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#136942 - 24/07/2012 17:06
Zwiespalt Leistungssport und Glaube
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Junior Mitglied
Registriert: 23/07/2011
Beiträge: 10
Ort: Marokko
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Seit dem 20. Juli 2012 ist es wieder so weit – für die muslimischen Profifußballer und Profisportler weltweit ist die Fastenzeit, Ramadan, angebrochen. Gerade jetzt, wo sich die Klubs in der Vorbereitungsphase auf den Saisonstart befinden und der diesjährige Ramadan erst am 19. August endet. Auch für circa 3.000 Olympioniken bei den Olympischen Spielen in London stellt sich die Frage: Profisport auf höchstem körperlichen Level oder der Glaube. Ziel einer Vorbereitung im Fußball ist es, sich optimal auf den Start der Saison vorzubereiten. Dazu gehören intensive Trainingseinheiten, welche die Ausdauerbelastbarkeit fördern. Dem Körper in dieser Zeit dringend benötigte Nahrung und vor allen Dingen Flüssigkeit zu entziehen ist purer Leichtsinn und je nach Witterungssituation sogar lebensgefährlich. Das Fasten der Profisportler wird also zu einem inneren Kampf zwischen dem eigenen religiösen Gewissen und dem Wissen um die Verpflichtung gegenüber seinem Arbeitgeber, dem Verein. „Wer also da ist von euch in diesem Monat, der möge ihn durchfasten; ebenso viele andere Tage aber, wer krank oder auf Reisen ist. Allah wünscht euch erleichtert und wünscht euch nicht beschwert und dass ihr die Zahl der Tage erfüllen und Allah preisen möchtet dafür, dass Er euch richtig geführt hat und dass ihr dankbar sein möchtet.“ - Koran: Sure 2, Vers 185 Wer sich auf Reisen befindet, der kann verschieben. Das Fasten zu Ramadan soll Körper und Seele entlasten, aber nicht zu einer Bürde oder gar Gesundheitsgefährdung werden, sagt schon der Koran sehr deutlich und eigentlich unmissverständlich aus. Damit ist im Grunde klar: Wer zu Olympia reist, ins Trainingslager geht, Reisen für Vorbereitungsspiele auf sich nimmt und hart auf die Saison vorbereitend trainiert, ist von der kalendarisch vorgeschriebenen Fastenzeit entbunden, um sie später nachzuholen. Problem gelöst für einigen muslimischen Profifußballer und Profisportler!! EURE MEINUNG: Wie sollten Vereine und Spieler mit Ramadan umgehen?
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#136953 - 24/07/2012 21:34
Re: Zwiespalt Leistungssport und Glaube
[Re: Kenipub]
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Mitglied
Registriert: 26/12/2009
Beiträge: 201
Ort: Hessen
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Damit ist im Grunde klar: Wer zu Olympia reist, ins Trainingslager geht, Reisen für Vorbereitungsspiele auf sich nimmt und hart auf die Saison vorbereitend trainiert, ist von der kalendarisch vorgeschriebenen Fastenzeit entbunden, um sie später nachzuholen. wann bitte ist denn später? während der Saison? wie macht das z.B. ein Fußballer? ich hätte dazu auch mal eine Frage was Krankheiten betrifft. Wie sieht es denn für jemand aus, der Bluthochdruck hat und regelmäßig dafür Medikamente einnehmen muß? Soll der nun fasten?
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#136956 - 24/07/2012 23:36
Re: Zwiespalt Leistungssport und Glaube
[Re: Kenipub]
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Mitglied
Registriert: 11/05/2009
Beiträge: 809
Ort: Fes, Marokko
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Ich weiß nicht, ob es eine Pause im Hochleistungssport gibt, aber wenn ja, würde ich mal sagen, die dürfen nachholen. Das ist aber nur meine persönliche Meinung, man müsste mal die Meinung von Gelehrten einholen. Grundsätzlich soll das Fasten ja keine untragbare Last sein, sondern soll nur von gesunden Personen gemacht werden, die sich auch in der Lage fühlen. Wiederholt steht im Koran, dass Allah es uns leicht machen will. Mounia: ein Kranker soll nicht fasten, darf sogar nicht fasten. Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten. Einige brechen das Fasten nicht, z.B. Asthmasprays. Wenn jemand unbedingt Medikamente einnehmen muss, z.B. Tabletten mit einem Glas Wasser, und zu bestimmten Zeiten, dann ist er meines Wissens vom Fasten entbunden. Wenn einer nicht nachholen kann, soll er dafür Arme speisen. Ich glaube, er muss für einen ganzen nicht gefasteten Monat 60 Arme speisen oder einen entsprechenden Betrag spenden und pro nicht gefastetem Tag eine Person. Bin aber nicht firm mit den Zahlen, weil ich es noch nicht gemacht habe.
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#138351 - 05/09/2012 04:28
Re: Zwiespalt Leistungssport und Glaube
[Re: Kenipub]
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Mitglied
Registriert: 03/05/2006
Beiträge: 852
Ort: Im Tümpel chillen
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Wer zu Olympia reist, ins Trainingslager geht, Reisen für Vorbereitungsspiele auf sich nimmt und hart auf die Saison vorbereitend trainiert, ist von der kalendarisch vorgeschriebenen Fastenzeit entbunden, um sie später nachzuholen. Problem gelöst für einigen muslimischen Profifußballer und Profisportler!! Ich glaube nicht, dass eine Olympiamedaille oder generell eine erfolgreiche Sportlerkarriere wichtiger sind als nur 1/unendlichstel Sekunde Ramadan. Oh ja - ich bin der Meinung, dass der Profisportler während des Ramadans seine Sportlichkeit überwiegend für das Tarawih-Gebet nutzen sollte. Das setzt selbstverständlich voraus, dass er auch gefastet hat. Ich glaube nicht, dass sportlicher Ehrgeiz vom Islam als Krankheit definiert wird. Und auch nicht, dass das Aussetzen sportlicher Aktivitäten (zur Erfüllung von Sportlerträumen) eine Erschwernis* darstellt, welches das Nichtbefolgen des Ramadans erlaubt. Wa Allahu a3lam *Was für eine Erschwernis sollte das eigentlich sein? Psychische? Der Druck von außen, der sich selbst gemachte Druck, Versagensängste.... und eine depressive Episode nach Erfolglosigkeit - all' das kann man sich durch den Ramadan doch erst ersparen. Ganz aktuell ist Fußball-Superstar Ronaldo sehr traurig ("Estoy triste"), obwohl er alles hat, was man sich als Mensch wünscht oder eben auch nicht wünscht. Fazit: Die Abwesenheit vom Profisport kann Traurigkeit vermeiden und Glückseligkeit begünstigen. Sie ist kein Erschwernis. Zu Ronaldo hier mehr: http://www.spiegel.de/sport/fussball/sta...o-a-853810.html
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#138389 - 07/09/2012 04:14
Re: Zwiespalt Leistungssport und Glaube
[Re: Shakir.]
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Mitglied
Registriert: 29/01/2012
Beiträge: 208
Ort: Deutschland
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Hamdullilah hat alles seine Zeit. In Bayern: Ois hod sei Zeit ;-) [video:youtube] http://youtu.be/fX5USg8_1gA[/video]
Bearbeitet von Deroua (07/09/2012 04:15)
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