Marokkoforum Archiv Herzlich willkommen beim Marokkoforum, NUR ARCHIV
powered by Marokko.Net�
Liebe Forennutzer, dieses Forensystem ist nur als ARCHIV nutzbar. Unser aktuelles Forensystem ist unter (www.forum.marokko.com) erreichbar.
...
Aktuelle Beiträge
Bildergalerie
Marokkoreise KaterKarlo ab 17.03.2016
Flechte als Gewürz
https://goo.gl/maps/xxwhc
Popular Topics(Views)
473,305 Strassenverkehr
Forum Statistics
Foren17
Themen18,515
Beiträge164,845
Members9,959
Most Online12,010
Dec 24th, 2014
Who's Online Now
0 registered members (), 712 guests, and 7 spiders.
Status: Admin, Global Mod, Mod
Impressum
Impressum
Datenschutzerklärung
Previous Thread
Next Thread
Print Thread
Seite 3 von 5 1 2 3 4 5
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81320
28/09/2007 15:28
28/09/2007 15:28
Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
W
WildThing Offline
gesperrt!
WildThing  Offline
gesperrt!
W

Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
@jm

Jetzt komm doch mal mit einer Antwort...oder geht dir schon die Luft aus?
Hast du keine Antwort auf meine eigentlich recht simple Frage?



@MeryamIman

 Antwort auf:
Kommuniziere klar, kurz und präzise, denn geschwollene, übermässig lange und damit undurchsichtige Reden verbergen oft geschickt die eigene Inkompetenz.


Das trifft "des Pudels Kern" genau. Schau in die Politik: ausufernde Reden und null Substanz.
Den Ramadan auf so eine Art und Weise miteinzubeziehen, zeigt wessen Geistes Kind dieser jm zu sein scheint.
Der Satz deines Professors ist eine gute Richtschnur für's Leben.




Grüsse aus Andalusien,

Oliver

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: MeryamIman] #81321
28/09/2007 16:25
28/09/2007 16:25
Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
U
Uschen Offline
Mitglied
Uschen  Offline
Mitglied
U

Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
Mensch Jm,

alle andere erzählen und schreiben Propaganda, nur JM schreibt hier wissenschaftliche Wahrheiten!?

Nun aber zu meinen Unehrlichkeiten und deinem Übermut!

Erstens,
der Bericht ist aus dem Jahr 2006, und er wurde in der französischen Zeitschrift " politique internationale" besprochen. Du hast schon einmal versucht, in diesem Forum mit diesem Bericht Leute zu beeinducken, entweder im Jahre 2006 oder Anfang 2007! Daher den Ausdruclk: Dein Koran!

Der Bericht behandelt die Veränderungen der Bevölkerungstrukturen in Marokko!! Und das hat mit dem Thema hier nichts zu tun, du kannst gerne darüber philosophieren oder damit vom eigentlichen Thema ablenken!
Vielleicht ist dir entgangen, dass der Titel des Berichtes: kulturelle Revolution in Marokko: der Sinn eines DEMKOGRAPHISCHEN Wandels, lautet !!?


Anscheind habe ich dir die falsche Stelle zitiert, und Dich damit auf den falschen Fuss erwischt, aber mir geht es darum, beim Thema zu bleiben!!

Zur meiner angeblichen zweiten Unehrlichkeit:

Nun ja , meine Worte stehen immer noch oben. Und ich widerhole mich gerne, dein Wirrwarr im Kopf benötigt drigend eine Klarheit:

- Es geht mir um die Veränderung der POLITISCHEN STRUKTUREN, also der Wandel des politischen Systems!! Ich habe nirgendwo " politischer Strukturwandel" geschrieben oder erwähnt. Du bist wirklich ein Scharlatan, ein ehrlicher Scharlatan!! Du versuchst wirklich alles!?

- Nun zu der Zusammenfassung: Übersetze sie, und dann werden wir sehen, ob das alles mit dem Thema zu tun hat oder nicht!? Es sei denn, du willst einige neue " Nebenthemen " wieder mal diskutiert wissen.


- Du willst auf einmal wissen, ob ich auch einige Erklärungen dazu habe?

Ich schreibe das Zitat der Herrn Courbage und Todd ein wenig um, vielleicht glaubst du an deinen <Todd> endlich :

<Die MAROKKANISCHE GESELLSCHAFT BEWEGT SICH, DAS POLITISCHE SYSTEM ABER NOCH NICHT>


- Zu der Wahlbeteiligung: du bist fresch in dieser Frage geworden, aber ich informiere DICH trotzdem!

Vor zwei Jahren startete der Staat unterschiedliche Aktionen und Programme, um die Wähler zu mobilisieren:

- der Staat finanzierte eine große Organisation ( Daba ), welche die Marokkaner für die Wahlen sensibilieren sollte ( es floss viel Geld !)
- der König liess keine Gelegenheit aus, die Wichtigkeit der Wahlen zu betonnen
- die angeblich großen Parteien wurden auch nicht müde, Werbung für die Wahlen zu machen
- das Inennmisteirum ( Kompetenzbereich des Königs) gründete Sonderprogramme für die Wahlen

usw... Ein ganzer Staat war mit all seinen Mittel am Werk!!

Und dann riefen Linke Marokkaner, die Islamisten der al-adl, die PDMA ( Demokratische Marokkanische Berberische Partei von Adgherni), die masirische/berberische Kulturbewegung und die Menschrechtsgruppe ( AMDH )zum Boykkot!!
Aber all diese Gruppen haben gar keinen Zugang zu den öffentlichen Medien, keine finanzielle Mittel und sind alle relativ kleine politische gruppen, verglichen mit den anderen.

Die Frage, die sich stellt, ist die :

Wer ist groß und wer ist klein?


Zur Korruption in den Kreisen des Königs:

Wenn du zwischen den Zeilen lesen kannst, ist es nicht sehr schwer im meinem letzten Beitrag herauszufinden, wo das alles steht ! Aber die politischen Strukturen, die die Korruption erst ermöglichen und dann fördern, existieren für dich gar nicht!
Der Klientelismus und die blinde (königliche) Loyalität gegenüber dem Herrscher sind der Nährboden für die Staatskorruption, sagt Max Weber!!


Nun zu deinem Übermut:

du willst scheinen, was du gar nicht bist und sein kannst, und das schadet dir mehr als du glaubst!!!


Du hast gar gegrüsst?
Also sei gegrüßt!
Afulki


Tidt n umya!
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81326
29/09/2007 02:47
29/09/2007 02:47
Joined: Jun 2007
Beiträge: 13
Karlsruhe
Gringo Offline OP
Junior Mitglied
Gringo  Offline OP
Junior Mitglied

Joined: Jun 2007
Beiträge: 13
Karlsruhe
HALLO an ALLE die sich zu meiner gestellten Frage Ergebnisse der letzten Wahlen!? beteiligt/ und Gedanken gemacht haben. Es hat mich gefreut/geehrt und erstaunt das gerade jüngere Menschen mit so viel Eifer und Detail/ Einzelwissen sich an die von mir gestellte Themafrage beteiligt haben und hoffentlich weiterführen werden. Ich habe dadurch sehr viele neue Einzell-/Gegebenheiten erfahren. Aber bitte bleibt fair zueinander. Ich Danke euch Allen und machts gut.

Salam und Ade
GRingo

Wenn ihr mal Bock auf einen etws anderen Reisebericht habt und etwas Spaß haben wollt,wie ich auf Krücken durch Maroc humple der klicke marokko.germanblogs.de .Isch aber noch nicht fertig da ich nur mit Einfingersystem arbeite.

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81327
29/09/2007 12:37
29/09/2007 12:37
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
xsela,

du kannst mich auch direkt ansprechen, ich beantworte dir die frage problemlos. sie ist kern des themas, daher meine rasche antwort:

warum ich was mache und tue ist für das thema von keiner bedeutung. die frage wird relevant, wenn sie verallgemeinert wird, etwa wenn alles so "rosarot" ist, warum leben viele marokkaner in deutschland und im ausland bzw., warum kehren die, die in deutschland oder im ausland leben nicht nach marokko zurück?

erstens, behauptet keiner, dass die zustände in marokko rosarot sind. das ist die wiedergabe vonmenschen, die komplexe sachverhalte nicht auffassen können und in einer welt leben, die für sie schwarz oder weiss sein muss.

zweitens, marokkaner, die im ausland bilden wie türken oder iren etwa eine diaspora, die ihrer heimat stark verbunden bleibt und um ihre entwicklung sorgt und sich daran beteiligt. als bekannt wurde, dass diese diaspora an diesen wahlen nicht teilnehmen wird, war das ein stark diskutiertes thema

drittens, entsprechend der aktuellen entwicklung ist eine auch wenn timide rückkehr zu beobachten. sie geschieht in form einer defitiniven rückkehr für manche oder einer teilweisen rückkehr für die meisten: man inverstiert oder sucht eine tätigkeit, für die man ein teil der zeit in marokko verbringt und man beobachtet, um sicher zu sein, wie sich das ganze entwickelt. ich habe jemanden beispielsweise in belgien getroffen, der gerade im letzten sommer mindesten 4 mal zwischen belgien und marokko reiste, um den kauf eines grossen gründstücks für ein ziemlich grosses und interessantes projekt abzuwickeln. ich hoffe und bin auch sicher, dass sein projekt erfolgreich sein wird, da er genau den demographischen wandel erkannt hat, über den wir u.a. sprechen.

viertens machen viele marokkaner den europäern v.a. den franzosen einfach nach. vorher hatte siech keiner für städte wie marrakech oder tangier interessiert, jetzt sind viele in form von maklern oder kleinen unternehmern dort unterwegs

fünftens, wie reden über entwicklungen, die nicht kurzfristig sind, sondern sich über eine sehr lange zeitpanne ziehen. jeder, der meint irgendwin könig oder politker hätte einen magischen stab und wird durch ein paar massnahmen das land blühen lassen ist wirr. mit anderen worten, in 10 oder 15 jahren kann ich mir vorstellen, dass marokko ähnlich wie spanien demogrpahisch srumpft und wirtschaftlich, geselschaftlich und politisch ein teil eines europäischen raums wird, wobei deine frage oben nicht mehr brisant wird. marokkaner werden mehr die wahl haben, in ihrer heimat oder je nach persönlicher wahl woanders zu leben und ein diaspora bezug zu ihrem land behalten.

man sieht, so einfach und simple sind gesellschaftlcihe zusammenhänge nicht, sonder komplex, vielfältig und unberechenbar.

jeztzt, da ich auf deine frage reagiert habe, erwarte ich von dir, dass du zum thema wahlen in marokko etwas sagst. aber bitte schreiben, entwickeln, argumentieren und begrüden. tust du nicht, gehe ich davon aus, dass du nichts dazu sagen kannst, andere aber ausfragen magst. danke

jm

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81328
29/09/2007 12:40
29/09/2007 12:40
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
afulki,

ist es dir nicht peinlich?

jetzt machst einen ganzen topf aus einem "bericht", den ich am rand und am ende meines posting erwähnt hatte, schreibst zwei irrsinnige seiten darüber, übersetzt und gestikuliert, und kritisiert dann, es sei nicht haupthema! wer macht es nun zum hauptthema? was ist das für eine logik? ist es nicht hauptthema, geht nicht darauf ein, punkt.

welche wichtigkeit hat das, bei diesem thema bitte schön, wenn solch eine analyse in 2006 oder 2007 veröffentlicht wurde? bist du dir sicher, such nach einer quelle und ermittle das datum, das wäre viel klüger und interessanter für die, die mitlesen. die internetseite ist leider nicht datiert, aber die meisten reaktionen, die im internet zu lesen sind, sind von april 2007 datiert. geht man davon aus, dass die presse generell die aktualität verfolgt und dass courbage und todd ihr buch vor ein paar wochen veröffentlicht haben, ist frühjahr 2007 eine realitätsnähere einschätzung.

der staat hat seit mindestens zwei jahren in der tat alles daran getan, diese wahlen erfolgreich zu organiseren. vor allem wurde viel getan, um zu zeigen, dass diese wahlen ernsthaft und wirklich klar und transparent organisiert werden und selbstverständlich will das auch finanziert werden, wo ist das porblem? doer wolltest du irgenwelche unregelmässigkeiten suggerieren? dann bitte welche? mit welcher begründung? alle marokkaner samt presse, politiker, zivilgesellschaft etc. haben die wahlkampgne mitbekommen und ich habe nirgendwo solche exotischen kommentare wie deine gelesen!

deine grösste peinlichkeit ist allerdings, die die sich auf den boykott der wahlen. unehrlich wie erfolglos versucht du meiner frage oben zu entwischen!

- zum einen riefen keine linken zum boykott, sondern nahmen teil an den wahlen.

- annahj partei und die ismalisten der adl habe ich oben erwähnt. die ersten ein kleiner haufen, die in einer marxistisch-leninistischen partei organisert sind (ja das gibt es noch) und die zweiten, eine sekt um einen alten guru, der glaubt er sei ein prophet und bereits prophezeite, dass marokko in 2006 in einem grossen aufstand untergehen werde o.ä.

- mir ist nicht bekannt, dass amdh zum wahlboykott gerufen hat?! und wenn sie tat, wen wundert es, die präsidentin (khadija ryadi) ist miglied der annahj partei!

- die mazighistische partei? ein witz. keiner aber wirklich keiner hat von ihr notiz genommen.

schlimmer noch -wie mutig du bist! -, du erähnst all dies im absatz direkt unter den bemühungen des staates die wahlen zu organisieren. wolltest du suggerieren, dass dieser boykott hinter der geringen beteiligung ist? hoffentlich nicht!

schliesslich zur korruption, da wird es nicht weniger schlimm. der könighat, organisch, direkten bezug zur regierung, nicht zum parlament. jetzt ohne max weber zu misbrauchen, welches mitglied im palast oder in der regierung willst du der bestechlichkeit verurteilen angefangen vom könig himself? ich nehme an, du hast die liste aller namen, sonst finde ich dir eine im internet.

am grad dieser deiner cahotischen wie hilflosen reaktionen erkennt man die grenze einer mentalität, die nie irgendeinen menschen oder irgeneinen volk je einen schritt weiter gebrcht hat: "es hat alles eh keinen sinn, der könig hat sowieso alle macht, tralalli...".

die wahlen sind ein erster schritt für völker sich zu organiseren und ihre interessent zu vertreten. auch wenn ein parlament nur 5% macht hat etwas zu verändern, sind es immerhin 5%, die man nicht zerschlagen, sondern nutzen soll.

der weg ist nicht die insitutionen zu leeren, denn das ist nichts anders als als ein absolutistisches system zu stärken, sondern das gegenteil, ihnen leben und energie zu geben. die wahlen sind nur einer von vielen wegen, die dahin bringen. der kampf für mehr demokratie ist ein langer, mühseliger und vielfältiger kampf. es ist nicht damit getan, dass man ein paar pargraphen in der verfassung streicht oder hinzufügt.

daher habe ich vielleicht auch diesen bericht von todd erwähnt. denn wenn man leute wie dich liest, kann man nur hoffen, dass mit den nächsten generationen einiges besser wird, eher leute wie du irgendwas tun oder anfassen können (gott wahre!).

jm

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81330
29/09/2007 13:38
29/09/2007 13:38
Joined: Jul 2007
Beiträge: 106
Schweiz
T
Tarifa Offline
Mitglied
Tarifa  Offline
Mitglied
T

Joined: Jul 2007
Beiträge: 106
Schweiz
an jm

Es wird langsam peinlich was du hier alles für eine Scheisse erzählst! Jedermann weiss, dass der ganze Oberklüngel der Macht in Rabat bis in höchste Spitzen Oberkorrupt ist. Das hat sich auch seit der Machtübernahme von M6 überhaupt nicht geändert, im Gegenteil. Sonst frage die Leute auf der Strasse in ganz Marokko. Nur für die protegierten und frechsten "Staatsdiener und Vasallen" hat sich die Lage allenthalben verbessert, für 95% aller Marrokaner aber ist alles die gleiche Scheisse geblieben oder hat sich meist noch verchlechtert. Von den neunen Grossinvestionen v.a. im Norden profitieren nur die bisherigen grosskotzigen, protegierten Absahner in unvorstellbarer Höhe. Der gewöhnliche Arbeiter darf dafür für 1000 bis 1500 dh 6 Tage in der Woche krampfen, damit die meist ausländischen Investoren und Abzocker noch ein paar Milliarden mehr abkassieren können. Das ist ja gerade der sog. Standortvorteil in Marokko!!! Also, wir haben hier langsam genug von deinem blöden Geschwätz, man könnte meinen, du seist "Regierungssprecher oder Hofsprecher......
salim

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81334
29/09/2007 15:28
29/09/2007 15:28
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
anfa,

spül deinen mund, bevor du den aufmachst.

jm

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81336
29/09/2007 16:29
29/09/2007 16:29
Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
U
Uschen Offline
Mitglied
Uschen  Offline
Mitglied
U

Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
Jm,

du schreibst sehr viel Schwachsinniges, aber der letzte Beitrag hat alle Schwasinnigkeiten übertroffen!

Ich hoffe, du übersetzt uns noch die Zusammenfassung, damit wir alle verstehen, was drin steht, und ob das mit dem Thema Wahlen, Demokratie zu tun hat?

Bitte mach aus dieser Diskussionen keine Auseinandersetzung zwischen mir und dir, schliesslich bin ich nicht der einzige, der die Situation in Marokko anderes beurteilt!?

Schwachsinn Nr.1 :

- Du gibt in deinem letzten Beitrag zu, dass das Parlament keine Macht hat; das Parlament hat, laut JM, 5% der Macht und des Einflusses in Marokko !! Wie hast Du denn das bloss herausgefunden und vorallem wie kommst du auf 5%!?

Wenn es so ist, dann würde jeder Rationalist sagen, das politische Gewicht des Parlamentes ist der wichtigste Baustein für eine Demokratie. Ein machtloses Parlament ist kein Parlament! Wozu denn teure Wahlen und Politiker für ein machtloses Parlament ?

Ergebnis Nr. 1: Reformen der Komepetenzen des Parlaments



Schwassinn Nr. 2:

- wie erfahren von Jm, dass der König ORGANISCH* einen direken Bezug zur Regierung hat! Das Wort Organisch musste raus, koste, was es koste! es klingte in seinem Ohr einfach so klasse, dass das Wort dringend geschrieben werden wollte, aber nur von JM!?

Und wenn der König sowieso die Regierungsarbeit auch noch machen will, wozu denn die teure Wahlen, würde einer fragen? Lass uns doch lieber und direkt den König wählen, wenn er alles machen will!?


Ergebnis Nr. 2: Trennung der Kompetenzen des Königs und der Regierung


Schwachsinn Nr. 3:

- Für JM ist nicht wichtig, ob man in der marokkanischen Verfassung ( Grundgesetz) ein undemokratisches Gesetz streicht oder ein neues demokratisches hinzufügt, wichtig ist nur, dass der Wille dazu vorhanden ist!?
Ausserdem belehrt er uns und schreibt, der Weg sei nicht, die Institutionen zu leeren, sondern sie mit Leben und Energie zu füllen, es klingt einfach zu schön, ich könnte diesen Satz sofort ausdrucken und auf meinen Schreibtisch kleben!?

Ich schätze mal, dass Herr JM vergessen hatte, dass ein Grundgesetz ( Verfassung) das höchste und wichtigste Gesetz eines Landes ist, denn darin sind die Rahmenbedingung für alle geselschaftlichen Aktivitäten verankart! Wie eine Gesellschaft( Staat, Parteien, Wirtschaft usw.) funktioniert kann man NUR aus dem Grundgesetzt ( der Verfassung ) ablesen!!!
Vielleicht ist Herr JM entgangen, dass bis 1996 der König Hassan II das ganze Parlament ohne Wahlen mit Politikern füllen konnte. Und dafür gab es ja auch ein Gesetz in der Verfassung!
Aber wie man Institutionen mit Leben und Energie füllen kann, zeigt doch der König selber. Nämlich die einzige Institution, die alles in der Gesellschaft überlagert und dominiert ist die KÖNIGKLICHE INSITUTION. Über allen anderen Institutionen ( Parlament, Parteien, Gerichte , Regierung, Militär usw.) steht NUR eine einzige INSTITUTION : die Königliche!
Vielleicht begreift jetzt JM endlich, dass die Menschen in Marokko in einem nach aussen hin modernen absolutistischen System leben, das mit vollem Leben und königlicher Energie gefüllt ist! Vielleicht begreift er endlich die Sinnlosigkeit und Widersprüche des Monarchen, wenn er von den Parteien Reformen und Erneuerungen fordert und über die eigene Institution und ihre Reformen schweigt!


Ergebnis Nr. 3 : Welche Institutionen brauchen wir überhaupt in Marokko ?


Zu den anderen Schwachsinnigkeiten später!

Afulki


Tidt n umya!
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Uschen] #81340
29/09/2007 21:29
29/09/2007 21:29
Joined: Jul 2007
Beiträge: 106
Schweiz
T
Tarifa Offline
Mitglied
Tarifa  Offline
Mitglied
T

Joined: Jul 2007
Beiträge: 106
Schweiz
an jm:
Dir könnte man empfehlen, mal deine Ohren zu spülen, dass du langsam merkst, dass du hier allein auf weiter Flur bist.......

du könntest ja mal den Herrschenden in Rabat empfehlen, ein paar Milliarden!! Euro, nicht Dirham, unter das darbende Volk zu verteilen (...zurückzugeben.. ) Es bleiben den Mächtigen dann immer noch ein paar Dutzend Milliarden Euro für Ihr Leben in Saus und Braus in 1001 Nacht.

Dei9n Geschwätz mit den Wahlen interessiert eh kein Mensch mehr, weder hier noch in Marokko, darüber muss man nicht mehr diskutieren. Deine seitenlangen hilflosen Erklärungsversuche bezüglich Wahlen und Erneuerung in Marokko grenzt an Schwachsinn. Merke, in diesem Forum sind nicht 50% oder mehr Analphapeten wie in Marokko, genau deshalb können die Mächtigen in Marokko sich so gebärten und das Volk ausbeuten bis zum geht nicht mehr.!!! An wirklichen Reformen ist primär aus diesem Grunde dort von den Verantwortlichen niemand, aber gar niemand interessiert. Es wäre ja so schade wenn man solcherart die zusammengerafften Milliarden Euros mit dem "untertanen" Volk teilen müsste.

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Tarifa] #81344
29/09/2007 22:59
29/09/2007 22:59
Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
N
Najib Offline
Mitglied*
Najib  Offline
Mitglied*
N

Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
hallo

naja, ganz so alleine wie es vielleicht aussieht, ist jm nicht.

ich lebe jetzt seit 20 jahren hier und das marokko von 2007 ist mit dem von 1987 nicht mehr zu vergleichen.
der könig tut schon was für sein land, wenn auch noch viel zu tun übrig bleibt. unbestreitbar ist ja, dass im viel gegen den analphabetismus getan wird. jeder, der will, kann lesen und schreiben lernen, sei er auch noch so alt oder arm.
es gibt zentren für frauen, in denen sie sich bilden und eien beruf erlernen können.
hier in chaouen (nur davon kann ich sprechen)werden schulen und frauenzentren gebaut und die infrastruktur wird grundlegend erneuert.
wenn man nur mal aus dem fenster schaut und den strassenverkehr heute mit dem von vor 20 jahren vergleicht, stellt man fest, dass viel mehr autos und lkws unterwegs sind. das wären sie nicht, wenn es dem volk nicht besser ginge.
es wird viel freier über politik geredet, als es vor 10 jahren noch denkbar gewesen wäre.
die korruption hat, wenn es manche auch nicht glauben, abgenommen. man bekommt auf den ämtern alles, was man zu bekommen im recht ist, auch ohne einen "kaffee" zu bezahlen. das man es trotzdem anbietet, ist tradition. es passiert immer öfter, dass ein beamter einen beitrag zur kaffeekasse ablehnt, was früher undenkbar war.

eine andere frage ist, wie die eingeforderte demokratie aussehen sollte. etwa wie in deutschland, wo letztes mal eine hälfte links und die andere rechts gewählt hat? das ergebnis ist eine grosse koalition. da hat nun keiner das, was er gewählt hat. ist das die vielgepriesene demokratie, wo die regierungsarbeit nur noch aus dem aushandeln von kompromissen besteht und der mächtigsten lobby nach dem maul geredet wird? hat der kleine mann eine lobby in deutschland?
in der führenden demokratie der welt wurde die bevölkerung belogen und in einen krieg geführt, der nun bald fünf jahre andauert und zigtausende von opfern kostet.
ist das die regierungsform, die auch für ma angestrebt wird?
wo sind denn die beispiele, wie ein drittweltland in eine funktionierende demokratie umgewandelt wurde und dann die armut verschwunden ist? indien vielleicht? oder brasillien?
z.b. der irak hatte die gelegenheit einen despoten loszuwerden. was daraus gemacht wird, sieht man jeden abend in der tagesschau.

die monarchie ist in meinen augen nicht die schlechteste regierungsform. ein könig hat ein eigenes interesse daran, sein land nicht kurzfristig auszubeuten und zugrunde zu richten. der ist nämlich auch vater und will wie jeder vater sein haus in geordnetem und lebensfähigen zustand an seinen sohn zu hinterlassen. das ist ein hauptmerkmal einer dynastie.
und wenn der könig und seine gefolgschaft viel, viel geld haben, dann unterscheidet sie das nicht von den gebrüdern aldi, der famillie quandt oder bill gates.

 Antwort auf:
Die danach präsentierten Zahlen, die aus verschiedenen Studien zur Vermögensverteilung in Deutschland gewonnen wurden, untermauern eindrucksvoll die große Bedeutung materieller Ungleichheit. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung stellt fest, dass das Privatvermögen in Deutschland im Jahr 2003 insgesamt 5 Billionen Euro betrug - im Schnitt 133.000 Euro pro Haushalt -, dieses Vermögen aber sehr ungleich verteilt ist. Die unteren 50 Prozent der Bevölkerung besitzen davon nur 4 Prozent, die oberen 50 Prozent aber 96 Prozent des gesamten Privatvermögens. Dieses Verhältnis wird umso markanter, je schärfer der Fokus gestellt wird.

Das untere Fünftel der Bevölkerung hat danach überhaupt kein Vermögen, sondern nur Konsum- und Bauschulden, auf das obere Fünftel entfallen hingegen zwei Drittel des gesamten Vermögens. Und das obere Zehntel besitzt alleine mit 46,8 Prozent annähernd die Hälfte des gesamten Geld- und Immobilienvermögens in Deutschland.

quelle

wie wäre es, wenn ihr die forderungen, die ihr an ma stellt, erst mal zuhause verwirklicht.

diese diskussion zeugt nur von ignoranz und neid.
einzig jm gelingt es eine perspektive aufzuzeichnen, während seine gegenredner nur reflexhaft reagieren und gar nicht wissen, von was sie überhaupt reden.



gruss
Najib, der jetzt nach marrakesch fährt um einen alten freund zu treffen.


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

Google+


Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Najib] #81346
29/09/2007 23:28
29/09/2007 23:28
Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
A
abid al wahid Offline
Mitglied
abid al wahid  Offline
Mitglied
A

Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
Assalamu alaikum und Hallo

Die Marokkaner haben mit der Nicht-Wahl tatsächlich
die beste Wahlentscheidung getroffen
Und somit ihr Urteil abgeliefert was sie vom System Marokko halten, nämlich rein gar nichts
und haben damit auch dem „Königshaus“ eine erhoffte legetimität für ihre Pläne und Ausrichtung nicht verschafft. Es gab Kommentatoren die die Schwächung der Parteien als Stärkung des Königshauses verstehen wollen und es kann sein das dies auch dort so verstanden wird, tatsächlich sollte sich das "Königshaus" selber sorgen machen.

Diejenige „Wahl“ die ich den Namen „Frei“ geben würde wäre wohl genau diejenige tief greifende Wahl, die auch die Marokkaner in Massen zu recht politisieren und zu den Wahl Urnen leiten würde.

Dafür bräuchte es zu aller erst ein massiven Rückzug des „Königshauses“ und eine vollkommen freie Parteien Bildung die sich einer Verfassungs- Wahl stellen, in der die absolute Stimmenanzahl zählt und nicht die zum gewünschten Ergebnis hin zugeschnittene Wahlkreise und andere trickserein.
Wahlbeobachter sollten alleinig Marokkaner sein (die von Marokkaner zuvor frei gewählt werden) die Befugnisse haben schwere strafen auszusprechen was stimmen kauf angeht,...etc
und die allen Parteien, Personen Zugang zu den Medien verschafft.

Im Grunde eine Wahl die die gesamte Basis und das Fundament zur Entscheidung stellt und nicht an der Oberfläche einer Showveranstaltung verhaftet bleibt, die sich mit allerlei netten begriffen selbst lobt.

Solch eine Wahl wird es wohl auch in den nächsten jahren nicht geben und die Marokkaner werden wohl weiter dem treiben nicht zustimmen.

@jm

Das Marokko auf einem "guten weg" ist meinst du wohl materiell,
die vereinzelten groß projekte, die Infrastruktur Maßnahmen von Autobahnen bis Hafenbau, neue Produktionsstätten, Dienstleistungen... etc

der so genannte "wirtschaftliche Modernisierungsprozess" der vom Königshaus im Grunde alleine gesteuert wird und auf das ja deine Hoffnungen, wie die des Königshauses beruhen,
dem ur alten Prinzip "Brot und Spiele" und alles ist gut.

Ich denke das wird mittel bis langfristig nicht funktionieren, der druck der Demographie ist immer noch bei weitem größer, die geistig wie materiellen Spaltungsprozesse werden tiefer und einem autoritär kapitalistischen weg a la China in Nordafrika das sich dem platten Konsum Rausch hingibt um die sehr kurze lebenspanne "glücklich und zufrieden" zu überbrücken, steht auch weiterhin der Islam im wege mit seiner ganz anderen Botschaft, das mit dem konzept "Brot und Spiele" nicht zusammen passt.

Habe ich ja alles schon mal ausgeführt und will mich deshalb nicht wiederholen.

Der Verlierer der Wahl (neben dem Königshaus) wurde glaube ich noch gar nicht erwähnt, es waren die sehr Francophilen und neu islamophoben Sozialisten, deren Wahlwerbung zuletzt nur noch aus anti-pjd bestand.

Der nächste Verlierer war die PJD mit ihrem Projekt "Königshaus und Islam" zu vereinigen und das noch mit einer immer größeren „islam“ Zurückhaltung um ja nicht zu stark oder zu "anstössig" zu werden.
Ob diese PJD Niederlage nun von der PJD, von den Marokkanern oder dem Königshaus oder allem ihnen beigebracht wurde ist eigentlich Jacke wie Hose oder socke.
Auf jeden fall ein sehr großer teil der Marokkaner (zu denen ich auch zähle) hat alleine aus dem Islam heraus die Wahl boykottiert. Ich und nicht wenige Marokkaner könnten alleine aus dem Islam heraus nicht einem Parlament die stimme und dadurch „legetimation“ verleihen in denen Gesetzestexte existieren, gemacht, geschützt, implementiert werden die halal machen was Allah swt Haram machte und umgekehrt…. usw
und Allah swt damit etwas klar beizugesellen.

Und ein weiterer Verlierer sind zweifelsohne die Marokkaner selber, die die älteste und korrupteste aller Parteien die schon die letzten 50 Jahre dabei waren als Sieger vorgesetzt bekamen und natürlich keine Aufbruchsstimmung erzeugen werden, sondern wie die letzten 50 Jahre weiß wie man seine Pfründe bekommt, ausbaut, sichert,.. etc

Last edited by abid al wahid; 29/09/2007 23:46.
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Najib] #81347
29/09/2007 23:52
29/09/2007 23:52
Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
W
WildThing Offline
gesperrt!
WildThing  Offline
gesperrt!
W

Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
@najib

 Antwort auf:
die korruption hat, wenn es manche auch nicht glauben, abgenommen. man bekommt auf den ämtern alles, was man zu bekommen im recht ist, auch ohne einen "kaffee" zu bezahlen. das man es trotzdem anbietet, ist tradition. es passiert immer öfter, dass ein beamter einen beitrag zur kaffeekasse ablehnt, was früher undenkbar war.


Das mag wohl fuer dich als Deutscher (Europaer) so sein, aber niemals fuer eine/n Marokkaner/in.
Ja ja, die "liebe" Tradition, voelligst absurd!



 Antwort auf:
und wenn der könig und seine gefolgschaft viel, viel geld haben, dann unterscheidet sie das nicht von den gebrüdern aldi, der famillie quandt oder bill gates.


Achso, ob ergaunert oder hart erarbeitet: "Geld stinkt nicht"
Bei dir hat der Koelner Dom bestimmt auch frappierende Aehnlichkeit mit dem Pariser Eifelturm, was?


Um Himmelswillen!
Wenn die Gebrueder Albrecht, die Familie Quandt oder Herr Bill Gates sowas lesen wuerden, koenntest du wohl bis zum 'St. Nimmerleins-Tag' wegen uebelster Nachrede und Verhohnung Entschaedigung bezahlen.



Gruss aus Andalusien,

Oliver

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81348
29/09/2007 23:55
29/09/2007 23:55
Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
W
WildThing Offline
gesperrt!
WildThing  Offline
gesperrt!
W

Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
@jm

Schwulstiges Bla-bla und null Substanz!

Sag doch lieber, dass du keine Antwort/en hast, aber verschone mich und andere mit solch aufgeblaehten Worthuelsen.

Gruss aus Andalusien,

Oliver

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: WildThing] #81349
30/09/2007 00:34
30/09/2007 00:34
Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
N
Najib Offline
Mitglied*
Najib  Offline
Mitglied*
N

Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
hallo

 Antwort auf:
Das mag wohl fuer dich als Deutscher (Europaer) so sein, aber niemals fuer eine/n Marokkaner/in.
Ja ja, die "liebe" Tradition, voelligst absurd!


es kann nichts absurder sein als völlig absurd.
dein völligst lässt also genauso wie deine postings auf logische defizite schliessen.
merke: völlig ist schon völlig. das nochmal steigern zu wollen ist völlig absurd.

 Antwort auf:
Achso, ob ergaunert oder hart erarbeitet: "Geld stinkt nicht"
Bei dir hat der Koelner Dom bestimmt auch frappierende Aehnlichkeit mit dem Pariser Eifelturm, was?


lol, die quandts, die heute bmw besitzen, haben ihr vermögen hart erarbeitet. bist du da sicher? schon mal was von ererbtem vermögen gehört? gesehen wirst du es ja nicht haben.
bill gates hat sein dos ergaunert. und mit windows kriminalisiert er die ganze welt um sich das monopol dafür zu erhalten. es wäre sicher ein leichtes, windows so auszurüsten, das es nicht geknackt werden könnte und so illegale kopien zu verhindern. nur wäre er dann sein monopol los. wenn das kein fieses spiel ist, was dann?
die aldi-brüder lassen noch nicht einmal zu, dass sich ihre belegschaft organisiert und wenn die mal dahingeschieden sind, dann geht ihr vermögen nicht in volkseigentum über, sondern es wird vererbt an die ach so schwer arbeitetenden kinder.
für dich weisen wohl kölner dom und eiffelturm gar keine ähnlichkeiten auf.

 Antwort auf:
Um Himmelswillen!
Wenn die Gebrueder Albrecht, die Familie Quandt oder Herr Bill Gates sowas lesen wuerden, koenntest du wohl bis zum 'St. Nimmerleins-Tag' wegen uebelster Nachrede und Verhohnung Entschaedigung bezahlen.


da hast du ja glück, dass du, obwohl du dem marokkanischen könig übel nachredest, jederzeit ohne angst vor entschädigungszahlungen nach ma einreisen und auch wieder raus darfst.
wenn du das überhaupt willst. es kann ja auch sein, dass du um der gerechtigkeit willen dein geld nicht auch noch in den rachen des marokkanischen staatsoberhauptes werfen willst, nur um etwas spasses willen.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

Google+


Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Najib] #81351
30/09/2007 01:29
30/09/2007 01:29
Joined: Jul 2002
Beiträge: 1,624
Süddeutschland
E
Elvire Offline
Mitglied
Elvire  Offline
Mitglied
E

Joined: Jul 2002
Beiträge: 1,624
Süddeutschland
Guten Abend,

@ Wildthing

 Antwort auf:
aber verschone mich und andere mit solch aufgeblaehten Worthuelsen.


ich lese in diesem thread mit Interesse die postings von JM, die mit Sprachkompetenz geschrieben sind. Ob man inhaltlich in allen Punkten übereinstimmt, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall zeichnen sich seine Beiträge durch Sprachbildung und Sprachkultur aus.

@ Wildthing, wenn Du seine Beiträge nicht mehr lesen möchtest, so lass es doch ganz einfach sein, aber spreche bitte nicht im Kollektiv "verschone mich und andere ". Andere, z.B. ich, teilen deine Meinung ganz und gar nicht und du bist nicht mein Sprachrohr.

Im übrigen hast du in deinen vorangegangen postings keinen relevanten sachlichen Beitrag geleistet. Deine Zeilen sind geprägt von verbalen Angriffen, z. T. bis unter die Gürtellinie gehend

Deine abwertenden Kommentare gegenüber dem Königreich werfen die Frage auf in welcher Beziehung Du zu Marokko stehst. Bei deiner kundgetanen negativen Bewertung des Staates wirst du doch keinen Fuss ins Royaume setzen oder betrittst du das Land um aufwieglerische und hetzerische Kampagnen anzuzetteln?

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Dolphin] #81353
30/09/2007 03:34
30/09/2007 03:34
Joined: Mar 2001
Beiträge: 555
Marokko
M
Malim Offline
Mitglied
Malim  Offline
Mitglied
M

Joined: Mar 2001
Beiträge: 555
Marokko
Ahlan

Dolphin, der Bildungszug wurde vom König gestartet, es gibt selbst bei uns auf dem Lande seit 2001 Informatik als Unterrichtsfach, Schüler die von Ihren Eltern unbegründet aus der Schule genommen wurden, werden vom Califa vorgeladen, es gibt einiges an privat organisierter Nachhilfe, speziell auch für Frauen, wenn abends die Klassenzimmer leer sind usw. Was ich sehr vemisse sind, für die vielen nicht volljährigen Schulabgänger strengere Berufsschulen, welche die Jugendlichen auf ein Arbeitsleben vorbereiten könnten. Den Menschen wird es oft nicht leicht gemacht ihre Fähigkeiten zu entdecken, wesshalb es den einigen intelligenten Menschen in Marokko, so leicht gemacht wird, die Nichtwohlhabenden auszubeuten.
Der Wohlstand in Marokko ist auch sehr stark von der Landwirtschaft und somit vom Regen abhängig. Es ist Schicksal das es in der Amtszeit des Königs zu wenig geregnet hat. Die vermehrte Industrieansiedlung ist eine große Last für die Umwelt, der Ausbau des Tourismusgewerbes ist sehr krisenanfällig, wegen den terrorbereiten Menschen, die darauf aus sind in Marokko etwas anzustellen. Trotzdem finde ich es richtig, das der Königsstaat sein Land so vielseitig verändert. Leider oft sehr halbherzig und wie ein schlechter Kinofilm mit Behinderungen, Diebstahl und vielen Lügen. Wie ein hellgesehenes Spiegelbild des Wahlergebnisses. Mir und den vielen anderen Ausländern in Marokko bringt das Wahlergergebniss Beruhigung, man weiß jetzt auch für die absehbare Zukunft, wie sich anzupassen ist. Ich bin in Ma zufriedener und gesünder als in Deutschland, auch desshalb weil die Marokkaner uns Ausländer besser behandeln, als wir Deutschen die Marokkaner in Deutschland. Für diese uns gegenüber gute Stimmung, trägt das Königshaus seinen Anteil dazu.

leihinik
Zitoun

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Elvire] #81354
30/09/2007 04:08
30/09/2007 04:08
Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
A
abid al wahid Offline
Mitglied
abid al wahid  Offline
Mitglied
A

Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
Assalamu Alaikum und Hallo


ich habe das mit dem zurecht schneiden des Wahlkreis schon erwähnt und habe hier ein beispiel gefunden:

"In ihren bevölkerungsreichen Hochburgen, etwa in den Städten Casablanca oder Tanger, gewann die moderat islamistische PJD mit gut 20 Prozent sogar doppelt so viel Unterstützung wie El Fassis Istiqlal. Trotzdem erhielt Istiqlal 52 Parlamentssitze, den Islamisten wurden nur 46 zugeteilt"
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11026688/492531/

hat jemand eigentlich etwas über die absolute stimmenanzahl gehört ?

wurden bevölkerungsreiche wahlkreise wirklich gleich bevölkerungs armen gleich gesetzt,
die zuvor noch dermaßen neu umgestaltet wurden,
um ensprechende ergebnisse zu erhalten ?

wer hat die auszählung in rabat eigentlich kontrolliert und wie kommen 52 beobachter aus 19 ländern gegenüber 5000 "marokkanischen wahlbeobachter" darauf eine wahl kontrollieren zu können, wobei viele aus korrupten ländern kommen die selber nicht wissen wie man wahlen abhalten muss und vielleicht selber nicht abgeneigt sind ein paar dollars nebenbei im ausland zu verdienen ?

wie kommt es das die stärkste partei auf 16% kommt,
was ist das eigentlich für ein endergebniss 16%, 14%,... ?

ich habe bei wahlen in anderen ländern noch nie solche endergebisse gesehen, wobei die stärkste partei, die jetzige regierungspartei jetzt 16% von 30% der wahlberechtigten bekommen haben soll, wieviel repäsentieren die eigentlich in absoluten zahlen und nicht in wahlkreise ?

das ist doch ein witz.

wie man denoch sowas mit "frei", "transparent",... dann noch bezeichnen kann ist mir wirklich vollkommen schleierhaft und bedarf entweder sehr viel blinde liebe um solch ein vertrauen aufzubringen dem gequatsche eines durch und durch absolutistischen koruppten systems nach zu plappern oder handelt bewusst arglistig und täuschend.

man sollte nicht in inhaltslosen persönlichen beleidigungen abgleiten, aber das ein jm mit seinen beiträgen gespickt mit "frei", "transparent",....etc wütende emotionen auslöst ist nachvollziehbar, denn die absolute mehrheit Marokkos ist doch schon längst viel weiter, fällt auf solch einem dummen gequatsche von "demokratie", "wahlen", "frei", "transperenz"... nicht mehr rein, ja selbst ein analbhabetischer Bauer in Marokko weiß es besser und die Marokkaner wissen doch schon längst wie man diesem unfug, diesem lügen, tricksen, verdecken, manipulieren,... richtig zu begegnen hat.

ich fand als bekannt wurde das die wahlkreis zurecht geschneidet werden, es geradzu erschreckend wie man die manipulationen voran treibt, das im wahljahr für jeden ersichtlicht und ganz offen ohne jegliche scham wirklich umsetzt,...
die pjd hat es geschluckt und war nur noch darauf konzentriert ja nicht zu stark zu werden und die anderen parteien haben es auch stillschweiged hingenohmen als "notwendige maßnahme von ganz oben" ohne jeglich kritik zu äußern.

ich meine was soll man von solch parteien halten die sich solch offenen manipulierenden treiben widerstandlos beugen und sich wie marionetten behandeln lassen, die man so hin und her bewegen kann wie man es "von ganz oben" für nötig erachtet ?

Alhamdulillah meine Landsleute wissen es.

Last edited by abid al wahid; 30/09/2007 04:46.
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: abid al wahid] #81355
30/09/2007 05:19
30/09/2007 05:19
Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
N
Najib Offline
Mitglied*
Najib  Offline
Mitglied*
N

Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
hallo

ich möchte dem posting von josef in jedem wort zustimmen.
gerade was die (grund)bildung und information betrifft, hat eigentlich jeder marokkaner zugang. mal mehr oder mal weniger, abhängig vom wohnort. das ist woanders auch nicht anders. aber grundsätzlich wird niemand von bildung ausgeschlossen.
seinem volk bildung und information zugänglich zu machen ist wohl der grösste fehler, den ein despot begehen kann, wenn er sein volk in abhängigkeit halten will um es auszubeuten.

was die wahlanalyse betrifft, möchte ich abd elwahid zustimmen.
wahlen können noch so frei, lange vorbereitet, transparent und überwacht sein. wenn der sinn des wählens nicht klar ist, weil der sieger sowieso in der verfassung nachzulesen ist, dann geht keiner hin. und genau das war der tenor, wenn ich nach dem wahlverhalten gefragt habe. in meinem bekanntenkreis waren es sicher noch weniger als 30%, die wählen gegangen sind.
meiner meinug würde eine regierung, die nach den regeln europäischer königreiche gebildet werden auch zu gar nichts führen. das gäbe nur verteilungskämpfe. da ist es besser, man lässt den kuchen voerst mal verteilt und baut das land in ruhe auf.
Tatsache ist, dass, wenn man den könig aussen vor lässt, in marokko angstfrei leben kann. es gibt hier keine einschränkungen, die es in einer demokratie nicht auch gäbe. bittere armut gibt es überall, egal ob demokratie oder nicht. indien ist eine demokratie mit freien wahlen und es soll niemand sagen die inder werden nicht von einer elite ausgebeutet. so ist es überall ausserhalb europas. wer glaubt, wenn der könig abdankt oder konstitutionell wird, dann bricht in marokko das goldene zeitalter mit wohlstand für alle und strikter einhaltung aller rechtsstaatlichen und moralischen massstäben an, der muss entweder besoffen sein oder 42° fieber haben.

und die, die dem könig sein vermögen nicht gönnen:
wenn wir schon mit milliarden jonglieren, dann richtig.
lassen wir den könig mal den reichsten mann der welt sein, was er nicht ist, da er nicht richtig ins telekommunikationsgeschäft eingestiegen ist, und schätzen wir ihn mal auf 60 milliarden euros. wenn wir ihn nun enteignen würden und das unter den 30 millionen marokkanern aufteilen, dann bekäme jeder 2000 euros.
jeder deutsche dagegen steht staatsmässig mit rund 19 000 euros in der kreide.
wenn also jeder deutsche nochmal ca 75000 euros drauflegt, dann kann man damit verhältnisse wie in deutschland schaffen.
nur ein wenig nachrechnen hilft manche absurde argumentation als solche zu erkennen.

gruss
Najib





um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

Google+


Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81363
30/09/2007 14:51
30/09/2007 14:51
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
afulki,

nein, das behaupte ich nicht und es ist auch nicht meine art die macht von institutionen in prozentzahlen zu messen. was ich meine ist mit anderen worten, dass man wählen muss, egal ob das parlament 5% oder 95% macht hat. das ist die beste "reform" des parlaments, wie du das nennst. die komptenzen des parlements erhöht man nicht damit, das man es auf einem stück papier schreibt, sondern damit, dass man hohes interesse für die institution zeigt und das tut man mit und durch wahlen. nur wenn leute massiv wählen, sich für die wahlen, ihre ergebnisse, für die programme der parteien, für die kandidaten etc. interessieren, ihre erwartungen in jeder form ausdrücken, und die role der institution und ihrer vertreter verlangen, kann der druck auf alle, vor allem auf die abgeordneten selbst geübt werden, dass das parlament energisch wird.

hat die institution nicht genug macht und kompetenz und wird sie dadurch behindert in ihrer wirkung, kann sie genau dies zu ihrer agenda heben und u.a ihre eigen reform und die reformen anderer institutionen thematisieren.

mit anderen worten, was du suggerierst, nämlich "wählen macht eh keinen sinn", und "die boykottierenden exotischen micro-gruppen seien helden" ist absurd und kontraproduktiv. genau das entleert die institutionen von ihrer wichtigsten komptenz, ihre vitalität, und untermauert die absolutistische macht.

der könig ist mit der regierung organisch verbunden, er ist der staatsoberhaupt, ernennt den premier minister, zeichnet die grundlinien der regierungsarbeit und kann eine menge andere dinge tun. habe ich je etwas anders behauptet? ich glaube nicht. marokko ist ein semi-absolutistisches system oder für die die es sanfter ausdrücken wollen, eine exekutive monarchie, die sich selbst auch und mit etwas recht bürgerliche monarchie (monarchie citoyenne) nennt.

er macht allerdings nicht alles alleine und will es in meinem verständnis auch nicht. die letzte regierung hat gezeigt, dass es minister gibt, die ihren job machen, sogar mit leidenschaft, hingabe, integrität, und bescheidenheit. allen voran der nun sehr beliebte driss jettou (premier), aber auch toufik hjira (bau), karim ghellab (infratsruktur und transport), adil douiri (tourismus), taib fassi fihri (ausswärtiges amt), mohammed elgahs (jugend), salhedine mezouar (industrie un kommerz), chakib benmoussa (innenminsterium), nabil benabdellah (medien und kommunikation) etc.

diese jungen und kompteneten menschen haben ihre baustellen mit bescheinigtem erfolg regelrecht "gemanaget" und ihr täglicher regulärer kontakt war dabei driss jettou nicht der könig, auch wenn dieser sie zu einweihungszeremonien bestellte oder die grundlinien ihrer arbeit formulierte. letztere sind aber keine linearen top-down befehle, sondern werden von ihnen selbst erarbeitet und mit den hofsangestellten und königsberatern abgestimmt. sie haben eine menge zu tun gehabt und es war vollkommen egal, ob der könig oder jettou führte, wenn etwa karim ghellab eine autobahn termingerecht abliefert oder mohammed elgahs mit ein paar dirham nur ferien für zehntausende kinder und jugendlcihe organisiert.

einige kritische themen wie etwa sicherheit, armee, oder die frage der sahara sind in der hand des palasts und das ist gut so. hier arbeitet m6 im konsens. einen konsens, den er durch seine königlcihen kommisionen institutionalisert hat. er sitzt nicht auf dem thron und dekretier, sondern überlässt die arbeit grundsätzlich einem team von kompetenten und betroffenen. in der saharafrage hat er nicht nur den corcas belebt, in dem 141 mitglieder aus allen stämmen und strömungen der sahara sitzen, sondern diese frage überlässt auch einem team in dem innenminster, aussenminister, sicherheitschef, vertreter von sahrouis etc gleichermassen arbeiten. diese zielgerichte arbeit trägt ihre frücht in vielen bereichen.

zum grundgesetz, kann mir nur das einfallen, was najib gerade geschrieben hat: "wer glaubt, wenn der könig abdankt oder konstitutionell wird, dann bricht in marokko das goldene zeitalter mit wohlstand für alle und strikter einhaltung aller rechtsstaatlichen und moralischen massstäben an, der muss entweder besoffen sein oder 42° fieber haben." bessere kann man es nicht sagen.
hier muss man erwähnen, dass eine verfassumgsreform erwartet wird in marokko allein um dem marokkanischen lösungsvroschlag für die saharafrage die grundlegende rechtliche basis zu legen. die verfassung ist nicht heilig, und es ist mehr als möglich, dass sie in frieden angepasst wird, wenn die bedingungen auch da sind.

jm

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81364
30/09/2007 16:16
30/09/2007 16:16
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
abid,

in marokko wählt man nicht zum ersten mal, doch die vorletzten und diese letzten wahlen gelten als die freiesten und ehrlichsten. die ergebnisse wurden geliefert, und jeder kocht nun sein süppchen darauf.

mehr als 30 parteien haben teilgenommen, die regeln gekannt und akzeptiert. internationale beobachter wurden als fetische eingeladen, damit mit internationalem populismus schluss gemacht wird. die ergebnisse dieser wahlen sind in mancher hinsicht ähnlich wie die der vorletzten wahlen und zeichnen sich vor allem durch eine fragmentierung der politischen landschaft. doch im gegenteil zu diesen hatte der könig bei den vorletzten wahlen selbst die ministerpräsidenten ernannt und die regierung bilden lassen, um keine zeit zu verlieren und das land nicht durch ewige politische auseinandersetzungen zu lähmen.

dies und vieles wurde von der internationalen öffentlichkeit nicht erkannt und auch nicht anerkannt. marokko blieb trotz aller reformen und fortschritte in den klassifizierungen und berichten von internationalen ngos unten, was wiederum als teil des argumentariums für empfindliche fragen wie die der sahara von relevanz ist.

mit diesen wahlen, der beteiligung der internationalen beobachtern und etwa der ernennung des premiers von der sieger-partei hat marokko schonmal diesen sieg errungen. speziell in der sahara zum beispiel war die beteiligung am höchsten, womit das land in allen berichten registrieren lassen wird, in durch internationale beobachter als transparent und frei bescheinigten wahlen haben die sahraouis nicht nur teilgenommen, sondern ihre beteiligung lag sogar über dem marokkanischen durchschnitt.

an diesen fakten ist nichts zu rütteln, zumal alle akteure betieligt waren, über alles informiert waren auch über die spielregeln und diese auch bis zu den ergbnissen hin akzeptiert hatten. ist man demokratische in der gesinnung, muss man jetzt aufhören, mit der luppe nach dem haar in der suppe zu suchen, denn das kann man auch in allen demkoratien finden. die essenz der demokratie sind nicht die reglen selbst, sondern dass man sich darüber verständigt und einigt, dass man sie akzeptiert und das man das ganze spiel bis zum ende darauf führt. genau das hat in marokko statgefunden. regeln sind sonst - wie im sport - nicht starr und werden von zyklus zu zyklus in komplizierten und komplexen verfahren geändert und angepasst. diese runde ist nun vorbei; ist jemand mit dern regeln der letzten wahlen nicht zufrieden, muss man selber aktiv werden und alle beteiligten zu einem konsens für ihre anpassung mobilisieren. keiner wird sonst mit einem magischen stab kommen und dies tun.

was die geringe beteiligung angeht, ist sie in meinen augen komplex zu interpretieren und keiner, der die öffentliche meinung nicht systematisch abgefragt hat, kann ausser persönlichen einschätzungen was dazu sagen.

in meinen augen ist sie eine brutale stärkung des königs und eine reflektierung seiner starken position zugleich. sicher erkennen viele fatalerweise den sinn nicht, sich zu den wahlurnen zu bewegen, aber das ist nicht primär auf eine islamische einstellung - wie du suggerierst - und auch nicht auf eine boykottartige unzufriedenheit mit allem zurückzuführen. im gegenteil könnte ein grossteil der nichtwähler vertrauen nur noch im könig haben (der ein sehr positives image geniesst) und nur noch verachtung für politiker und ihre vertreter spüren, die sich durch ihre rekord-abesenheiten im parlament, ihre trägheit, ihre inkomptenz, ihre lethargie, ihren mangel an integrität und ihren klientellismus auszeichen.

diese einstellung wird z.b. oft auch gegenüber alten politikern ausgedrückt, die in der jetztigen regierung sitzen wie etwa mohammed elyazeghi. er war eine emblematische figur der uspf und galt als einer ihrer militantesten köpfe zumal neben einem wegen reierungsnähe kritisierten abderrahim bouabid. nun wird er verachtet, weil er auf dem terrain der tatsachen nichts bringt und von der zeit überholt wird. genau das ist hinter dem schock, der viele interessierte getroffen hat, da der könig nun abbas elfassi ernant hat. eine katastrophe für das land denken alle, die ich bis jetzt gelesen oder mit denen ich gesprochen habe.

viele marokkaner halten von den wahlen nichts, weil ihnen eine kompakte dynamische truppe von hochgebildeten jungen menschen, die methodisch, strukturiert, fleissig und erfoglreich arbeiten, und die der könig selbst aussucht und ernennt, lieber ist als irgendwelche volksvertreter, die in aller offenheit das grosszügig abgeordnetensalär samt weiterer vorteile und kopprution kassieren, ohne sich auch nur geringfügig für die interessen des landes oder ihrer wähler einzusetzen. ein hassad, ehmaliger wali von marrakech und jetziger wali von tangier ist ist für viele besser als das gesamte parlement.

jm

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Gringo] #81365
30/09/2007 16:21
30/09/2007 16:21
Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
J
jm Offline
Mitglied
jm  Offline
Mitglied
J

Joined: Apr 2002
Beiträge: 1,370
Deutschland
schliesslich für interessierte, die der frz. sprache mächtig sind, einer der wenig lesenswerten artikel zum thema wahlen 2007 in marokko.

(hoffentlich führen wir keine debatte wieder über das datum, "beeindrucken wollen" oder sonstigem unsinn)


Elections au Maroc : l’héritage d’Hassan II
15 septembre 2007

Au Maroc, le raz de marée islamiste annoncé n’a pas eu lieu. Pour trois raisons. En premier lieu, les effets d’une ingénierie électorale sophistiquée ne sont pas à minorer. Découpage finement ciselé et mode de scrutin de liste à la proportionnelle à un tour interdisent l’émergence d’une majorité absolue.


Ensuite, si Hassan II est mort, son héritage demeure plus vivace que jamais. Les analyses électorales effectuées par Rémy Leveau dans les années 1960 permettaient de dégager une carte politique révélant des "blocs massifs de tendances opposées", reflétant des clivages géographiques, sociaux et culturels qui départageaient les quatre grands partis d’alors. Quarante ans plus tard, le pluralisme social s’est mué en balkanisation politique. Sous Mohammed VI, nul besoin d’accompagner la naissance de partis loyaux : 33 partis étaient en lice le 7 septembre.

En troisième lieu, agiter l’épouvantail de l’islamisme - les "classes dangereuses" d’aujourd’hui - est utile politiquement. Mais, on le voit bien, il ne suffit pas de crier "Dieu est grand !" pour mobiliser les voix de la communauté des croyants. Certes, lors du dernier scrutin législatif, le Parti de la justice et du développement (PJD) est arrivé en première position en nombre de voix, et en seconde en sièges (46 sièges). Dans la tribune de l’opposition, il a succédé à la gauche, après avoir réalisé un syncrétisme entre social-démocratie et tradition islamique réinventée, imprégné de discours moralisateur et identitaire. Actuellement, c’est l’un des partis les mieux organisés et le plus doté en ressources militantes instruites et disciplinées. Mais son ancrage est avant tout urbain.

Or les cadres du PJD le savent bien : en ville, il leur manque la grande organisation syndicale que la gauche a contrôlée en son temps. De plus, leurs sections estudiantines, féminines, leurs scouts et leurs associations de bienfaisance sont concurrencés même en milieu urbain par les notables qui disposent d’une manne financière autrement importante.

Au village, la compétition est d’autant plus rude que les autorités locales continuent à soutenir plus ou moins discrètement les "défenseurs du trône". Si le PJD a fait une percée fulgurante lors des législatives de 2002 en présentant des candidats dans la moitié des circonscriptions, c’est aussi parce qu’il avait concentré ses efforts sur les lieux où la démonstration de force était possible. Depuis, le parti a déçu une partie de ses électeurs : sa normalisation accélérée, le souci d’apaiser les élites marocaines et l’opinion publique internationale, ont donné l’impression à certains de ses sympathisants que "le match est vendu".

En revanche, si victoire il y a eu le 7 septembre, c’est bien celle des abstentionnistes (63 % des inscrits contre 49 % en 2002) et du clientélisme électoral. Les chiffres homogénéisent de manière factice la pluralité des voix de l’abstention et des votes "invalides" (19 % des votes exprimés). Ils amalgament réfractaires constants et irréguliers, anciens et nouveaux, indifférents et impliqués, exclus politiques et marginalisés sociaux, "incompétents" et "trop compétents", etc. Alors que l’abstention active délimite les frontières à géométrie variable entre l’"opposition de Sa Majesté" et l’"opposition à Sa Majesté", l’abstention passive gagne du terrain et exprime la fameuse "crise de la représentation politique".

Au premier chef, elle repose sur une remise en cause de la classe politique dans son ensemble, islamistes compris. Sur un autre plan, le Parlement et le gouvernement ne sont pas perçus comme des lieux de prise de décision : le pouvoir est ailleurs, au sommet du royaume, dans les commissions et les fondations royales.

Paradoxalement, dans cette dernière catégorie d’abstentionnistes, l’on compte aussi bien les adeptes que les pourfendeurs du marketing politique dont fait l’objet Mohammed VI : un roi en campagne permanente à l’image des sultans prestigieux d’antan, comme le confirmait le discours du trône du 30 juillet : "Je m’attache à définir les grandes orientations pour la nation marocaine. (...) Les élections ne consistent pas, au fond, à s’engager dans une compétition inutile et inopportune, à propos des judicieux choix stratégiques de la nation."

Parmi les nouveaux abstentionnistes, signalons aussi les orphelins de la gauche qui n’ont été séduits ni par le PJD ni par les petites formations de gauche. A la source du désenchantement se trouve peut-être l’évaluation des résultats obtenus au sein du gouvernement, mais surtout le fonctionnement interne de l’Union socialiste des forces populaires (USFP), ses ambivalences, les couleuvres que le palais lui aurait fait avaler, son soutien plus ou moins explicite à la répression de journalistes et de diplômés au chômage, la rupture avec les bases, etc. De premier parti en 2002 (50 sièges), l’USFP est devenu le 5e en septembre (38 sièges).

En fait, c’est l’abstention sociologique - celle de la masse des marginalisés sociaux - qui s’est le plus amplifiée entre 2002 et 2007, en relation étroite avec le relâchement du maillage social et politique, en ville bien davantage qu’à la campagne (respectivement 30 % et 43 % de participation). D’une part, ces populations craignent beaucoup moins les représailles administratives si elles ne se rendent pas aux urnes. D’autre part, l’introduction du bulletin unique rend le contrôle de l’échange marchand des voix beaucoup plus coûteux : il faut aussi avoir les moyens d’acheter suffisamment de téléphones portables avec appareil photo intégré pour permettre à l’électeur d’attester dans l’isoloir qu’il a rempli sa part du marché ! Il est donc plus difficile de monnayer la voix des "pauvres" contre de l’argent. Dorénavant, ils ont peu à gagner ou à perdre dans une telle transaction.

Dès lors, le clientélisme électoral et la dimension censitaire du scrutin (il faut être fortuné pour mener une campagne tambour battant !) sortent revigorés de cette jonction entre libéralisation relative et désenchantement politique. Car il ne faut pas se tromper sur l’interprétation des succès de l’Istiqlal (52 sièges). Depuis sa création, en 1944, le registre nationaliste a fait long feu. Lorsque des candidats du Parti de l’indépendance essayaient de mobiliser les électeurs en leur rappelant "nous avons libéré le pays", des jeunes leur rétorquaient "vous n’auriez pas dû". Ce ne sont pas non plus les réalisations des superministres de la jeune garde du parti qui ont rapporté le maximum de voix.

Pour l’Istiqlal comme pour le Mouvement populaire (41 sièges) et bien d’autres, la différence a été faite par les machines à fabriquer le vote et à coopter les notables argentés : présidences de commune, quadrillage de certains villages, quartiers populaires et bidonvilles par des leaders locaux, coulés à l’occasion dans le moule des associations.

Pourtant, on aurait tort de parler de dépolitisation générale des Marocains. Si la scène électorale s’apparente davantage à un grand souk des voix, le politique se réfugie ailleurs. En témoignent la vigueur de certains mouvements sociaux, les grandes mobilisations en faveur de la Palestine ou de l’Irak, mais aussi l’excitation que manifestent les Marocains lors des présidentielles en France. Lorsqu’il y a des enjeux et de la lisibilité, lorsqu’il est aisé d’identifier un "nous" par opposition à un "eux", l’implication est intense. Même si, pour l’instant, fragmentation et épouvantails freinent l’exercice effectif du suffrage universel et consolident la voie d’une modernisation semi-autoritaire autour de la monarchie.

Le Monde - Mounia Bennani-Chraïbi, professeure à l’Institut d’études politiques et internationales à l’université de Lausanne.

quelle le monde (lemonde.fr) übernommen in:
http://www.bladi.net/14525-elections-maroc-heritage.html

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81368
30/09/2007 21:45
30/09/2007 21:45
Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
A
abid al wahid Offline
Mitglied
abid al wahid  Offline
Mitglied
A

Joined: Jul 2004
Beiträge: 732
nrw
@jm

"in meinen augen ist sie eine brutale stärkung des königs und eine reflektierung seiner starken position zugleich."

Wie kann der König denn noch „stärker“ werden?
Der König und seine Position waren schon immer unangefochten,
In wie fern soll die Wahl zu einer „brutalen Stärkung“ geführt haben zb gegenüber seinem Vater?
war der etwa „schwächer“ ?

ich will dich daran erinnern mit was M6 angetreten ist,
es ging um tief greifende „Veränderungen“ gegenüber Hassan 2,
es wurde mit begriffe wie „Demokratie“ um sich geschwungen, usw.
wir sind jetzt im Jahre 2007, das bereitgestellte Angebot des Königshauses wurde vom Volk abgelehnt, weil sie keinerlei „Veränderungen“ erkennen.

Das Königshaus hätte sehr wohl gerne eine große Beteiligung an der Wahl gesehen, weil jede stimme egal für welche Partei eine Zustimmung für den eingeschlagenen Weg und ein zufrieden sein mit dem bereitgestellten "demokratie" Angebot gewesen wäre.

Ich glaube wir sind uns einig das man die Wahlen,
die Parteien, das Parlament vergessen kann, wir brauchen über die auch nicht mehr diskutieren, es gibt überhaupt keinerlei basis mehr über parteien, parlament, regierung, opposition,... in marokko zu sprechen, das thema hat sich komplett erledigt.
Die Hoffnungen zum Amtsantritt von M6 was "öffnung" hinsichtlich volkeswille betrifft sind komplett verflogen es hat sich in dieser Hinsicht rein gar nichts geändert.
es ist keine brutale stärkung, es ist die gleiche stärke wie zuvor, von der sie nicht mal gram weise etwas dem volk abgeben wollen.

Es ist auch weiterhin alleinig das Königshaus das in Marokko zählt, das auch keinerlei Wahlen, starke Parteien oder überhaupt so was wie eine politische Landschaft oder gar willen des volkes mit freier ausdrucksmöglichkeit neben sich duldet, außer als oberflächiges Showelement mit den weiterhin hochgehaltenen unterwerfungs und demutsgesten. Sie wollen weiterhin komplett allein die Zügel in der hand halten und setzen dabei für die zukunft auf den Aufbau der Infrastruktur das sie selber vorantreiben, um den steigenden demographischen druck mit einem Wirtschaftlichen Modernisierungsprozess irgendwie auffangend entgegenzutreten.

Nun, wer neben sich nicht das volk und im grunde nichts duldet trägt auch ganz alleine die Verantwortung.

Ich wiederhole mich jetzt nur noch, mittel bis langfristig wird das nicht funktionieren, der demographische druck ist immer noch bei weitem größer als das man es durch vereinzelte groß Projekte auffangen könnte, was auch gar nicht das Problem darstellen würde, da Marokkaner materialistische Ungleichheiten als Muslime durchaus ertragen und wegstecken können, was aber in Zukunft weiterhin zu Unruhen führen wird sind inner marokkanische Spaltungsprozesse und zwar entlang des Islams, teile der Bevölkerung die sich vom Islam komplett verabschieden, ihn sogar jetzt offen sogar meinen bekämpfen zu müssen und teile die die entgegengesetzte Richtung einschlagen als Reaktion darauf. Es wird zu Problemen kommen weil der Grund Konsens Islam vermehrt aufgehoben wird, das seit jahrhunderte einigende Band zerschnitten wird.
Das Konzept „Brot“ in form von wirtschaft und „spiele“ zb. in form von dumpfer Verführungen der Jugend mit spiel spaß Heiterkeit, Festivals und Partys wird die anwachsende Marokkanische Bevölkerung vermehrt spalten und sich gegenseitig zutiefst entfremden, Marokkaner die keine gemeinsame grundlage mehr haben und sich gegenseitig nicht mehr ab haben können, was den Kochtopf Marokko zum brodeln bringen wird, das dann auch der Deckel „Königshaus“ alleine wird zudecken müssen,.... und mal sehen wie sie das machen werden.

Du schreibst ja selber das Marokko in vielen ecken gespalten sei
und gerade deshalb das Königshaus von Nöten wäre.
ich sage,
es ist derzeit noch gar nicht so sehr gespalten die spaltungen die es derzeit gibt haben erst vor kurzem begonnen und das könnten die Marokkaner jetzt noch durchaus ertragen und man sollte ihnen die Verantwortungen vermehrt überlassen damit sie sich selbst eine Basis und grundlage geben wie sie miteinander leben wollen bevor es zu noch größeren Spaltungs- Erscheinungen kommt. Bleibt aber das Königshaus in seiner rolle und entscheidet weiterhin über den kopf der Bevölkerung hinweg ohne auf deren willen rücksicht zu nehmen wird es zu den noch größeren spaltungs- Tendenzen kommen, die dann auch nicht mehr zu überbrücken sein werden. ich verweise nur auf exil iraner oder cubaner die sich sogar eine bombardierung aufs eigene volk erhoffen, die haben sich total entfremdet und besitzen keinerlei basis und grundlage mehr und wünschen sich gegenseitig das schlimmste.

Es ist okay das du vollkommen zufrieden bist mit dem Königshaus, du bist aber unwichtig und auch nicht der grad für richtig oder falsch. Was wichtig ist, ist die Bevölkerung und was sie als richtig und falsch erachten, das sollte sich das „Königshaus“ vermehrt zu Eigen machen anstatt ihre Position mit dem dumpfen Konzept "Brot und Spiele" versuchen weiter zu festigen ohne dem Volk Ausdruckmöglichkeiten für deren willen zu geben was nur die Extreme ernähren und die Spaltungstendenzen nach sich führen wird.

Ich kann dich jm durchaus ertragen mit deiner Meinung dass der Islam zu beseitigen sei, aber wir schaffen uns unsere Grundlagen hier im Forum selber, sind freiwillig hier und debattieren offen nur darüber, ohne das wir mit einander leben müssten oder uns auf grundlagen des zusammenlebens einigen müssten,
auf Volks Größe die stetig anwächst und auf einer basis und grundlage miteianander leben müssen ohne Ausdrucksmöglichkeiten ihren willen zu äußern wie dies geschehen soll wird es aber keine Debatten geben, sondern bittere Auseinandersetzungen, deren anfänge gerade erst begonnen haben.
Was sich einige Francophile schon heute heraus nehmen über die Grundlage Marokkos den Islam zu äußern ist erst der Anfang, es wird erbitterter und heftiger werden, die Spaltungen derzeit haben gerade erst angefangen und werden in zukunft bei weitem noch größer und heftiger werden und eine Hauptschuld trägt gerade das Königshaus dass die Spaltung vorantreibt ohne der Bevölkerung eine Selbstverantwortung aus Ausdrucksmöglichkeiten zu verschaffen.

Und so was nenne ich nicht eine „brutale stärkung des königs“,
sondern ein Irrweg der auf falsche Hoffnungen beruht und nichts gutes erahnen lässt.

Last edited by abid al wahid; 30/09/2007 22:33.
Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: Elvire] #81369
30/09/2007 23:36
30/09/2007 23:36
Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
W
WildThing Offline
gesperrt!
WildThing  Offline
gesperrt!
W

Joined: Mar 2007
Beiträge: 138
Spanien
@elvire

 Antwort auf:
ich lese in diesem thread mit Interesse die postings von JM, die mit Sprachkompetenz geschrieben sind. Ob man inhaltlich in allen Punkten übereinstimmt, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall zeichnen sich seine Beiträge durch Sprachbildung und Sprachkultur aus.


Ja, fuer "Stoiber-verwoehnte" Ohren mag es Balsam sein, aber Sprachbildung und Kultur?
Es sind vielleicht nicht besonders oft intelligente Menschen in Deutschland in der Oeffentlichkeit zu hoeren, aber wenn du die Moeglichkeit hast, dann hoere genau hin und geniesse.


 Antwort auf:
Im übrigen hast du in deinen vorangegangen postings keinen relevanten sachlichen Beitrag geleistet. Deine Zeilen sind geprägt von verbalen Angriffen, z. T. bis unter die Gürtellinie gehend


Und dein Beitrag? Sag jetzt bitte nicht, dass du mit Nachnamen Beckstein heisst.


 Antwort auf:
Deine abwertenden Kommentare gegenüber dem Königreich werfen die Frage auf in welcher Beziehung Du zu Marokko stehst. Bei deiner kundgetanen negativen Bewertung des Staates wirst du doch keinen Fuss ins Royaume setzen oder betrittst du das Land um aufwieglerische und hetzerische Kampagnen anzuzetteln?


Als Kinder pflegten wir zu sagen: 'Rate mal mit Rosenthal'!


Viel Spass im Vorraus mit dem bayr. 'Dream-Team' Huber und Beckstein!


Amuesierte Gruesse aus Andalusien,

Oliver

Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: WildThing] #81370
30/09/2007 23:46
30/09/2007 23:46
Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
N
Najib Offline
Mitglied*
Najib  Offline
Mitglied*
N

Joined: Sep 2003
Beiträge: 6,996
Chefchaouen
hallo

 Antwort auf:
Es sind vielleicht nicht besonders oft intelligente Menschen in Deutschland in der Oeffentlichkeit zu hoeren, aber wenn du die Moeglichkeit hast, dann hoere genau hin und geniesse.


deswegen warten wir den ganzen tag mit spannung auf ein posting vom wilden ding.

gruss
Najib

ps: mein "dream-team" sind momo, tuareg desert tours, rachidle und nador_k.
von denen kann man im bezug auf sprachkompetenz und kompetenz überhaupt noch am meistenen lernen.


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

Google+


Re: Ergebnisse der letzten Wahlen? [Re: jm] #81371
01/10/2007 00:20
01/10/2007 00:20
Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
U
Uschen Offline
Mitglied
Uschen  Offline
Mitglied
U

Joined: Jul 2001
Beiträge: 848
NRW
Jm,

was ich zu den Wahlen zu sagen habe, habe ich geschrieben.
Ich fülle mich durch deinen letzten Zeitungsartikel in meinen Beurteilungen auch bestätigt. Mit Eitelkeit hat das nichts zu tun, aber ich würde dir wirklich empfehlen, deinen Zeitungsartikel genauer zu lesen, denn dort stehen viele Sachen, die ich hier geschrieben habe.
Vom machtlosen Parlament bis hin zu den Marketingstrategien für den König! Also nur deinen Zeitungsartikel genauer lesen!
Oder soll ich dir die gemeinten Stellen ins Deutsche übersetzen?

Im letzten Satz steht folgendes:

< die politische Fragmentierung und die (unterschiedlichen) Schrekenszenarien bremsen momentan die effektive Ausübung der freien Wahlen und konsolidieren (eher) den Weg für eine SEMI-AUTORITÄRE Modernisierung um die Monarchie herum>.

- Die Monarchie hat kein Interesse an der Entstehung eines starken und stabilen politischen Mehrheit oder Bloks, sie schürrt die Fragmentierung bewusst, damit sie weiterhin alles kontrollieren kann.

Ich finde es von dir sehr einsichtig, dass du zum Schluss, die Monarchie als < semi-absolutistisch> bezeichnest. Aber wenn du diesen Ausdruck in Anlogie zum <semi-autoritär> verwenden willst, dann solltest du wissen, dass es kein <halb-absolutistisches> politisches System gibt. Es gibt nur absolutistische oder demokratische Systeme! Und das marokkanische System ist ein absolutistisches, für seine Demokratisierung sich zu engagieren, ist die erste Pflicht eines FREIEN Bürgers.
Die Autorin spricht von <semi-autoritär> d.h Zucker und Peitsche für alle zugleich!!! Und das ist etwas anderes als <semi-absolutistisch>!

Zweie Punkte noch zum Schluss:

Du schreibst immer wieder ( z.b an Abid ) , dass der König ein positives Bild in der Gesellschaft hat!? Ich würde ein wenig vorsichtiger sein, denn bei dem ganzen Personenkult, den die Marketingstrategen für ihn organisieren, weiss man nicht, ob es Ehrlichkeit oder nur Angst und Unehrlichkeit ist.
Schliesslich sehen ihn die Menschen jede Stunde und jeden Tag und bei jedem kleinen Pups im dem kontrollierten Fernsehen, das die Bevölkerung selbst finantziert. Das ist auch Modernität und Citoyenité!? Der König duldet keine Person oder Institution neben sich, für den Bau eines kleinen Krankenhauses oder etwas anderes, schlept er seine ganze Regierung mit, am Abend dürfen alle sehen, dass der König überall im Landde aktiv ist! In den demokratischen Ländern ist der Bürgermeister einer Stadt für den Bau des Krankenhauses verantwortlich!!


Zum Grundgesetz/Verfassung und das Zitat von Najib:

Ein demokratisches Grundgesetz/Verfassung ist der Anfang für jede Demokratsierung. Vielleicht ist Najib entgangen, dass die Demokratsierung in Deutschland mit dem Grundgesetz/Verfassung begann. Aber dank des Marschalls Plan, der Produktivität der Deutschen und die Exportmöglichkeiten hat sich das Land gewandelt.
Überall gibt es interne und externe Faktoren der Unterentwicklung, hier reden wir aber mehr über die internen politischen Strukturen.
Die die letzten Reformen im Bereich der Menschenrechte in Marokko wären ohne der Druck der Menschenrechtsorganisationen und Zivillgesellschaft nicht zu stande gekommen.
Das die Menschen in Marokko heute frei Wählen dürfen, ist auch dem Druck der damaligen starken Opposition der USFP und Istiqlal zu verdanken, als beide noch Opposition waren!! Damals noch wurde das ganze Parlament mit Stammesführer und Politikern gefüllt, ohne Wahlen versteht sich!
Das Thema Verfassungsreform und tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Reformen werden nur noch bei den nicht etablierten Parteien diskutiert. Nur dort gibt es eine gewisse Opposition zur königlichen Wirtschafts-, Sozial-, und Kulturpolitik. Denn im heutigen Parlament gibt es nur die <Opposition des Monarchen> und die <Opposition des Monarchen> ( JM: das steht auch im dem Zeitungsartikel!)
Eine Verfassungreform kann nur der Anfang sein, es müssen andere Schritte folgen.
Die Monarchie, hier als Wirtschaftsakteure gemeint, muss andere Wirtschaftsakteure zulassen, die in ihrem Land investieren wollen. Aber wie in der Politik, will die Monarchie alles dominieren und kontrollieren.
Und es gibt sehr viele einheimische Kapitalisten, die aus bestimmten Bereichen ausgeschlossen werden, wenn sie die falsche Partei oder Organisation unterstützen. Man hollt lieber einen ausländischen Investor, als das man den einheimischen stärkt.
Und es gibt Beispiele von Personen und Familien, die allein aufgrund ihrer Nähe und Loyalität zur Monarchie ganze Wirtschafsbereiche dominieren.
Ferner ist die Finanzgruppe des Monarchen ( ONA ) die stärkste und einflussreichste im Lande, und alles dank der Übermacht der Monarchie!!
Die marokkanische Monarchie bestimmt vieles:
Politik, Wirtschaft, Kultur ( Religion)

Gute Nacht!
Afulki


Tidt n umya!
Seite 3 von 5 1 2 3 4 5

Moderated by  ForumTeam, JasminH, Marokkoforum 

Powered by UBB.threads™ PHP Forum Software 7.7.1