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Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Lara12] #146064
22/03/2013 13:31
22/03/2013 13:31
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Hallo Lara,

Bei uns werden die Dinge offiziell gemacht. D.h. der Mann informiert seine Eltern über das Interesse an einer bestimmten Frau und die Familien lernen sich kennen.

Wenn es keine Probleme gibt, dann wird in der Regel nach kurzer Zeit geheiratet. Das können ein paar Tage sein, ein paar Wochen oder Monate aller höchstens aber ein Jahr - auch hier in Deutschland aufgewachsene handhaben das noch so.

Wenn irgendeine Beziehung geführt wird und man diese Frau den Eltern als Schwiegertochter schmackhaft machen will, dann erfahren diese in der Regel nicht von irgendeiner Art unehelicher Beziehung zwischen beiden.

Die Eltern sind natürlich nicht blöd, aber offiziell führt man keine uneheliche Beziehung. Das bleibt eine Sache zwischen dem Mann und der Frau.

Das hat auch mit dem Respekt der Frau gegenüber zutun. Man möchte nicht, dass irgendjemand ein schlechtes Bild von ihr bekommt - sie soll ja schliesslich die Ehefrau für Ihn und Mutter der späteren Kinder werden.


Natürlich spielt der Glaube und die Kultur eine große Rolle hierbei, ganz gleich wie entgegengesetzt er diesen Dingen handelt. Es ist bei den meisten so, dass sie früher oder später nachdem sie sich etwas ausgetobt haben wieder zu den eigenen Werten zurück kehren.

Der Prozess dahin kann auch dann schonmal solche Äusserungen hervor bringen:
Original geschrieben von: Lara12
er sagte ich könnte ja konvertieren würde alles einfacher machen und das er dadurch höher gestellt wäre wenn er mal vor allah steht weil er mich ja zum glauben geführt hat... und so...



Natürlich ist er sich darüber bewusst, dass das was er tut nicht mit seiner Religion konform geht und versucht da eine Brücke zu finden.

Original geschrieben von: Lara12
und wenn es für ihn ein problem ist warum er überhaupt mit mir zusammen sei..
seine antwort war dann nur nein sonst wäre er ja gar nicht mit mir zusammen...


Halte Dir bitte vor Augen, dass die Religion ein Thema bleiben wird, aller spätestens wenn er Dich heiraten sollte und ihr eine Familie gründet (Erziehung der Kinder z.B.). Das entnehme ich dem was er Dir oben gesagt hat: Wäre schön wenn Du zum Islam konvertierst, aber natürlich will er Dich nicht zwingen.




Original geschrieben von: Lara12
ich habe ihm nur gesagt das seine familie mich so aktzeptieren muss oder dann halt nicht..


Das ist halt die Frage jetzt. Ihr führt 2 Jahre schon eine Beziehung, wollt zusammenziehen, aber er hat seinem Vater noch nichts von Dir erzählt. Wie stellt er sich das vor wenn sein Vater bei euch zu Besuch kommt, musst Du Dich dann unterm Bett verstecken? Und erst in 2 oder 3 Jahren heiraten zu wollen finde ich seinerseits schon sehr bequem und egoistisch, denn solange hält er Dich hin und wenn der Vater dann nein sagt, weiss ich nicht ob er zu Dir ja sagen wird.


Da ist jemand aus einer Ehe raus, möchte sich nicht in die nächste stürzen aber eine Beziehung über 2 oder 5 Jahre führen ist inordnung. Damit würde ich mich an Deiner Stelle nicht zufrieden geben.
Wärst Du Muslima, könnte er schliesslich das nicht so handhaben, da ist es schon bequem wenn die Frau keine Muslima ist. Sollte es aber zu einer Ehe kommen, wäre es schön für Ihn wenn Du Muslima wärst. Er macht es sich da sehr bequem finde ich.

Habe Dir zu Anfang geraten ihm etwas Zeit zu geben, nachdem ich aber das jetzt gelesen habe würde ich es ihm nicht so bequem machen- in Deinem Sinne.
Ich bin zwar nicht Du, aber wäre ich es, würde ich so handeln:

Ich würde nicht mit ihm zusammen ziehen, ich würde ihm nicht weitere 2 - 3 Jahren geben bis er mich dann mal heiratet oder auch nicht und es seinem Vater nicht sagt, ich würde mich nicht hinhalten lassen.

Als Deutsche hätte ich zwar meine eigenen Vorstellungen und für mich wäre wahrscheinlich nichts dabei eine Beziehung ausserhalb einer Ehe zu führen, aber es würde mich verletzen, dass weder der Vater noch die Kinder von mir wissen sollen.
Und er ist ein Marokkaner und er ist Muslim und ganz egal wie er gerade mit mir lebt, es ist in der Regel so wie oben beschrieben. Ich würde ihm nicht erlauben sich mit mir anders zu verhalten als mit einer Muslima - auch wenn ich keine wäre.



Wenn Ihm an Dir wirklich etwas liegt, dann fasst er mal so langsam seinen Mut zusammen und redet mit seinem Vater. Schliesslich ist es für Ihn okay, dass die Mutter von Euch weiss.



In dem Moment wo der Vater weiss, dass da eine Frau existiert für die er sich interessiert und er heiraten will, erfährst Du endlich woran Du bist. Entweder sagt der Vater ja und ihr heiratet oder der Vater sagt nein und vielleicht heiratet er Dich nicht.

Aber besser Du weisst es jetzt als erst in 2 oder 3 Jahren, oder?


souza,

Original geschrieben von: Lara12
Vielleicht könnt Ihr was zusammen unternehmen. Erst nur mal zwei Stunden in den Zoo, dann zusammen essen etc., so könnten sich die Kinder lngsam dran gewöhnen, dass es da eine neue Frau in papas Leben gibt.
Das hatte den Vorteil, dass auch die Ex das erführe ;-)



Um Gottes Willen.
Der Mensch makiert genauso gern sein Revier wie das Tier aber in der Regel ist die Reaktion meist auf sowas genau wie die eines Tieres.
Da hat Sandra schon richtig angemerkt, dass er das erst machen kann wenn er verheiratet ist.
Ausserdem weiss sein Vater noch nichts von der Sache. Wenn die Cousine also durch die Kinder erfährt, dass der Cousin, der Ex-mann eine Freundin hat und sie den Kindern vorgestellt hat - ja dann braucht es nicht lange bis der Vater es erfährt und dann hat sie vielleicht schlechte Karten und er hat den ganzen Mob am Hals.

Man weiss es nicht, aber die Vermutung liegt nah.

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Filfil] #146066
22/03/2013 18:09
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Original geschrieben von: Filfil

Ich würde nicht mit ihm zusammen ziehen, ich würde ihm nicht weitere 2 - 3 Jahren geben bis er mich dann mal heiratet oder auch nicht und es seinem Vater nicht sagt, ich würde mich nicht hinhalten lassen.

Als Deutsche hätte ich zwar meine eigenen Vorstellungen und für mich wäre wahrscheinlich nichts dabei eine Beziehung ausserhalb einer Ehe zu führen, aber es würde mich verletzen, dass weder der Vater noch die Kinder von mir wissen sollen.


Wir leben ja nun in D. Marokkanische Sitten mögen zwar gelebt werden aber wir leben dennoch in D, sie und er.
Möchtest Du, Lara, denn überhaupt schon heiraten? Möchtest Du Dich auf diese ganze Nummer einlassen.
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.
Ich finde, manchmal stellen wir Deutsche uns zu sehr auf die Migranten, die heir ihr neues Zuhause gesucht und gefunden haben, ein. Wir haben doch auch eine Kultur, die wir leben udn mögen, die kann man genauso wenig ausschalten wie die muslimische. Man muss Schnittmengen finden, die für beide passen, das ist nicht immer einfach.

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146068
22/03/2013 19:16
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Original geschrieben von: souza
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.


Strange finde ich, dass man sich auf einen Menschen einlässt, für dessen Erziehung , Religion und Kultur man wenig bishin nichts übrig hat. Und auch noch allen ernstes erwartet, dass derjenige sich einem anpasst. Das gilt für beide Seiten wohl bemerkt. Entweder man akzeptiert den anderen wie er ist mit seiner Religion und seiner Kultur oder man lässt es bleiben.
Ich bin Muslima und ich bin Marokkanerin. Und ja, ich lebe anders als aus Deiner Sicht und der von vielen anderen in Deutschland annehmbar ist.
Eines scheinst Du trotz deiner Erziehung von der Du meinst Dich befreit zu haben nicht abgelegt zu haben. Die intolerante Haltung dem Ausländer gegenüber, von dem man ja heimlich aber doch erkennbar meint dass er den kleineren Horizont besitzt.


Antwort auf:
Ich finde, manchmal stellen wir Deutsche uns zu sehr auf die Migranten, die heir ihr neues Zuhause gesucht und gefunden haben, ein.


Ach komm, wir leben nicht mehr in den 70ern oder 80ern wo man von Gastarbeitern und co sprechen könnte. Viele leben hier bereits in der dritten Generation und mit deutschem Pass.


In Marokko leben auch viele Deutsche und unter ihnen auch welche die nicht im Traum daran denken sich anzupassen, und was noch viel schlimmer ist geschweige denn die marokkanische Kultur und die Menschen respektieren. Das erlebt man hier im Forum oft genug.

Ich sehe kein Problem darin seine Religion und Kultur zu praktizieren auch in einem anderen Land, solange man die der anderen auch Respektiert und sich an die Gesetze des jeweiligen Landes hält.




Original geschrieben von: souza
Wir haben doch auch eine Kultur, die wir leben udn mögen, die kann man genauso wenig ausschalten wie die muslimische. Man muss Schnittmengen finden, die für beide passen, das ist nicht immer einfach.


Was verstehst Du unter Kultur?

Und was verstehst Du unter Schnittmengen?

Etwa das gleiche wie unter gemäßigtem Muslim?

Wenn der Ali Alkohol trinkt, dann gilt er als integriert und dann stört der tolerante Deutsche sich auch nicht mehr daran wenn er gemäßigt betet und Ramadan macht.

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146069
22/03/2013 19:30
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Original geschrieben von: souza

Wir leben ja nun in D. Marokkanische Sitten mögen zwar gelebt werden aber wir leben dennoch in D, sie und er.
Möchtest Du, Lara, denn überhaupt schon heiraten? Möchtest Du Dich auf diese ganze Nummer einlassen.
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.
Ich finde, manchmal stellen wir Deutsche uns zu sehr auf die Migranten, die heir ihr neues Zuhause gesucht und gefunden haben, ein. Wir haben doch auch eine Kultur, die wir leben udn mögen, die kann man genauso wenig ausschalten wie die muslimische. Man muss Schnittmengen finden, die für beide passen, das ist nicht immer einfach.



Was meinst jetzt mit deutscher Kultur?

Doch nicht etwas die ausserehelichen Beziehungen, hier in Deutschland stark zugenommen haben? nixweiss1


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Filfil] #146070
22/03/2013 19:44
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Original geschrieben von: Filfil

Als Deutsche hätte ich zwar meine eigenen Vorstellungen und für mich wäre wahrscheinlich nichts dabei eine Beziehung ausserhalb einer Ehe zu führen, aber es würde mich verletzen, dass weder der Vater noch die Kinder von mir wissen sollen.
Und er ist ein Marokkaner und er ist Muslim und ganz egal wie er gerade mit mir lebt, es ist in der Regel so wie oben beschrieben. Ich würde ihm nicht erlauben sich mit mir anders zu verhalten als mit einer Muslima - auch wenn ich keine wäre.


Für mich käme eine aussereheliche Beziehung gar nicht erst in Frage.

Und es spielt dabei keine Rolle, welche Nationalität, Glauben oder Kultur dieser Mann hätte, den man kennenlernt.

Denn wenn man einen Mann kennenlernt, der ehrlich ist und einen aufrichtig liebt, der wird heiraten, und er hat es nicht nötig, mit dieser Frau lediglich nur eine Beziehung zu führen.


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146072
22/03/2013 21:53
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JasminH Offline

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Hallo Souza,

Antwort auf:
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.


Du besitzt wohl noch dieses Wir-und-die-Anderen-Denken und teilst die Gesellschaft in zwei Dimensionen (wir/die anderen). Wir sind längst in einer Zeit angekommen (bzw. sollte es jeder sein) in der eine dritte Dimension vorhanden ist: eine Gesellschaft der Vielfalt. Und in dieser ist es überholt, von Anpassung irgendwelcher "Minderheiten" an die "Mehrheitsgesellschaft" zu sprechen. Wir ALLE bilden EINE Gesellschaft, in der unterschiedliche Kulturen, Lebensformen und Religionen gleichberechtigt existieren. Und zu dieser Gesellschaft gehören Marokkaner, Araber, Muslime und viele mehr genauso wie Deutsche und Christen! Zusammen bilden wir die Gesellschaft. Die Rede von einer homogenen deutschen Gesellschaft, an die sich "die Anderen" anzupassen haben, schließt Gesellschaftsmitglieder mit anderen Kulturen und Lebensformen aus und verschließt die augen vor der Realität.

Während Religion und Kultur von Marokkanern bspw. die Ehe für eine Beziehung voraussetzen, kann man wohl umgekehrt kaum behaupten, dass die deutsche Kultur gegen die Ehe ist und aussereheliche Beziehungen Kultur sind. Eher sind sie ein Resultat des Gegenteils, nämlich des Verlustes/Abnahme von Kultur, Tradition und Religion. Soll bitte keine Wertung, sondern nur eine Feststellung sein. Die Frage, was also "die" deutsche Kultur sei, ist also sicherlich nicht ganz uninteressant.

In solchen Diskussionen, wie die hier, fällt mir zudem oftmals auf, dass verschiedene Konflikte teilweise als ausschließlich kulturell bedingt gedeutet werden, obwohl vielleicht nicht alles aufgrund der Kulturen so ist wie es ist.
Mag sein, dass es etwas mit der marokkanischen Kultur zu tun hat, dass Laras Partner davor zurückschreckt, seinem Vater von der Beziehung zu erzählen. Zugleich handelt er aber nicht im Sinne seiner Kultur und Religion, wenn er die nächsten Jahre mit ihr ausserehlich zusammenleben möchte. Wieviel deutsche Männer wollen denn nach 2 Jahren Beziehung heiraten? Viele Deutsche weigern sich ja regelrecht dagegen. Auch, dass er nicht möchte, dass die Mutter der Kinder von der Beziehung weiß, muss nicht unbedingt etwas mit der marokkanischen Kultur zu tun haben. Wer weiß, weshalb und wie die Ehe auseinander gegangen ist, vielleicht hat er auch davor Angst, die Ex-Frau könnte sich an ihm irgendwie rächen?

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146073
22/03/2013 22:07
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hallo

Antwort auf:
Wer weiß, weshalb und wie die Ehe auseinander gegangen ist, vielleicht hat er auch davor Angst, die Ex-Frau könnte sich an ihm irgendwie rächen?


ich bin mal gespannt, ob da draus noch ein echter krimi wird.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Najib] #146075
22/03/2013 22:15
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Hallo Najib,

warum Krimi? Es kommt immer wieder vor, dass sich Frauen rächen indem sie den Kontakt zwischen Kindern und Vater unterbinden...

LG

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146077
22/03/2013 22:49
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Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146080
23/03/2013 07:00
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Original geschrieben von: Jasmin Hauser
Hallo Souza,

Antwort auf:
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.


Du besitzt wohl noch dieses Wir-und-die-Anderen-Denken und teilst die Gesellschaft in zwei Dimensionen (wir/die anderen). Wir sind längst in einer Zeit angekommen (bzw. sollte es jeder sein) in der eine dritte Dimension vorhanden ist: eine Gesellschaft der Vielfalt. Und in dieser ist es überholt, von Anpassung irgendwelcher "Minderheiten" an die "Mehrheitsgesellschaft" zu sprechen. Wir ALLE bilden EINE Gesellschaft, in der unterschiedliche Kulturen, Lebensformen und Religionen gleichberechtigt existieren. Und zu dieser Gesellschaft gehören Marokkaner, Araber, Muslime und viele mehr genauso wie Deutsche und Christen! Zusammen bilden wir die Gesellschaft. Die Rede von einer homogenen deutschen Gesellschaft, an die sich "die Anderen" anzupassen haben, schließt Gesellschaftsmitglieder mit anderen Kulturen und Lebensformen aus und verschließt die augen vor der Realität.

Das gerade ist es, was ich meine. Hier in D wird nicht so schenll geheiratet weil die finanzielle Absicherung nicht mehr nötig ist, die Frau kann in der Regel auch allein für sich sorgen. Wenn Kinder da sind, haben Vater udn Mutter auch ohne veheiratet zu sein, Rechte bzgl. des Kindes.
Zusammenleben ohne Trauschein ist weder eine Seltenheit, noch ist es irgendwie verpönt oder unmoralisch.
Das ist unsere Kultur!
Diese Sicht von filfil hört sich für mich wie die meiner Oma an vor 50 Jahren. Sie, meine Oma, würde aber heute auch nicht mehr so argumentieren, weil sie in ihrem Umkreis schon viele glückliche und intakte Familien erlebt hätte (sie ist leider verstorben), dass sie wüsste, die Kinder werden auch ohne Trauschein gut groß gezogen und die Beziehungen gehen nicht in die Brüche, die Frau udn der Mann schaffen gemeinsam.

Antwort auf:
Während Religion und Kultur von Marokkanern bspw. die Ehe für eine Beziehung voraussetzen, kann man wohl umgekehrt kaum behaupten, dass die deutsche Kultur gegen die Ehe ist und aussereheliche Beziehungen Kultur sind. Eher sind sie ein Resultat des Gegenteils, nämlich des Verlustes/Abnahme von Kultur, Tradition und Religion. Soll bitte keine Wertung, sondern nur eine Feststellung sein. Die Frage, was also "die" deutsche Kultur sei, ist also sicherlich nicht ganz uninteressant.

Ich sehe es so, dass Heiraten heute wieder sehr viel mehr angesagt ist, als das in den letzten, sagen wir, 30 Jahren der Fall war. Aber der Wunsch entspringt nicht mehr moralischen oder wirtschaftlichen Motiven.
Die Familie ist die Keimzelle des Staates, jetzt genießt auch die homosexuelle Beziehung den Schutz des Staates. Letzteres ist doch in muslimischen Ländern völlig undenkbar, also kann man wohl von neuerer europäische Kultur sprechen.

Antwort auf:
In solchen Diskussionen, wie die hier, fällt mir zudem oftmals auf, dass verschiedene Konflikte teilweise als ausschließlich kulturell bedingt gedeutet werden, obwohl vielleicht nicht alles aufgrund der Kulturen so ist wie es ist.
Mag sein, dass es etwas mit der marokkanischen Kultur zu tun hat, dass Laras Partner davor zurückschreckt, seinem Vater von der Beziehung zu erzählen. Zugleich handelt er aber nicht im Sinne seiner Kultur und Religion, wenn er die nächsten Jahre mit ihr ausserehlich zusammenleben möchte. Wieviel deutsche Männer wollen denn nach 2 Jahren Beziehung heiraten?

Genau das sehe ich auch so.
Ich könnte mir vorstellen, dass er den Sinn des Zusammenlebens ohne Trauschein zu schätzen weiß (nach misglückter Ehe), was in D durchaus gesellschafts- und kulturkonform wäre, aber aufgrund seiner marokkanischen Kultur eben nicht. Für lara wäre es auch in Ordnung so, aber da sie seine Werte kennt, muss sie sich nun fragen ob er sie wirklich und genug liebt.

Antwort auf:
Viele Deutsche weigern sich ja regelrecht dagegen.

Das kann ich gar nicht bestätigen, es ist nur weder ein Liebesbeweis, noch wir die Ernsthaftigkeit einer Beziehung untermauert.

Antwort auf:
Auch, dass er nicht möchte, dass die Mutter der Kinder von der Beziehung weiß, muss nicht unbedingt etwas mit der marokkanischen Kultur zu tun haben. Wer weiß, weshalb und wie die Ehe auseinander gegangen ist, vielleicht hat er auch davor Angst, die Ex-Frau könnte sich an ihm irgendwie rächen?

Ich denk ja, er hat keinen Popo in der Hose und macht es sich erstmal einfach, auf Dauer zerstört er damit aber vielleicht laras Vertrauen und verletzt ihre Gefühle.

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Filfil] #146081
23/03/2013 07:47
23/03/2013 07:47
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Original geschrieben von: Filfil
Original geschrieben von: souza
Liebe filfil, Du hörst Dich an wie eine Muslima, die in D marokkanisch lebt. Für mich etwas strange, auch wenn ich es sehr schätze, wie Du die Dinge aus dem Familien- udn Religionshintergrund erklärst.


Strange finde ich, dass man sich auf einen Menschen einlässt, für dessen Erziehung , Religion und Kultur man wenig bishin nichts übrig hat. Und auch noch allen ernstes erwartet, dass derjenige sich einem anpasst. Das gilt für beide Seiten wohl bemerkt. Entweder man akzeptiert den anderen wie er ist mit seiner Religion und seiner Kultur oder man lässt es bleiben.

Mich würde jetzt wirklich mal interessieren wie Du darauf kommst confused
Ich interessiere mich selbstverständlich für den kulturellen und religiösen Hintergrund meines Mannes, ich lebe schließlich mit ihm.
Was am Anfang exotisch und spannend aussah, entpuppte sich dann aber im Alltag als ausgesprochen schwierig. Da sind der Toleranz gelegentlich selbst bei mir Grenzen gesetzt.
Bespiel: er hatte keinen Job, war den ganzen Tag zuhause, ich arbeitete Vollzeit +Überstunden, komme total geschafft heim und er erwartet, das ich einkaufe, koche, putze... "die Frau ist dafür gemacht" wurde mir gesagt. Erst dachte ich, er ist nur dreist, seit ich aber in der Familie war, weiß ich, es ist Tradtion. Ob es religiös ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, da kannst Du mir vielleicht was zu sagen.
Die Rollenmuster sind in D einfach nicht mehr so festgelegt und das genieße ich bis heute (ist auch mein Verdienst, wie der vieler anderer Frauen!!!).

Antwort auf:
Ich bin Muslima und ich bin Marokkanerin. Und ja, ich lebe anders als aus Deiner Sicht und der von vielen anderen in Deutschland annehmbar ist.

Ich denke doch, dass Männer und Frauen in D in allen möglcihen Varianten leben können und aus meiner Sicht ist das auch eine große Bereicherung für unser Land!

Antwort auf:
Eines scheinst Du trotz deiner Erziehung von der Du meinst Dich befreit zu haben nicht abgelegt zu haben. Die intolerante Haltung dem Ausländer gegenüber, von dem man ja heimlich aber doch erkennbar meint dass er den kleineren Horizont besitzt.

Wie kommst Du darauf, wo hast Du das gelesen?
Der Horizont ist einfach ganz anders. Und ich möchte hier mal einen Satz schreiben, der mich begleitet hat und den ich ganz treffend finde: GUTE MÄDCHEN KOMMEN IN DEN HIMMEL, BÖSE ÜBERALL HIN!!!


Antwort auf:
In Marokko leben auch viele Deutsche und unter ihnen auch welche die nicht im Traum daran denken sich anzupassen, und was noch viel schlimmer ist geschweige denn die marokkanische Kultur und die Menschen respektieren. Das erlebt man hier im Forum oft genug.

Ist mir auch schon aufgefallen, scheußlich!

Antwort auf:
Ich sehe kein Problem darin seine Religion und Kultur zu praktizieren auch in einem anderen Land, solange man die der anderen auch Respektiert und sich an die Gesetze des jeweiligen Landes hält.

Mhhh, da könnten wir wahrscheinlich lange diskutieren.
Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung, aber ich finde es nicht in Ordnung wenn den Mädchen die Möglcihkeiten des Lebens eingeengt werden, was aus meiner Sicht, in der muslimischen Erziehung der Fall ist. Oder das Beispiel Ehrenmorde, da bin ich ganz rigoros. As meiner Sicht sollte es keine mildernden Umstände wegen der Religion geben, das ist geplanter Mord, nichts anderes.


Antwort auf:

Etwa das gleiche wie unter gemäßigtem Muslim?

Wenn der Ali Alkohol trinkt, dann gilt er als integriert und dann stört der tolerante Deutsche sich auch nicht mehr daran wenn er gemäßigt betet und Ramadan macht.

Mein Mann trinkt nicht aus Gründen der Akzeptanz lachen3
er mag das. Er weiß, das es mit seiner Religion nicht vereinbar ist, das verdirbt es ihm etwas tanz2

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146084
23/03/2013 09:55
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Original geschrieben von: souza
Das gerade ist es, was ich meine. Hier in D wird nicht so schenll geheiratet weil die finanzielle Absicherung nicht mehr nötig ist, die Frau kann in der Regel auch allein für sich sorgen. Wenn Kinder da sind, haben Vater udn Mutter auch ohne veheiratet zu sein, Rechte bzgl. des Kindes.
Zusammenleben ohne Trauschein ist weder eine Seltenheit, noch ist es irgendwie verpönt oder unmoralisch.
Das ist unsere Kultur!


Das ist deutsche Kultur? nixweiss1

Die Rechte, die du ansprichst bez. des Kindes haben unverheiratete Väter erst seit Anfang dieses Jahres.
Davor musste die Mutter einverstanden sein, dass der unverheiratete Vater auch das Sorgerecht bekommt.

Ob das Zusammenleben ohne Trauschein, insbesondere wenn uneheliche Kinder da sind, nicht verpönt wird oder für unmoralisch gehalten wird hier in Deutschland, da wäre ich mir nicht so ganz sicher, es wird toleriert in Deutschland, aber deutsche Kultur ist es nicht.

Die Beziehung von Herrn Gauck z.B. würde ja niemand öffentlich verwerflich finden, es wird toleriert.

Nur beim Papst war er ohne seine ( hmm, weiss nicht was sie ist nixweiss1) Anhang.


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146086
23/03/2013 11:40
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Original geschrieben von: souza
Ich interessiere mich selbstverständlich für den kulturellen und religiösen Hintergrund meines Mannes, ich lebe schließlich mit ihm.
Was am Anfang exotisch und spannend aussah, entpuppte sich dann aber im Alltag als ausgesprochen schwierig. Da sind der Toleranz gelegentlich selbst bei mir Grenzen gesetzt.


Du hast bereits in einem anderen Thread geschrieben, dass Du ein Problem mit dem religiösen Hintergrund Deines Partners hast und allgemein den Islam hinsichtlich der Rolle der Frau für bedenklich hälst.

Und nun hast Du in diesem Thread ohne richtig Beiträge zu lesen ein ähnliches Maß zu deiner eigenen Situation gesetzt.

Sie schrieb, dass er geschieden ist und Du fragst ob er wirklich getrennt sei wie sie sich da sicher sein könnte.

Sie schrieb dass er bei seiner Mutter mit den Kindern übernachtet und Du liest Ex.

D.h. Du gehst (unbewusst)von Deiner eigenen Situation schon mit Vorurteilen bei anderen ran.


Und hier ist es meiner Ansicht nach wirklich wie Jasmin in ihrem Beitrag erklärte nicht immer ein Kultur und Religionsabhängiges Problem.
Wer einen Menschen kennenlernt und trifft während er noch verheiratet ist (in Trennung) und dann ihn dabei ertappt dass er mit anderen Frauen rummacht, der braucht sich nicht zu wundern warum er in der Beziehung nicht wirklich vertrauen kann.

Was Deinen Mann betrifft würde ich Religion und Kultur ganz hinten anstellen bei den genannten Problemen.

Opportunismus ist kein marokkanisches oder muslimisches phänomen.

Ich glaube Du hast eher mehr mit einem Menschen zu kämpfen der Alkohol und Spielprobleme hat und sich ein bequemes Leben macht als mit dem religiösen Hintergrund und dem marokkanisch sein.

Du könntest mir jetzt vorwerfen dass dies nicht in den Thread gehört aber wohl kaum, dass ich Dir gerade zu nahe getreten bin, denn das sind die persönlichen Informationen die Du selbst hier in diesem Forum preis gegeben hast und deren Resultat sich jetzt hier durch einige Threads wie ein roter faden zieht.

Deine Erfahrung, Dein Marokkaner ist nicht das Maß für alle anderen Fälle. Hättest du Dich ausreichend mit der Kultur und der Religion von ihm befasst, würdest Du vieles nicht jetzt darauf schieben was schief läuft und Du würdest nicht vermuten, dass es bei anderen genauso der Fall ist.


Original geschrieben von: souza
Mhhh, da könnten wir wahrscheinlich lange diskutieren.
Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung, aber ich finde es nicht in Ordnung wenn den Mädchen die Möglcihkeiten des Lebens eingeengt werden, was aus meiner Sicht, in der muslimischen Erziehung der Fall ist. Oder das Beispiel Ehrenmorde, da bin ich ganz rigoros. As meiner Sicht sollte es keine mildernden Umstände wegen der Religion geben, das ist geplanter Mord, nichts anderes.



Das nächste Klischee. Du bist wirklich Mediengeschädigt. Mach mal die Augen auf. Hier geschehen in regelmäßigen Abständen Morde von Müttern an ihren eigenen Kindern, von eifersüchtigen ExMännern an ihren Partnerinnen oder Väter die eine gesamte Familie auslöschen.

Das nennt man dann Familiendrama das natürlich keinen gesellschaftlichen, kulturellen Hintergrund hat.


Original geschrieben von: souza
Diese Sicht von filfil hört sich für mich wie die meiner Oma an vor 50 Jahren.


Diese Sicht, ist die Sicht eines Menschen der die Werte seiner Großeltern und das Erbe ihrer Kultur mit Stolz tragen kann. Ein Mensch der seine Religion praktiziert.

Dass es Menschen gibt die keine Religion praktizieren respektiere ich. Dass es Menschen mit einem anderen Kulturverständnis gibt respektiere ich auch.

Für Menschen, die Schuld bei anderen Dingen und Menschen suchen als bei der eigenen Naivität gilt dies jedoch nicht.


Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146087
23/03/2013 12:00
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hallo

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Hallo Najib,

warum Krimi?


nixweiss1 hätt' ja sein können, wenn ehrenmord, eifersucht und rache im spiel ist.

gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146089
23/03/2013 13:22
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Im übrigen würde ich mir keine allzugroßen Illusionen machen, dass ein Marokkaner (auch noch Berber) längerfristig die wilde Ehe bevorzugen wird (Es ist es eine bequeme art sich ohne größere Verbindlichkeiten auszutoben)

Auch da hat bereits jemand schon angemerkt. Wenn ein Mann Anstand besitzt(für unsere Verhältnisse) und eine Frau liebt, dann heiratet er sie und hält sie nicht mit einer Beziehung und heimlichtuerei hin nur um es sich selbst bequem zu machen. Man möchte ja auch die Frau der Familie, den Verwandten und Bekannten als Partnerin vorstellen und mit ihr Kinder haben.

Nicht nur, dass man eine uneheliche Beziehung nicht akzeptieren würde und es zu zerwürfnissen mit der Familie führen kann - auf sie selbst würde kein gutes Licht fallen. Eine anständige Frau führt keine uneheliche Beziehung. Und alleine das weiss ein Mann mit anstand zu verhindern.

d.h. die wenigsten Marokkaner werden tatsächlich ihre Kultur und Religion so hinter sich lassen um eine Kultur zu leben, die im Grunde keine mehr ist, sondern einfach nur das Resultat einer Gesellschaft die mit der Zeit und "Modernisierung" Religion und Werte fast vollständig aus dem Alltag verbannt haben.


Original geschrieben von: Lara12
übers heiraten haben wir eigentlich noch nie so richtig ernst gesprochen muss ich ehrlich zu geben.
er meinte er möchte noch so zwei bis drei jahre warten, was mir auf jeden fall zu lange ist wenn wir dieses jahr zusammen ziehen.


Original geschrieben von: Lara12
Ja ich würde ihn heiraten, die Frage ist nur was hätten wir für eine Zukunft wenn er jetzt schon nicht zu mir steht seiner Kinder wegen???



Daraus mein ich zu erkennen, dass sie ihn schon gerne heiraten möchte und nicht weitere 2 - 3 Jahre warten will nachdem sie schon zusammen gezogen sind.


Es ist also gar nicht mal so verkehrt Ihm zu zeigen, dass man nicht bereit ist weiterhin so zu leben wie er es sich aus bequemlichkeit oder Angst vorstellt.



khair inshallah

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Filfil] #146107
23/03/2013 22:47
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Hallo,

Original geschrieben von: Filfil

Original geschrieben von: souza
Mhhh, da könnten wir wahrscheinlich lange diskutieren.
Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung, aber ich finde es nicht in Ordnung wenn den Mädchen die Möglcihkeiten des Lebens eingeengt werden, was aus meiner Sicht, in der muslimischen Erziehung der Fall ist. Oder das Beispiel Ehrenmorde, da bin ich ganz rigoros. As meiner Sicht sollte es keine mildernden Umstände wegen der Religion geben, das ist geplanter Mord, nichts anderes.



Das nächste Klischee. Du bist wirklich Mediengeschädigt. Mach mal die Augen auf. Hier geschehen in regelmäßigen Abständen Morde von Müttern an ihren eigenen Kindern, von eifersüchtigen ExMännern an ihren Partnerinnen oder Väter die eine gesamte Familie auslöschen.

Das nennt man dann Familiendrama das natürlich keinen gesellschaftlichen, kulturellen Hintergrund hat.



zum Thema Ehrenmord möchte ich auch noch etwas sagen. In öffentlichen und medialen Diskursen über "die" Muslime und den Islam, ist es ja Gang und Gebe, sogenannte Ehrenmorde mit dem Islam in Verbindung zu setzen bzw. den Islam dafür verantwortlich zu machen.
Wenn dem aber so wäre, wie lässt es sich dann bspw. erklären, dass "Ehrenmorde" in Deutschland zu einem großen Teil innerhalb türkischer Kreise vorkommen, während man zum Beispiel aus marokkanischen Kreisen so gut wie nie von solchen Fällen hört? Obwohl ich auch hier dazu sagen möchte, dass ich nicht der Meinung bin, dass insgesamt in türkischen Milieus diese Morde weit verbreitet sind.
Ehrenmorde sind kein islamisches Problem, sondern haben etwas mit Traditionen zur Bewahrung der Ehre in patriarchalischen Gesellschaften zu tun und sie sind aus islamischer Sicht keineswegs legitim! Dies sollte aber umgekehrt keineswegs bedeuten, dass generell diese "Ehrenmorde" in sämtlichen patriarchalischen Gesellschaften praktiziert werden, sondern nach unterschiedlichen und spezifischen Traditionen und Kulturformen differenziert werden muss!

Interessant finde ich auch, was Wikipedia ua. zu dem Thema "Ehrenmorde" schreibt:

"Insbesondere in streng patriarchalischen Gesellschaften sind derartige Vorstellungen bis heute noch vorhanden und beziehen in besonderem Maße Stellung in allen Bereichen, wo es um die Aufrechterhaltung der Sexualmoral geht
[...]
Viele dieser Gesellschaften besitzen eine islamische Bevölkerungsmehrheit, allerdings verfügt der „Ehrenmord“ in der islamischen Gesetzgebung, der Schari'a, über keinerlei Basis. Er fällt somit nach islamischer Erkenntnis in die Kategorie des Mordes, welcher laut Schari'a die Todesstrafe zur Folge hat.
[..]
Eine rechtssoziologische Studie von Dietrich Oberwittler und Julia Kasselt widerlegte die verbreitete ausschließliche Assoziation des Phänomens der Ehrenmorde mit dem Islam. Es hängt vielmehr mit bestimmten Traditionen in den Herkunftsgebieten der Familien zusammen. Eine Mehrzahl der Täter stammte aus Ostanatolien. Darunter waren sowohl ethnische Türken, als auch Kurden, darunter Jesiden, sowie syrisch-orthodoxe Aramäer. Die Auswertung der Geburtsorte der Täter ergab eine auffällige Häufung westlich des Vansees."


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmord

Ehrenmorde können also sicherlich nicht mit dem Islam begründet werden! Zwar handelt es sich hierbei um ein Problem, das zumeist in islamischen Herkunftsmilieus und Ländern auftritt, aber sie sind keineswegs islamisch begründet und legitimiert und der Umkehrschluss, der Grund des Übels wurzle im Islam, ist keineswegs gerechtfertigt! Amokläufe und "Familientragödien" treten ja auch vermehrt in westlich-christlichen Ländern auf, aber niemand würde auf die Idee kommen, sie als christliches Problem zu betrachten und das Christentum dafür verantwortlich zu machen!

LG,
Jasmin




Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146108
23/03/2013 23:37
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Hallo Filfil, Jasmin und Sandra,
ich hätte noch viel dazu zu sagen und richtig zu stellen, aber ich muss gestehen, es ist mir einfach zu blöd.
Wie gesagt, manchmal ist der Horizont einfach ein ganz anderer...
Alles Liebe für Euch!

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146109
23/03/2013 23:51
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hallo

Antwort auf:
Wie gesagt, manchmal ist der Horizont einfach ein ganz anderer...


Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
François de La Rochefoucauld

gruß
katrin


Last edited by whatshername61; 23/03/2013 23:54. Reason: upps beginn eines flusses vergessen, eh mir josi mal wieder eine in die fre.... haut :)

When the rich wage war
is the poor who die.
LP
Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: whatshername61] #146111
24/03/2013 00:19
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Die zehn Verbote für ein arabisches Frauenleben lauten:

1. "Du sollst kein böses Mädchen sein" – sagt der arabische Vater. (Und meint: Gehorche, bevor du darüber nachdenkst. Und am besten ist es, wenn du gar nicht nachdenkst.)

2. "Du sollst nicht das Lesen dem Kochen vorziehen" – sagt der arabische Erzieher. (Denn Lesen macht klüger, also verdirbt es. Außerdem führt der Weg zu eines Mannes Herzen immer über seinen Magen, wie ein arabisches Sprichwort sagt.)

3. "Du sollst dir nichts anderes wünschen als zu heiraten" – sagt die arabische patriarchalische Gesellschaft. (Denn was ist das Leben eines arabischen Mädchens ohne perfekte Hochzeitspläne?)

4. "Du sollst deine Unschuld nicht vor der Hochzeitsnacht verlieren" – sagt der verunsicherte arabische Macho. (Denn die Ehre einer Frau liegt genau in dem Punkt, wo sich ihre üppigen Schenkel treffen.)

5. "Du sollst dein Haar nicht in der Öffentlichkeit zeigen" – sagen einige Imame. (Was ist los mit dem Haar, frage ich mich. Und was für ein Sexualorgan soll da versteckt sein?)

6. "Du sollst keinen Oralsex genießen" – sagt der Papst. (Und meint: Du sollst nur Sex haben, um dich fortzupflanzen. Wie war das noch mit dem Apfel…?)

7. "Du sollst nicht sagen, was du denkst" – sagt der arabische Zensor. (Das gilt besonders, wenn du gegen Religion, gegen politische Korruption, gegen sexuelle Tabus und für Freiheit bist.)

8. "Du sollst weder Träume noch Ehrgeiz haben" – sagt die arabische Realität. (Also halt einfach den Mund und folge der Herde.)

9. "Du sollst nicht masturbieren" – sagt die FAG, die Frigide Arabische Gemeinschaft. (Denn wir sind Roboter, unserer Gefühle und Bedürfnisse beraubt, und wenn die Zeit gekommen ist und ein guter Ehemann auftaucht, dann brauchen wir nur die Beine zu spreizen und einen Orgasmus vorzutäuschen, um seinem Ego zu schmeicheln.)

10. "Du sollst nicht so einen politisch unkorrekten Texte schreiben" – sagt nahezu jeder, den ich kenne.(Aber ich schreibe so. Und werde es immer tun.)

Nein, es ist nicht von mir - die Autorin ist libanesische Schriftstellerin. Von ihr erschien auf Deutsch: "Wie ich Scheherazade tötete". Buchbeschreibung

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146112
24/03/2013 00:32
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hallo

Antwort auf:
Als Rezept für die Befreiung der arabischen Frau lässt sich hingegen eigentlich nur das herausdestillieren, was schon bei Joumana Haddad selbst am besten gewirkt hat: Lest mehr de Sade!


oder shades of grey!

gruss
Najib


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Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: JasminH] #146114
24/03/2013 01:12
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Seine Ex Frau weiß, dass er eine neue Beziehung hat.
Sie versucht mit aller gewalt mich mit ihm auseinander zu bringen!!!
Nichts ist ihr zu wieder, ich verstehe sie einfach nicht..
Sie nutzt auch oft die kinder als grund ihn zu terorisieren ich glaube bei der stimmt was nicht im Kopf.
Welche Mutter würde so mit Ihren kindern umgehen???!!!

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Lara12] #146116
24/03/2013 10:01
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Original geschrieben von: Lara12
Seine Ex Frau weiß, dass er eine neue Beziehung hat.
Sie versucht mit aller gewalt mich mit ihm auseinander zu bringen!!!
Nichts ist ihr zu wieder, ich verstehe sie einfach nicht..
Sie nutzt auch oft die kinder als grund ihn zu terorisieren ich glaube bei der stimmt was nicht im Kopf.
Welche Mutter würde so mit Ihren kindern umgehen???!!!




Wenn die Exfrau schon weiss, dass du die neue Frau an der Seite deines Partners bist, dann verstehe ich nicht, dass er noch nicht zu seinem Vater gegangen ist, um ihm davon zu informieren.

Und ich verstehe auch nicht, dass er noch 2 - 3 Jahre warten will, zumindest lese ich das so aus deinem Post.

Dein Freund ist ja nicht mehr ein unreifer junger Mann, sondern mittlerweile 33 Jahre alt.

Und wenn ihm etwas an dir liegt, dann klärt er das mit seiner Familie und stellt dich als seine zukünftige Frau vor.

Dann sollten auch die Querelen seiner Exfrau ein Ende haben.

Warum sie sich so verhält, kann man nur vermuten....

Vielleicht liebt sie ihn noch, und möchte ihn zurück ?

Vielleicht gönnt sie ihm sein neues Glück nicht ?

Vielleicht stört es sie, dass du eine Deutsche bist ?

Vielleicht hat sie Angst durch dich ihre Kinder zu verlieren ?

Da wird es bestimmt noch mehr Beweggründe geben, warum sie sich so verhält. Eine Antwort darauf könnte dir evemntuell dein Freund geben.

Last edited by _Sandra_; 24/03/2013 10:02.

Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: LOE130501] #146117
24/03/2013 11:01
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Und was möchtest Du uns jetzt genau damit mitteilen liebe souza?

Dass Du Dich identifizieren kannst mit einer mastubierenden, sich unheimlich selbst geil findenden Frau die gerne rote Unterwäsche trägt und die in einer christlichen Familie aufgewachsen ist und zugriff auf eine Reihe von Büchern hatte die sonst so gar nicht typisch für damalige (arabische) Haushalte waren - dank des Vaters?

Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin.

Wir haben's verstanden.






Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: _Sandra_] #146118
24/03/2013 12:10
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die frage ist würde er mich seinem vater vorstellen als freundin oder würde er mich dann erst vorstellen wenn er mich heiraten will??

Re: Zukunft mit einem Marokkaner?? [Re: Lara12] #146119
24/03/2013 12:24
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Original geschrieben von: Lara12
die frage ist würde er mich seinem vater vorstellen als freundin oder würde er mich dann erst vorstellen wenn er mich heiraten will??



Liebe Lara

ich glaube nicht, dass dein Partner dich beim seinem Vater als Freundin vorstellen wird.

Wie er dich jetzt am Besten seinem Vater vorstellen kann oder wird, weiss ich nicht, sorry.

Ich bin keine Marokkanerin, aber vielleicht kann dir Filfil diese Frage beantworten. smile


Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.
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