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#163093 - 06/05/2017 03:35 Von Teekannen, Kamelen und der Wüste in Marokko
Drachenstein Offline
Mitglied

Registriert: 27/03/2010
Beiträge: 51
Ort: Zürcher Oberland
Vor etlichen Jahren hatte mir eine ganz nette Dame aus diesem Forum (recht frisch mit einem Marokkaner verheiratet), eine Teekanne samt wunderschönen Gläsern aus Marokko mitgebracht, um mein Fernweh nach meiner ersten Tour nach Marokko mit dem Motorrad zu lindern.

Für die Abholung bin ich dann zu Ihr nach Deutschland (ich bin aus der Schweiz) gefahren, wo ich nicht nur die Kanne und Gläser bekam, sondern auch noch Dinge über das Leben (in Marokko, aber auch an und für sich...) erfahren durfte.

<Szenenwechsel, Jahre später>

Endlich bekamen meine Freundin und ich dieses Jahr die fast einmalige Chance, uns für ein paar Wochen aus dem Alltag auszuklinken, welche wir spontan genutzt haben, um wieder nach Marokko zu fahren.
Diesmal sollte aber unbedingt mindestens eine Nacht in der Wüste dabei sein. Meine Freundin hat sich dann instinktiv auf einen Anbieter versteift, weil dieser sich insofern von den anderen abhebt, als es irgendwie weniger "touristisch" (oder business-mässig?) zu und her geht und stattdessen die Verbundenheit mit dem Land und den Menschen im Vordergrund zu stehen schien.

Nun, ich hätte ja durchaus nichts gegen ein Bisschen "Dünen-Disneyland", Bauchtänzerinnen und kaltes Bier auf der Düne gehabt (kleiner Scherz zwischen uns), aber meine Freundin hatte natürlich absolut Recht, dass wir ja etwas von der Wüste und der Nacht unter Sternen "spüren" wollten. Und immerhin... sogar (Solar-)Strom sollte es ja geben im Wüstencamp :-)

Und wie gut, dass es nicht wieder in das für mich touristisch zu überlaufene Gebiet von Erg Chebbi bei Merzouga gehen würde, sondern in die Erg Lihoudi (es gibt drei "Ergs", reine Sandwüsten in Marokko).

Ach, ich stelle fest; lustigerweise hat die Anbieterin unserer geplanten kleinen Wüstentour den selben Namen wie die freundliche Teekannen-mitbringerin von früher. Und oh, auf der Website gibt es auch noch eine Adresse in Deutschland....?

Ihr ahnt es schon, es war tatsächlich Karla! Ja, DIE Karla aus Konstanz, welche nun seit vielen Jahren in Marokko mit Ihrem Mann lebt und mitterweile ein richtiges kleines Paradies aus dem "Nichts" aus dem Boden gestampft hat wo vorher nur Acker war!
Eine ganze Anlage in traditioneller Bauweise in der Oase, eigene Kamele und ein Wüstencamp, ich war echt baff!



Leider fiel unsere Reiseplanung genau mit dem "Oster-Run" zusammen, bei dem auch bei Karla richtig Hochbetrieb herrscht und trotz des hohen Bestands teilweise noch Kamele zugemietet werden müssen.
Trotzdem hat sie für uns ganz kurzfristig das Unmögliche möglich gemacht, und nach einer Nacht bei ihr in der Oase, durften wir exklusiv, ganz ohne andere Touristen, mit den Kamelen in die Wüste.



Es werden ja bis zu zehntätige Touren angeboten, so dass man unsere eine Nacht in der Wüste ja schon fast gar nicht laut erwähnen darf.

Aber für uns "Anfänger" war es ein herrliches Erlebnis. Obwohl für unsere Verhältnisse (es war ja erst April) am Tag recht heiss, sorgte ein steter Wind für ein angenehmes Wohlbefinden. Und dass die eher giftigeren Kleinlebewesen in der Wüste erst aktiv werden, wenn es im Sommer viel heisser ist, wo im Gegenzug die Touris sich rar machen, ist doch auch ganz gut eingerichtet, so dass dass beide (Touris und Giftis) gut aneinander vorbeikommen.



Da wir ja nur die eine-Nacht-Warmduscher-Tour hatten, ging es für die Übernachtung in das Basiscamp (?), das "Bivouac", wo bereits fix montierte Zelte (samt richtigen Betten, Duschen und sogar richtigen Toiletten!) auf uns warteten.
Hier durften wir im Sand auf einem Teppich und Kissen Oliven und Marokkanischen Tee geniessen, ein herrliches Gefühl! Nur wir beide, alleine in der Wüste!



Unser Führer hatte sich derweil in die etwas ausserhalb des Zeltkreises gelegene "Küche" begeben, wo er begann, uns ein fantastisches Abendessen zu zaubern; leckeres Hühnchen-Tajine mit Kartoffeln. Nach dem Sonnenuntergang, welchen wir auf einer hohen Düne sitzend erleben durften, gab es dann das Abendessen mit Kerzenlicht, auch wieder auf dem Teppich im Sand. Muss man einfach erlebt haben.



Eigentlich wollten wir ja zugunsten der Sternenpracht auf ein Feuer verzichten und hatten die Sterne auch schon eine Weile geniessen können. Nachdem dann aber nicht abschliessend geklärt werden konnte, ob die ziemlich grosse und aufdringliche Spinne, welche sich mittlerweile zu uns gesellt hatte, Angst vor uns zu haben hätte oder wir vor ihr haben sollten (wie auch die Frage, ob sie vielleicht noch viele Freunde und Verwandte hat), wurde das mit dem Feuer nochmals überdacht. Nachdem unser Führer nun auch seinen Spass am Quitschen der Freundin hatte, wurde uns ein tolles Feuer gemacht.
Anschliessend fand sich dann auch noch der Vollmond in unserer Runde ein, so dass - Sterne zwar ade - man nun wieder den ganzen Boden weit überblicken konnte und das Thema mit überdimensionalen Krabbeltieren sich defintiv erledigt hatte.

Am nächsten Morgen bekamen wir von unserem unermüdlichen Führer auch noch reichhaltiges Frühstück zubereitet (während wir noch tief und fest schliefen - nee nee, nix mit Sonnenaufgang in der Wüste, wird einfach überschätzt sowas *g*...), so dass wir wirklich ein schlechtes Gewissen bekamen.
Es hat uns sehr auch beeindruckt, wie er mit den Kamelen umging, die Tiere bedeuten ihm wirklich sehr viel. Das Konzept von Karla mit der Oase in M'Hamid scheint aufzugehen, mehr darüber auf ihrer Website: http://www.desert-trekking.eu

Schade, ich kann hier nur zehn Fotos im Beitrag anzeigen, wer mehr sehen möchte (z.B. unser Führer beim Tausch Kamel gegen "Kuh", d.h. der Führer auf dem Motorrad *g*) kann sich hier bedienen:

www.hochzeits-fotoalbum.ch/flugkuh2

Vielen lieben Dank, Karla an Dich und das ganze Team der Rose Du Sable, macht weiter so! Es ist super, dass es solche Menschen wie Euch gibt.

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#163094 - 06/05/2017 20:50 Re: Von Teekannen, Kamelen und der Wüste in Marokko [Re: Drachenstein]
karla Offline
Mitglied

Registriert: 26/04/2006
Beiträge: 80
Ort: Ouled Driss/ M'Hamid el Ghizla...
Viele Dank, lieber "Drachenstein" :-)

ich fand es es auch total nett, Dich wieder zu sehen und v.a. euch beide hier gehabt zu haben. Die Bilder vom Hamid werde ich mal runterladen, er ist schon ganz aufgeregt und wartet auf die Motorradbilder.
Hier geht das Thermometer stetig hoch und der Wind will irgendwie nicht wirklich aufhoeren. Vielleicht regnet es ja doch noch :-)

Herzliche Gruesse aus der Wueste auch an Y.

Karla
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Die groesste Offenbarung ist die Stille. ---- Laotse

www.desert-trekking.eu

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