, dann wiederholst du eben die Vorurteile, die du vermeiden willst.

Später schreibe ich dir etwas über den politischen Missbrauch bzw. die Politisierung der philosophischen Begriffe wie: Aufklärung und Säkularismus im Westen und bei uns in Marokko!

Ich muss etwas erledigen!

Gruß
Afulki


Last edited by Afulki; 15/12/2009 16:54.

Tidt n umya!
Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Uschen] #99929
15/12/2009 23:03
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hallo Afulki
Ich hatte befürchtet das du mich nötigst zu antworten,leider habe ich in den nächsten tagen kaum zeit und melde mich gegebenenfalls später.
vorerst nur soviel dazu:

Original geschrieben von: Afulki

Zu Punkt 3:

Du hast ihn nicht gelesen, aber du weiss ganz genau, dass er zwischen dem Glauben und Philosophie bzw. zwischen Religion und Staat nicht ausdrücklich trennt! Das nenne ich von Deiner Seite SEHR MUTIG, Sachen zu behaupten, obwohl man keine Silbe vom Autor gelesen hat!?


da hast du mich nun entäuscht,aber du hast einen bonus.
Es ist in diesem fall relativ simpel zu behaupten das er keine strikte trennung der 3 diziplinen fordert,ohne ihn gelesen zu haben.
andernfalls wäre das Buch eine Bombe und wir hätten es alle schon erfahren,zeitung,nachrichten auch im forum wäre es anders vorgestellt worden oder auch überhaupt nicht.
Es gibt in vielen Fällen die Möglichkeit gerade auch ohne Informationen richtige Antworten zu finden und ich hatte von dir angenommen ,du weißt das.

Vorurteile kanst du in Bezug auf meine Aussagen Urteile Nennen.

Das herablassende empfindest du falsch,ich würde mich freuen wenn aus dem Arabischen Raum eine Phil.Bombe kommen würde ,aber wir wollen doch Realistisch sein und das nicht vor den nächsten 4 Generationen Erwarten.

wenn du nochmal meine Beiträge überfliegst,solltest du erkennen das ich Kant auch für eine Flachpfeife halte,daraus kannst du ermessen was ich von dem anderen halte.

macht spaß mit dir zu talken.
bis später
Gruß Borgward

Re: Kritik der arabischen Vernunft [Re: Borgward] #99934
16/12/2009 00:11
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Dich kann ich aus den bekannten Gründen nicht ernst nehmen.

Borgward,
Ich pfeife darauf, ob du mich ernst nehmest. Deine Meinung hier kann mir gestohlen bleiben und ich liege überhaupt keinen Wert darauf. Du mischt dich in einem Thema, das für dich Zeitverschwindung ist, dann sorge lieber dafür, dass du nun ernst genommen wirst und von mir aus kannst du die Diskussion verlassen anstatt Posting mit lebendigen Infos aus dem Internet nachzuplappern.

Youssef

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