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Re: Filmriss [Re: Shakir.] #150450
28/09/2013 13:40
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hallo,

ich habe ihn gestern Abend gesehen und fand ihn sehr schön. Ich kann später noch mehr darüber schreiben, muss aber erst noch eine Radtour -allerdings kein Wettrennen- mit meiner Lebensgefährtin machen an diesem schönen Herbsttag...
lg Lothar

Re: Filmriss [Re: lodrice] #150451
28/09/2013 13:48
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Viel Spaß bei der Radtour. smile

Re: Filmriss [Re: Shakir.] #150482
30/09/2013 08:07
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guten morgen,

danke, die Tour war klasse. cool

Zum Film fällt mit so viel ein, dass ich gar nicht weiß wo anfangen.

Mal gucken was ich zu dieser Morgenstund zusammenkriege:

- er war berührend, viel Herz, Menschlichkeit, menschliche Abgründe

- tolle Schauspieler, vor allem das sympathische und gleichzeitig freche und vorlaute Mädchen und die schöne Mutter

- hochinteressante und real wirkende Einblicke in eine mir ansonsten nicht gerade präsente Gesellschaft.

- der unbeschwerte Umgang der Kinder untereinander, also Wadjda und ihr Freund. Ein paar Jahre später ist dann Schluss mit unbeschwert

- schockierende Rechtlostigkeit der Frauen, selbst ein radfahrendes Mädchen stellt einen Riesenskandal dar. Wobei minimale Erfolge durch beharrliches Festhalten an Zielen selbst in Saudi-Arabien möglich sind.

- was für eine Welt, wo sich Frauen verstecken müssen, der völligen Willkür von Fahrern und Ehemännern ausgesetzt sind.
Im Film wurde das Herz Wadjdas und der schönen und ergebenen und treu sorgenden Mutter gebrochen, weil sie keinen Jungen zur Welt brachte. Trotz allem geht die Menschlichkeit nicht völlig verloren.

- Wenn solche gesellschaftlichen Zustände, die praktisch die Hälfte der Gesellschaft von wesentlichen Teilen des Lebens ausschließen im Sinne Gottes wären (sie sind ja offiziell ihm zuliebe so eingerichtet), dann wäre Gott nicht barmherzig. Dann wäre er ein Despot und ein blöder Macho.

- Der saudische Islam ist nicht sympathisch, der marokkanische schon.

Der nächste Film, auf den ich mich freue heißt Exit Marrakech
LG Lothar

Re: Filmriss [Re: lodrice] #150985
27/10/2013 21:33
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Original geschrieben von: lodrice
Der nächste Film, auf den ich mich freue heißt Exit Marrakech
LG Lothar


Hallo Lothar,

freu dich nicht zu früh.

Exit Marrakech

Habe den Film heute geschaut. Wir erwartet, ist es eine F-Sicht auf das Land, in dem die Story spielt.
Eine Vater – Sohn Geschichte, für die Marokko lediglich als Hintergrund gilt. (Die Geschichte selbst interessant. Die Seite der allein erziehenden Mutter ist wenig ausgeleuchtet worden.)
Sie hätte in jedem anderen Land stattfinden können. Außer ein paar schönen Landschaftsaufnahmen, die jeder, der einmal in Marokko war, kennt, finde ich den Marokkobezug nicht authentisch.
In die Handlung einbezogen wurden eine Prostituierte, die mit ihrem Geld die Familie im Atlas unterstützt, deren Familie, die ängstliche Mutter und der gewalttätigen Bruder, zwei schwule Marokkaner, die sich als Denunzianten (oder Helfer der Polizei, je nach Sichtweise) herausstellten, Kinder, die mehr fordernd als freundlich waren, Korruption und ein Führer, der auch wiederum Verräter oder Helfer war.

Einzig kurz vor der letzten Klappe wurde eine Bauernfamilie gezeigt, die nach einem Unfall von Vater und Sohn die Verletzten uneigennützig rettete, sie bei sich aufnahm und ins nächste Krankenhaus fuhr. Diese Art der Gastfreundschaft, die eigentlich üblich für Marokko ist, ging unter in der zugespitzen Situation für ein Happy End alias Hollywood.
Für diesen Film kann man sich die viel zu teueren Eintrittskarten sparen und auf eine Ausstrahlung im dritten Programm warten.

LG
Katrin


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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #150990
27/10/2013 23:37
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Stoneangels: Ein Film nach "Die Engel von Sidi Moumen" von Mahi Binebine

Habe mir vor ein paar Wochen den Film Stoneangels angeschaut. Gut, dass ein solcher gesellschaftskritischer Film in Marokko gezeigt wird. Aber für alle, die lesen können, tut es. Der Film wird dem Buch nicht gerecht.


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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #151015
29/10/2013 09:35
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Hallo Katrin,

ich fand nicht, dass das rausgeschmissenes Geld war. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Den ganz großen und völlig authentischen Marokkobezug habe ich von Anfang an nicht unbedingt erwartet. Ich erwartete eine bewegende Geschichte und tolle Landschaften. Beides wurde erfüllt.

Darüber hinaus empfand ich die Einblicke, die der Film in die marokkanische Gesellschaft eröffnet dennoch als ziemlich authentisch. Nicht alles, aber größtenteils. Ich finde wie Du auch, die Kinder waren mehr fordernd als lachend dargestellt. In einer touristischen Region ist das aber durchaus real. Nur freundlich lächelnde Kinder wären kitschig gewesen.

Super gemacht fand ich, wie der naive Idealismus eines 17-jährigen, der glaubt, mal eben ganz easy die Familie seiner Prostituierten-Freundin besuchen zu können oder sie auf seine Reise mitnehmen zu können auf die Realität im Atlasdorf trifft. Und da ist sowas natürlich völlig undenkbar bzw. würde das Dorfleben total auf den Kopf stellen.

Der schwierige Umgang mit dem Thema Prostitution wurde am Rande beleuchtet. Dies hat mir im Film Tangerine besser gefallen.

Und dann hatte ich jede Menge Deja-vues. Das witzigste war in Taliouine. Da wurde im Film das potthässliche und leerstehende Hotel Ibn Toumert gezeigt. Dort habe ich mir auch einmal ein Bier besorgt. Alles war genauso verlassen und überhaupt nicht wirklich auf Gäste vorbereitet wie im Film. Auch die netten und gleichzeitig völlig tiefenentspannten Hotelmitarbeiter haben gepasst.

Hier und da war es schon auch ein bisschen klischeehaft, aber alles in allem geht mein Daumen nach oben daumen1

LG Lothar

Re: Filmriss [Re: Shakir.] #151020
29/10/2013 14:14
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Dieser Film hat mir wesentlich besser gefallen, kam vor Kurzem auf ZDF kultur.
Marrakesch (Originaltitel: Hideous Kinky) ist ein britisch-französisches Filmdrama aus dem Jahr 1998. Regie führte Gillies MacKinnon, das Drehbuch schrieb Billy MacKinnon anhand eines Romans von Esther Freud.
Die Handlung spielt im Jahr 1972. Die Londoner Hippie-Frau Julia und ihre zwei kleinen Töchter reisen nach Marokko, wo Julia spirituelle Inspiration sucht. Sie verliebt sich dort in den Einheimischen Bilal, der in einem Steinbruch beschäftigt ist, aber auch von Diebstahl und Betrug lebt.
Die einheimischen Frauen können Julia nicht verstehen während die mit ihr befreundete Eva sie bedrängt, zu studieren. Die Familie durchlebt finanzielle Schwierigkeiten. Julias ältere Tochter Bea vermisst die Schule. Am Ende bezahlt Bilal Julia und ihren Töchtern die Rückfahrt nach England.
Wer weiss, ob es diesen auf DVD gibt?

Re: Filmriss [Re: omar11] #151021
29/10/2013 15:38
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Original geschrieben von: tagbasil
Dieser Film hat mir wesentlich besser gefallen


besser als was? Du beziehst Dich auf einen Beitrag von Shakir.

Den Film Marrakech mit Kate Winslet habe ich auf DVD (über Amazon bestellt).
LG Lothar

Re: Filmriss [Re: omar11] #151022
29/10/2013 15:53
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...ob es den film auf DVD gibt weiß ich nicht .

aber das buch solltest du lesen ist wesentlich ausfuhrlicher

und so frisch und leicht geschrieben das man beim lesen meint

man ist selbst dabei .

Gruß Harera

Re: Filmriss [Re: lodrice] #151034
30/10/2013 10:39
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Original geschrieben von: lodrice
Den Film Marrakech mit Kate Winslet habe ich auf DVD (über Amazon bestellt).

Danke für den Hinweis. Gruss vom Bodensee

Last edited by tagbasil; 30/10/2013 10:40.
Re: Filmriss [Re: harera] #151035
30/10/2013 10:42
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Original geschrieben von: harera
aber das buch solltest du lesen ist wesentlich ausfuhrlicher und so frisch und leicht geschrieben das man beim lesen meint, man ist selbst dabei.

Danke für den Tip, werd ich machen, hoffe ich finde das Buch auch bei Amazon. Gruss vom Bodensee

Re: Filmriss [Re: harera] #151072
04/11/2013 21:46
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Last edited by whatshername61; 04/11/2013 21:55. Reason: link zum link

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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #151784
24/12/2013 02:31
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Der Medikus

nach einem Buch von Noah Gordon

26 Jahre nach Veröffentlichung des Buches folgt jetzt die erste Verfilmung. Das 850 Seiten starke, über sechs Millionen Mal verkaufte Buch wurde in einem zweieinhalb stündigen Film durch den Regisseur Philipp Stölzl und seine Crew abgedreht.

Der wissbegierige Rob Cole reist im 11. Jahrhundert von England ins persische Isfahan, um dort beim besten Arzt seiner Zeit Medizin zu studieren. Doch der junge Christ begibt sich mit dieser Reise in die muslimische Welt in tödliche Gefahr und muss sich als Jude verkleiden, um zu überleben.
Der Film gibt ein Abbild des Mittelalters und des Zusammentreffens verschiedener Kulturen, plädiert für Toleranz zwischen den Religionen und beschäftigt sich mit dem Streben nach Wissen und dem Erkunden des menschlichen Körpers. Dazu kommt eine Liebesgeschichte, die gegenüber dem Buch stark verändert wurde. Robs große Liebe ist nicht mehr die rothaarige Schottin Mary, sondern eine verheiratete Jüdin namens Rebecca.

Gedreht wurde vorwiegend in Studios. Die fantastische Landschaftsaufnahmen wurden in Marokko gedreht. Für Aufnahmen standen ebenfalls die Atlas-Studios in Ouarzazate zur Verfügung. Die Statisten in Ouarzazate, der Filmstadt am Rand des Atlas-Gebirges, gelten als Profis. Jeder von ihnen hat schon in einem Film mitgespielt. "Gladiator", "Alexander", "Die Päpstin" und "Das Königreich der Himmel" wurden hier gedreht.

"Immer wenn es besonders warm und staubig aussehen muss, kommen die Filmteams hier her", sagt Mohammad Baalla, der einen Mullah spielt. "Wir Laiendarsteller lassen uns lange Bärte wachsen, damit wir authentisch aussehen. Je mehr Falten und je weniger Zähne man hat, desto häufiger wird man gebucht", sagt er und lacht breit. Der "Medicus" ist schon sein 39. Film.

Der Film ist ab übermorgen in den Kinos zu sehen. Ich bin neugierig, wie realistisch und tolerant der Film wirklich ist.

Re: Filmriss [Re: whatshername61] #153812
02/05/2014 21:06
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Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt

Heute hatte ich endlich die Möglichkeit den Film "Inside WikiLeaks- Die fünfte Gewalt" zu schauen. Sehr empfehlenswert! (Die Streitereien zwischen den Filmemachern und den Machern von WikiLeaks mal außen vor gelassen.)
Es geht um Gerechtigkeit, Wahrheit und die Transparents von Informationen. Es ist die Rede von Kollateralschäden (z. B. ein iranischer Vater, der seine Kinder zur Schule bringt, Journalisten) und der menschenverachtenden Reaktion seitens der Verursacher. Es geht um den Mut, seine Meinung öffentlich zu machen und auch mit den Konsequenzen daraus zu leben.

Was wenn du aktiv an etwas teilhast, was du persönlich ablehnst?
Was wenn durch Veröffentlichung von Informationen Menschen zu Schaden kommen?
Sind sie Helden oder Kriminelle?

...der nächste große Wurf waren die irakischen Kriegsprotokolle... Die fast 400000 Dokumente beschreiben ausführlich, wie das US-Militär vorsätzlich Informationen über zivile Opfer und systematische Folter verschwiegen hatte. "Präsident Obama genehmigte... und es ist ein Verstoß gegen die Genfer Konventionen..von denen man weiß, dass sie foltert...es gab 1300 Berichte zum Teil von Ärzten von wirklich grauensamer Folter...wir reden hier von Unzucht, von Misshandlungen mit Gummischläuchen, von Schlägen, von Mord...
...von jener Folter von der wir den Irak eigentlich hatte befreien wollen...damit hatte die Obama-Regierung Kriegsverbrechen begangen...
...die Depeschen deckten kriminelle Machenschaften und Korruptionen von Tyrannen in Ägypten, Tunesien und Libyen auf und trugen dabei maßgeblich zu Entstehung des sogenannten arabischen Frühlings bei...
...sie urteilten außerdem über den Charakter von Staatsoberhäuptern... und zwar auf eine Art und Weise, die deutlich machte, dass Amerika ihre diese Enthüllungen hat Auswirkungen auf fast jede Beziehung die die Vereinigten Staaten zu anderen Ländern pflegen...
...brachte auch Vergehen der Vereinigten Staaten ans Licht, wie etwa kriminelle Vertuschungsaktionen oder den systematischen Einsatz von Diplomaten zu Spionagezwecken...


Er muss verfolgt werden, auch wenn die Gesetze geändert werden müssen.
Es ging nicht etwa gegen die Verursacher, die USA. Nein, gegen Julian Assange und nur gegen ihn und auch nicht gegen andere Medien wie die NY-Times oder Washington Post, die diese Dokumente ebenfalls veröffentlichten.

Ein Cyberkrieg beginnt. Die WikiLeak-Finanzen werden eingefroren, die Website von WikiLeaks mit Angriffen attackiert. Mit im Bunde Visa, Mastercard und PayPal, die wiederum durch Anonymous, die WikiLeaks unterstützten, attackiert wurden.

Am Ende muss man erkennen, dass J.A. trotz seiner Enthüllungen nur ein Mensch mit Fehlern ist.
Aus meiner Sicht ein sehr realistischer Film mit vielen dokumentarischen Einspielungen.
Auch wenn dieser Film von Kritiken zerrissen wurde, finde ich, dass er sehr viel und treffsicher über Daten, Macht und Wissen aussagt und nebenbei durch die dokumentarischen Einblendungen, die realen Verbrechen aufdeckt.


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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #153832
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Hallo Katrin
ich bin auch Deiner Meinung mit dem Film Exit Marrakech. Den würde ich kein zweites Mal schauen. Im Gegensatz zum Film Marrakesch mit Kate Winslet. Diese DVD habe ich schon mehrmals reingezogen

Re: Filmriss [Re: sainab] #154850
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Hallo Merlina ,

Den Film Five Broken Cameras habe ich mir heute noch einmal angeschaut. Sehr beeindruckend. Geht tief in die Seele. Reale Bilder aus einer kranken Welt.

Hier noch ein paar Hintergrund-Infos:

Der Film «5 Broken Cameras», der für den Oscar nominiert gewesen war, ist an der 41. Auflage
der internationalen Emmy-Auszeichnungen zum besten Dokumentarfilm gekürt worden. Es
handelt sich um ein Gemeinschaftswerk des Palästinenser Emad Burnat und des Israeli Guy
Davidi. Burnat ist der erste palästinensische Filmschaffende, dem diese Ehre zuteil geworden ist.
«5 Broken Cameras» ist die Chronik des gewaltlosen Widerstandes der Palästinenser. Der Film
wurde aus Material hergestellt, das Burnat, einem Einwohner des für seine regelmässige
Kundgebungen gegen die Besatzung bekannt gewordenen Westbank-Dorfes Bilin, seit 2005
aufgenommen hat. Burnat dokumentiert die Kindheit seines Sohnes Gibreel vor dem Hintergrund
der Proteste gegen die Errichtung des Sicherheitszaunes auf Land, das den Dorfbewohnern gehört.
Während der Filmaufnahmen gingen mehrere Kameras von Burnat bei Zusammenstössen mit
israelischen Soldaten in die Brüche. Burnat verewigte auch Szenen, in denen IDF-Soldaten seine
Freunde und Verwandte verletzten. Der Film hatte am Jerusalemer Filmfestival den Preis für den
besten Dokumentarfilm erhalten und ist auch am Sundance Film Festival ausgezeichnet worden.


Auf dem Weg zur Preisverleihung hielten US-Behörden den Oscar-Anwärter fest.
Er war auf dem Weg zu einem Oscar-Dinner, doch am Flughafen wollte man ihn nicht ins Land lassen...Selbst als er ihnen die Einladungen auf seinem Smartphone und die Hotelreservierungen zeigen wollte, hätten sie gedroht, ihnen die Einreise zu verweigern. Er und seine Familie hätten Angst gehabt, zurückgeschickt zu werden...weil er nicht "Oscar-mäßig" genug aussah, schob er später ironisch nach.


Das Palästina Portal
Die Geschichte des friedlichen Widerstandes in der Westbank



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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #154860
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Hallo Katrin!
Danke für den Link. Die Seite kannte ich noch nicht.


LG
Re: Filmriss [Re: 21merlina] #154951
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Seit Wochen lief nicht viel Interessantes im Kino. Dafür in dieser Woche um so mehr.

Für alle Twilightfans ein Muss ist der 2. Teil der verfilmten Triologie der Bücher von Kerstin Gier:
Saphirblau
Ein Film um Liebe, Loyalität und Macht vermischt mit einem Sifi-Faktor Zeitreisen. Für einen deutschen Film gut intiiert.

Film Nr.2:
Transformers - Ära des Unterganges
Solche Sprüche wie: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" (gleichgültig welches Aggressionspotential er hat.) und sinngemäß: "Wenn wir es in den Griff bekommen, können wir die zukünftigen Kriege ohne Menschen führen, damit keine Amerikaner mehr in Kriegen sterben. Somit werden unsere Kriege menschlicher," kommen mir irgendwie bekannt vor. Ansonsten steht dieser Transformers seinen Vorgängern in Nichts nach.

Für alle, die Klamauk kombiniert mit Rassismusverarsche und ein wenig Ablenkung vom Alltag wollen, ist Monsieur Claude und seine Töchter genau das Richtige. Wenn man sich selbst nicht zu wichtig nimmt, werden die Lachmuskeln genug zu tun bekommen. Streotype, Rassismus auf eine andere Art und die Bedeutung der Familie mal aus einer anderen Sicht. Für alle, die einen Marokkobezug wollen... ...jaaaaaa, hat er! Der Algerier wollte keinen Marokkaner als Schwager und die Schwiegerfamilie von der Elfenbeinküste kam mit einer marokkanischen Airline zur Hochzeit laugh

Für heute habe ich mir Planet der Affen - Prevolution vorgenommen. Marokkobezug?...wenn das Wort Moslem reicht...wurde mir von einem türkischen Moslem als Anti-Kriegsfilm empfohlen.
Filmkritik folgt...







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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #154981
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SEHENSWERT


Nachdem in „Planet der Affen –Prevolution“ klar war, dass die Menschen an den Affen ein Virus getestet haben, dass diesen einen Sprung in ihrer Entwicklung brachte, sie selbst aber fast gänzlich ausrottete, begannen Affen und Menschen ein voneinander getrenntes Leben zu führen.
Zehn Jahre später in „Planet der Affen – Revolution“ kommt es zur Konfrontation zwischen Affen und Menschen. Verwicklungen, verursacht durch Misstrauen und gegenseitige Schuldbezichtigungen, nehmen ihren Lauf.
Dieser Film hat starken Realitätsbezug zur heutigen Situation der Staaten untereinander, lassen die Sifi-situation nicht realitätsfremd erscheinen.
Werden sich bei den Machtkämpfen innerhalb der Gemeinschaften die Kräfte durchsetzen, die Frieden wollen oder siegen die Kräfte, die Affen nicht als nicht ebenbürtig oder Menschen als notorische Lügner sehen? Ist ein Krieg zwischen Affen und Menschen abwendbar? Werden Vertrauen und das Wirken auf einen dauerhaften Frieden, den endgültigen Durchbruch in der Beziehung zwischen Menschen und Affen bringen? Ist ein bevorstehender Krieg abwendbar, wenn wirklich sämtliche Kräfte, die Frieden wollen, alles dafür Notwendige tun?
Wie sehr Krieg oder Frieden am seidenen Faden hängt, wie wichtig die richtigen Führer für die Durchsetzung einer friedlichen oder kriegerischen Politik sind und wie groß der Einfluss eines einzelnen Individuums ist, hängt oft von Zufall, Glück und auch der richtigen Information der Massen ab.
Abgesehen vom Inhalt ist dieser 3D Film ein würdiger Nachfolger des letzten Filmes. Spannung, Liebe, großartige Bilder, Aktion und Spaß kommen nicht zu kurz. Wer bereits Fan der ersten Verfilmungen von 1968, 1970 bis 1974 war: Die Story ist eine andere, weniger realitätsfremde als die alten Filme, sie ist eine Neuinitiierung des alten Themas und ganz gewiss nicht weniger dramatisch.




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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #155062
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Volker Pispers: Der Kampf gegen den Terrorismus



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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #155071
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Volker Pispers: Der Kampf gegen den Terrorismus





Volker Pispers ist super, wie er immer mit einer guten Ladung Humor ernste Themen gut "an den Mann" bringt und die Leute zum Denken anregt finde ich wirklich erstaunlich smile

Re: Filmriss [Re: Prager] #155081
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Das Grauen beginnt in Daraa, einer Stadt im Süden Syriens, an der Grenze zu Jordanien. Ein paar Jugendliche hinterlassen nach Schulschluss regierungskritische Parolen an den Wänden. Ein Junge schreibt: "Das Volk will den Sturz des Regimes."
Sie werden erwischt, festgenommen, geschlagen und gefoltert. Dem Jungen werden die Fingernägel herausgerissen. Seine Eltern verlangen die Freilassung ihres Sohnes. Der zuständige Offizier antwortet ihnen: "Vergesst es. Macht ein neues Kind. Wenn ihr das nicht könnt, schafft eure Frauen hierher, wir helfen euch."
Dreieinhalb Jahre liegt es zurück, dass die Menschen in Daraa gegen dieses Vorgehen der Sicherheitskräfte aufbegehren. Die eröffnen das Feuer auf die Demonstranten und töten mehrere von ihnen. Die Proteste greifen auf andere Städte über, bald erschüttert ein Bürgerkrieg das gesamte Land, der bis heute andauert.
...
Der syrische Filmemacher Oussama Mohammad beginnt seinen Dokumentarfilm "Selbstporträt Syrien" mit der Geschichte dieses einen Jungen. Mohammad zeichnet die Entwicklung Syriens in den vergangenen drei Jahren in wackeligen, unscharfen Bildern mit oft schlechtem oder fehlendem Ton neunzig Minuten lang nach; mit Handykameras aufgenommene Videos, die Mohammad auf YouTube gefunden hat.


"Selbstporträt Syrien", Montag, 15. September 2014, 23.15 Uhr, Arte

nur um in erinnerung zu rufen, wie das ganze angefangen hat.

spon

gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

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Re: Filmriss [Re: Najib] #155187
25/09/2014 00:15
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Hallo,

hab den Film geschaut. Schlimm, wie menschenverachtend und gewalttätig es in der Welt zu geht.

Der hier geht in die gleiche Richtung:

Darfur

Seit 2003 begehen arabische Milizen in Darfur schwere Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung und ziehen mordend, plündernd und vergewaltigend von Dorf zu Dorf. Für die Vereinten Nationen handelt es sich um eine der “schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt”. Als eine kleine Gruppe amerikanischer Journalisten erfährt, dass solch eine Miliz auf dem Weg zum Dorf ist, wo sie sich gerade aufhalten, stehen sie vor einer schwerwiegenden Entscheidung: entweder die Augen vor der anstehenden Vernichtung des Dorfes abzuwenden oder der Bevölkerung zu helfen, koste es was es wolle.


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When the rich wage war
is the poor who die.
LP
Re: Filmriss [Re: whatshername61] #155288
30/09/2014 21:26
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Zur Abwechslung was zum Schmunzeln:

ach nee, das war'n ja wir...

27. September 2014. Hagen Rether bei Mitternachtsspitzen wagt es, Amerikaner als DrecksAmerikaner zu beschimpfen, indem er sie ständig mit DrecksNordkoreaner verwechselt.


When the rich wage war
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Re: Filmriss [Re: whatshername61] #155353
08/10/2014 00:02
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Das Fest des Huhnes
(Satire, 1992)


Ein ethnographisches Forschungsteam aus Afrika reist nach Europa um einen mit den Bayern verwandten oberösterreichischen Stamm zu erforschen.


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