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#148531 - 03/07/2013 17:48 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Flops]
JasminH Offline
SuperUser

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Beiträge: 1832
Ort: Austria
Flops, nochmal: du hast einen Thread ausgegraben und ein Argument von Najib zitiert und es als "lächerliche Zurechtbiegung" betitelt.. Auch ein Argument als "Obstsalat" zu bezeichnen ist sicherlich nicht gerade anerkennend. Ist allerdings sicherlich zu verkraften und keiner wird deshalb persönlich beleidigt sein. Vergleichbar sind deine Aussagen ("lächerliche Zurechtbiegung" und "Obstsalat") zwar nicht mit "Depp", dafür aber mit "schwafeln" und "FlipFlop", welche ebenso kein Grund wären um sich zutiefst beleidigt zu fühlen und Intervention seitens der Moderation zu verlangen. Genauso wie ich bei "Obstsalat" und "lächerliche Zurechtbiegung" nicht eingreife, greife ich halt nicht bei "Flip Flop" und "schwafeln" ein - das würde ich einfach nur lächerlich und als unzumutbar für erwachsene Personen empfinden...
Etwas anders verhält es sich mit dem Wort "Depp" - das ja zurecht gefallen ist: der Link war nicht einfach nur "unnötig" sondern, auf gut deutsch, unter aller Sau! (Sorry, aber anders kann man es nicht nennen). Ich wüsste nicht, dass Najib jemals in solch einer Art und Weise Personen hier beleidigt hätte (und er hätte es wohl auch nie nötig) !
Merkwürdig erscheinen mir also deine Vergleiche, die schon eher nach Zurechtbiegungen aussehen...

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#148532 - 03/07/2013 20:14 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Flops Offline
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Registriert: 15/06/2013
Beiträge: 77
Ort: Maspalomas GC / Agadir in spe
Original geschrieben von: whatshername61
ich weiß nicht, was es bei so vielen toten menschen, verursacht durch das eingreifen einer fremden armee zu grinsen gibt.


Es wird mit allen Mitteln versucht. Es ging dabei nicht um den Inhalt sondern um die Behandlung deselben. Das heisst, deine Art der Befassung mit dem Thema und der Art, die du "dem Westen" vorwirfst. Beide zusammen kommen dann nämlich zu dem Pluralismus, der einer richtigen Einordnung wahrscheinlich am nächsten kommt. Mein Posting schloss ich mit dem Freundschaftszeichen ^^ ab. Das Grinsezeichen ist :-)

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#148538 - 03/07/2013 21:03 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Flops]
marocmineral Offline
Mitglied

Registriert: 02/11/2010
Beiträge: 568
Ort: NRW
Hallo, Flops,

auch du bist ein Opfer der Forenmafia geworden. Mit aller Macht wird hier wieder von den üblichen Tätern jemandem die Worte im Munde verdreht, falsch interpretiert usw.
Unsere liebe Frau Hauser gibt dann auch noch einen drauf.
Anstatt geistige Größe zu zeigen, machen hier einige Menschen
ihren Kleingeist öffentlich.
Ich kann mir nicht vorstellen, das Frau Därr dieses Affentheater und Kindergartengehabe im Sinn hatte, als dieses Forum entstand.



Piet H.



Bearbeitet von marocmineral (03/07/2013 21:09)

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#148553 - 03/07/2013 22:54 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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Registriert: 14/08/2011
Beiträge: 2607
Ort:

Original geschrieben von: najib
der depp kam erst nach dem link, der ja, wie gesagt, als deppenfalle fungiert. der link fängt deppen, wie eine fliegenfalle fliegen fängt.


hallo najib,

ich nehme mal an, das war der link, den mir ein user mal auf privatmail geschickt hat, damit ich dich "real" sehe.

gruß
katrin
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#148557 - 04/07/2013 02:05 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Najib Offline
Mitglied*

Registriert: 06/09/2003
Beiträge: 6996
Ort: Chefchaouen
hallo

whn,

Antwort auf:
... damit ich dich "real" sehe.


lol, super.
das kann nur einer sein.

die ominöse geschichte:

KIFFEN IM DRECK

Ein Besuch in Chefchaouen/Marokko

Chefchaouen ist ein hübscher Ort im Norden Marokkos. Seine weissgetünchten Häuser schmiegen sich an die Berge des Rif, das von hier bis zum Mittelmeer die Landschaft bestimmt. Chefchaouen ist eine fruchtbare Gegend. Hier gedeiht vieles, Obst und Gemüse. Traditionell pflanzen die Bauern aber immer schon Hanf an, denn der verspricht höhere Gewinne - wenn auch der wirkliche Gewinn von den Haschisch-Baronen eingestrichen wird, die in Casablanca und Tanger, in Marbella und Malaga sitzen. Aber es gibt neben den grossen auch kleine Barone - wie überall auf der Welt.

Wir sind an diesem Nachmittag mit einem Deutschen verabredet, der in Chefchaouen mit einer Marokkanerin verheiratet ist. Er, ein Kraftfahrzeugmechaniker, soll uns etwas vom Leben hier erzählen.

Najib (diesen Namen hat er angenommen, als er, der in Deutschland Ronald hiess, zum Islam übertrat) hat es uns genau beschrieben: Seine Autowerkstatt liegt eine Viertelstunde entfernt von Chefchaouen, also fragen wir Einheimische nach dem Weg. Endlich sind wir am Ziel und stehen auf einem Hof, der mit rostigen Autos, Schrotteilen und einem zerbeulten Nissan Patrol vollgestellt ist. Hinter einem besonders grossen Schrotthaufen entdecken wir auch die Autowerkstatt.

Unser Hallo bleibt unbeantwortet. Obwohl es noch früher Nachmittag ist, können wir weit und breit niemanden entdecken. Entweder ist die Arbeit schon getan, oder es gab an diesem Tag nichts zu tun. Weil aber das Tor zur Werkstatt offen steht, schauen wir hinein. Besonders aufgeräumt wirkt sie nicht - eher im Gegenteil: Wir sind uns schnell einig, dass dies - je nach Blickwinkel - eine heillose oder geniale Unordnung ist.

Als wir uns gerade über das Skelett eines ansonsten vollständig zerlegten Mercedes wundern, der in der Ecke der Werkstatt aufgebockt steht, schlurft ein alter Marokkaner heran. Er fragt uns auf deutsch:

Möchten sie Auto repariert oder Haare frisiert?

Wir müssen lachen. Denn eigentlich sind wir ja gekommen, um uns über Chefchaouen zu informieren. Aber da lächelt der Marokkaner und winkt uns zu: Komm, komm, Patron sitzt Sirpfen im Internet.

Er führt uns zu einem niedrigen Haus, das sich gefährlich schief an die Werkstatt lehnt. Ihm fehlt der erste Stock und auch das Dach. Aber wir wissen längst: In Marokko beginnt man einfach zu bauen. Ist das Geld ausgegeben, zieht man in das Provisorium ein. Manchmal erst nach Jahren folgen dann - wenn überhaupt - die nächsten Stockwerke und ... vielleicht auch das Dach.

Ein wenig verwundert sind wir über das Schild, das neben die Haustür genagelt ist: Coiffeur. Als wir es uns näher ansehen, klärt uns der Marokkaner auf: Das ist Profession von Madam!

Im Hausflur kommen wir nur wenige Schritte voran, denn schon bestürmen uns vier kleine Jungen, Sie sind vom Spielen schmutzig, ihre verklebten Hemden hängen an ihrem Leib, ihnen läuft der Rotz aus der Nase, und sie rufen: Stilo, Mister, Bonbon, Mister!

Das kennen wir schon!

Macht nicht solchen Lärm, ich arbeite gerade an einer Bestellung im Internet, hören wir aus dem angrenzenden Raum. Wir klopfen vorsichtig und schauen hinein. An einem schiefen Tisch sitzt ein etwa 50-jähriger, unrasierter Mann und starrt auf den vor ihm stehenden Computer. Tach, murmelt er, Moment mal, die Verbindung bricht dauernd zusammen. Er starrt auf den Bildschirm und nimmt einen tiefen Zug aus einer Zigarette, die aber eigentlich wie eine Tüte aussieht. Süsslicher Geruch steigt uns in die Nase. ich spüre, wie meine Beine nachgeben.

Was raucht der Mann nur?

Jetzt wendet er sich zu uns und fragt, was wir wollen. Als er uns seinen Namen nennt, wissen wir: es ist Najib, mit dem wir verabredet waren. Leider kann er sich an unser Telefongespräch nicht erinnern. Wir scheinen dennoch Willkommen zu sein, denn schon schreit er durchs Haus: Kadja, den Tee, aber subito!

Wenig später erscheint eine Frau in der Tür. Offensichtlich ist sie Marokkanerin, deswegen erstaunt uns ihre Haarfarbe umso mehr: sie ist hellblond ... und jung, sehr jung. Sie wird uns von Najib als seine Frau vorgestellt. Kadja, verdammt, wo bleibt der Tee? Die junge Frau verschwindet mit einem schüchternen Lächeln, einen Stuhl hat uns Najib noch nicht angeboten.

Ich frage Najib, wer bei ihm im Haus frisiert. Ich hätte das Schild an der Haustür gesehen. Seine Antwort lässt nicht lange auf sich warten: Kadja hat einen Drei-Wochen-Fernkurs als Friseuse gemacht. Jetzt frisiert sie die Frauen im Ort. Einer muss ja das Geld verdienen, wenn es zu wenig Kiff gibt, um die fünf Kinder durchzubringen.

Fünf? Wir waren aber doch nur vier Kindern begegnet. Irgendwo musste sich noch eines verstecken. Aber wo?

Was rauchen sie denn da? frage ich, weil das Gespräch peinlich ins Stocken geraten ist.

ich rauche nicht, ich kiffe. Alle in Chefchaouen kiffen.

Jetzt weiss ich auch, warum mir die Beine so flau geworden sind.

Und ihre Arbeit geht gut voran? frage ich. Ich will das Gespräch irgendwie fortsetzen, denn ich spüre, wie unser Gegenüber immer einsilbiger und schläfriger wird.

Ich arbeite im Export und natürlich an dem Mercedes in der Werkstatt!

Selbstverständlich erinnere ich mich an das aufgebockte Auto. Bekommt man soetwas denn wieder zum Laufen?

Ich arbeite schon zwei Jahre dran, wenn es jetzt nicht klappt, gebe ich es auf. Aber es ist ein schöner Auftrag - leider auch der einzige seit langer Zeit. Das ist aber schon o.k. Da bleibt genug Zeit fürs Rauchen, die Bestellungen, Frank Zappa hören und das Internet ...

Jetzt folgt ein dramatischer Augenblick, denn Najib wendet sich unvermittelt zu seinem Computer und schlägt mit geballter Faust und aller Kraft aufs Gehäuse. es klirrt fürchterlich.

[*****] Computer. Dauernd fliegt man aus dem Internet! Nadja, wo bleibt der verdammte Tee?

Die junge Frau huscht durch die Tür und meint, sie müsse nun erst einmal frisieren und Nägel lackieren. Er solle sich den Tee doch bitte selber zubereiten.

Najib ist verärgert. er hätte das nicht gelernt ... Wozu er eigentlich eine Frau habe. Er würde bald eine zweite fürs Teekochen heiraten. Kadja sei eine dumme Nuß, aber immer noch einigermassen gut im Bett. Das erwähnt Najib dann doch noch.

Von irgendwoher höre ich ein Baby schreien. Aha, das fünfte Kind. Irgendwo musste es doch sein.

Najib lädt uns - statt zum Tee - zu einer Fahrt mit dem Nissan Patrol ein. Leider findet er im Durcheinander des Hauses die Schlüssel nicht, so dass wir im Hof nur ein wenig Luft schnappen - im Schatten der Schrotthaufen, die sich überall türmen.

Vor einem bleibt Najib stehen, zeigt auf die vielen ineinander verknoteten Einzelteile und meint: Das ist ein BMW. Bei einem anderen Schrotthaufen angelangt, stellt er sich breitbeinig hin und ruft: Porsche, Baujahr 1993, tiefer gelegt!

Seine Augen glänzen bei diesen Worten und ich ahne, dass er die Autos wirklich sieht, die sich für uns nur als tausend Einzelteile im Schrotthaufen wiederfinden lassen. Plötzlich weiss ich: Mir waren nur die Beine flau geworden, bei Najib hatte die Schwäche inzwischen schon ganz andere Körperteile erreicht.

Ist das Kiffen ein Problem im Rif? frage ich, um von den Schrotthaufen abzulenken.

Überhaupt nicht, wehrt Najib ab. Wir sind alle sehr glücklich damit. Und das schönste ist: die Arbeit geht uns beim Kiffen besonders gut von der Hand.

Von welcher Arbeit spricht er nur?

Es hat zu regnen begonnen und der Hof der Werkstatt verwandelt sich von einem Moment zum anderen in eine lehmige, glitschige Rutschbahn. Darauf scheinen Najibs Kinder aber nur gewartet zu haben. Sie kommen fröhlich aus dem Haus gelaufen und werfen sich bäuchlings in den Dreck.

Warum machen sie das? frage ich.

Läuse mögen keinen Schlamm! grinst Najib.

Ich wundere mich derweil: Wo bleibt nur das Baby?

Ich spüre, wie unser Gastgeber unruhig wird. Ihm stehen inzwischen auch einige Schweissperlen auf der Stirn. Hat er sich plötzlich an seine Arbeit erinnert - also an die Bestellungen im Internet und an das Mercedes-Skelett in der Werkstatt?

Najib meint, er müsse uns nun allein lassen, um endlich zu arbeiten und ... etwas zu rauchen. Mit diesen Worten läuft er hastig und ohne ein Wort des Abschieds ins Haus zurück.

Kurz darauf hören wir ein schreckliches Klirren. War das der Föhn von Kadja oder der Computer von Najib? Wir werden es nie erfahren.

Wir schlenderten im Abendlicht zurück nach Chefchaouen. Jetzt haben wir Najib gar nicht nach den Haschisch-Baronen im Rif gefragt, bemerkte mein Begleiter.

Das ist wirklich ärgerlich, antwortete ich. Aber wie es aussieht, sitzen sie alle im Dreck und träumen inmitten vieler Läuse von einem tiefergelegten BMW.

Es hatte aufgehört zu regnen.


jetzt wissen es alle, wie es "real" bei mir aussieht.

die letzten worte im blog des autors der obigen geschichte lautet übrigens:

"und meine anzeige läuft ja auch ...."

schrecklich, so aus dem leben zu gehen.


gruss
Najib
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#148559 - 04/07/2013 08:47 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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hallo najib,

ja schrecklich...

wenn du die jungs mal wieder im dreck spielen lässt, baust du vorher besser eine dusche im hof auf.

ps.:ich stehe mehr auf nescafe.

Winken3






Bearbeitet von whatshername61 (04/07/2013 09:02)
Bearbeitungsgrund: Ich liebe es jemanden beim lügen zuzuhören, wenn ich die Wahrheit kenne.
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#148614 - 07/07/2013 09:26 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Hallo,

„Ihr würdet euch wundern, mit wie wenig Verstand die Welt regiert wird“, hatte eins Papst Julius III. gesagt. Wie Recht er hatte! Viele Fehlentscheidungen des Westens hängen mit der Unkenntnis einfachster Fakten zusammen. Fünfzig Jahre lang habe ich mich bei meinen Reisen in Muslimische Länder immer Wieder wegen des abenteuerlichen Unsinns geschämt, den westliche Politiker und Publizisten über die muslimische Welt verbreiten.

Mit dieser Scham könnte man leben. Aber nicht mit den fürchterlichen Folgen, die die Ignoranz unserer Politiker in Afghanistan, im Irak, und anderen muslimischen Ländern angerichtet hat. Tausende junge Amerikaner und Hunderttausende Muslime mussten dafür sterben. Und sterben weiter.

Meine Thesen enthalten - wie alle Thesen – auch Verallgemeinerungen, auf deren Problematik ich ausdrücklich hinweise. Wenn ich vom „Westen“ spreche, meine ich in erster Linie die großen westlichen Länder. Es gibt westliche Länder, die sich nie des Kolonialismus oder des Neokolonialismus schuldig gemacht haben. Und es gab und gibt im Westen zahllose Menschen, die sich zu allen Zeiten leidenschaftlich für eine faire Behandlung der Muslime eingesetzt haben.

Auch der Begriff „muslimische Welt“ ist eine Verallgemeinerung, die der Vielfalt der islamisch geprägten Staaten nicht gerecht wird. Trotzdem habe ich diesen Begriff verwendet, um die großen Linien der Beziehungen zwischen Orient und Okzident in verständlicher Form aufzeigen zu können. Dass es letztendlich trotz zahlreicher Besonderheiten in den einzelnen Ländern einen tiefgreifenden Konflikt zwischen dem „westen“ und der „muslimischen Welt“ gibt, lässt sich leider nicht bestreiten.

Die Thesen werden Kritik hervorrufen. Das akzeptiere ich. Aber vielleicht öffnen sie auch Fenster zu einer anderen Sicht der muslimischen Welt – oder wenigstens zu einer fairen Diskussion. Nichts macht uns so verwundbar wie unsere Ignoranz.


1. Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabischer Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialzeit getötet.





2. Nichts fördert den Terrorismus mehr als die „Anti-Terrorkriege“ des Westens. Sie sind ein Terrorzuchtprogramm.





3. Terrorismus ist kein typisch muslimisches sondern ein weltweites Problem.





4. Islamisch getarnte Terroristen sind Mörder. Christlich getarnte Anführer völkerrechtswidriger Angriffskriege auch.





5. Muslime waren und sind mindestens so tolerant wie Juden und Christen. Sie haben die westliche Kultur entscheidend mitgeprägt.


...


6. Nicht nur in der Bibel, auch im Koran sind die Liebe zu Gott und Nächstenliebe die zentralen Gebote.





7. Die westliche Politik gegenüber der muslimischen Welt leidet unter einer erschreckenden Ignoranz einfachster Fakten.

...


8. Der Westen muss die muslimische Welt genauso fair und großzügig behandeln. Wie er Israel behandelt. Muslime sind genauso viel wert wie Juden und Christen.




9. Die Muslime müssen sich wie ihr Prophet Mohammed für einen Islam des Fortschritts und der Toleranz einsetzen. Sie müssen dem „muslimischen Terror“ die religiöse Maske vom Gesicht reißen.




10. Das Gebot der Stunde heißt Staatskunst, nicht Kriegskunst – in Afghanistan, in Pakistan, im Irak, im Iran und in Palästina.

Feindbild Islam
Jürgen Todenhöfer




Ich persönlich finde es schizophren, die Toten in den Kriegen und an den Grenzen Europas zu bedauern und gleichzeitig die zu bewundern, die aus Kriegen und eben diesen Grenzkonflikten ihren Profit beziehen, wie eben auch Siemens und Bosch.
Ja, es stimmt, die Weltpolitik ist weitaus komplexer und eine einseitige Sichtweise ist der Grund, warum diese Kriege, hunderttausende Tote auf beiden Seiten, Hunger und Elend existieren. Gerade wir Deutschen sind da das beste Beispiel.

Die Ressourcen der Erde würden ausreichen, damit alle Menschen ein materiell gesichertes Leben führen könnten. Mehr verdienen und Kapital vermehren kann man aber mit der Produktion von Kriegsmaterial und dann schön an beide Seite verkaufen. In anderen Bereichen setzt man einfach mal ein Imperium in den Sand, beantragt Zuschüsse, damit man die "armen Angestellten" nicht entlassen muss. Steuergelder gehören ja keinem.

Es gibt keinen Konflikt zwischen „DEM Westen“ und „DER islamische Welt“. Die realen Grenzen bestehen zwischen arm und reich. Solange das Proletariat untereinander konkurriert, werden die Imperialisten ein leichtes Spiel haben. "Untereinander konkurrieren" heißt, dass sich das Proletariart untereinander bekämpft, weil Medien ihnen Unterschiede sugerrieren, die sie von ihren wahren Gegnern ablenken. Junge Männer werden sich auf beiden Seiten für die Mehrung des Kapitals und wegen der Rohstoffe töten. Mütter werden auf beiden Seiten um ihre Söhne weinen.


Nach dem Wegfall des sozialistischen Systems im Osten Europas, wurde schnell ein neues Feindbild geschaffen. Nur so lässt sich die Aufrüstung weiterhin erklären. Und wir halten still! und freuen uns so "weltoffen" und "klug" in Diskussionen unsere Meinung zur Vermehrung des Kapitals andere zu diskutieren.

Faktenwissen heißt nicht, dass auch Durchblick vorhanden ist. Ein Diplom zeugt nicht von Blick über den Tellerrand hinaus.

LG
Katrin
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#148622 - 07/07/2013 16:56 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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Hey Najib,

ich kann es mir zwar nicht vorstellen, dass du dem Typen Tee angeboten hast, aber wenn dann bestimmt ohne Zucker.
Solche Leute sollte man nie zum bleiben auffordern.

Ich wüsste wer noch alles ne Tasse bitteren Tee gebrauchen könnte...

LG
Katrin
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#148623 - 07/07/2013 17:05 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Najib Offline
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Ort: Chefchaouen
hallo

whn,

der bekäme bei mir noch nicht mal wasser in den tee.

gruss
Najib
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#148625 - 07/07/2013 17:12 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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hi najib,

dann kannst du den tee auch gleich weglassen. das erleichtert die sache ungemein.

lg
katrin
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#148629 - 07/07/2013 19:30 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Flops Offline
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Oh dann stimmts ja. Er soll den Link nun selbst gesetzt haben. Flucht nach vorne? Auf jeden Fall darf die Sache dann höchst offiziell diskutiert werden. Stellt sie doch der Betroffene selbst zur Begutachtung. Natürlich in der Hoffnung, dass der geneigte Leser nur ungläubig den Kopf schütteln möge. Mitnichten. Ein wenig Übertreibung wird schon drinnenstecken. Aber der rote Faden erscheint mir glaubhaft.^^



Bearbeitet von Flops (07/07/2013 19:32)

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#148630 - 07/07/2013 19:41 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Flops]
Najib Offline
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Ort: Chefchaouen
hallo

flop,

ich dachte du hättest mich auf der ignorierliste.
da war der wunderfitz wohl stärker, als die selbstbeherrschung.

natürlich darfst du die sache höchst offiziell diskutieren.
besser als das, was thomas damit macht, nämlich den link per pn zu verschicken, um zu zeigen, wie es "real" bei mir aussieht.
aber das war ja nicht anders zu erwarten. intregant bleibt intregant. besonders, wenn er nichts im kopf hat, ausser stroh und neues wissen.

so, und jetzt bin ich auf deinen "diskussionsbeitrag" zu dem thema gespannt.


gruss
Najib
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#148633 - 08/07/2013 08:34 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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Original geschrieben von: flops

Oh dann stimmts ja. Er soll den Link nun selbst gesetzt haben. Flucht nach vorne? Auf jeden Fall darf die Sache dann höchst offiziell diskutiert werden.


wäre ja nicht das erste mal, dass du über sachen redest, von denen du keine ahnung hast.

hallo najib,
Antwort auf:

so, und jetzt bin ich auf deinen "diskussionsbeitrag" zu dem thema gespannt.


und ich erst mal grin
shakir könnte mal ne neue flops-statistik entwerfen. dann könnte er mit mm in den wettstreit gehen. lachen1
warum meldet der mm sich nun nicht und meckert mit flops, wegen abweichung vom thema? nixweiss1

LG

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#148635 - 08/07/2013 09:29 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Flops Offline
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Ort: Maspalomas GC / Agadir in spe
Da gibt es nichts mehr zu diskutieren. Der Fall ist nun doch klar. Also im Gegenteil, steige hier aus deiner "Diskussion" aus und dusche und seife mich gründlich ab, damit der moorige Kellergestank, den ich mir dort unten bei euch eingefangen habe, wieder weggeht.^` No more comment.

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#148643 - 08/07/2013 15:08 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Flops]
Najib Offline
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hallo

flop,

da hilft kein duschen. dein modriger gestank kommt von innen.
es ist dein charakter, der stinkt.
das ist der rote faden, der sich durch alle deine postings zieht.

Najib
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#157857 - 06/06/2015 13:25 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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“Wer seine Feinde besiegen will, sollte sie kennen.”
JT


Das neue Buch von Jürgen Todenhöfer

Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat'

ist im Handel erhältlich.





ein paar Hintergrund- und Zusatzinformationen
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#157929 - 07/06/2015 18:47 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
whatshername61 Offline
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Fortsetzung "Inside IS"


Schon die ersten Kapitel zeigen rigoros wie der Westen (Kapitel1) den IS finanzierte und tolerierte und (Kapitel 2) welches die wahren Interessen des Westens seit der Eroberung der islamischen Welt sind.

Ich bin tief bewegt. Und obwohl ich das alles bereits kannte, lässt es mich schamvoll erröten, wie der Westen mit Muslimen seit hunderten von Jahren umgeht.

Auszüge:

...der Aufstieg des Westens beruhte nie..auf zivilisatorischen Ideen für den Rest der Welt, sondern auf der konsequenten Verfolgung seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen. Und auf der Gnadenlosigkeit seiner Armeen. Meist schoben die westlichen Staatsoberhäupter allerdings edle Motive vor, um sich die Unterstützung ihrer Untertanen oder Wähler zu sichern. Erst erschlugen sie die Menschen anderer Kulturen im Namen des Christentums, dann im Namen der Menschenrechte und der Demokratie. Doch in Wirklichkeit ging es immer nur um Geld, Macht und Ruhm. Bis heute...
...Der Westen hat die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Werte erobert, sondern durch seine Überlegenheit beim Anwenden von Gewalt. Westler vergessen diese Tatsache oft, Nichtwestler nie. (Seite 18)

Louis de Baudicour...schilderte eine der ungezählten Barbareien Frankreichs in Algerien: "Hier schnitt ein Soldat aus Spaß einer Frau die Brust ab, dort nahm ein anderer ein Kind an den Beinen und zerschmetterte seinen Schädel an einer Mauer.
Victor Hugo...berichtete von Soldaten, die sich gegenseitig Kinder zuwarfen, um sie mit der Spitze ihrer Bajonette aufzufangen. Für in Salz eingelegte Ohre gab es 100 Sous. (Seite 18)

In Deutschland wurde übrigens bis heute nicht ein einziger Deutscher durch "islamistische" Terroristen getötet. Allein seit 1990 wurden in Deutschland 29 Muslime durch Rechtsradikale ermordet. (Seite 22)

Edward Peck, unter Ronald Reagan stellvertretender Vorsitzender der Terrorismus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Er schildert die Schwierigkeiten, eine brauchbare Definition für Terrorismus zu erarbeiten, mit den sarkastischen Worten: „Wir haben sechs Terrorismusdefinitionen vorgelegt. Sie wurden alle abgeschmettert. Bei sorgfältigem Lesen stellte sich jedes Mal heraus, dass die USA selbst in derartige Aktivitäten verwickelt waren. (Seite 26)

Selbst Kinderkrankenhäuser wurden bombardiert. Die Bilder sind grauenvoll. Arabische Medien berichten ausführlich darüber, westliche nicht. (Seite 27)

Im Grunde können nur Araber arabische Terroristen so bekämpfen, dass daraus nicht erneut Terrorismus entsteht...
...Eine nationale Aussöhnung der Irak würde den IS entscheidend schwächen. (Seite 28)

Der Augenblick des Todes einer Mutter und ihrer Kinder durch eine auf ihr Haus abgefeuerte US-Rakete erreicht uns daher emotional nicht. Wir sehen ihn nicht. Er bleibt daher immer anonym.
Der IS hingegen hat seine Morde hingegen bewusst entanonymisiert...
...baut Angst auf. Und Kriegsbereitschaft. (Seite 29)

Ich denke, dass mir dieses Buch noch einige schlaflose Nächte bereiten wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Verbrechen je vergessen werden.
Vielleicht später mehr...
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#157941 - 08/06/2015 06:07 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Keela Offline
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Hallo Katrin,
ich find es gut, dass du dieses Buch hier im Forum vorstellst. Allerdings finde ich es in der Rubrik Religion völlig falsch.Gerade wo immer wieder zu Recht darauf hingewiesen wird, dass es zwischen Terroristen und dem Islam keinen Zusammenhang gibt stellst du so einen her.
Schade.
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Ich bin nicht dumm, ich hab' nur voll so Pech beim Denken...

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#157952 - 08/06/2015 22:47 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Keela]
hulk1 Offline
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Original geschrieben von: Keela
Hallo Katrin,
ich find es gut, dass du dieses Buch hier im Forum vorstellst. Allerdings finde ich es in der Rubrik Religion völlig falsch.Gerade wo immer wieder zu Recht darauf hingewiesen wird, dass es zwischen Terroristen und dem Islam keinen Zusammenhang gibt stellst du so einen her.
Schade.


Der Titel des Buches lautet: 10 Tage im 'Islamischen Staat' und im Buch selber wird der Islamische Staat (als islamisches Gebilde) behandelt.

Der Islamische Staat will die islamische Religion repräsentieren, also passen Diskussionen darüber hier sehr wohl in dieses Unterforum Religion, auch wenn man grundsätzlich beipflichten kann, dass es zwischen Terroristen und dem Islam keinen Zusammenhang gibt bzw. eigentlich nicht geben dürfte!

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#157953 - 09/06/2015 03:50 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Keela]
whatshername61 Offline
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Hallo Keela und Hulk,

verzeiht, wenn ich euch beiden wieder spreche.

Keela, JT's Bücher, dieses und die anderen, die ich zuvor in diesem Thread vorgestellt habe, sind eine einzige Hommage an die Muslime dieser Welt. Werde er noch ich werden jemals, die religiösen Gefühle von Muslimen verletzten. Sein Buch ist ein einziger Feldzug gegen die brutalen Methoden des Westens, der diesen Terror hervorgebracht, finanziert und zu verantworten hat.
Der "islamisch Staat" ist bei ihm immer in Anführungsstrichen gesetzt, weil er zwar beweist, dass der IS ähnlich wie ein Staat funktioniert, aber nie islamisch war oder ist. Es geht auch um Wahabiten und die sogenannten Salafisten. Ein wirklich gut recherchiertes Buch.

Allerdings ist deine Idee, diesen Thread in z. B. den kulturellen Pool zu verschieben, nicht von der Hand zu weisen. So könnte man hier alle guten Buchideen und Hinweise sammeln. Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht, als ich die Bücher "Mit islamischen Grüßen" und "Die Engel von Sidi Moumen" vorgestellt habe.
Du kannst es gern der Moderation vorschlagen. Ich würde das begrüßen.

Hulk, dieser Terror ist nicht religiös, der "islamische Staat" wird von JT nicht als "islamisches Gebilde" behandelt, sondern genau das Gegenteil ist der Fall. Er beweist, dass dieser Terror nichts mit Religion zu tun hat. Nicht in seiner Entstehung. Nicht in seinen brutalen Ausläufen. Und selbstverständlich gibt es zwischen Terroristen und dem Islam keinen Zusammenhang gibt bzw. eigentlich nicht geben dürfte !

Übrigens Keela smile , dieses Buch habe ich in einer islamischen Buchhandlung gekauft: Cordoba kitapsi, Rudolfstr. 160, 42285 Wuppertal, www.Cordoba-Buch.de
Schau dir noch mal das Foto mit dem Bücherstand von der Tuisa e. V. Veranstaltung in Essen an. Da waren sie vertreten. JT steht inmitten muslimische und islamisch-religiöser Bücher. Diese Muslime scheinen kein Problem mit ihm zu haben. Als ich an dem Stand nach dem Buch griff, wurde ich sofort von Muslimen angesprochen, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. Es gäbe nichts Besseres auf dem Gebiet. Niemand fühlte sich verletzt, weil das Buch inmitten von religiösen Büchern stand. Ich habe freundlich danke gesagt, gelächelt und es gekauft. Ich hätte es mir eh gekauft.

Link Foto

Noch kurz ein Auszug aus dem Buch:
Terrorismus ist nie religiös. Es gibt in Wirklichkeit keinen "islamischen Terrorismus" , so wie der Terrorismus der nordirischen IRA oder des norwegischen Anders Breivik nie christliche war. Der Terror von Muslimen wird von uns islamistisch genannt. Westlichen Terror würden wir jedoch nie christlich nennen - oder chist-istisch. Wir manipulieren die Öffentlichkeit bereits durch die sprachliche Charakterisierung unserer Feinde. Wer sich als Terrorist teuflischer Methoden bedient, kann sich nicht auf Gott berufen. Die Behauptung, dass Terrorismus vor allem ein religiöses Problem sei, ist eine atheistische Legende. Die Massenmorde der deutschen Nationalsozialisten, der sowjetischen und chinesischen Kommunisten sind der traurige Beweis, dass der Mensch das grausamste aller Geschöpfe sein kann. Mit und ohne Religion.
(Seite 26)

...wie auch die ständige Einmischung westlicher Staaten in das Leben und die Angelegenheiten der arabischen Welt nichts mit christlicher Religion sondern immer mit ökonomischen Zielen zu tun hat.

Erst erschlugen sie die Menschen anderer Kulturen im Namen des Christentums, dann im Namen der Menschenrechte und der Demokratie. Doch in Wirklichkeit ging es immer nur um Geld, Macht und Ruhm. Bis heute...
...Der Westen hat die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Werte erobert, sondern durch seine Überlegenheit beim Anwenden von Gewalt. Westler vergessen diese Tatsache oft, Nichtwestler nie.
(Seite 18)


Link Facebookseite von JT


Link Kauftipp


Liebe Grüße
Katrin


_________________________
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#157955 - 09/06/2015 05:51 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: whatshername61]
Keela Offline
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Hallo Katrin,
Antwort auf:
Keela, JT's Bücher, dieses und die anderen, die ich zuvor in diesem Thread vorgestellt habe, sind eine einzige Hommage an die Muslime dieser Welt. ... Sein Buch ist ein einziger Feldzug gegen die brutalen Methoden des Westens, der diesen Terror hervorgebracht, finanziert und zu verantworten hat.
Der "islamisch Staat" ist bei ihm immer in Anführungsstrichen gesetzt, weil er zwar beweist, dass der IS ähnlich wie ein Staat funktioniert, aber nie islamisch war oder ist. ...

Das weiß ich.
Jürgen Todenhöfer hat auch eine Homepage außerhalb facebooks:
http://juergentodenhoefer.de/
Gruß Keela
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Ich bin nicht dumm, ich hab' nur voll so Pech beim Denken...

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#157992 - 12/06/2015 01:37 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Keela]
twikezora Offline
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Hallo zusammen,

unter der Rubrik "Kunst und Kultur" steht doch, das diese Rubrik auch die Unterrubrik Literatur beinhaltet, oder?

Bei der Rubrik kommt das Wort "Buch" zwar in "Buchreligion" vor, aber ich dachte auch, dass hier eher über die Buchreligionen diskutiert werden kann (Inhalt, etc...)

Wie wäre es denn mit einer Verschiebung dieser Unterrubrik in "Buchreligion"? Oder diese Unterrubrik für beide Rubriken?

Zora


Bearbeitet von twikezora (12/06/2015 01:39)

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#158014 - 12/06/2015 14:13 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: twikezora]
hulk1 Offline
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Beiträge: 900
Ort: Deutschland
Original geschrieben von: twikezora
Wie wäre es denn mit einer Verschiebung dieser Unterrubrik in "Buchreligion"? Oder diese Unterrubrik für beide Rubriken?


Mann oh mann, ist das nicht vollkommen wurscht, ob ein Buch mit Islambezug hier oder an anderer Stelle diskutiert werden kann? nixweiss1

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#158015 - 12/06/2015 14:39 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: hulk1]
Najib Offline
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Ort: Chefchaouen
Und da beschwere sich noch einer über die Bürokratie in Brüssel.
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um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

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#158023 - 12/06/2015 21:00 Re: Buchempfehlung sollte man lesen [Re: Najib]
whatshername61 Offline
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Dagegen hat Brüssel eine hands on Mentalität.
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