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#135314 - 20/06/2012 14:24 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: BongoFury]
Yolini Offline
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Beiträge: 79
Ort: Niedersachsen
Klar darf man auch kritik äussern und ich habe auch schon drüber nachgedacht und beschlossen vielleicht etwas mehr nachzudenken bevor ich einen neuen Thread hier eröffne. Das mein Name hier steht habe ich desweiteren auch eben erst gesehen. hatte vorher nicht nachgesehen ^^
meine vorherige antwort sollte eigentlich auch ironisch gemeint sein, daher auch die vielen Smileys um das nochmal zu verdeutlichen ^^

hoch
#135766 - 30/06/2012 08:34 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: latino]
cia31 Offline
Junior Mitglied

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Beiträge: 22
Ort: deutschland
Original geschrieben von: latino
Wenn Frau in islamischgen Ländern, sogar im stark werwestlichen Marokko allzu freizügig umherläuft, wird sie von der überwiegenden Mehrheit der Männer quasi als Freiwild angesehen. Das ist halt einfach Fakt, ob einem(r) das passt oder nicht.
Weshalb glaubt ihr wohl, warum "anständige" Frauen in islamisch geprägten Ländern mehr oder weniger verhüllt,wenigstens jedoch anständig angezogen daherzukommen haben? Auch deshalb, weil anzüglich gekleidete Frauen die Männer nicht in Versuchung führen sollen. Ausgenommen von einer solchen "Kleiderordnung" sind natürlich weibliche Wesen welche Männer Liebesdienste anbieten oder nach
Liebesdiensten dürsten.......


Hallo,
ein Mann sollte sich auch verhüllen,da auch er als Sexsymbol gelten kann.
Eine Frau verhüllt sich,um ihre Ehre zu bewahren.
Aber wo bleibt die Ehre des Mannes?
Ein Mann der rumhurt,darf keine Jungfrau heiraten,dieses Recht hat nur ein mann der selber Jungfrau(unberührt)ist.

hoch
#135779 - 30/06/2012 13:22 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: cia31]
Najib Offline
Mitglied*

Registriert: 06/09/2003
Beiträge: 6354
Ort: Chefchaouen
hallo

Antwort auf:
ein Mann sollte sich auch verhüllen,da auch er als Sexsymbol gelten kann.
Eine Frau verhüllt sich,um ihre Ehre zu bewahren.
Aber wo bleibt die Ehre des Mannes?


die männer, die in marokko in shorts und ärmellosen schiesser feinrippunterhemden in der stadt rumlaufen, sind in den allerwenigsten fällen marokkaner.

gruss
Najib
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#135781 - 30/06/2012 18:28 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
viva_jamila Offline
Junior Mitglied

Registriert: 22/05/2012
Beiträge: 6
Ort: Norddeutschland/Marokko
In der fast 16 Wochen Aufenthalt in Marokko habe ich unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, welche ich hier vorstellen möchte:
- auf der Gebirge trage ich Djellabah und manchmal Kopftuch je nach Wetterbedingungen. Anmache etc. kommt überhaupt nicht vor. Die Berbermenschen sehen mich als ihre Nachbarin, zumal ich ihre Sitten respektiere und mich auch daran einhalte.

- freizügige Kleidung (ärmellose TShirt, Short, Minirock) lehne ich ab. (Ich schüttele jedes Mal der Kopf darüber, wenn ich Frauen oder Männer freizügig rumlaufen sehe wie in Marrakesch, Fes etc.)

- in Essaouria wurde ich massiv trotz Djellabah und angemessene Kleidung (Langarmshirt zu lange Hose) angebaggert.
Es liegt wohl an dem falschen Bild von alleinreisende Europäerinnen: viele Frauen davon haben für das falsches Bild Verantwortungen zu tragen, nachdem was ich so alles mitbekommen habe - manche alleinreisende Frauen kommen nach Essaouria, um "Liebe" zu erleben, so dass die Männer in Essaouria alle Frauen fälschlicherweise in einem Topf zusammen tun.

- Schwimmen am Strand und in Bikini rumlaufen: ich habe mich so komisch empfunden am Strand von Essaouria, also bin ich oft zum Strand gelaufen, wo ich alleine schwimmen und von niemanden gesichtet werden konnte.

- Ich bin von einem Taxifahrer auf den Berge sexuell belästigt worden (er dachte, ich sei taub und somit auch dumm) und habe eine Anzeige gegen ihn erstattet. Leider wurde ich von seiner Familie ständig aufgelauert worden, ja, weil ich die Anzeige zurückziehen sollte. Nach fast 5 Wochen (!) kehrte sich die Ruhe wieder ein.

Überhaupt in Marokko sollte man / frau sich entsprechend wie die Bevölkerung ankleiden und nicht so wie in Europa.
_________________________
Salam aleikum,
Jamila

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#135783 - 30/06/2012 19:18 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: viva_jamila]
Yolini Offline
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ja so gings mir auch. ich war ja nicht im urlaub dort sondern habe dort gearbeitet und mich natürlich auch an die Kleiderordnung gehalten. Habe zwar kein Kopftuch oder marokkanische Kleidung getragen aber auch nix kurzes. Dennoch wurde mir einmal sogar Geld geboten damit ich mit jemanden schlafe und ich wurde den ganzen Tag belästigt. Und auch öfter wurde man auf der Straße blöd angebaggert. "Hey Lady" usw. Vorallem wenn junge Männer in Grüppchen oder wenigstens zu zweit irgendwo abhängen oder ähnliches kamen mir solche Kommentare entgegen. Vermutlich weil sie alleine nicht den Mut dazu hätten. Das ist aber überall so.
Von daher würde ich sagen dass es manchmnal nix bringt sich anzupassen. Sofern man irgendwie europäisch aussieht wird man von einigen Typen angebaggert. smile Damit muss man wohl einfach leben wenn man in solche Länder reist oder arbeitet.
Anonsten hat mir die Zeit dort aber gefallen und die meisten waren wirklich sehr nett dort...


Bearbeitet von Yolini (30/06/2012 19:50)

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#135785 - 30/06/2012 19:57 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
Najib Offline
Mitglied*

Registriert: 06/09/2003
Beiträge: 6354
Ort: Chefchaouen
hallo

Antwort auf:
Damit muss man wohl einfach leben wenn man in solche Länder reist oder arbeitet.


in welcher stadt hast du gearbeitet?

ich denke nämlich nicht, dass das eine frage des jeweiligen landes, sondern der jeweiligen stadt ist.


gruss
Najib
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#135787 - 30/06/2012 20:04 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Najib]
Yolini Offline
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Ort: Niedersachsen
Khouribga und Meknés.



Bearbeitet von Yolini (30/06/2012 20:06)

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#136418 - 12/07/2012 21:22 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
Yolini Offline
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Registriert: 15/05/2012
Beiträge: 79
Ort: Niedersachsen
Da sich der Beitrag ja fast nur um das Bild was Männer (zum Teil) von uns haben dreht, würde mich auch mal interessieren welche Meinungen Marokkanerinnen so von uns haben? Haben die die selbe Meinung oder unterscheidet sich die? Ich hab mal irgendwo gelesen dass diese (angeblich) Neidisch auf die Freiheiten sind die Europäerinnen ihrer Meinung nach haben?

hoch
#136423 - 12/07/2012 22:17 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
Jasmin Hauser Offline
Moderatorin

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Ort: Austria
Kommt auch darauf an wie man Freiheit definiert. Häufig unterliegen die Frauen in Europa unter dem Deckmantel der Freiheit etlichen Zwängen..

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#136426 - 13/07/2012 09:30 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
Deroua Offline
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Registriert: 29/01/2012
Beiträge: 208
Ort: Deutschland
Eh mir der Kragen platzt:

Wenn 'Hey Lady' eine Anmache ist, dann krieg ich spontan einen ewigen Lachanfall.

Das Nachfragen im Zusammenhang mit dem ewigen Labas/ Ca vas gehört doch einfach dazu.
Wer sich mit den sozial-kulturellen Bräuchen nicht auseinandersetzt, sollte Ganzkörperkondom tragen und am besten auch seine Unterkunft nie verlassen.

Überall findet das Leben draußen statt - in Marokko besonders.

Ich habe es als Bereicherung meines Tages empfunden, wenn ich als Lady/ Madame Schokolade oder Mandarinen oder oder bekam auf meinem Weg durch die Straßen.

Und um das klar zu verdeutlichen: Ich spreche hier von echtem Marokkogebiet - Strandakademie und Touri-gebiete strengstens ausgeklammert...

Im Übrigen ist die Körpersprache nicht zu unterschätzen und die Marokkaner haben einen sehr feinen Sinn für Menschen und Momente...

Somit komme ich neben Choppy's Analyse darüber hinaus zu dem Schluss, dass die TS sich wohl nicht im Klaren war über ihrer nonverbalen Signale.

Sonnige Grüßé

hoch
#136441 - 13/07/2012 12:43 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Jasmin Hauser]
Yolini Offline
Mitglied

Registriert: 15/05/2012
Beiträge: 79
Ort: Niedersachsen
ja da hast du Recht Choppy smile

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#136443 - 13/07/2012 14:46 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Jasmin Hauser]
_Sandra_ Offline
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Registriert: 15/12/2011
Beiträge: 347
Ort: Deutschland
Original geschrieben von: choppy
Kommt auch darauf an wie man Freiheit definiert. Häufig unterliegen die Frauen in Europa unter dem Deckmantel der Freiheit etlichen Zwängen..


@ Coppy

wärend yolini dir Recht gibt, weiss ich immo net, wie bzw was du damit meinst nixweiss1
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Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.

hoch
#136450 - 13/07/2012 16:49 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: _Sandra_]
Jasmin Hauser Offline
Moderatorin

Registriert: 13/02/2010
Beiträge: 1356
Ort: Austria
Hallo Sandra,

mir fehlt jetzt gerade die Lust dazu, etwas Eigenständiges und Neues zu formulieren, weshalb ich jetzt einfach mal etwas hierher kopiere was ich schon mal gepostet habe.
Einmal ein Artikel, den ich gelesen habe sowie ein kleiner Beitrag von mir mit Bezug auf einen Artikel von Rommelspacher..

Ich denke, dass dies gut das veranschaulicht was ich damit meine wenn ich über "Zwänge unter dem Deckmantel der Freiheit" schreibe, auch wenn dies sicherlich noch mehr Lebensbereiche erfasst.

Der Artikel "Folter im Namen der Schönheit":

Im Arabischen gibt es ein Sprichwort, welches lautet: "Das Kamel sieht seine eigene Halskrümmung nicht!" Auf den Westen trifft dieses Sprichwort zu, wenn er von der vermeintlichen Unterdrückung der muslimischen Frau spricht und sie "befreien" möchte, während er blind für den Zustand der westlichen Frau ist, der schlechter nicht sein könnte.


Politik und Medien fokussieren schon seit Jahren die verschleierte Frau, ignorieren zur gleichen Zeit aber die Ketten, in die der Kapitalismus die westliche Frau gelegt hat. Die muslimische Frau erwartet von westlichen Staaten nicht, dass sie ihre Entscheidung verstehen, das Kopftuch zu tragen. Sie legt auch keinen Wert auf ihr Wohlwollen, denn sie trägt das Kopftuch mit oder ohne ihre Zustimmung. Die Versuche dieser Staaten, sie durch Diskriminierung und Psychoterror dazu zu bringen, es abzulegen, mögen in Einzelfällen fruchten, doch im Allgemeinen hält die muslimische Frau allen Anfeindungen zum Trotz am Kopftuch fest. Der Westen muss nicht nur feststellen, dass sein Kreuzzug gegen das Kopftuch bislang gescheitert ist, er muss sich sogar eingestehen, dass sich trotz des wachsenden politischen und gesellschaftlichen Drucks immer mehr muslimische Frauen für das Kopftuch entscheiden, und zwar aus allen Gesellschaftsschichten. Daran wird auch die Anti-Burka-Politik des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nichts ändern, der explizit sagte, dass muslimische Frauen mit Gesichtsschleier in Frankreich nicht willkommen seien – dies von einem Staatspräsidenten, dessen Frau sich nackt ablichten ließ und ein Frauenbild repräsentiert, das die Frau zum Sexobjekt degradiert.

Die Verschleierung als Akt gegen die Menschenwürde seiner Trägerinnen zu bezeichnen, wirft die Frage auf, ob Sarkozy und seine anti-islamischen Gesinnungsgenossen jemals einen Blick auf die Menschenwürde der westlichen Frau geworfen haben, nach der man inzwischen vergeblich sucht, weil sie vom kapitalistischen Schönheitsideal und Modediktat längst verbannt wurde. Die Menschenwürde der Frau erfährt im kapitalistischen Westen keinen Schutz, weil nicht nur kein Nutzen daran geknüpft ist, sondern weil der Profit dadurch sogar geschmälert wird. Stattdessen wurde die Würde der Frau durch ein irreales Schönheitsideal ersetzt, das die kapitalistischen Kassen so laut klingeln lässt, dass sie jede Kritik übertönen.

Betrachtet man die Auswirkungen des kapitalistischen Schönheitsideals, so kann man zweifelsfrei von Folter und Menschenrechtsverletzungen sprechen. Denn dem Schönheitsideal zu entsprechen, bedeutet oftmals, Schmerzen zu ertragen. Im Gegensatz zur muslimischen Frau musste die Frau im Westen schon immer Schmerzen auf sich nehmen, um den Schönheitsvorstellungen der Gesellschaft zu entsprechen. Mit einem Korsett musste sie beispielsweise ihre Taille so weit zusammenziehen, dass ihre inneren Organe gequetscht wurden und sie kaum noch Luft bekam, so dass sie sich immer am Rande einer Ohnmacht befand. Über ihren eng eingeschnürten Körper musste sie darüber hinaus schwere, unbequeme Kleidung tragen und trotz ihrer Schmerzen eine gute Figur machen.


Der Westen meint zwar, die Frau im Zuge der Emanzipation vom Korsett befreit zu haben, doch hat er sie in Wahrheit einer viel schlimmeren Folter ausgesetzt, die sich heute hinter der Bezeichnung "Schönheitschirurgie" verbirgt. Daumenschraube und Streckbank dienen nicht mehr dazu, Geständnisse zu erzwingen, sondern die Frau zurechtzuformen. Das Paradoxe daran ist, dass sie für die Folter auch noch bereit ist zu zahlen.

Dass der Begriff "Folter" dabei keineswegs übertrieben ist, veranschaulicht das Beispiel junger Frauen, die sich in Russland oder China die Beine verlängern lassen. Hierzu werden ihnen zunächst die Beine gebrochen und ein Metallgestell angelegt, das täglich unter Schmerzen auseinander gezogen wird und das Bein um einen Millimeter verlängern soll. Diese Prozedur dauert für ein paar Zentimeter mehr Bein mehrere Monate und ist mit enormen Schmerzen verbunden, die über den gesamten Zeitraum anhalten. Da die gebrochenen Beine währenddessen nicht belastet werden dürfen, müssen die Frauen über Monate hinweg an Krücken gehen. Hinzu kommen die Risiken der Operation und die Gefahr, im Rollstuhl zu enden. Der einzige Beweggrund der Frauen – und es sind keineswegs nur russische oder chinesische Frauen – ist der, dass lange Beine zum Schönheitsideal zählen, dem die durchschnittliche Frau zwar nicht entspricht, das ihr aber immer wieder vorgeführt wird. Die Bereitschaft, Beinbrüche mit diesen überaus großen Schmerzen in Kauf zu nehmen, verdeutlicht, wie übermächtig das Schönheitsideal ist, dass die Frau ihr eigenes Wohl aufs Spiel setzt und Ärzte gegen ihren Kodex handeln, Menschen zu heilen.

An diesem Beispiel wird ersichtlich, dass das kapitalistische Schönheitsideal eine Gefahr darstellt, weil es den natürlichen Selbsterhaltungsinstinkt unterdrückt, der den Menschen und seinen Körper normalerweise schützen soll. Es führt zu widernatürlichen Verhaltensweisen der Frau, die um jeden Preis schön sein will. Auch ist die Entscheidung einer Frau, sich die Beine brechen zu lassen, nicht auf den Verstand und das intellektuelle Vermögen zurückzuführen. Denn ein solches Verhalten liegt jenseits der Vernunft.

Es gibt eine viel einfachere und günstigere Methode, die Beine optisch zu verlängern, nämlich durch High Heels. Aber auch diese sind ein Folterinstrument für die Frau, denn nach längerem Tragen hat sie das Gefühl, über Klingen zu laufen. Die Schmerzen stellen in diesem Fall eine natürliche Schutzfunktion dar, weil High Heels nicht nur für die Anatomie des Fußes, sondern des ganzen Körpers ungeeignet sind. Sie deformieren mit der Zeit den Fuß auf schmerzhafte Weise und schädigen Gelenke und Wirbelsäule. Bei häufigem Tragen können sie sogar die Lage der Organe, etwa des Darms, verändern. Doch anstatt auf die natürlichen Signale des Körpers zu hören, lassen sich beispielsweise Frauen in den USA Botox in die Füße spritzen, um den Schmerz zu betäuben. Andere lassen sich Silikon spritzen, um die Füße zu polstern und High Heels länger tragen zu können. Dass man überhaupt auf solche Methoden zurückgreift, verdeutlicht nicht nur, wie schmerzhaft das Tragen dieser Schuhe ist, sondern wie die Natur des menschlichen Körpers unterwandert wird.

Bei genauer Betrachtung unterscheidet sich die moderne westliche Frau gar nicht so sehr von der chinesischen Frau des alten China, deren Füße teilweise sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein verstümmelt wurden, weil kleine Füße als Schönheitsideal galten. Hierzu wurden die Füße schon im Kindesalter bandagiert, was zu schmerzhaften Verkrüppelungen führte, so dass die Frauen nur unter Schmerzen laufen und keine weiten Strecken gehen konnten. Der so genannte Lotusfuß chinesischer Frauen, der eine grausame Deformation des Fußes darstellt, galt in China als schön. Das alte chinesische Schönheitsideal ist nicht besser oder schlechter als das heutige westliche, denn in beiden Fällen bedeutet es Schmerzen für die Schönheit. Und dennoch maßt sich der Westen an, das chinesische Schönheitsideal anzuprangern.

Inzwischen gibt es keine Stelle mehr am weiblichen Körper, die nicht dem Schönheitsideal unterworfen wurde und an die der Schönheitschirurg noch nicht Hand angelegt hat. Längst sind es nicht mehr nur Gesicht, Brust oder Bauch, die unters Messer kommen. Während der Westen lautstark die Beschneidung von Mädchen, die in manchen Ländern noch als Brauch praktiziert wird, an den Pranger stellt, schweigt er zu der Verstümmelung, die westliche Frauen inzwischen im Namen der Schönheit an ihrem Genital vornehmen lassen. Die operativen Eingriffe, die aus rein ästhetischen Gründen durchgeführt werden, sind ohne Zweifel als Verstümmelung zu betrachten. Sie bergen nicht nur Risiken, sondern führen zudem, je nach Eingriff, oft zu Schmerzen und Problemen. Doch selbst das hält die westliche Frau, die in der Regel über die Risiken der Operation aufgeklärt wird, nicht davon ab, sich diesen Qualen auszusetzen. Sie nähme wohl auch Arm- oder Beinamputationen auf sich, wenn das Schönheitsideal sie fordern würde und Prothesen der neueste Trend wären.

Eine Gesellschaft, in der Frauen bereit sind, Körperverletzungen – denn etwas anderes tut die Schönheitschirurgie nicht – zu akzeptieren und sogar zu fordern, kann keine gesunde Gesellschaft sein. Das westliche Frauenbild einer solchen Gesellschaft suggeriert etwas, das in Wahrheit nicht existiert, nämlich die selbstbewusste emanzipierte Frau. Denn Selbstbewusstsein spiegelt sich nicht darin wider, dass eine Frau bereit ist, ihren Körper malträtieren zu lassen und zur Schau zu stellen, um den Vorstellungen der Gesellschaft zu entsprechen. Vielmehr bedeutet Selbstbewusstsein, an seinen Überzeugungen festzuhalten und danach zu handeln, auch wenn es anderen möglicherweise missfällt. Sich dem Schönheitsideal anzupassen, erfordert hingegen keinen Mut, sondern zeugt von einer schwachen Persönlichkeit. Daher stellt sich die Frage, wer tatsächlich selbstbewusst ist: die westliche Frau, die einem leeren Schönheitsideal hinterherjagt, oder die muslimische Frau, die trotz aller Widerstände auf das Kopftuch beharrt und ihren islamischen Glauben nach außen zum Ausdruck bringt.


Quelle:

http://www.die-einheit.org/index.php?option=com_k2&view=item&id=72:folter-im-namen-der-sch%C3%B6nheit&Itemid=201




Warum immer "die" muslimische Frau als Opfer von Unterdrückung konstruiert wird und danach gefordert wird, sie von der vermeintlichen Unterdrückung zu befreien und welche Widersprüchlichkeit dahinter steckt,beschreibt ROMMELSPACHER (2008) sehr gut.
Und zwar liegt laut Rommelspacher die Widersprüchlichkeit darin, dass „die“ muslimische Frau sich angleichen soll, aber gleichzeitig als „Andere“ konstruiert wird. Sie soll also mit den Frauen der Mehrheitsgesellschaft gleich werden aber dennoch verschieden bleiben. Gleich soll sie werden damit der „Emanzipationsauftrag“ erfüllt wird und zugleich soll sie verschieden bleiben, um eine „Kontrastfolie“ für die eigenen emanzipatorischen Fortschritte zu bieten. Die negativen Aspekte des Lebens der anderen, „der“ muslimischen Frauen sollen hervorgehoben und damit symbolisiert werden, was die westlichen Frauen hinter sich gelassen haben.
Das "westliche Emanzipationsverständnis" setzt emanzipatorische Fortschritte oft mit dem Überwinden von Religionen gleich und muslimische Frauen werden dementsprechend als Ausdruck für eine alte Ordnung verstanden. Indem etwa ständig die Rolle der Frau im Islam oder das Tragen des Kopftuches thematisiert werden wird das Konstrukt „der“ muslimischen Frau bestärkt und sie damit in dieser Rolle festgehalten, zugleich wird aber gefordert, dass sie das Kopftuch ablegt und sich vom Glauben befreit. Tatsache ist aber, dass die westlichen Frauen ihren Glauben ebenfalls noch nicht überwunden haben und, dass dieses Überwinden des Glauben auch überhaupt keine Befreiung verspricht. Durch das Konstrukt der Anderen werden „unbewusste Ambivalenzen mobilisiert“, welche „stellvertretend an der anderen Frau ausagiert werden.“
(vgl. Rommelspacher,Birgit, 2008: Feminismus und kulturelle Dominanz, Kontroversen um die Emanzipation "der" muslimischen Frau. BAG Mädchenpolitik Info 9/2008)

Schöne Grüße





Bearbeitet von choppy (13/07/2012 16:51)

hoch
#136451 - 13/07/2012 17:12 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Jasmin Hauser]
Najib Offline
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hallo

die treuesten sklaven sind die, die nicht wissen, dass sie sklaven sind.


gruss
Najib
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#136455 - 13/07/2012 17:32 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Najib]
Jasmin Hauser Offline
Moderatorin

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Antwort auf:
die treuesten sklaven sind die, die nicht wissen, dass sie sklaven sind.


daumen3

hoch
#136465 - 13/07/2012 19:48 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Jasmin Hauser]
_Sandra_ Offline
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Vielen Dank für deinen Beitrag smile

Jetzt weiss ich in etwa, wie du es gemeint hast...

und ich gebe dir Recht smile
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Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.

hoch
#136471 - 13/07/2012 20:12 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: _Sandra_]
Jasmin Hauser Offline
Moderatorin

Registriert: 13/02/2010
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Ort: Austria
Gern geschehen (war ja auch nicht viel Arbeit, einfach copy und paste wink )

Liebe Grüße


Bearbeitet von choppy (13/07/2012 20:12)

hoch
#136473 - 13/07/2012 20:27 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Jasmin Hauser]
Ayoub1973 Offline
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Registriert: 06/05/2011
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Ort: NRW/Tanger
Ich kann nur von mir selbst reden. ich hab kein negatives bild von europäerinnen. vieles kommt mir selbst nach soviel jahren spanisch vor.ich weiß inzwischen das hier in eoropa ein minirock trägt dann noch lange keine h... ist aber trotzdem hab ich kein schlechtes bild von ihnen,im gegenteil ich wollte schon immer eine europäerin heiraten und zwar aus dem grund weil ich einen neuen stamm gründen will.

hoch
#136474 - 13/07/2012 20:34 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Ayoub1973]
Jasmin Hauser Offline
Moderatorin

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Beiträge: 1356
Ort: Austria
Ich drück dir die Daumen, dass es mit dem "neuen Stamm" klappt wink

hoch
#136498 - 14/07/2012 15:01 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Ayoub1973]
Deroua Offline
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Registriert: 29/01/2012
Beiträge: 208
Ort: Deutschland
Nicht schlecht, Bruder.

Pass auf Dich auf, Mahnverfahren durch Zalando sind im Moment der Hit auf der Straße...

...nicht dass Du von Europa gebessnesst wirst...grinz

hoch
#136507 - 14/07/2012 18:36 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Deroua]
Ayoub1973 Offline
Mitglied

Registriert: 06/05/2011
Beiträge: 565
Ort: NRW/Tanger
nicht schlecht gekontert Deroua, du hast mir ein grinsen abgerungen. hier im ruhrgebiet sagen wir "nicht der bessere soll gewinnen,sondern schalke. das ich einen neuen stamm gründen will heisst bei mir " eingekauf wird nicht bei zalando"
sondern gleich konservativ um die ecke wo ich den schuh erstmal ordentlich unter der visite nehme, und zwar nur dann wenn es die geldbörse auch erlaubt.

hoch
#136509 - 14/07/2012 19:21 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Ayoub1973]
_Sandra_ Offline
Mitglied

Registriert: 15/12/2011
Beiträge: 347
Ort: Deutschland
Original geschrieben von: Ayoub1973
nicht schlecht gekontert Deroua, du hast mir ein grinsen abgerungen. hier im ruhrgebiet sagen wir "nicht der bessere soll gewinnen,sondern schalke. das ich einen neuen stamm gründen will heisst bei mir " eingekauf wird nicht bei zalando"
sondern gleich konservativ um die ecke wo ich den schuh erstmal ordentlich unter der visite nehme, und zwar nur dann wenn es die geldbörse auch erlaubt.





Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß jemand Schuhe bei Zalando kauft. Das ist doch nen Online - Shop , oder?
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Zuerst ignorieren sie dich,dann lachen sie über dich,dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.

Wenn du im Recht bist,kannst du dir leisten,die Ruhe zu bewahren;Und wenn du im Unrecht bist,kannst du dir nicht leisten,sie zu verlieren.

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#136523 - 15/07/2012 01:20 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Yolini]
chariff Offline
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Registriert: 24/12/2006
Beiträge: 665
Ort: D UND M
Salamu 3alaikum und Hallo Marokko freunde.
Früher ich kannte ein Marrakchi..wir haben immer viel gelacht, er kann gute Witze erzählen, einmal erzählte mir einen Witz über Deutsche frauen, er sagte:Deutsche Frau am anfang wie wen du neue Schuhe kaufst, du brauchst nur anziehen dan tuen Weh....so meinte er eine Deutsche frau bzw Europäerin...ich musste früher immer lachen.
Ich persönnlich habe ich keine Probleme mit.
_________________________
id

hoch
#136742 - 19/07/2012 10:16 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: Ayoub1973]
Deroua Offline
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Registriert: 29/01/2012
Beiträge: 208
Ort: Deutschland
Habibi - Babuschen?

'Grüße noch aus Mönchengladbach....finde ich Dich in der Ellerstraße? Oder bist Du mal hin und wieder in Kölle?

Wie auch immer, es sprengt hier den Rahmen...

Freu mich auf eine PN von Dir, brauche dringend ein Männer-Cafe'-Gespräch Arbia wie Frau in Europa sicher Schuhe kaufen könnte und vieles mehr und Meer...

Ramadan Mabrouk.

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#136743 - 19/07/2012 10:19 Re: Negatives Bild von Europäerinnern... [Re: chariff]
Deroua Offline
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Tja....das Grinsen bemächtigt sich meiner, aber ich muss es unterdrücken wg dem Schief-Auge...grummel


Der typische Witz ist doch, dass Deutsche Frauen Schuhe vom Blasen bekommen...

...und ich Blasen von Deutschen Schuhen... ;-)))





Geht eben nixxx über Babuschen.


Damit werde ich mich mal langsam verstillen und vertschüssen und wünsche mir sehnsüchtig ein wenig marokkanische Herzensfamilie, damit es trotz Deutschland ein guter, besinnlicher, wohltätiger Ramadan werde...

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Moderator:  Jasmin Hauser