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#149305 - 08/08/2013 19:38 Re: Gedichte [Re: omar11]
marocmineral Offline
Mitglied

Registriert: 02/11/2010
Beiträge: 568
Ort: NRW
Hallo,

good riddance ist im Zusammenhang mit dem vorher gesagten oder geschriebenen zu verstehen, da diese Wortkombination verschiedene Bedeutungen hat. In diesem Fall heißt das wohl salopp übersetzt: Und Tschüss.

Piet H.

hoch
#149308 - 08/08/2013 22:09 Re: Gedichte [Re: marocmineral]
omar11 Offline
Mitglied

Registriert: 27/04/2013
Beiträge: 444
Ort: Bodensee/Beni-Mellal
Du musst es ja wissen, du Klug .... obwohl ich dich eigentlich gar nicht gefragt habe? Ich denke die Verfasserin wird das schon selbst erklären können.

hoch
#149309 - 08/08/2013 22:29 Re: Gedichte [Re: omar11]
marocmineral Offline
Mitglied

Registriert: 02/11/2010
Beiträge: 568
Ort: NRW
tagbasil,
um mal in deiner Sprache zu reden:
Sag mal, was bist du denn für einer. Habe ich mit dir geredet?
Behalte deinen Senf für dich.
Hast du irgendwelche Probleme? Ich empfehle mal eine Therapie bei den anonymen Motzbrüdern.
Danach mal ein Kurs Englisch an der Volkshochschule und am wichtigsten: Der Kurs über den mitmenschlichen Umgang. Da hast du noch viel zu lernen.
Einsame Spitze: Hier mit Halbwissen prahlen und dann noch meckern, wenns jemand merkt.
Ich könnte kot........

Piet H.



Bearbeitet von marocmineral (08/08/2013 22:30)

hoch
#149316 - 09/08/2013 01:08 Re: Gedichte [Re: omar11]
Shakir. Offline
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Beiträge: 1171
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Sehr amüsant.

hoch
#149317 - 09/08/2013 01:14 Re: Gedichte [Re: marocmineral]
Shakir. Offline
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Registriert: 03/05/2006
Beiträge: 1171
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Original geschrieben von: marocmineral

Ich könnte kot......


Da empfehle ich dir die anonymen Kotzbrüder. Jeder darf dann mal dem anderen in den Schoß reiern.

Und zum Schluss wird natürlich gemeinsam gewischt. So wie sich das gehört.

Wirklich sehr amüsant.

hoch
#149318 - 09/08/2013 01:47 Re: Gedichte [Re: Shakir.]
whatshername61 Offline
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wie nett grin
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hoch
#149328 - 09/08/2013 20:52 Re: Gedichte [Re: Shakir.]
marocmineral Offline
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Ort: NRW
Shakira,

genau, und damit auch wieder jeder mitbekommt, wie klug du bist, erstellst du eine Tabelle über Menge und Zutaten des Mageninhaltes.


Piet H.

hoch
#149330 - 09/08/2013 23:38 Re: Gedichte [Re: whatshername61]
hansi450 Offline
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Beiträge: 135
Ort: fürth
Wenn ich durch die Straßen gehe
und die Menschen handeln sehe,
frag ich mich: „Ist das normal?“
Was ist die Welt doch kalt und fahl!

Wenn Säufer an den Straßenecken
trinken, bis dass sie verrecken,
Kinder in den Schulgebäuden,
mit Gewalt die Zeit vergeuden.

Wenn Fußballstars Millionen kriegen,
während Fans im Kampf erliegen,
Politiker trotz Eid betrügen,
ihr Volk vor jeder Wahl belügen.

Wenn der Schmarotzer stolz gesteht,
wie gut es ihm in Deutschland geht,
während andre täglich schaffen,
sich Tag für Tag durchs Leben raffen.

Wenn Schönheit wird mit Geld gekauft,
der Junkie sich für Drogen rauft,
die Kids mit Markensachen protzen,
dann könnt’ ich nur noch Tränen kotzen.

Norbert van Tiggelen

hoch
#149332 - 09/08/2013 23:47 Re: Gedichte [Re: hansi450]
whatshername61 Offline
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das gefällt mir daumen3

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hoch
#149333 - 10/08/2013 01:43 Re: Gedichte [Re: marocmineral]
Shakir. Offline
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hoch
#149336 - 10/08/2013 08:21 Re: Gedichte [Re: whatshername61]
Silla Offline
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Beiträge: 2521
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wow tanz1

hoch
#149345 - 10/08/2013 16:31 Re: Gedichte [Re: Silla]
whatshername61 Offline
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Beiträge: 2595
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Hallo,

ich glaube, ich muss mir mein Outfit für Marokko noch mal durchdenken, wenn die Jungs da so abgehen, wie in dem Video.
Shakir ist auch schon am sabbern. grin

Silla, viel Spaß in Marokko.

LG
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hoch
#149355 - 11/08/2013 08:51 Re: Gedichte [Re: whatshername61]
Silla Offline
Mitglied*

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Beiträge: 2521
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danke katrin,
naja, bei mir wird es wohl "etwas" ruhiger sein!!! lachen1
ausser vogelgezwitscher, hundegebell und hühnergegacker gibts da nicht viel! (leider auch flug- u. autolärm) frown
jedenfalls freue ich mich riiiiiesig.
gruss
silla

hoch
#153708 - 21/04/2014 13:45 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: Silla]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2595
Ort:

Fremdes Familienmitglied

Dass du in unsere Familie kamst, war nie geplant. Du warst einfach anders. Jemand wie du. Ja klar. Aber warum bei uns? Warum in unserer Familie? Und wenn du schon da bist, solltest du dich anpassen, nicht auffallen, auf keinen Fall einen zu großen Platz einnehmen oder eine eigene Meinung haben.

Die Jüngste war es, die kam und sagte, sie wolle jemanden wie dich. Wir nickten und reagierten nicht auf sie. Sie würde diesen Wunsch schon irgendwann vergessen. Sie war viel zu jung, um es zu verstehen. So ging das Jahr um Jahr. Immer wieder bat sie uns, jemanden wie dich in die Familie zu lassen. Einige hatten nichts dagegen, wenn du dann gehorchen würdest, nichts durcheinander bringen würdest. Einige hoben den Finger und sagten, das passt nicht. Sie würde dich irgendwann vergessen und dann würdest du uns unsere Zeit stehlen, uns auf der Tasche hängen. Aber sie ließ nicht locker.

So entstand der Beschluss. Wenn sie es wirklich will, sollte sie in ihrer Freizeit dorthin gehen, wo ihr lebt. Bei euch sein und denen helfen, die ihre Hilfe brauchen. Sie sollte das ein Jahr lang tun und wenn sie dann noch will, würden wir über den Weg reden. Keiner von uns hätte gedacht, dass sie es wahr macht, geschweige denn ein Jahr aushält. Es war auch nie die Rede davon, dass sie ihre gesamte Freizeit dort in eurem Heim verbringen soll. Aber sie zog das durch, wie eine Erwachsene. Eure Heime werden immer irgendwo auswärts gebaut, damit ihr die Allgemeinheit nicht so belastet mit eurem Anblick. Wer will schon das Elend und den Krach in seiner Nähe haben. Soll doch alles immer schön sauber und ruhig sein. Solche wie ihr will niemand. Keiner will darauf aufmerksam gemacht werden, dass es Gewalt und Ignoranz auf dieser Welt gibt.
Sie zog es also durch. Ging jede freie Minute in euer Heim. Manchmal kümmerte sie sich um einen von euch besonders, half ihm einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Manche kamen zurück, weil es für sie zu schwer war, sie nicht akzeptiert wurden. Andere wiederum haben den Schritt hinaus in die Freiheit geschafft. Wieder andere waren zu krank und starben, ohne jemals ein zu Hause zu finden.
Ich begann Hochachtung zu empfinden vor diesem Kind. Diese Stärke, diese Willenskraft, diese Professionalität, die sie an den Tag zu legen begann! Sie war erfolgreich in diesem einen Jahr. Alle, um die sie sich kümmerte, fanden den Weg hinaus aus dem Heim, fanden einen Platz, an dem sie leben konnten. Obwohl sie freiwillig dort und Kind war, bekam sie inzwischen Aufgaben, wie eine Erwachsene.
Manchmal war es schwer für sie. Sie war gestresst von der Schule, den Rassisten, denen sie ausgesetzt war, nur weil sie etwas anders war, ihre Haare anders trug. Rassismus, existiert selbst dort, wo sich nur bio-deutsche treffen. Wenn es keine Juden, Moslems oder Schwarze mehr gibt, kommen die Behinderten, Alten, Homosexuellen, Punks... Rassismus bahnt sich immer einen Weg. Sie musste auch lernen für ihren Abschluss. Schließlich war der Beruf, den sie für sich wählte, sehr beliebt. Sie musste sich von den anderen unterscheiden, besser sein. Nach den langen, anstrengenden Tagen und Wochen vergaß sie euch nie. Egal wie die Woche für sie lief, am Wochenende und in den Ferien war sie wieder bei euch.

Pünktlich nach einem Jahr stand sie vor uns und erinnerte uns an das Versprechen. Sie wollte jemanden wie dich. Man darf seine Versprechen nicht brechen und die Richtlinien für die Auswahl begannen: Nicht zu alt, nicht zu groß, ruhiger Typ, darf nicht gefährlich aussehen, keine langen Haare...
Aber was ist nicht alt, was bedeutet groß, ruhig, gefährlich? Wir hätten drüber diskutieren sollen...
Es kam wie es kommen musste. Sie stand vor dir, schaute dir in die Augen... Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie wollte dich und du wolltest sie. Sie besuchte dich täglich. Niemand durfte sie begleiten. Schon nach einer Woche waren alle Untersuchungen abgeschlossen, die Papiere fertig und du kamst zu uns.
Zehn Jahre warst du jetzt bei uns. Du hast dir jeden Platz in dieser Familie erobert, den es zu erobern gab. In deinen Papieren bestätigten sie dir offiziell, dass du gefährlich seist. Ich muss heute noch lächeln, wenn ich daran denke, wie ruhig du warst. Beim Anblick von Waffen wurdest du laut, warst kaum zu beruhigen. Alle mochten dich: wir, die Nachbarn, Freunde... Du hattest jedes Sonderrecht, dass wir dir zugestehen konnten. Manchmal vergaßen wir, dass du eine andere Rasse warst, anders warst als wir. Du warst ein Mitglied in unserer Familie.

Sie ging fort, ein neues Leben zu beginnen. Du bliebst. Wenn sie Zeit hat, besucht sie uns. Du warst immer der erste, der sie empfing und bekamst die längste Begrüßung. Jedes Mal wenn sie ging, warst du ein paar Tage traurig. Jetzt wollte sie wieder kommen. Hat sich schon so sehr auf dich gefreut. Wir haben es dir nicht erzählt, um dich nicht durcheinander zu bringen. Denn mit unserer Sprache tatest du dich schwer. Du hast sie nie richtig begriffen, nur eines wusstest du: Bei uns warst du sicher. Aber du wurdest krank. Bitte, dachte ich, halte nur noch die drei Wochen durch. Dann brachst du plötzlich zusammen, konntest nicht mehr laufen. Kurz entschlossen fuhr ich dich zum Arzt. Ich dachte, eine Spritze und du würdest wie immer wieder oben auf sein. Aber dieses Mal war es anders. Deine Gliedmaßen waren kalt, dein Atem flach, du konntest nicht stehen, deine Beine versagten den Dienst. Der Arzt war ernst. Schüttelte den Kopf. Ich schrie: "NEIN!!! Es muss einen Weg geben! SIE kommt in zwei Wochen." Der Arzt sah mich an: "Er würde sich nur quälen. Ich könnte eine Infusion legen. Aber er müsste laufen, damit sein inzwischen viel zu großes Herz den Sauerstoff und die Medizin in den Kreislauf pumpt. Er hat Wasser in der Lunge und im Bauch. Seit seinem letzten Zusammenbruch bekommt er alle Medizin, die möglich ist. Ich könnte ihnen einreden es hilft aber..." Diese Worte sprach er nicht zu Ende. Er legte alles bereit für die Infusion und auch alles für den letzten Weg. Telefonate gingen hin und her. Ich hörte sie weinen am anderen Ende des Telefons: "Nein, wir müssen ihn gehen lassen. Er quält sich nur." Ich erinnerte mich, wie sie vor ein paar Wochen zu mir sagte. Es kann sehr schnell gehen. Ich antwortete optimistisch: Wenn du nächstes Mal kommst wird er fit sein.

Nun musste ich die letzte Entscheidung treffen. Deine Beine waren nicht mehr durchblutet, sie waren kalt, dein Körper, der sonst immer heiß wie ein Backofen war, fühlte sich lauwarm an. Ab und zu versuchtest du den Kopf zu heben, doch er sank immer wieder auf den Behandlungstisch. Ich nickte dem Arzt zu. Es gab Schwierigkeiten, deine Venen zu finden. Ich hatte Angst, dass du Schmerzen spürtest. Aber du reagiertes nicht. Deine Beine waren schon abgestorben. Du schliefst ein, während ich dir aufmunternde Worte und Lobe ins Ohr flüsterte. Nein, ich belog dich nicht. Ich sagte nur nicht, was auf dich zu kam. Du vertrautest mir und warst ruhig.
Die nächste Spritze lag bereit, eine noch tiefere Narkose, von der du nicht zurückkehren würdest. Wieder und wieder schüttelte ich den Kopf, als der Doc die Spritze ansetzen wollte. Ich wollte sicher sein, dass du tief schliefst...

Dann war es vorbei.

Du warst anders, eine andere Rasse, du konntest gefährlich sein, warst es nie. Du solltest in diesem Heim verrotten, aber sie hat dich gerettet. Du hast viel für unsere Familie getan und warst ein Teil von ihr. Du warst schwarz, gefährlich, manchmal laut und ausgelassen, du hast Einfluss auf unsere Familie genommen und dir deinen Platz in ihr erobert.

Ja, er war ein Asylant, ein Ausgestoßener, ein Ungewollter. Er war eine andere Rasse.



Hast du beim Lesen wirklich die ganze Zeit sicher gewusst, wer unser Familienmitglied war? Hast du nicht einmal den Verdacht gehabt, es könne sich um einen Menschen handeln?
Aber wie behandeln wir Menschen? Wie denken wir über sie? Wie gehen wir mit unserer eigenen Art um? Wie ist es möglich, dass Menschen für Geld, Macht, territoriale Ansprüche, Rohstoffe... töten? Was tun wir dagegen, als zuzuschauen und diese Kriege im Fernsehen zu beobachten? Sind unsere Gedanken wirklich frei von Rassismus? Was tun wir für die, die sich hoffnungsvoll an uns wenden, weil sie vor Krieg und Gewalt fliehen? Wie schwer tun wir uns, wenn jemand, der anders ist, in unsere Familien kommt? Respektieren wir Anderssein?


in Memory of a Pit Bull


Ein weißes Schaf
in einer schwarzen Herde
ist auch ein schwarzes Schaf.


_________________________
When the rich wage war
is the poor who die.
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hoch
#153712 - 22/04/2014 19:58 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Beiträge: 2595
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Hallo Forum-Team,

ich habe gesehen, dass der Gedichte-Thread verschoben wurde. Dass er nicht unbedingt in die Rubrik "Religion" passt, ist okay. Aber in den Halkas finde ich ihn falsch. Habt ihr gesehen, dass er allein in den paar Stunden, in denen er wieder oben war über 150 Klicks gezogen hat? Es ist ein Thread, in dem nicht dauernd gestritten wird, wie zum Beispiel in dem Post-Thread.
Ich finde, dass so ein kultureller Thread unserem Forum gut steht, vor allem für von-außen-Reinkiecker, also in die Topics.
Vielleicht könnt ihr ihn bitte in das Kultur-Forum schieben.


Salam
Katrin

hoch
#154108 - 29/05/2014 10:51 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
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Ort:




Meine Flügel - AAAARGH !!!!!

von Reza Alipour

1


Es fällt ein Tropfen
Blut
In
den Trichter
meiner Gedanken

Schau dir meine Flügel an
so zerkratzt
und
so bedeckt

So kunstvoll
und
abgeschlagen

so abgewetzt
und
erhaben

mit einer Spur von Goldstaub
aus
vergangenen Tagen!

In meiner
"Mein"
ist
eine Stille
ein dunkler Teint

eine Nuance
von Bronze

von Kopf bis Fuß
ein
freier Wille

_________________________
When the rich wage war
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hoch
#154109 - 29/05/2014 10:52 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2595
Ort:

Meine Flügel - AAAARGH !!!!!

von Reza Alipour

2

Schau dir meine Flügel an
und
über
dem Meer

und
unter dem Himmel

in der Nacht
und
im
freien Fall

im Trichter
meiner
Gedanken
mit
aller Pracht

und ich
betrunken
vom
Wein

im freien Fall

und
überall
_________________________
When the rich wage war
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#154247 - 14/06/2014 14:19 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Beiträge: 2595
Ort:
Faten El-Dabbas ist 23 Jahre alt. Sie studiert Politikwissenschaften und ist deutsch-palästinensische Slam-Poetin. 2012 gewann sie den ersten i,Slam-we,Slams und belegte beim großen bundesweiten Finale den zweiten Platz. Sie engagiert sich beim Zahnräder Netzwerk e.V. und JUMA und ist studentische Mitarbeiterin beim Deutschen Roten Kreuz im Bereich der Sicherheitsforschung und des Bevölkerungsschutzes.



Sami El-Ali ist Berliner und Moslem. Seit der Sarrazin Debatte ist es dem 23-jährigen wichtig zu zeigen, dass Muslime im Land der Dichter und Denker dichten und denken können.



Der Typ ist lustig.



_________________________
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hoch
#154527 - 21/07/2014 18:17 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2595
Ort:


DIE KINDER DES IRAK
und die 'Koalition der Willigen'


Seht ihr die Augen dieser Kinder,
denen sie die Träume nahmen,
als sie mit Panzern und Raketen
und der Freiheitsfahne kamen.

Doch wir schauen weg,
als hätt’s keinen Zweck.
Schauen nicht hin,
als hätt’s keinen Sinn.

Seht ihr die Augen dieser Kinder,
deren Heimat sie zerstörten,
weil die ewig Selbstgerechten
ihr Flehn nach Frieden überhörten.

Doch wir schaun weg,
als hätt’s keinen Zweck.
Schauen nicht hin,
als hätt’s keinen Sinn.

Seht ihr die Augen dieser Kinder,
deren Zukunft sie zerstörten,
weil sich die Führer im „Reich des Guten“
über ihre Welt empörten.

Doch wir schaun weg,
als hätt’s keinen Zweck.
Schauen nicht hin,
als hätt’s keinen Sinn.

Ich sah die Augen dieser Kinder,
deren Lachen sie erstickten
als sie statt Frieden, Herz und Hilfe,
ihnen ihre Bomber schickten.

Drum schaut nie mehr weg,
Es hat einen Zweck.
Schaut endlich hin,
Es hat einen Sinn.

Euer Jürgen Todenhöfer


Ich kann mich seiner Bitte nur anschließen.
Bitte schaut nie mehr weg. Schaut hin. Es hat einen Sinn.


Katrin
_________________________
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hoch
#154913 - 24/08/2014 13:11 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
Chadidscha Offline
Mitglied

Registriert: 03/12/2012
Beiträge: 96
Ort: Portugal
ICH MÖCHTE SCHREIEN!

ja
mir ist übel
von dem
was da im
namen des islam
im namen meiner religion
getan wird
von leuten
fanatischen
verblendeten
fehlgeleiteten
die sich für fromm halten
für korantreu
für "Allahs kämpfer"
übel
MIR IST ÜBEL
ICH MÖCHTE SCHREIEN
wie in aller welt
kommen menschen dazu
(menschen?)
die sich muslime nennen!
anders-
und nicht ganz gleich-gläubige
zu vertreiben
zu köpfen
zu schlachten
auch noch
damit zu prahlen
wie furchtbar
WIE FURCHTBAR!
ich schäme mich
weine
ICH MÖCHTE SCHREIEN
hilflos

ja, es ist einfach zu sagen
„das hat nichts mit islam zu tun
was die da machen“
wenn die doch hingehen
und behaupten
sie täten
was sie tun
im namen des islam
trotzdem:
es ist so
es hat nichts
mit islam zu tun!
nur mit grausamkeit
mit verblendetheit
mit blindheit
mit dummheit
schlimme krankheit
ist in ihren
herzen



Chadidscha
(aus meinem Blog )
_________________________
http://www.ausgerechnet-islam.com/

hoch
#154915 - 25/08/2014 05:53 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: Chadidscha]
Keela Offline
Mitglied

Registriert: 30/05/2002
Beiträge: 1175
Ort: Paderborn/Essaouira

(((chadidscha)))
_________________________
Ich bin nicht dumm, ich hab' nur voll so Pech beim Denken...

hoch
#157060 - 03/04/2015 13:44 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: Keela]
whatshername61 Offline
Mitglied*

Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2595
Ort:


Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in raue Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dring ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbes Banden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur sieh! wie behend' sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss, in Breit' und Länge,
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.


(Johann Wolfgang von Goethe, deutscher Dichter, 1749-1832;
Osterspaziergang, Faust, die Tragödie erster Teil)


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#158246 - 26/06/2015 23:01 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2595
Ort:


Hallo,

Der Hodscha ist unterwegs zum Dorf. Er hat seinen Sohn auf den Esel gesetzt und geht selbst nebenher. Da kommen ein paar Leute vorbei und sagen: »Schau dir das an! Der alte Mann muss zu Fuß gehen und der Junge sitzt auf dem Esel. Er sollte sich was schämen!«
Der Hodscha, der dies hört, lässt seinen Sohn absteigen und setzt sich selbst auf den Esel. Doch schon nach einer Weile hört er, wie sich zwei, die am Wegrand sitzen, unterhalten: »Der große Kerl sitzt auf dem Esel und lässt den armen Jungen nebenher gehen. Gibt es denn kein Mitleid mehr auf der Welt?«
Da holt der Hodscha seinen Sohn mit auf den Esel und so reiten sie beide weiter. Kommt ein Bauer des Weges und meint: »muss dieses schwache Tier denn euch beide tragen? Das ist ja unglaublich. Der arme Esel wird sich das Rückgrat brechen.«
Der Hodscha steigt daraufhin ab und nimmt auch seinen Sohn vom Esel herunter. So gehen sie weiter, der Esel voraus und die beiden hinterdrein. Als sie nicht mehr weit vom Dorf entfernt sind, hören sie, wie ein Mann zum anderen sagt: »Schau dir bloß die zwei Hohlköpfe an! Der Esel spaziert voraus und die zwei marschieren hinterher. Wie kann man nur so dumm sein?«
Da sagt der Hodscha zu seinem Sohn: »Du hast es gehört, das beste ist immer, man tut, was man selbst für richtig hält. Den anderen kann man nie etwas recht machen. Und der Mund ist auch kein Sack, dass man ihn einfach zubinden könnte.«



Weitere Geschichte von Nasreddin Hodscha findet ihr
HIER

Katrin

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#158252 - 27/06/2015 15:10 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: whatshername61]
marocmineral Offline
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Registriert: 02/11/2010
Beiträge: 568
Ort: NRW
Heinz Erhardt

Flecke

Gott, voller Weisheit, hehr und mild
schuf uns nach seinem Ebenbild
Gewiß, wir Menschen sind gescheit,
doch wo ist unsre Menschlichkeit?
Erscheint uns jemand edel, groß,
so täuscht das: er verstellt sich bloß!
Erst wenn er Böses tut und spricht,
zeigt er sein wahres Angesicht!-

Um obiges nun zu beweisen,
laßt alphabetisch uns verreisen,
dann kann man sehn, was so geschah!
Wir fangen vorne an, bei A !!!

A (Amerika)

Amerika, du Land der Super-
lative und dort, wo James Cooper
zwar seinen "Lederstrumpf" verfaßte,
man aber die Indianer haßte,
weshalb man sie, halb ausgerottet,
in Reservaten eingemottet,
sich dafür aber Schwarze kaufte,
sie schlug und zur Belohnung taufte,
doch heute meidet wie die Pest,
sie aber für sich sterben läßt-
wie beispielgebend stehst du da
für Menschlichkeit! O USA!

B (Briten)

Jedoch auch sie, die vielen Briten,
die Schott- und Engländer, sie bieten
für unser Thema Menschlichkeit
so manchen Stoff seit alter Zeit!
Nur waren's statt Indianer Inder,
die sie ermordeten, auch Kinder;
und ähnlich Schreckliches erfuhren
danach die Iren und die Buren,
die man durch den Entzug des Fetts
verschmachten ließ in den Kazetts!
Jedoch bei Völkern, welche siegen,
wird sowas immer totgeschwiegen...

C (Christen)

Dann wäre da, bar jeden Ruhms,
so manche Tat des Christentums,
die, eben wegen seiner Lehre,
am besten unterblieben wäre!
Man denke da zum Beispiel an
Inquisition zuerst und dann
an Waffensegnung mit Gebeten,
um andre Gläubige zu töten!
Auch dieses: lieber Menschenmassen
verelenden und hungern lassen,
statt man Geburtenreglung übe-
auch das zeugt nicht von Menschenliebe!

D (Deutschland)

Nun: Wollt ihr, daß im Alphabet
es mit dem D jetzt weitergeht?
Ist es nicht besser, wenn ich ende?
Wascht nur in Unschuld eure Hände
und greift, kraft eigenen Ermessens,
zum güt'gen Handtuch des Vergessens...

Doch hilft das Waschen nicht und Reiben:
Die Flecke bleiben!

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#158253 - 27/06/2015 15:12 Re: Gedichte & Geschichten, die das Leben schreibt [Re: marocmineral]
marocmineral Offline
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Heinz Erhardt

Die Zelle

Das Leben kommt auf alle Fälle - aus einer Zelle
doch manchmal endet`s auch - bei Strolchen - in einer solchen

Piet

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