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Lebenshaltungskosten für Ausländer #50247
05/12/2006 19:56
05/12/2006 19:56
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Privatier Offline OP
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Graz
Hi!


Mein Arbeitgeber bietet derzeit interessante Abfindungsangebote und daher spiele ich mit dem Gedanken, mich „zur Ruhe“ zu setzen.

Natürlich wären die verfügbaren Mittel nicht üppig genug, um dauerhaft (d.h. bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters, also rund 15 Jahre) in der BRD zu leben. Andererseits werden doch etwa 1000 Euro monatlich zur Verfügung stehen.

Folgende Fragen stellen sich mir nun:

1.Genügen diese 1000 Euro monatlich, um in Marokko (z.B. in Essauoira, ...) genehm leben zu können? Genehm bedeutet für mich nicht, nun prassen zu können, aber z.B. eine vernünftige kleine Wohnung, ein Auto und ein bischen „westlicher Komfort“ sind schon Pflicht. Wie hoch sind also die tyischen Mieten für Ausländer? Mit welchen monatlichen Lebenshaltungskosten muss ich rechnen?

2.Mal unterstellt, ich hätte weiterhin eine Geschäftsidee: unter welchen Voraussetzungen kann ich mir in Marokko legal ein „Taschengeld“ verdienen? Genügt dafür eine „carte sejour“ oder braucht man dazu eine andere Grundlage? Inwieweit machen die Behörden und die Einheimischen in dieser Situation Probleme?

3.Kann man die Mittelmeerküste /das Rif ebenfalls als Aufenthaltsort empfehlen oder ist die Kriminalität (Drogen) dort inzwischen inakzeptabel hoch? Sind die Preise dort vergleichbar mit der Atlantikküste?

4.Inwieweit muss man als „Ungläubiger“ mit Schikanen rechnen, wenn man sich einige Jahre dort aufhalten möchte?

Meine Französischkenntnisse sind mangels Praxis derzeit nicht wirklich üppig, aber ein gesunde Grundlage (und Lernfähigkeit) ist gegeben. Marokko kenne ich aus mehreren Aufenthalten (Rundreisen mit dem Campingbus), allerdings nie mehr als 6 Wochen am Stück und das ist auch schon Jahrzehnte her. Insofern habe ich zwar eine rudimentäre Vorstellung von diesem Land und seinen Bewohnern, aber eben keine wirklich belastbaren Informationen.

Und deswegen ist jede Info ist willkommen!


LG Bernd

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50248
08/12/2006 17:32
08/12/2006 17:32
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Privatier Offline OP
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Graz
Hi!


Jetzt gibt’s mindestens 4 Möglichkeiten:


a) mein oben geschildertes Anliegen ist sowas von absurd und lächerlich, dass sich eine Antwort von selbst verbietet

oder

b) ich kenne den magischen Zauberspruch nicht, der nötig ist, um Zugang zum Wissen der Community zu erhalten

oder

c) wider jedes Erwarten wissen die Forumsmitglieder selbst keine Antworten auf meine Fragen

oder

d) alle sind schon auf dem Weg ins marrokanische Winterquartier.


Welche davon ist richtig? :-)))


Danke schon mal im Voraus & LG / Bernd

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50249
08/12/2006 19:46
08/12/2006 19:46
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Hicham Aarif Offline
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Hicham Aarif  Offline
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Marrakech / Marokko
Bernd!

Einige Infos. findest Du Hier unter :

Immer mehr Deutsche nach M. auswandern ?

Viele Grüsse aus Marrakech
Hicham

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50250
08/12/2006 22:25
08/12/2006 22:25
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Zina Offline
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Hallo Bernd,

entschuldige, aber mir war es zu kompliziert zu antworten. Das Risiko eine Stelle aufzugeben in der heutigen Zeit, um gegebenenfalls von einer Rente leben zu können in einem Land, das man noch nicht so gut kennt, ist natürlich groß.

Das Beste wäre, wenn du es ein paar Monate ausprobieren könntest. Denn ob du dich in Marokko dauerhaft wohl fühlst, hängt sehr stark von dir und deiner persönlichen Situation ab.

Ich selbst war in der ersten Hälfte dieses Jahres knapp 5 Monate in Marokko um zu testen ob wir dort leben können/wollen. Für uns habe ich diese Frage mit Nein entschieden. Allerdings sind wir in einer sehr speziellen Situation: Ich bin allein Erziehende und hätte keine regelmäßigen Bezüge aus Deutschland gehabt, ich war also, nachdem meine Ersparnisse aufgebraucht waren, auf ein Einkommen angewiesen. Das Organisatorische (KIGA, soziales Netzwerk, etc.) ist für eine berufstätige Mutter in Deutschland aber einfach leichter, außerdem sind die Fördermöglichkeiten für Kinder (wenn man in MA nicht gerade sehr viel Geld hat) hier besser und meine Tochter wollte ohnehin von Anfang an zurück in ihr geliebtes Düsseldorf \:\( .

Grundsätzlich denke ich, dass 1000 Euro ausreichen, wenn du nicht sehr hohe Ansprüche hast. Eine Wohnung in Marrakech z.B. kostet für einen Europäer ungefähr 300 Euro in einigermaßen zentraler Lage. Über Essaouira kann ich dir leider keine Auskunft geben.

Vielleicht solltest du deine Fragen konkreter stellen, dann erhältst du hier sicherlich Antworten.

Grüße

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50251
08/12/2006 23:40
08/12/2006 23:40
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Hi Elissa,

Danke, das ist ja schon mal ein guter Anfang! \:\)

Mir ist schon auch klar, dass ich nicht blindlings alles hinschmeissen und irgendwo hinziehen kann, ohne einen Plan B in der Tasche zu haben. Plan A könnte(!!) aber eben sein, sich eine Kollektion netter Länder (z.B. Indien, Bulgarien, evtl. Südamerika, ...) mit erschwinglichen Lebenshaltungskosten zuzulegen, das Ganze mit einem kleinen aber genehmen Lebensstandard zu garnieren, sie der Reihe nach abzuklappern und dann bei Gefallen einige Monate oder Jahre dort zu verbringen.

Dafür muß aber zuallererst geklärt sein, ob die verfügbaren Mittel für längere Aufenthalte in diesen Ländern auch unter ungünstigen Umständen ausreichen könnten. Vorher brauch´ ich garnicht erst weiterzudenken. Und auf diese Frage hast Du mir eine erste Antwort gegeben.


Danke / Bernd


\:\) P.S.: Jetzt muß mir noch jemand sagen, wieviel Gegenwind man generell von den Marokkanern zu erwarten hat, wenn man sich als Christ dort längerfristig aufhalten möchte und - nur mal so als Gedankenspiel - evtl. sogar ein Geschäft eröffnen würde. Letzteres kann z.B in Indien ziemlich böses Blut hervorrufen und auch andere an sich sehr gastfreundliche Völker können da recht verschnupft reagieren.

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50252
08/12/2006 23:53
08/12/2006 23:53
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Zina Offline
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 Antwort auf:
wieviel Gegenwind man generell von den Marokkanern zu erwarten hat, wenn man sich als Christ dort längerfristig aufhalten möchte
Nein, generell gar keinen. Es mag Ausnahmesituationen geben, aber grundsätzlich wirst du als Christ respektiert. In Marrakech gibt es auch eine Kirche. Ich habe eine Menge europäischer Ausländer in Marokko kennen gelernt, die geschäftlich und/oder privat erfolgreich und mehr oder weniger zufrieden sind. Eine andere Frage ist die der Integration: Inwieweit kannst oder willst du dich integrieren oder möchtest du innerhalb der ausländischen Community leben? In Marrakech ist diese inzwischen so groß, dass es überhaupt kein Problem ist - Parallelgesellschaft sozusagen. \:\(

Gruß

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50253
09/12/2006 00:44
09/12/2006 00:44
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@ Privatier:

Zu 1)

Das ist alles sehr pauschal!
Mit 1000 Euro (umgerechnet jenseits von 10000Dh) kommst du mehr als gut zurecht.
Es kommt halt drauf an, wo du wohnen willst, wie dein Standard ist etc.
Essaouira ist z.B. ein vergleichsweise teueres Pflaster, probier's doch mal mit Sidi Ifni.
Typische Mietpreise gibt es nicht, das ist individuell sehr verschieden.


zu 2)

Wenn du keinen Stress haben willst, meldest du dein "Gewerbe" ordentlich an. Dazu bedarf es noch nicht einmal einer 'carte de séjour'.
Wenn du nicht das anbietest, was eh schon alle Marokkaner anbieten, solltest du weitesgehendst Ruhe haben. Kleinere Stichelleien lassen sich fast nicht vermeiden!


zu 3)

Das Rif ist alles andere als hochkriminell, das sind alte Geschichten. Die Region ist preislich sehr, sehr interessant!


zu 4)

Solange du die "normalen Sitten" auch lebst, kein Problem.


Was ich dir dringend ans Herz legen will:

Lerne eifrig Franz
und
besuche evtl. einen Arabisch-Kurs
www.alif-fes.com

Die Sprache ist das Geheimnis eines jeden Landes!


Viel Spass & Erfolg bei deiner Suche


Klaus ;\)

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50254
09/12/2006 13:14
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Hallo Elissa, hallo Klaus,


Merci für die Infos, jetzt kommen wir der Sache schon ein gutes Stück näher.

Ich nehme also mit, dass 1000 EU pro Monat nicht zu knapp kalkuliert sind und dass man im Regelfall (und wenn man sich nicht permanent den fetten Europäer ´raushängen lässt) mit den Marokkaner gut zurecht kommen wird. Diesen Eindruck hatte ich auch als Individualtourist bereits (mein bislang schönster und lustigster Urlaub waren 6 Wochen alleine im VW-Bus die Atlantikküste ´runter bis Laayoune), aber da das ja nicht vergleichbar zu einem permanenten Aufenthalt ist, wollte ich mich noch mal ein wenig rückversichern.

Konkreter kann ich meine Fragen derzeit nicht wirklich stellen, bzw. es wären unehrliche Scheinfragen, da ich zum jetzigen Zeitpunkt erst einmal die grundsätzliche Machbarkeit abklären möchte. Erst anschliessend macht es m.E. überhaupt Sinn, detailliertere Überlegungen anzustellen.

Sollte ich diesen Schritt wagen und meinen Job hier in der BRD aufgeben, dann nur unter der Voraussetzung, mein weiteres Leben ohne den Zwang zu weiterem Broterwerb führen zu können (sonst wäre es kein Schritt nach vorne, sondern bestenfalls zur Seite, denn ein angenehmes Leben MIT Arbeit habe ich heute schon). Sollte sich jedoch vor Ort eine Geschäftsidee geradezu aufdrängen und sich so die zwanglose Möglichkeit für ein paar zusätzliche Euro, Dirham oder Rupies ergeben, dann würde ich das schon mitnehmen wollen. Und darauf bezog sich meine Frage zum Gegenwind bei Geschäftsgründungen.


Wer kennt sich eigentlich in Zagora aus? Dort war ich bislang noch nicht, weiß aber, dass man dort Gleitschirmfliegen kann (-> das ist mein Hobby) und dass dort einige Superreiche (z.B. die Fam. Krupp) ihre Winterdomizile hatten oder noch haben. Führt das zusammen mit der doch relativ abgelegenen Lage zu einem höheren Preisniveau (z.B. könnten sich die Transportkosten für Lebensmittel da ja durchaus unangenehm bemerkbar machen) als in anderen Regionen? Gibts dort eine nennenswerte touristische Infrastruktur (im I-Net findet man zwei Hotels, aber das muss ja nix heissen)? Wie schauts dort mit medizinischer Versorgung aus, d.h. gibt’s da sowas wie ein Krankenhaus oder muss man bei ernsteren Problemen auf jeden Fall bis nach Quarzazate transportiert werden?


LG Bernd


P.S.: @Klaus: zutreffende Signatur!

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50255
11/12/2006 16:14
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Ich habe mir auch meine Gedanken zu dem Beitrag gemacht. Denn ich kann mir auch sehr gut vorstellen, später einmal mit meiner Frau nach Marokko zu ziehen und dort zu leben.

Ich denke aber, dass 1000 EUR vor allem dann ausreichen, wenn man wie ein Marrokaner lebt und sich man sich dem dortigen Lebensstandard anpasst.

Hier ein paar Punkte, über die ich grübele.

Sofern und soweit man Alkohol trinkt, geht das schnell ins Geld. Selbst 1-2 Bier im Hotel verschlingen 40-50 Dirham; mehr noch ein Schluck Wein. Hotel deswegen, da die Möglichkeit (wegen der marokkanischen Verwandten) oft ausfällt, zu Hause "günstiger" zu trinken.

Essen zu gehen ist zumindest in Städten wie Maraksh oft nur zu europäischen Preisen möglich.

Kfz-, KfZ-Versicherungs- und Treibstoffkosten summieren sich auch.

Was ist denn mit der Krankenversicherung. Wenn diese in den EUR 1000 enthalten ist, sehe ich schwarz. Zahlt die deutsche (GKV oder PKV)auch, wenn man in Marokko permanent lebt?

Hausrat, Haftpflicht oder Lebensversicherung zu deutschen Konditionen sind auch noch zu kalkulieren.

Und waren die €1.000 für eine oder mehrere Personen gedacht?

Wie sieht es denn mit einer Besuchsreise nach Deutschland aus; erfahrungsgemäß verfällt man auf kurz oder lang ein wenig in ein Heimweh, dass sich durch eine kurze Reise wieder kurieren lassen kann.

Wenn Arztbesuche nur in Deutschland möglich sind (siehe oben), wären 1-4-malige Reisen kostenmäßig anzusetzen.
Zahlt die Rentenversicherung denn, wenn man im Ausland lebt (Riester-Rente zB auf keinen Fall)?

Soweit der Wohnsitz in Deutschland nicht aufgegben wird, fallen dort auch Kosten an. Aber Vorsicht, behällt man seine (Eigentums-)Wohnung dort, wird der deutsche Fiskus weiter Steuern verlangen.


Und dann gibt es ja noch Hobbies, Zeitungen, Zeitschriten, Internet, Sat-TV etc.

Ich bin gespannt, wie andere Leute es sehen.


Chris

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50256
12/12/2006 00:08
12/12/2006 00:08
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Karim Habbouri Offline
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Mit 1000€ kann man sehr sehr gut auskommen. Eigentlich langen 300€ schon sehr gut.
In vielen Städten gibt es Neubaugebiete wo Wohnungen recht günstig zu bekommen sind (16000€).
Günstig sind u.a. Kenitra, Meknes, und der osten von Rabat.

@MChris

 Antwort auf:
Ich denke aber, dass 1000 EUR vor allem dann ausreichen, wenn man wie ein Marrokaner lebt und sich man sich dem dortigen Lebensstandard anpasst.
Von dem Geld leben dort mehrere Familien.

 Antwort auf:
Essen zu gehen ist zumindest in Städten wie Maraksh oft nur zu europäischen Preisen möglich.
Man muss nur genug suchen dann findet man etwas günstiges.

 Antwort auf:
Was ist denn mit der Krankenversicherung. Wenn diese in den EUR 1000 enthalten ist, sehe ich schwarz. Zahlt die deutsche (GKV oder PKV)auch, wenn man in Marokko permanent lebt?
Wenn du 300€ hättest und eine Eigentumswohnung dort, so würdest du ohne Probleme auskommen.
Am besten ist es den deutschen Wohnsitz beizubehalten (mit Krankenversicherung) und bei leichter Krankheit nach Sebta zu reisen. Ein Mitgliedschaft beim ADAC ermöglicht bei schwerster Erkrankung den Rücktransport nach Deutschland.

 Antwort auf:
Und waren die €1.000 für eine oder mehrere Personen gedacht?
Sage mir wo du essen gehst und gib mir ein dickes Trinkgeld. \:D
Das Geld kannst du schön ansparen, es sei denn du willst nur jeden Tag Geld ausgeben.

 Antwort auf:
Wenn Arztbesuche nur in Deutschland möglich sind (siehe oben), wären 1-4-malige Reisen kostenmäßig anzusetzen.
Zahlt die Rentenversicherung denn, wenn man im Ausland lebt (Riester-Rente zB auf keinen Fall)?
Wohnsitz in Deutschland lassen.

 Antwort auf:
Soweit der Wohnsitz in Deutschland nicht aufgegben wird, fallen dort auch Kosten an. Aber Vorsicht, behällt man seine (Eigentums-)Wohnung dort, wird der deutsche Fiskus weiter Steuern verlangen.
Einfach bei Verwandten anmelden (ich kenne eine reihe von Fällen).


 Antwort auf:
Und dann gibt es ja noch Hobbies, Zeitungen, Zeitschriten, Internet, Sat-TV etc.
Die Frankfurter Allgemeine kann man bekommen.
Internet gibt es auch über Internetcafe.
Bei Sat-TV in Deutschland einen Diseqc Motor kaufen (1.2), dann kann man Astra, Hotbird Nilesat und viele andere ansehen.


@Elissa
 Antwort auf:
Grundsätzlich denke ich, dass 1000 Euro ausreichen, wenn du nicht sehr hohe Ansprüche hast. Eine Wohnung in Marrakech z.B. kostet für einen Europäer ungefähr 300 Euro in einigermaßen zentraler Lage. Über Essaouira kann ich dir leider keine Auskunft geben.
Wer 300€ für eine Wohnung zahlt (Miete), dem ist nicht zu helfen.
Selbst wenn man aber diese Miete bezahlen würde, dann blieben 700€.
Wie gibt man 700€ aus? Indem man wohl alles mögliche kauft?

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50257
12/12/2006 01:02
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Hallo Bernd Privatier

Wie eigentlich bei jedem Thema, so stoßen auch hier einmal wieder die krassen gegenteiligen Gesichtspunkte aufeinander. Ich glaube schon, dass man mit 1000 € in Marokko leben kann, aber eben so wie Chris es beschrieben hat, nämlich wie ein Einheimischer in bescheidenen Verhältnissen. Ob aber nur die südliche Sonne und die bunte „Orientalik“ auf Dauer den gewohnten deutschen Lebensstandard ersetzen können, wage ich zu bezweifeln. Ich jedenfalls käme mit diesem Buget nicht aus, und meine ortsansässigen ausländischen Bekannten brauchen auch alle etwas mehr.

Gruß von drake

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50258
12/12/2006 05:50
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@Drake

1000€ sollen nicht reichen?

Was machst du denn mit dem ganzen Geld?
Ist Marokko in den Lebenshaltungskosten teurer als Marokko? Oder brauchst du in Deutschland noch mehr?

 Antwort auf:
Ob aber nur die südliche Sonne und die bunte „Orientalik“ auf Dauer den gewohnten deutschen Lebensstandard ersetzen können, wage ich zu bezweifeln.
Was ist gewohnter deutscher Lebensstandard?

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50259
12/12/2006 11:04
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Karim, Drake:

Ihr beiden beschreibt genau den Zwiespalt, der durch den Umzug von D nach MA offengelgt wird.

Ich bleibe dabei, und dass was Du schreibst, Karim, bestätigt mich vollkommen, EUR 1000 reichen vor allem dann aus, wen man wie ein Marokkaner lebt und sich dessen Lebensanspruch zu eigen macht. Dann reichen in der Tat die €1000 ohne Probleme aus.

Sobald man aber, sein "europäisches" Leben (einsch. normaler deutscher Lebensansprüche) 1:1 nach Marokko transferiert, stößt man mit den €1000 an seine Grenzen.

Lebensmittel (zB Wasser, Gemüse, Fleisch) und Güter des täglichen Bedarfs (zB Hamam, Friseur, Bus) sind im Vergleich absolut günstig. Dies schließt in vielen Orten die Miete oder Kauf von Eigentum mit ein (Marrakech ist glaube ich derzeit eine Aussnahme, die Immobilienpreise steigen und steigen: Wohl dem, der bereits etwas sein Eigen nennen kann).

Karim, Preise auf oder gar über deutschem Niveau herrschen bei den "besseren" Restaurants, Diskotheken, Hotels oder auch Mietwagen (soweit von Deutschland aus gebucht). Du hast Recht, die meisten Marrokaner nutzen solche Dienstleistungen nur wenig; aber wer sie nutzt, muss sie bezahlen. [Mit einem Restaurantbesuch ist oft mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme verbunden (einen schönen Abend haben etc); wer nur schnell etwas essen möchte, kann dies in der Tat sehr günstig in MA tun]

Aber nachdem von mir in einem Hotel in Agadir 50 DH für ein Eis oder in einem Hotel in Maraksh 25 DH für ein 0,25l Flag Special (beides gemäß Preisliste) verlangt wurden, fällt es mir schwer, Marokko als günstig zu sehen. Der Klassiker schlechthin sind die Taxifahrer, die am Abend gern von uns Europäern 100-150 DH für eine 20 DH (Tages-Tour)haben möchten, und lieber ohne Fahrgast verschwinden, als diese für weniger (korrekter Preis = 2facher Normalpreis) mitzunehmen.

Wieviel kostet jetzt 1l Cola im Laden nebenan? 10 DH? In Dtl ist es €1.

Du sagst selbst, am besten ist es über den ADAC versichert zu sein, und bei schwerer Krankheit sich zurückfliegen zu lassen. Das heisst, dass Du davon ausgehst, dass eine KV in D besteht: die kostet auch Geld. Ich weiss nicht, ob ich nachdem ich mein Leben lang krankenversichert bin, im Pensionsalter und Rück-( und Um-)zug nach MA dann auf die KV verzichten sollte, wie es die meisten Marokkaner (zwangsweise aus finanziellen Gründen) tun.

Karim, und nun Du. \:\)
Lieben Gruß Chris

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50260
12/12/2006 12:16
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@ Drake:

 Antwort auf:
Ich jedenfalls käme mit diesem Buget nicht aus, und meine ortsansässigen ausländischen Bekannten brauchen auch alle etwas mehr.
Also wenn du als Alleinstehender mehr als 1000 Euro im Monat in Marokko brauchst, dann verstehe ich auch nicht, wozu?!

 Antwort auf:
Und dann gibt es ja noch Hobbies, Zeitungen, Zeitschriten, Internet, Sat-TV etc.
Das ist kein Argument, da diese so individuell verschieden kostspielig sind oder auch nicht!
Internet hat's mittlerweile fast auf jedem Dorf und eine Satelittenanlage ist mittlerweile auch fast Standard in Marokko!

 Antwort auf:
Sobald man aber, sein "europäisches" Leben (einsch. normaler deutscher Lebensansprüche) 1:1 nach Marokko transferiert, stößt man mit den €1000 an seine Grenzen.
Wer will/braucht denn das???


Gruss,

Klaus \:\)


PS: Marrakech ist die zur Zeit teurerste Stadt in Marokko...dank der "lieben" Franzosen und dem sonstigen Schicki-Micki-Pack!

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50261
12/12/2006 12:36
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MChris Offline
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Rainer,

Du hast nicht unrecht.

Die Ausgangsfrage bei diesem Thema war, "wie viel Geld braucht man denn so in MA?".

Ich denke so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind die Ansprüche und die monatlichen Budgets. Auch wie man rechnet ist für mich entscheidend.

Aber ein paar Anmerkungen möchte ich doch noch machen.

Wenn man in MA keine Hausratversicherung etc. braucht, wieso braucht man eine in Dtl.? Die Antwort ist wahrscheinlich, dass die Gegenstände in der Wohnung in Dtl teurer sind als die in MA. Aber dann vergleicht man, Äpfel mit Birnen.

Ich habe keine Lust, nach Ceuta zu fahren, um mir Bier zu kaufen. Ich trinke gerne mal 1/2 Bier (wie so manch anderer Moslem auch ;\) ), aber deswegen muß ich nicht in einer Gewaltaktion zum Großeinkauf von RAK nach Ceuta fahren.

Lieben Gruß Chris

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50262
12/12/2006 12:48
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Karim Habbouri Offline
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@MChris

Man kann natürlich 1000€ ausgeben. Einen Leihwagen nehmen ist natürlich teuer, aber braucht man diesen jeden Tag? Warum nicht ein eigenes Auto?
Du kannst auch jeden Tag 1 Kilo Fleisch essen was dann im Monat auf 240€ kommt, dann statt frischen Gemüse die Dosen im Supermarkt kaufen (so 20DH und aufwärts) und Obst welches kein Saisonsobst ist. Oder jeden Tag essen gehen.

Wenn dass der deutsche Lebensstandard ist?
Ein Assiri bekommst du für 4,1DH. 1L Cola für 5,5DH. Ein ganzes Schaf für 1100DH.
Mir ist es ein Rätsel wie du 1000€ ausgibst oder ist deine Familie so riesig.

Wenn du in Deutschland versicherst bist dann lasse diese Versicherungen bestehen (auch das Bankkonto) und melde dich wie bereits geschrieben bei Verwandten an. Behandeln lassen kann man sich auch in Spanien und mit der ADAC Plusmitgliedschaft kannst du auch nach Deutschland geholt werden, wenn eine Erkrankung das erfordert.


In manchen Städten bekommt man ein Haus in der Medina für 6000€, denn viele Marokkaner wollen raus aus der Medina.

 Antwort auf:
Karim, Preise auf oder gar über deutschem Niveau herrschen bei den "besseren" Restaurants, Diskotheken, Hotels oder auch Mietwagen (soweit von Deutschland aus gebucht). Du hast Recht, die meisten Marrokaner nutzen solche Dienstleistungen nur wenig; aber wer sie nutzt, muss sie bezahlen. [Mit einem Restaurantbesuch ist oft mehr als nur die reine Nahrungsaufnahme verbunden (einen schönen Abend haben etc); wer nur schnell etwas essen möchte, kann dies in der Tat sehr günstig in MA tun]
Es gibt Restaurants in denen du dein Fleisch aussuchst. Das wird dir dann zubereitet. Dort ist es nicht teuer. Sitzen kann man dort auch gut. Es muss nicht immer dort sein wo die Touristen sitzen. Andererseits kannst du jeden Tag nach McDonalds gehen da hast du deutsche Preise.
Brauchst du jeden Tag Disko, Leiwagen und Hotels?

 Antwort auf:
Aber nachdem von mir in einem Hotel in Agadir 50 DH für ein Eis oder in einem Hotel in Maraksh 25 DH für ein 0,25l Flag Special (beides gemäß Preisliste) verlangt wurden, fällt es mir schwer, Marokko als günstig zu sehen. Der Klassiker schlechthin sind die Taxifahrer, die am Abend gern von uns Europäern 100-150 DH für eine 20 DH (Tages-Tour)haben möchten, und lieber ohne Fahrgast verschwinden, als diese für weniger (korrekter Preis = 2facher Normalpreis) mitzunehmen.
Jeden Tag ein Eis!

@MarokkoKlaus
Jeden Tag Fleisch, Restaurant, einen Leihwagen, alle deutsche Zeitschriften und Süssigkeiten das kostet halt.
Wenn man hier in Deutschland nicht jeden Tag in ein Restaurant gehen kann dann ist das wohl nicht deutscher Standard. ;\)

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50263
12/12/2006 12:49
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@ MChris

 Antwort auf:
Wenn man in MA keine Hausratversicherung etc. braucht, wieso braucht man eine in Dtl.? Die Antwort ist wahrscheinlich, dass die Gegenstände in der Wohnung in Dtl teurer sind als die in MA. Aber dann vergleicht man, Äpfel mit Birnen.

Ich habe keine Lust, nach Ceuta zu fahren, um mir Bier zu kaufen. Ich trinke gerne mal 1/2 Bier (wie so manch anderer Moslem auch ), aber deswegen muß ich nicht in einer Gewaltaktion zum Großeinkauf von RAK nach Ceuta fahren.
Zum 1.):

Vergleiche bitte mal die Kriminalitätsstatistik von Deutschland und Marokko, dann erledigt sich deine Frage von selbst!


zum 2.):

Dann fährst du eben in den örtlichen "MARJANE", kaufst deinen Alkohol und trinkst ihn, basta, wo ist das Problem?


Gruss nach Berlin

Klaus ;\) (nicht Rainer, denn den kennt keiner! \:D )

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50264
12/12/2006 12:51
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@MChris

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Ich habe keine Lust, nach Ceuta zu fahren, um mir Bier zu kaufen. Ich trinke gerne mal 1/2 Bier (wie so manch anderer Moslem auch ), aber deswegen muß ich nicht in einer Gewaltaktion zum Großeinkauf von RAK nach Ceuta fahren.
Kostet das Bier für einen Monat 1000€?
Es ist im Supermarkt erschwinglich. Und es ist die Frage wieviel Bier du in der Sommerhitze verträgst.

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50265
12/12/2006 12:54
12/12/2006 12:54
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@ Karim:

Was bitte ist typisch deutscher Standard???
Ich find's nur lustig!



Gruss nach Brüssel

Klaus

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50266
12/12/2006 13:23
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Hallo,

wenn die Gesundheitsreform wie ursprünglich angedacht verabschiedet wird, besteht künftig immer die Möglichkeit, in die letzte KV zurückzukehren. Bisher war das nur bei Zahlung von Anwartschaften möglich.

Ich persönlich kann recht gut mit 300 Euro pro Monat in Marokko leben. Alkohol brauche ich nicht ;\) , genauso wenig wie einen netten Abend im teuren Restaurant.

Ein komplettes Abmelden in D zieht einen Rattenschwanz Probleme hinter sich, z.B. ist Bedingung bei den meisten dt. Konten, daß der Inhaber seinen Wohnsitz in D hat.

Wenn man bedenkt, daß selbst in Deutschland 345 EUR pro Monat ohne Miete und KV reichen - dann sollte ein relativ genehmes Leben mit 1000 EUR in MA möglich sein.

Gruß
Barbara


Niemandes Herr, niemandes Knecht - so ist es recht!
Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50267
12/12/2006 13:30
12/12/2006 13:30
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@MA-Klaus,

Sorry das mit dem Rainer (Ich hatte noch das ...nrainer aus der Fußzeile im Kopf, als ich schrieb - Asche auf mein Haupt).

@MA-Klaus und Karim

Ihr habt beide nicht unrecht. Ich habe auch gar nicht gesagt, dass ich nicht mit 1000 Euro auskommen würde. Ich saufe nicht für 1000 Euro pro Monat und esse gerne in einfachen Restaurants. Ich gehe nicht dauerned in Diskotheken und miete nicht permanent Autos. Auch das Eis für 50 DH habe ich der Frau wieder zurück gegeben, während Marokkaner zuvor und dannach anstandslos Eis kauften.

Ich hatte Euch einige Beispiele geben wollen, wo sich die Preise (dabei hatte ich Marakech im Kopf) auf bzw. über deutschem Niveau befinden, und damit die These aufstellen wollen, dass je mehr man einen europäischen Lebensstil pflegt, umso eher mehr als 1000 Euro pM benötigen wird.

Aber trotzdem, es bleibt immer noch jedem selbst überlassen, wie man leben möchte, und wieviel Geld man dafür ausgeben möchte. Nehmt mir meinen Komentar nicht übel, aber würden alle Menschen in MA auf unter €1000-Basis leben, wäre vieles, was MA ausmacht, nicht existent: Riads mit mehr als 3 Zimmern müssten abgerissen werden, alle KfZ über Uno/Palio/Logan Niveau verbleiben beim Hersteller und Hotels mit mehr als 3 Sternen würden schließen - Bye bye Palmerie \:\( .

Aber interessant finde ich den Einschub, dass in manchen Medinas (Ausnahme Marrrrrrakssssh) Riads für €6000 zu haben sind, da die Leute raus aus der Medina ziehen wollen.

Es erinnert mich an die 50er Jahre in Deutschland. Damals waren Alt-(damit Vorkriegsbauten) total in Verruf (hohe Decken, keine dichten Fenster ...) und die Leute bezogen lieber die Neubauten ausserhalb des Centrums.

Ich denke, mit dem verstärktem Auszug aus der Medina und Hinzug in die Vorstädte werden sich die Innenstädte stark verändern. Wenn nur noch Ausländer (die nur 2-6 Monate im Jahr dort wohnen), die Alten, und die sozial Schwachen in der Altstadt bleiben, wird sich die gesamte Struktur verändern - ob zum Positiven werde wir sehen .

So long

Chris

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50268
12/12/2006 13:31
12/12/2006 13:31
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theomarrakchi Offline
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@ Hallo

Ich habe das Gefuehl, dass diese Diskussion in eine Sackgasse fuehrt, so wie sie im Augenblick verlaeuft.
Beim Mitlesen frage ich mich immer wieder was eigentlich deutscher bzw. marokkanischer Standard ist. Ich kenne Deutsche, die in Deutschland weniger zum Leben brauchen als manche Marokkaner in Marokko. Andererseits kenne ich auf Ibiza Marokkaner, die dort genauso billig leben wie in Marokko. Die wohnen dann zu mehreren in einer Garage und ernaehren sich im Wesentlichen von Brot und Sardinen.
Wo will man also die Messlatte anlegen?
Im Grunde genommen muss jeder fuer sich selbst herausfinden welche Beduerfnisse er hat und was die Befriedigung derer ihn kostet.
Ich habe z.B. hier in Marrakech am Ortsrand in einem Wohnblock ein 80qm Apartment voll moebliert gemietet (es war alles vorhanden bis hin zum Gasanzuender fuer den Kuechenherd) und zahle dafuer 3.000DH monatlich. 2km weiter wuerde mich ein vergleichbares Apartment etwa 8.000DH kosten.
Saemtliche Grundnahrungsmittel sind nach deutschen Masstaeben spottbillig hier. Will ich natuerlich taeglich meinen Alkohol trinken oder in Restaurants europaeisch Essen gehen, dann koennen sich meine Ausgaben schnell vervielfachen.
Der "Spiegel" z.B. kostet hier 68Dh, und das sind natuerlich Ausgaben, die ins Geld gehen.
Moeglicherweise spielt bei den Beduerfnissen auch noch das Alter eine Rolle.
Bei Betrachtung meiner selbst entdecke ich, dass ich in jungen Jahren erheblich geringere Ansprueche an Essen und Unterkunft stellte als heutzutage.
Damals war ich mit 2 hariras und einem Salat sowie einem O-Saft und Yoghurt pro Tag zufrieden und lebte mit 15 - 20DH wie ein Gott. Bei der Auswahl eines Hotels machte es mir nichts aus, das Zimmer erst nach Wanzen abzusuchen und mich eventuell bekleidet in die nicht immer ganz saubere Bettwaesche zu legen, doch nach 30 - 40 Jahren stelle ich heutzutage doch andere Ansprueche.
Zwar kann ich noch immer eine harira fuer 2,50DH essen und den O-Saft fuer 3DH etc., und ich tue es auch immer wieder mal, aber halt nicht taeglcih wie damals.
Ebenso ist es etwas Anderes ob ich reisemaessig fuer ein paar Wochen hier bin oder auf Dauer. Ich finde die marokkanische Kueche hervorragend, doch auf laengere Sicht kommt sie mir eintoenig vor, und es kommt das Verlangen nach etwas Anderem, und das kann dann natuerlich gleich finanziell zu Buche schlagen.
Aus meiner Sicht muss ein jeder fuer sich selbst herausfinden, welches seine Grundbeduerfnisse sind und was die ihn kosten.
Einerseits kann man in Marokko von 1.000€ wirklich hervorragend leben, doch bei anderen Anspruechen koennen auch 2.000€ nicht ausreichend sein.
Man kann das also ueberhaupt nicht so pauschal sagen.
In diesem Sinne liebe Gruesse aus Marrakech

Theo


Bevor Du Dein Kamel dem Schutze Allahs anvertraust, binde es gut fest

www.ibiza-marrakech-express.com
Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50269
12/12/2006 16:21
12/12/2006 16:21
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drake Offline
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Hallo allesamt, und insbesondere Karim:

Komme leider erst jetzt zum Antworten, könnte es mir allerdings fast ersparen, weil Theo im Prinzip alles gesagt hat, was ich geantwortet hätte. „Deutscher Lebensstandard“ ist in diesem Sinne natürlich auch kein absoluter Begriff, weil es auch dort verschiedene Niveaus gibt.

Aber zu meinem persönlichen „Standard“ gehört z.B. ein Wohnort mit einer gewissen Kultur und nicht ein Hinterweltskaff, gehört eine entsprechende Wohnung mit meinem „gewohnten“ Komfort, gehört eine Kommunikationseinrichtung, die mich bereits jetzt alleine um die 250 € im Monat kostet (Telefon), gehört ein Auto, welches im Unterhalt ebenfalls diese Summe verschlingt, und gehören gelegentliche Restaurants-, Events- und Cafébesuche, über deren Preise ja bereits ausgiebig diskutiert wurde. Die tägliche Grundnahrung oder die Kleidung z.B. kann man im monatlichen Budget dabei fast vergessen.

Ein ganz wesentlicher Punkt ist aber das von Theo angeschnittene Alter. Als junger Spund bin ich um die Welt gereist und habe manchmal keine hundert Mark im Monat gehabt. Und es ging mir dabei bestens. Aber im Rentenalter sieht alles etwas trüber aus, werden die Ansprüche etwas höher und kommen Faktoren wie Krankheiten und Hilfeleistungen hinzu. Und wenn ich Bernd-Privatier richtig verstanden habe, dann will er sein Rentenalter jetzt beginnen und eine Entscheidung für seine gesamte Zukunft treffen, auch wenn eine geschäftliche zusätzliche Einnahmequelle ins Kalkül einbezogen wird. Und das wird ganz sicherlich notwendig sein, denn die Lebenshaltungskosten steigen auch in Marokko täglich, und 1000 € heute sind in zehn Jahren wahrscheinlich nur noch die Hälfte wert.

Gruß von drake

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50270
12/12/2006 23:41
12/12/2006 23:41
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Karim Habbouri Offline
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@Drake

 Antwort auf:
Aber zu meinem persönlichen „Standard“ gehört z.B. ein Wohnort mit einer gewissen Kultur und nicht ein Hinterweltskaff, gehört eine entsprechende Wohnung mit meinem „gewohnten“ Komfort, gehört eine Kommunikationseinrichtung, die mich bereits jetzt alleine um die 250 € im Monat kostet (Telefon), gehört ein Auto, welches im Unterhalt ebenfalls diese Summe verschlingt, und gehören gelegentliche Restaurants-, Events- und Cafébesuche, über deren Preise ja bereits ausgiebig diskutiert wurde. Die tägliche Grundnahrung oder die Kleidung z.B. kann man im monatlichen Budget dabei fast vergessen.
Verstehe ich.
Wenn ich 1000€ hätte und nicht arbeiten müsste, dann würde ich nicht 1000€ pro Monat ausgeben, sondern 350€ pro Monat. Da spart sich dann etwas an und wenn man mal Lust hat Geld auszugeben dann kann man an das gesparte gehen.
Meknes ist für mich kein Hinterweltskaff.

@MChris
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Aber trotzdem, es bleibt immer noch jedem selbst überlassen, wie man leben möchte, und wieviel Geld man dafür ausgeben möchte. Nehmt mir meinen Komentar nicht übel, aber würden alle Menschen in MA auf unter €1000-Basis leben, wäre vieles, was MA ausmacht, nicht existent: Riads mit mehr als 3 Zimmern müssten abgerissen werden, alle KfZ über Uno/Palio/Logan Niveau verbleiben beim Hersteller und Hotels mit mehr als 3 Sternen würden schließen - Bye bye Palmerie .
Der großteil der Marokkaner kann von 1000€ nur träumen.

@Beldia

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Ein komplettes Abmelden in D zieht einen Rattenschwanz Probleme hinter sich, z.B. ist Bedingung bei den meisten dt. Konten, daß der Inhaber seinen Wohnsitz in D hat.
Deshalb sich bei Verwandten anmelden und wenn man nicht arbeitet und keine Sozialleistungen bezieht dann kann man unbeschwert im Ausland leben. Das deutsche Konto ist immer mittels EC-Karte erreichbar.

Re: Lebenshaltungskosten für Ausländer #50271
13/12/2006 06:50
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Hi!

Wow, kaum ist man ein paar Tage nicht hier (mein Rechner hatte sich irgendwie am Betriebssystem verschluckt) und schon geht die Post ab!

Euer Disput ist für mich Gold wert, denn auf diesem Weg bekomme ich eine Menge jener Infos, die ich für meine Entscheidung brauche. Festlegen muss ich mich bis spätestens übernächstes Weihnachten.

Im Gegenzug kann ich ja meine Situation noch ein wenig präzisieren: Also zum einen bin ich Alleinstehend und führe auch in der BRD ein eher zurückgezogenes Leben (ausser im Job, da schauts a bisserl anders aus...). Alkohol trinke ich eher sporadisch (naja, war nicht immer so, aber seit 20 Jahren hab´ ich das auf praktisch Null reduziert) und sähe keinen Grund, das nun gerade in einem islamischen Land anders zu halten. Und ein Schluck Bier ab und zu mal: das gehört für einen Bayern wie mich dann eher zum Thema Grundnahrungsmittel. \:\)

Bei den 1000 EU ist eine Inflationsrate bereits berücksichtigt, die sich allerdings eher an europäischen Durchschnittswerten orientiert (2,25%). Marokko lag in den letzten Jahre wohl etwas unter diesem Wert, aber da steckt sicherlich ein Risiko drin. Andererseits sind diese 1000 EU auch eher als Untergrenze meines theoretischen Monatsbudgets zu sehen, wenn in der Praxis dann 1200 nötig sein sollten, dann wäre das noch keine Katastrophe. Das Thema Krankenversicherung wird bei mir so und so (also BRD hin - Marokko her \:\) ) kritisch: da ich schon ewig privat versichert bin, kommen da auch als regulärer Rentner ganz schöne Kosten auf mich zu – es sein denn dass die Reform der Reform der Gesundheitreform da irgendwann andere Wege ermöglichen würde. Z.Zt. sind in den 1000 EU allerdings rund 300 EU für die KV mit reingerechnet. Den Wohnsitz in Deutschland zu behalten dürfte nicht ganz so einfach sein, denn „alleinstehend“ heisst bei mir, dass keinerlei Verwandtschaft vorhanden ist, jedenfalls keine, mit der ich Umgang pflegen möchte (vielleicht kann ich mich ja auf dem 20qm-Grunstücksanteil anmelden, dass ich vor Jahren mal in der Schweiz geerbt habe \:\) ). Evtl. ließe sich da aber über meinen Freundeskreis eine (allerdings wohl nicht kostenlose) Lösung finden.

Interessant finde ich die Diskussion über die Ansprüche im Alter: einerseits war ich als Teen und Twen auch sehr genügsam, andererseits haben mir die fetten Jahre der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass sich auch Luxusschlitten recht schnell auf die Attribute „4 Räder und ein Dach“ reduzieren (und das bietet jeder Fiat Panda genauso) und dass das Fernsehprogramm auf einem Plasmabildschirm genauso mies ist, wie auf einem 150 EU Röhrengerät. Will sagen: obwohl ich ziemlich üppig leben könnte, haben sich meine Ausgaben in den letzten Jahren drastisch reduziert – und zwar ohne dass ich das als einen Verlust an Lebensqualität empfinden würde. Heute ist Lebensqualität für mich eher, meine Ruhe zu finden und mir keine Sorgen um den nächsten (Arbeits-) Tag machen zu müssen, also einfach den Stress wieder auf ein für mich erträgliches Maß zu senken. Damit ist auch das Thema „Leben in Metropolen oder auf dem flachen Land“ weniger von Bedeutung für mich, als für Menschen, die noch mehr auf Trubel stehen (bei meinen früheren Besuchen in Marokko empfand ich Marrakesch wenigstens für mich als Touristen als zu hektisch – angenehm wars dagegen immer in Essaouira und auch in Rabat). Andererseits möchte ich im Alter natürlich nicht auf Sozialhilfeniveau leben müssen, nur weil ich heute überstürzt eine unsinnige Entscheidung treffe und meinen Job hinwerfe – die täglichen Selbstvorwürfe, die sich bei einer solchen Entwicklung zwangsläufig einstellen würden, möchte ich mir gerne ersparen....


So wie ich Eure Diskussion verstehe, würdet ihr in jedem Fall eine Wohnung kaufen, anstatt dauerhaft zu mieten. Mit welcher Preisspanne muss man da rechnen, wenn man fliessend Warmwasser nicht als Luxus empfindet (so als Eckpunkte: zwei Zimmer, Küche, Bad, Telefonanschluß auch für I-Net, einmal in einer Metropole, zum anderen meinetwegen in Zagora)?


Danke Euch schon mal im Voraus!


LG Bernd

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