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Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? #148752
12/07/2013 10:58
12/07/2013 10:58
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LOE140905 Offline OP
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So wie ich es meine verstanden zu haben geht es am Ramadan um innere Einkehr und Demut was ich als sehr positiv ansehe weil es unseren Gesellschaften an eben dem reichlich mangelt.

In Marokko habe ich oft beobachtet das am Ramadan mehr gefressen und rumgeaast wird als das ganze Jahr über, aber dann sitzen die Kollegen tagsüber schlecht gelaunt rum weil sie meist schlichtweg überfressen und übermüdet sind von der durchmachten Nacht.

"Christenmenschen" berechtigt Heuchelei vorzuwerfen fällt mir nicht schwer, ich kenne sie zu gut. Und ich finde es auch nicht schlimm das Religionen hier praktisch aussterben, bin ich doch selbst glücklich damit ein gottloser Mensch zu sein und mich somit nicht mit meist unsachlichen, religiösen Diskussionen übermässig belasten zu müssen.

Nichtsdestotrotz frage ich mich inwiefern das Verhalten der überwiegenden Mehrheit in Marokko am Ramadan den Worten des Koran entspricht. Denn nächtliche Völlerei (man würde das woanders auch "Party" nennen können) hat IMHO rein gar nichts mit innerer Einkehr und Demut zu tun.

Wie seht ihr das in Marokko? Gibt es da kritische Stimmen? Immerhin wird so das Fest der Demut zum kommerziellen Event auf den die Wirtschaft im Kleinen wie im Grossen sicherlich nicht verzichten will...

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148754
12/07/2013 11:28
12/07/2013 11:28
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Chadidscha Offline
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Chadidscha  Offline
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Nun ja - das ist halt ein wenig wie Weihnachten. Auch hier geht - ginge - es um innere Einkehr, Frieden und Demut. Und nie gibt es mehr Streit in Familien als in der Weihnachtszeit, und auch dieses Fest ist zu einer Zeit des Kauf- und Tausch- und (Fr)Essrausches geworden.

Es ist doch in allen Religionen dasselbe: ganz unterschiedliche Menschen haben ganz unterschiedlich starken Glauben. Während die einen kaum oder gar nicht glauben und nur auf dem Papier Christen oder Muslime sind und solchen Zeiten einfach möglichst viel "Spaß" abgewinnen wollen, so versuchen diejenigen, die ihren Glauben weitgehend verinnerlicht haben, die Gottesdienste ernst zu nehmen und sich an die Vorgaben der Religion zu halten. Aber wir sind alle nur schwache Menschen und die Versuchungen rund herum sind groß - insofern gelingt die Umsetzung der religiösen Vorgaben jedem Einzelnen nur bis zu seinem ganz persönlichen Limit.

Kampf ist angesagt, Dschihad, wie man im Islam sagt, Kampf gegen die niederen Gelüste. wink

Ach ich sehe gerade, eigentlich war die Frage nicht allgemein sondern an Marokkaner gerichtet...Sorry. Ich lass es jetzt trotzdem mal so stehen.

Last edited by Chadidscha; 12/07/2013 11:31. Reason: Ergänzung
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Chadidscha] #148758
12/07/2013 14:27
12/07/2013 14:27
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LOE140905 Offline OP
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Was sind denn "niedere Gelüste"?

Und natürlich kann jeder seine Meinung dazu sagen. Auch konvertierte Muslime haben sicherlich eine gültige Meinung.

Antwort auf:
Für gesunde Muslime (und Kranke müssen/dürfen gar nicht fasten) ist das Fasten jedenfalls - richtig betrieben und nicht durch übertriebene nächtliche Exzesse zunichte gemacht, sondern durch eine ausgewogene Ernährung*) unterstützt - nicht nur kein Problem, sondern bringt nebst den angestrebten spirituellen durchaus auch gesundheitliche Vorteile.


Da bin ich mir sicher, diese Erfahrung habe ich durch "Heilfasten mit Naturrreis" in der Hippizeit auch gemacht.

Last edited by BongoFury; 12/07/2013 14:31.
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148759
12/07/2013 15:19
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Najib Offline
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hallo

Antwort auf:
Nichtsdestotrotz frage ich mich inwiefern das Verhalten der überwiegenden Mehrheit in Marokko am Ramadan den Worten des Koran entspricht. Denn nächtliche Völlerei (man würde das woanders auch "Party" nennen können) hat IMHO rein gar nichts mit innerer Einkehr und Demut zu tun.


die überwiegende mehrheit hat kein geld und keine zeit, um einen monat lang party zu machen.
spätestens nach der ersten woche ist für die meisten vorbei.
es wird zwar so gut wie es geht gegessen, was jetzt im sommer auch nötig ist um den langen tag zu überstehen, aber völlerei ist übertrieben. es hängt einem nach einer gewissen zeit auch zu hals heraus.
ein sprichwort sagt, dass die zweite woche des ramadan ans fett geht, die dritte ans fleisch und die vierte an die knochen.


gruss
Najib

Last edited by Najib; 12/07/2013 15:21.

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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148761
12/07/2013 16:15
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Original geschrieben von: BongoFury
Was sind denn "niedere Gelüste"?


Eben, z.B. der Völlerei nach- statt in sich zu gehen. Dem Kaufwahn zu ver- statt Gott zu ge-fallen. Etc. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Sich dran zu halten schon eher.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148762
12/07/2013 18:34
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Thomas Friedrich Offline
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Hallo BongoFury,

als ebenfalls freidenkender Mensch kann ich Dir nur zustimmen.

Ramadan ist weder, wie ich hier oft höre, "Holiday for the stomach", noch, wie man es religiös zu erklären versucht, etwas wie "Du sollst fühlen wie die Armen".

Die Krankenhäuser sind, wie immer im Ramadan, übervoll: Kreislaufzusammenbrüche, Nierenkollaps, Autounfallopfer, denn kurz vor Sonnenuntergang wird gerast wie verrückt sowie Opfer von gewalttätigen Auseinandersetzungen, denn während des Ramadans gibt´s am späten Nachmittag extrem viele Schlägereien von aggressiv gewordenen Menschen (oft Raucher).

Ein erheblicher Anteil der Menschen, oft jüngere, mordernere, gebildetere sowie jene die sich das Hungern aus beruflichen Gründen nicht erlauben können, fasten nicht und essen heimlich.
Leider steht auf Essen und Trinken in der Öffentlichkeit immer noch eine Freiheitsstrafe von zwei Monaten.
Hier sind wohl Leute sehr in Sorge darüber, dass das Essen Schule machen könnte und die zur bedingenslosen Gehorsamkeit erzogenen Anhänger wegbrechen könnten.;-)

Viele Menschen überschulden sich für das Essen im Ramadan. (Stell Dir vor es wäre einen ganzen Monat lang an jedem Abend Weihnachten)
Die ohnehin schon schwächelde Wirtschaft kommt fast völlig zum Erliegen.

Wenn die Amerikaner den Häftlingen in Guantanamo tagsüber bei großer Hitze Getränke und Nahrung verweigern würden, dann ginge (zurecht) ein Aufschrei durch die Welt und es wäre von Folter die Rede.
Um Gott zu gefallen tun Menschen so etwas freiwillig. (D.h. nicht ganz, denn sie bekommen bei Nichteinhaltung Höllenqualen nach dem Tod angedroht).
So etwas würde man normalerweise religiösen Fanatismus nennen aber wenn fast alle das machen glauben die Betroffenen dass es völlig normal sei.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.


Weitere Informationen über meine Aktivitäten:

http://lmgtfy.com/?q=thomas+friedrich+marokko
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Chadidscha] #148763
12/07/2013 18:35
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Ich selbst kenne zwar das Ramdadanleben innerhalb von Marokko nicht aus eigener Erfahrung, es kann jedoch nicht anders sein als überall.

Völlerei ist eigentlich ziemlich schwierig/unmöglich im Ramadan, da man nach nur wenigem Essen schon ziemlich satt ist. Um so mehr man ißt, desto schwieriger ist das Fasten am nächsten Tag.

Allerdings treibt die soziale Komponente (es wird viel gegenseitig eingeladen u. jede Frau möchte natürlich den Gäste das Beste servieren) den Konsum dann potentiell in die Höhe.

Es stimmt dass zu viel Essen u. Schlafen den gewünschten Effekten des Ramadans entgegen wirken.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148765
12/07/2013 20:47
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auch unser Tisch ist zum Fastenbrechen reich gedeckt, besonders wenn Gäste da sind. Es geht uns dabei darum, dass jeder etwas findet, was er mag, was ihm guttut und was er gerne isst. Das heisst nicht, dass man masslos zulangt und das Ganze zur Völlerei wird. Wer schon öfter gefastet hat, weiss, dass das nicht hilfreich ist und wird sich schon aus Vernunftgründen mässigen.
Dass viele Muslime sich nicht den Regeln des Korans entsprechend verhalten ist nicht nur ein Phänomen des Ramadans. Und so ist es auch nur ein Teil, der Party macht, statt diese Zeit für innere Einkehr und der Verbesserung der eigenen Person und ihres Verhältnisses zu Gott zu nutzen! Aber diejenigen, die sich in der Öffentlichkeit schlecht benehmen fallen eben besonders ins Auge und so wird ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung meiner Meinung nach überschätzt!
Ich empfinde den Ramadan inzwischen als eine Bereicherung in meinem Leben, auch wenn ich für diese Erkenntnis einige Jahre gebraucht habe.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Thomas Friedrich] #148766
12/07/2013 20:58
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Antwort auf:
Ein erheblicher Anteil der Menschen, oft jüngere, mordernere, gebildetere sowie jene die sich das Hungern aus beruflichen Gründen nicht erlauben können, fasten nicht und essen heimlich.


woher weist du, wie gross der anteil der nichtfastenden ist, wenn sie doch heimlich essen und trinken, wie du sagst?

woher weist du ihr alter und ihren bildungsgrad, wenn sie es doch heimlich machen, wie du sagst?

das würde mich jetzt mal interessieren.

gruss
Najib


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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Najib] #148767
12/07/2013 21:20
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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: 21merlina] #148768
12/07/2013 22:08
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Es gibt wohl auch Leute, die einen positiven Eindruck bekommen:
Two Christians convert to Islam on first day of Ramadan
Man sieht auch das, was man sehen will. Wer Verkehrschaos sehen will, sieht es sicher auch.


LG
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: 21merlina] #148769
12/07/2013 22:25
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Einen Tag ohne Essen auszukommen ist sicher gesund (auch 4 Wochen lang). Aber bei teilweise über 40 Grad C. nicht mindestens Wasser zu trinken, schadet der Gesundheit. Darüber herrscht hoffentlich Einigkeit.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: jurudo] #148770
12/07/2013 22:37
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Antwort auf:
Aber bei teilweise über 40 Grad C. nicht mindestens Wasser zu trinken, schadet der Gesundheit. Darüber herrscht hoffentlich Einigkeit.


nein.


gruss
Najib


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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: jurudo] #148771
13/07/2013 00:39
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Da Fasten nur den Gesunden erlaubt ist, ist es auch nicht schädlich, einen Tag nicht zu trinken. Solange man in der Gesamtsumme genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, ist das kein Problem. In Deutschland stelle ich teilweise eine Art Trinkwahn fest, man "soll" und "muss" unbedingt um die drei Liter trinken, egal ob durstig oder nicht. DAS ist für mich Unsinn und auch eine Art Manipulation. Denn es soll ja auch kein Leitungswasser sein, sondern teuer gekauftes. Die Natur hat uns ein Durstgefühl gegeben und wenn wir uns danach richten, passt alles.
Zurück zu Ramadan: es gibt bestimmt viele Völker auf dieser Erde, besonders in den Wüsten, die sehr lange Trinkpausen einlegen müssen. Vieles ist auch eine Frage der Gewohnheit.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148773
13/07/2013 01:12
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Najib daumen3, so ist es!

und Koschla, du hast das gut beschrieben, so sehe ich das auch!
Wenn es anders wäre müssten ja viele Millionen Muslime am Ende des Ramadans dahinsiechen, aber das Gegenteil ist der Fall, man fühlt sich stark und wohl am Ende diesen Monats.

Last edited by Bhaloulia; 13/07/2013 01:16.
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: jurudo] #148774
13/07/2013 03:58
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Original geschrieben von: jurudo
Einen Tag ohne Essen auszukommen ist sicher gesund (auch 4 Wochen lang). Aber bei teilweise über 40 Grad C. nicht mindestens Wasser zu trinken, schadet der Gesundheit. Darüber herrscht hoffentlich Einigkeit.


Hallo jurudo,

ist Ramadan (der Durst im Ramadan) gesundheitsschädlich? Nein - ist er nicht.

Und bleiben wir mal bei weltlichen Maßstäben:

Nenne mir bitte eine Kohortenstudie, die beweist, dass der Ramadan gesundheitsschädlich ist? Also, dass Menschen, die Ramadan machen, eine kürzere Lebenserwartung haben als andere Menschen bzw. vergleichsweise vermehrt an Krankheiten leiden.

Und eigentlich bedarf es nicht solch einer Studie. Da reicht gesunder Menschenverstand. Ich habe nicht das Gefühl, dass Muslime eine kürzere Lebensdauer haben als Nichtmuslime oder häufiger erkranken als Nichtmuslime.

Ach..übrigens...

Antwort auf:
Auswirkungen, wenn Sie zu viel trinken
Ernährungsexperte Udo Pollmer geht sogar noch weiter und warnt, dass die erhöhte Aufnahme von Wasser ungesund sein und zu Problemen führen kann. Vor allem bei Sportlern sind Fälle von Wasservergiftungen bekannt. Opfer seien aber "auch junge Frauen, die meinen, ihre Diät besser durchhalten zu können, wenn sie ständig am Wasserglas nippen", sagte Pollmer im SPIEGEL-Interview. Wenn Sie dauerhaft Flüssigkeit zu sich nehmen, ohne vorher einen Durst zu verspüren, wird sich Ihr Körper melden. Neben Schwitzen und Luftnot können auch Müdigkeit sowie Konzentrationsschwäche auftreten, im schlimmsten Fall Hirn- oder Lungen-Ödeme. Außerdem spült das zusätzliche Wasser Mineralien aus dem Körper, wodurch vor allem im Fall von Natrium eine Unterversorgung entstehen kann. Das ist dann erst recht ungesund.


http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/ernaehrung/id_46159740/ist-zu-viel-trinken-ungesund-.html


Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Bhaloulia] #148775
13/07/2013 04:23
13/07/2013 04:23
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was mich am ramadan beschäftigt, ist die frage, weshalb sich menschen damit beschäftigen, die ihn explizit als quatsch bezeichnen und dann auch noch argumente gegen ihn suchen.
weshalb ist ihnen der ramadan nicht so lang wie breit?
was treibt sie dazu, belehrend auf die muslime einwirken zu wollen.
weis ein moslem nicht besser, ob er einen 29 tage ohne flüssigkeitszufuhr gesund übersteht, als einer, der noch nie den ramadan eingehalten hat?
wenn es den moslemen egal ist, ob jemand im ramadan völlt oder heimlich das fasten bricht, weshalb ist es dann einem atheisten nicht genauso egal. weshalb müssen diese dann als argument gegen den ramadan angeführt werden?
weshalb sollte in einem moslemischen land im ramadan das essen und trinken in der öffentlichkeit erlaubt sein? in den säkularen ist ja auch ganzjährig sex in der öffentlichkeit verboten.
weshalb sollte in einem säkularen land sex in der öffentlichkeit anstössig sein, wenn es öffentlich essen und trinken in einem moslemischen land nicht ist?

wenn man jemandem essen und trinken entzieht, dann ist das folter. wenn jemand freiwillig nicht isst oder trinkt, dann ist das seine privatsache und geht niemanden was an.
in guantanamo werden die häftlinge auch 24 stunden am tag mit justin bieber beschallt. das zählt auch als folter, obwohl manche hausfrau sich das auch freiwillig gibt und dann von der menschenrechtseite her nichts zu beanstanden ist.

das argument, der ramadan könne nicht gesund sein, ist von einem der ein angemessenes einkommen als massstab für einen menschen nimmt, wohlfeil.
ein angemessenes einkommen zu erzielen ist wohl in den meisten fällen ungesünder, führt zu herzinfarkten, auseinander fallenden familien, frühverrentung und jeder menge arbeitsunfällen.
einen monat lang im jahr langsam zu machen mit allem kann nicht ungesünder sein, als 12 monate im stress zu sein.

von der warte dessen, der im islam ein menschengemachtes instrument sehen, um die massen zu unterdrücken, ist der ramadan ja ein störfaktor in der rechnung.
wäre er ungesund und würde vermehrt zu todesfällen führen, würde man ja genau seine eigene anhängerschaft ausrotten.
genau die, die sich nicht an das gesetz halten, hätten bessere überlebenschancen. das muss den mächtigen, die den koran in auftrag gaben, ja auch aufgefallen sein.

bei dieser gemengelage der argumente befürchte ich, dass es gar nicht um die heuchelei und den gesundheitsschaden geht, sondern wiedereinmal nur darum, uns zu zeigen, wie dumm wir doch sind, im gegensatz zu freidenker. da werden dann auch im gleichen beitrag argumente benutzt, die sich bei freierem hinsehen eigentlich ausschliessen.

bongofury,

heuchler gibt es überall und immer.
man muss ein lebensentwurf nach denen messen, die ihn leben, nicht nach denen, die vorgeben, ihn zu leben.
im ramadan gut zu essen würde ich auch nicht als heuchelei ansehen. gott macht es uns ja leicht und nicht schwer.
deshalb ist es auch die freude auf das fastenbrechen, die den tag leichter werden lässt.
wenn man wüsste, nachher gibt es wasser und brot, wäre das alles viel schwerer.
völlerei gibt es wirklich selten.
die brechend vollen tafeln sehen zwar danach aus, aber in den allermeisten fällen muss das was auf dem tisch steht, ein paar tage reichen. die schabakia macht man einmal vor dem ramadan und einmal im ramadan und es wird immer mehr auuf den tisch gestellt, als dann wirklich gegessen wird. geanauso mit der suppe. die wird auch einmal gekocht und in den nächsten drei tagen weggeputzt. Da ist dann auch meistens mehr im Topf, als wirklich gegessen wird. das abendessen unterscheidet sich bei denen, die ich kenne, nicht wesentlich vom normalen abendessen, es ist vielleicht noch ein saft dabei, der sonst nicht dabei wäre und das "frühstück ist dann meist eh nur etwas leichtes.

aus eigener erfahrung und aus dem gespräch mit freundn, weis ich, dass auch das zigarettenproblem übertrieben ist. Das rauchen ist eine gewohnheitssache, und sobald am tag nichts wie gewohnt abläuft, weis der körper anscheinend nicht mehr, wann es zeit für eine zigarette ist. bei mir ist der morgenkaffee der auslöser für den griff zur zigarette, dh. dannach gehe ich los und kaufe mir welche. wenn das signal nicht da ist verspüre ich den ganzen tag kein bedürfnis nach einer zigarette. erst, wenn ich nach iftar einen kaffee trinke, wird es zeit zur marquise zu greifen. ich verstecke die dinger auch nicht vor mir und kann es gut ab, wenn ein besucher raucht. ich gehe dann halt raus, oder schicke ihn raus, dass ich seinen rauch nicht einatme. aber zusehen kann ich, ohne lust auf eine zigarette zu bekommen. das ist wie mit dem essen und trinken auch.
der ramadan schaltet etwas in der psyche um. ich habe das anfangs auch nicht verstanden, aber es ist so. gott macht es uns leicht. es hat lange gedauert, bis ich das begriffen habe, man muss es nur ehrlich meinen und ein paar mal ramadan machen, obwohl es noch schwer fällt.

die diskussion ist letztenendes ähnlich, wie das für und wieder der beschneidung.

gruss
Najib


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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Najib] #148776
13/07/2013 08:26
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Chadidscha Offline
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Ja das nervt, dass sich jeder berufen fühlt, den Muslimen zu erklären, was gut für sie ist und was nicht. Kaum ein Mensch regt sich auf, wenn andere sich zu Tode fressen oder saufen; aber wenn ein Muslim im Ramadan fastet, wird er mit Warnungen und guten Ratschlägen bombardiert.

Mein heutiger Blogbeitrag passt grad auch zum Thema - ich möchte aber ausdrücklich erwähnen, dass der schon geschrieben war und es deshalb reiner Zufall ist, dass er als Antwort auf Aussagen in diesem Thread und auf den neuesten Erguss eines gewissen Hasskommentators ziemlich gut passt.

http://www.ausgerechnet-islam.com/2013/07/4-ramadan-1434-warum-ich-nicht-faste.html

So und jetzt geh ich ein wenig nachschlafen. Schönen Tag wünsch ich euch allen, und erfolgreiches Fasten den Fastenden. Und den Kopfschüttlern empfehle ich, den Kopf über weltbewegendere Dinge zu schütteln als über fastende Moslems, und ihre wertvollen Ratschläge für wichtigere Themen aufzusparen.

Salam
Chadidscha

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Chadidscha] #148780
13/07/2013 11:34
13/07/2013 11:34
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21merlina Offline
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Spanien
daumen1
Eben! Und genauso rechtfertige ich mich auch nicht mehr mit "Schweinefleisch ist eh ungesund". Ist es zwar, aber wenn es gesund wäre, würde ich es trotzdem nicht essen.


LG
Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: LOE140905] #148781
13/07/2013 11:50
13/07/2013 11:50
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fürth
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hansi450 Offline
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fürth
Die gegenteiligen Meinungen mir ihren jeweiligen Argumenten.
Und alle haben recht.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Najib] #148782
13/07/2013 12:08
13/07/2013 12:08
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Fes, Marokko
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Koschla Offline
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Fes, Marokko
Ich glaube nicht, dass es etwas mit dem Islam zu tun hat, sondern mit einer Eigenart der Deutschen oder vielleicht auch der Menschen (?), der seine persönliche Lebensart als Standard ansetzt.

"Der Deutsche" ( ich nenne ihn jetzt mal so und auch das ist kein Rassismus) hat die Gewohnheit, auf einer engen Spur zu fahren und alles, was er nicht kennt, macht ihm Angst und ist ihm suspekt. Er möchte gerne im Urlaub sein Schweineschnitzel essen, er hat Angst vor Keimen in Obst und Salat im Ausland und vieles mehr. Er betrachtet die Welt mit deutschen Augen und macht viele Verbesserungsvorschläge. Ihn wundern z.B. fremde Kleidungsgewohnheiten ( "Nachthemden" für Männer in Marokko) oder das "ständige" Beten oder, noch schlimmer, das man "GAR KEINEN" Alkohol trinkt. Er wundert und amüsiert sich auch über andere Kulturen, wie in Indien oder in China. Böse gemeint ist das nicht, auch wenn es nervt.

Es gibt aber dieses Phänomen auch bei anderen Völkern. Es ist ganz normal, dass man seine eigene Kultur "normal" findet, weil man als Kind dort hineinwächst.

Im Moment steht wohl der Islam im Brennpunkt und wird als Gefahr Nummer 1 von den Medien dargestellt. Uns werden immer die gleichen Fragen gestellt, aber ich bin sicher, es geht auch anderen Kulturen so.

Zum Thema Heuchelei hat Najib Recht- man sollte sich nicht an solchen Menschen messen. Die Herausforderung des Glaubens ist ja gerade, einen Weg zu gehen, den anderen manchmal nicht verstehen. Andersdenkende überschütten einen immer mit Spott und Hohn, wenn man nicht in ihr Weltbild passt.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Koschla] #148788
14/07/2013 00:22
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hallo shakir, najib u.a.:
ich hatte in einem vorherigen beitrag gesagt, daß sich wohl alle einig seien, daß flüssigkeitsentzug gesundheitsschädlich sei. das ergänze ich noch: es sind sich die einig, die sachverstand besitzen (also ärzte) schaut mal in die notaufnahmen der krankenhäuser. das ist realität, davor muß man auch als moslem die augen nicht verschließen.
ich respektiere die mosleme. wenn ich im ramadan in marokko bin, würde ich niemals in der öffentlichkeit essen oder trinken.

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: jurudo] #148789
14/07/2013 01:05
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hallo

Antwort auf:
ich hatte in einem vorherigen beitrag gesagt, daß sich wohl alle einig seien, daß flüssigkeitsentzug gesundheitsschädlich sei. das ergänze ich noch: es sind sich die einig, die sachverstand besitzen (also ärzte) schaut mal in die notaufnahmen der krankenhäuser. das ist realität, davor muß man auch als moslem die augen nicht verschließen.


deshalb sollen nur gesunde fasten. einem einigermassen gesunden menschen macht ein zeitweiliger flüssigkeitsentzug nichts aus.
wer in die notaufnahme muss, übertreibt es.
ein kleines bisschen machiavellismus im denken würde da ja schon reichen.
die, die heute in die notaufnahme eingeliefert werden, wären vor hundert jahren noch gestorben. wäre das wirklich so eine signifikante menge, hätte sich der ramadan nie durchgesetzt.
man muss ja in betracht ziehen, dass die ersten muslime in saudi-arabien gelebt haben. die werden wohl mehr erfahrung mit dem trinken gehabt haben, als es der durchschnittliche krankenhausarzt heute hat und hätten den ramadan wohl bald in frage gestellt, wenn da die mosleme reihenweise verdurstet wären.

und selbst, wenn es schädlich wäre. was solls. dann wäre es halt schädlich.


Antwort auf:
ich respektiere die mosleme. wenn ich im ramadan in marokko bin, würde ich niemals in der öffentlichkeit essen oder trinken.


umgekehrt wäre es dem moslem lieber.

respektiere seine entscheidung zu fasten, ohne das haar in der suppe zu suchen und iss und trink, wenn es dir danach ist.
du bist kein moslem und musst nicht fasten oder so tun als ob.
japaner müssen auch keine lederhosen anziehen, um in bayern respektiert zu werden.


gruss
Najib









Last edited by Najib; 14/07/2013 01:06.

um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: Najib] #148791
14/07/2013 09:17
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hallo najib,
es liegt mir fern, mosleme zu kritisieren. auch kenne ich mich im islam nicht genügend aus. ich wollte eigentlich nur auf die gesundheitlichen gefahren hinweisen. inzwischen weiß ich ja auch, daß kranke, kinder und ältere nicht fasten dürfen. aber...
weiß jeder, wie krank er ist?

Re: Wie ernst ist es nun mit dem Ramadan? [Re: jurudo] #148793
14/07/2013 18:19
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Hallo jurodo,

Original geschrieben von: jurudo
hallo najib,
es liegt mir fern, mosleme zu kritisieren. auch kenne ich mich im islam nicht genügend aus. ich wollte eigentlich nur auf die gesundheitlichen gefahren hinweisen. inzwischen weiß ich ja auch, daß kranke, kinder und ältere nicht fasten dürfen. aber...
weiß jeder, wie krank er ist?


Wenn man - ohne es zu wissen - nierenkrank ist, dann entspricht der Ramadan "zufälligerweise" dem richtigen Trinkverhalten (zumindest von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang). Es ist bekannt, dass Nierenkranke sehr wenig trinken sollen.

siehe hier --> http://www.dialyse.de/fragen-und-antworten/faq-dialyse-durst-01.htm

Ansonsten kann ich dir getrost sagen: Du wirst schon spüren, ob der Ramadan dich krank macht oder du einfach nur durstig bist.

Und deine Theorie "Nichtfasten aufgrund hypothetischer Krankheit" ist ja wohl nicht ernst gemeint. Dann solltest du kein Auto fahren, nicht zu Fuß unterwegs sein, kein Flugzeug nutzen, nicht schwimmen....ja dich am besten ans Bett fesseln lassen - wobei letzteres ja auch Gefahren birgt, wenn man an Herr Dekubitus denkt. Gewiss ist die Welt viel komplexer als sie den Anschein hat und vieles steht in einer Wechselwirkung zueinander - man sollte es jedoch nicht auf die Spitze treiben.

Aber:
Die Muslime, welche bspw. an Diabetes leiden, fasten zu sehen, ist auch für mich erschreckend und nicht islamkonform. Und es ist wahrlich interessant, wie sich die Verpflichtung für die Menschen zu fasten in ein definitives Verbot umkehrt, wenn der Mensch krank ist. Für viele Muslime ist es dann nicht einfach umzudenken. Ich sehe darin wiederum eine erneute Prüfung. Und alles dreht sich um "Hingabe an Gott" - nur die Form der Unterwerfung wechselt. Nein - ich sehe nicht einen einzigen Funken Widerspruch und auch keine Sinnlosigkeit.

Fazit: Kein Mensch wird im Islam überfordert - im Gegenteil: Das Gebot seinen Körper nicht zu schädigen, steht scheinbar über das Einhalten des Fastens im Ramadan. Wa allah ua3lam.

Freundliche Grüße
Shakir

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