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#50337 - 01/12/2004 16:52 Re: Integration
jm Offline
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Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
>> sollte ich mal bei schäubele ba-wü anklopfen und illi bei beckstein-kotz

igitt ! reicht die schandtat dieser iranerin.

hoch
#50338 - 01/12/2004 17:30 Re: Integration
Dolphin Offline
Mitglied

Registriert: 01/08/2002
Beiträge: 1251
Ort: Mannheim
Hallo jm,

nein ich wollte nicht rethorisch denunzieren. sondern nur darauf hinweisen, dass die unwidersprochen dümmlichen Medienauswüchse nicht für die deutsche Gesellschaft in ihrer Gesamtheit stehen und dass deine subjektiven Beobachtungen keine Tatsachen sind für die deutsche gesellschaft in all ihren sozialen gruppen, grüppchen und schichten. Zugegeben, der Eindruck eines gesellschaftlichen Massenphänomens drängt sich auf, wenn man die konservative Presse nimmt (übrigens hat die Bild-Zeitung seit ihren "guten" Zeiten 25% ihrer Leserschaft verloren und verzeichnet keinesfalls Rekordauflage, Tendenz weiter fallend), jedoch stelle ich gerne zur Diskussion, ob es nicht auch viele Signale gibt, die in eine andere Richtung weisen und bemüht sind um eine Integration der hier lebenden ausländischen Mitbürger. nicht alle Politiker teilen die Auffassung von Beckstein & Co, nicht alle Zeitungen schreiben auf Bild Niveau, in Mannheim erscheint das Zusammenleben zumindest auf den ersten Blick relativ spannungsfrei, in meinem persönlichen Umfeld kenne ich keinen der dem Populismus Gehör schenkt. Populistisches Getöse ist noch lange kein Gesetz.

 Antwort auf:
diese instutionen, instanzen und gebilden sind also gescheitert und haben ihre aufgaben von anfang schlicht nicht gemacht.sie haben die vollmacht, von anfang, alle moscheevereine und anderes zu kontrollieren und zur transparenz zu zwingen, hätten sie die migranten, von anfang, nicht als außerirdische, sondern als teil dieser gesellschaft angesehen.
ja, das sehe ich genauso. Viele Probleme rühren aus der Gleichgültigkeit der letzten Jahrzehnte heraus. Wie sollte es möglich sein von Heute auf Morgen umzusteuern? Trotz mangelnder "Aufklärung" des deutschen Michels ist dieser doch ein lernfähiges Wesen und er wird erkennen, wo sein Interesse liegen muß, nämlich in der Förderung aller Potentiale aus denen unsere Gesellschaft besteht.

viele Grüße

hoch
#50339 - 01/12/2004 18:15 Re: Integration
jm Offline
Mitglied

Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
hallo dolphin,

>> jedoch stelle ich gerne zur Diskussion, ob es nicht auch viele Signale gibt, die in eine andere Richtung weisen und bemüht sind um eine Integration der hier lebenden ausländischen Mitbürger.

dem stimme ich gerne zu und es sind die signale, die ich glaubte wahrzunehmen; allerdings badarf es nicht mehr als die polemik einiger drittklassigen provinzpolitiker, damit viel erreichtes, und zwar ganzen bevölkerungsgruppen gegenüber so unfair und beleidigend, widerrufen wird.

hier in diesem thread muß man, nach jahrzehnten von aufklärung, debatten, diskussionen, diskursen, geschehnissen etc. noch auf diesem level sich mit deutsch-deutschen im internet austauschen und seine heirtagsanträge an eine majorität stets erneurn.

es stimmt irgendwas nicht und es ist der grund, warum ich gerade die bemerkung von cindyrella aufgegriffen habe, denn sie trifft genau den kern. die deutsche gesellschaft und zwar der deutsche-deutsche teil von ihr muß eiligst eine ehrliche und vernüftige zwischenbilanz mit sich selbst ziehen. dazu dachte wären medien da. wir sind jedenfalls behilflich.

wie in mannheim ist das zusammenleben im rest der republik eher spannungsfrei geworden, so daß man die letzten wenigen jahre begann - zumal unter dem druck des mangels an facharkräften und technologie-experten - von der einwanderungsgesellschaft ernsthaft zu reden und die enstprechenden gesetze und reformen auf den weg zu bringen. und wo stehen wir auf einmal ?? wir müssen in diesem thread noch über integration reden ? ja gerne, aber nicht über die von "ausländern" sonder über die von manchen deutschen.

bürger nicht deutscher abstammung haben keine politische vertretung in deutschland und die mehrheit der deutsch-deutschen scheint ein auge nur für "intgerationsunwilligen" zu haben, auch wenn sie nur einzelne sind und im ausland nicht einmal in deutschland leben.

gruß
jm

hoch
#50340 - 01/12/2004 19:38 Re: Integration
jm Offline
Mitglied

Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
>> die deutsche gesellschaft und zwar der deutsche-deutsche teil von ihr muß eiligst eine ehrliche und vernüftige zwischenbilanz mit sich selbst ziehen. dazu dachte wären medien da.

und hier ein erster versuch. ein anfang immerhin:

---
Die große Lüge von der Toleranz

Ali sollte schuften, nicht Deutsch lernen. Warum auch? Er sollte ja wieder gehen. Doch er blieb, ohne anzukommen, weil die Deutschen ihn ausgrenzten. Polemik von stern-Autorin Stefanie Rosenkranz über die gescheiterte Integration.

auszug:

"Wenn eine Moschee gebaut werden soll, verhalten wir uns völlig schizophren. "Nicht Minarette sind gefährlich, sondern Keller und Garagen, in denen sich religiöse Splittergruppen verstecken", findet Frankreichs ehemaliger Innenminister Nicolas Sarkozy; von so einer Haltung sind wir Lichtjahre entfernt. Wir akzeptieren Moscheen nur dann, wenn sie aussehen wie "Aldi" und irgendwo im Industriegebiet liegen - wie wir generell alles akzeptieren, was wir nicht sehen und was uns nicht stört, so tolerant sind wir.

Bis jetzt haben wir mit dieser Haltung Glück gehabt, auch weil unser Ali ein braver Mensch ist, der uns noch nie etwas zu- leide getan hat. Er trennt den Müll und überquert keine Fußgängerampel bei Rot, mehr haben wir bisher nicht von ihm verlangt. Am Wochenende haben gar mehr als 25 000 Alis gegen den Terror im Namen des Islams demonstriert. "Unschuldige Menschen zu töten bedeutet nicht Dschihad", stand auf einem der Spruchbänder. Und was ist mit den schuldigen?

"Wir haben weniger eine Ausländer- als eine Inländerproblematik", hat Herbert L. Müller vom baden-württembergischen Verfassungsschutz gesagt. "Bei uns werden Neuankömmlinge entweder abgelehnt oder behütet. Aber auch der Behüter behandelt den Behüteten als defizitär." Mit unserem Talent zum Unglück sind wir auf dem besten Weg, eine Bruderschaft der Hoffnungslosigkeit zu werden. Um das abzuwenden, genügt es eigentlich, Ali nicht länger zu tolerieren, sondern endlich mal als Menschen zu behandeln. Nämlich nicht schlechter und auch keinen Deut besser als Helga und Herbert."

>> ... zum beitrag (stern.de)

hoch
#50341 - 01/12/2004 20:08 Re: Integration
Karim Habbouri Offline
Mitglied

Registriert: 19/02/2001
Beiträge: 713
Ort: München
Eine Äußerung von Alois Glück an heutigen Tage:


(ddp-Bay)
Bayerns Landtagspräsident Alois Glück (CSU) warnt vor Pauschalurteilen gegenüber fremden Kulturen. «Das wäre die Rutschbahn zum Nationalismus», mahnte Glück am Mittwoch bei einer Festveranstaltung zum Bayerischen Verfassungstag in München. Er betonte: «Nationalismus ist Überhöhung der eigenen Nation, der eigenen Kultur und Ausgrenzung anderer Kulturen und Nationen. Genau das dürfen wir nicht zulassen.» Dagegen bedeute ein «aufgeklärter, zeitgemäßer Patriotismus» Engagement für das eigene Land.
Glück forderte eine Neubesinnung auf eigene Wurzeln und Werte. Dazu zähle auch der selbstverständliche Respekt vor christlichen Symbolen und christlichen Werten. Der Landtagspräsident fügte hinzu: «Für uns hat die christliche Prägung unseres Landes den wichtigsten Stellenwert aus sich selbst heraus - und nicht durch die Abwertung anderer Kulturen.»

Der bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) verlangte von Zuwanderern ein klares Bekenntnis zur deutschen Werteordnung. Dies sei Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Beckstein betonte: «Der Wertekanon der Bayerischen Verfassung und des Grundgesetzes ist auch für alle ausländischen Mitbürger, die auf Dauer in unserer Gesellschaft leben wollen, verbindlich.»

Glück Äusserungen sind mal wieder CSU typisch. Christlich soll es sein.

Es sieht eher so aus dass die Ausländer die Deutsche Kultur zu achten haben, die ja christlich ist. Da denkt man gleich an Nonnen die unterrichten (mit Kopfbedeckung ist es für Nonnen in Bayern erlaubt. Eine Diskriminierung von Frauen ist es nicht).

hoch
#50342 - 01/12/2004 21:25 Re: Integration
Zina Offline
Member

Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
Hallo jm, hallo tint,

es tut mir leid, dass ihr mein Anliegen so missdeutet habt. Wahrscheinlich war es der falsche Zeitpunkt eine Diskussion über Integration zu führen.

"in diesem thread muß man ... noch auf diesem level sich mit deutsch-deutschen im internet austauschen und seine heirtagsanträge an eine majorität stets erneurn"

Ich weiß wirklich nicht, jm, was du in diesem thread so empfunden hast. Kann es nicht sein, dass deine Empfindlichkeit aus anderen Quellen resultiert.

Ja, liebe Tint, ich habe viele Fragen. Die Antworten weiß ich manchmal selber nicht. Wo steht geschrieben, dass man nur Fragen stellen darf, wenn man die Antworten schon weiß?

Ich habe privat als auch beruflich mit Migration/Integration zu tun. Es interessiert mich brennend, wie man vorhandene Probleme lösen könnte. Die Erhobenezeigefinger-Mentalität und das www.politiker-sind-alles-Schuld.de ödet mich an (es ist ja übrigens zutiefst deutsch, nicht wahr?).

Nein Jm, du hast das Wort Rassisten nicht in den Mund genommen, aber gemeint hast du es trotzdem. Und das ist das Problem: Wenn man versucht mit Leuten wie dir über Integrationsprobleme zu diskutieren, weil man hofft, da könnte Konstruktives bei rumkommen, kriegt man die "du dumme deutsche provinzialistische Ausgrenzlerin"-Keuel übergeschwungen, die natürlich an meiner tief in mir verwurzelten linken seele kratzt.

Ich glaube, vielleicht mehr als du, dass es bereits eine ganze Reihe Zineddine Zidans in Deutschland gibt, Tendenz steigend. In meinem Bereich etwa hat man heute als gut ausgebildeter Muslim wahrscheinlich die besseren Berufschancen.

Aber muss ich jetzt jedesmal, wenn ich über Intergationsproblem sprechen möchte, anfangen zu erklären, dass ein gewisser Teil der muslimischen Migranten und natürlich nicht nur dieser und freilich auch nicht alle Muslime und sowieso die islamische Religion im Grunde eine friedliche usw.
Kann ich dir nicht einfach sagen: es gibt Probleme und wenn du hinschauen würdest, könntest du sie sehen wie ich, also lass uns nach Lösungen suchen. (wenn du nicht, wie ich befürchte, in deinem Elfenbeiturm bleiben möchtest, weil rumkritisieren ja irgendwie mehr Spaß macht).

Natürlich muss es islamischen Religionsunterricht in deutscher Sprache geben, wieso bügelst du das so ab, worum zahlreiche muslimische Migranten mühsam gekämpft haben. Dies ist ein Teil der Integration. Noch besser wäre vielleicht ein multi-religiöser Unterricht, aber da haben sie ja alle Angst vor.

Natürlich muss es Moscheen geben und irgendeine Form von Repräsentanz werden die Muslime entwickeln müssen und sei es eine dezentralisierte - es ist ein zähes Verhandeln mit der Mehrheitsgesellschaft, aber es wird kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Über die Schulprobleme wollte ich hier mit euch diskutieren, über die Ängste der (mancher) muslimischer Eltern und ihre Weigerung ihren Kindern den Weg in diese Gesellschaft zu eröffnen. Über die Folgen davon und die Möglichkeiten etwas dagegen zu tun.

gruß

hoch
#50343 - 01/12/2004 21:30 Re: Integration
Zina Offline
Member

Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
Mein Integrationserlebnis des Tages:

Morgens kurz vor neun in der Straßenbahn (wo sonst kann man bessere soziologische Studien machen, als in der Straßenbahn). Zwei junge türkische Frauen steigen ein und setzen sich ernsten Gesichtes auf einen Sitzplatz. Als die Bahn losfährt zücken sie blitzschnell ihre Maschinchen: “Die Fahrausweise bitte”. Jede von ihnen hat bald jeweils eine offenkundig deutsche Passagierin ohne gültigen Fahrausweis am Wickel. Bei derjenigen, die ich beobachten kann, handelt es sich um eine ältere Dame von der man nicht unbedingt erwarten würde, dass sie schwarz fährt. Ihr Ticket ist überstempelt. Sie gibt an, den ersten Abdruck nicht gesehen zu haben. Ich bin gespannt, was passiert. Die Kontrolleurin bleibt hart. Es gibt nun mal Regeln. Wer keinen Fahrschein hat, zahlt 40 Euro. Ich bin beeindruckt und belehrt. Wie oft habe ich deutsche Kontrolleure verurteilt, wenn sie einer offenkundig des Deutschen nicht mächtigen Ausländerin 40 Euro abknöpften.


Mein zweites Erlebnis mittags im Kindergarten. Zwei marokkanische Fünfjährige fletzen in der Kuschelecke. Ein libanesisches Mädchen sitzt zwei Meter entfernt mit sehnsüchtigem Blick. Die Marokkanerinnen erklären mir ungefragt: mit der spielen wir nicht, die stinkt. Ich schlucke. Kinder sind manchmal grausam, egal wo sie herkommen.

hoch
#50344 - 01/12/2004 21:42 Re: Integration
jm Offline
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Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
hallo elissa,

>> Ich weiß wirklich nicht, jm, was du in diesem thread so empfunden hast. Kann es nicht sein, dass deine Empfindlichkeit aus anderen Quellen resultiert.
[...]
Nein Jm, du hast das Wort Rassisten nicht in den Mund genommen, aber gemeint hast du es trotzdem. Und das ist das Problem: Wenn man versucht mit Leuten wie dir über Integrationsprobleme zu diskutieren, weil man hofft, da könnte Konstruktives bei rumkommen, kriegt man die "du dumme deutsche provinzialistische Ausgrenzlerin"-Keuel übergeschwungen, die natürlich an meiner tief in mir verwurzelten linken seele kratzt.


ich bin an einen offenen, ehrlichen, konstruktiven und bereichenden austausch hier wie sonst stets sehr interessiert. ich habe so ausführlich auf deine anfangsfrage reagiert, weil vor allem deine bitte um ernsthafte zuschriften mich bestochen hat.

ich finde deine unterstellungen bedauerlich und unglücklich und weise sie entschieden zurück.

wenn ich in meinen reaktionen bedauere, daß man über integration immer noch und wieder diskutieren muß, gilt dies sowohl für dich als auch für die gesamte deutsche gesellschaft. und das ist so offen und klar zu verstehen.

der umstand, daß du in jenem oder anderen bereich beruflich tätig seiest, ändern nichts an deiner argumentationskraft.


gruß
jm

hoch
#50345 - 01/12/2004 21:48 Re: Integration
jm Offline
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Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
>> Es sieht eher so aus dass die Ausländer die Deutsche Kultur zu achten haben ...

und es sieht in der tat auch eher so aus, daß die ausländer die deutsche kultur mehr achten als solche banausen.

gruß
jm

hoch
#50346 - 01/12/2004 21:53 Re: Integration
Zina Offline
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Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
@jm,

aber man muss doch diskutieren, wenn es die Probleme (für einen Teil zumindest) gibt. Oder gibt es keine Probleme, alle nur mediengemacht?
Na dann können wir ja so weiter machen wie bisher. Prima.

Gruß

hoch
#50347 - 01/12/2004 22:04 Re: Integration
jm Offline
Mitglied

Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
>> aber man muss doch diskutieren, wenn es die Probleme (für einen Teil zumindest) gibt

tun wir auch elissa, gerne. manches mag sich polemisch lesen, ist im kern jedoch klar und offen.

was politiker angeht, gehöre ich nicht zu jenen, die bei jeder frage zu denen schielen. in diesem kontext sehe ich allerdings, daß das problem in erster linie in den köpfen mancher liegt und daß die lösung ihreseits darin liegt, daß jene, die für eine arbeit bezahlt werden, ihre arbeit auch endlich verrichten, einfach nur tun. die bescksteins und schillys sollten sie dazu auffordern, satt die naivität des volks auzunützen und kein migrant wird sich dagegen stellen. im gegenteil !

deswegen sage ich, daß diejenigen, die zu mehr integration und zu mehr bekenntnis zu dieser gesellschaft aufgefordert werden müssen, nicht auf der seite von migranten zu suchen sind. das meine ich ehrlich und ernst.

gruß
jm

hoch
#50348 - 02/12/2004 07:34 Re: Integration
tint Offline
Member

Registriert: 15/11/2004
Beiträge: 328
Ort: amezzir
liebe elissa

natürlich gibt es diese probleme ,da spreche ich auch nicht dagegen und stimme jm zu

zindane ist in frankreich aufgewachsen ,dort hat man bei fussballtalent ganz andere karten.wenn nun die bildung auf das fussballtalent und den üblichen exotikfaktor reduziert wird ,singen wir besser gemeinsam halleluja .das führt zu nichts. was ich ihm ankreide ist, das er vollkomen vergessen hat, wo er gerade herkommt.hiermit kehre ich mein thamzigentum wieder voll heraus ,nicht das es nachher wieder heisst ,ich würde irgendwelche landsm#nner in rage versetzen .zindane ist auf die ein oder andere art ein assimilitier depp und sieht zu wie sein volk,auch unser volk im maghreb maletriert wird..für mich ist thamzigth .thamzigt ,egal ob chloue ,rifi oder kabyl.das musste ich loswerden.aber ich kann mích noch an den kleinen ägyptischen fussballer beim fc kaiserslautern erinnern ,wie er tore schoss war er der liebling der massen ,wie er aber im suff einer blonden maid an den oberbau ging ,wurde er gerade auf seine herkunft reduziert und war weg vom fenster
dann habe ich nicht vergessen wie boris becker seine babs heiraten wollten und was dazu alles in grossen deutschen tageszeitungen stand,
das die deutschen ein türkenproblem haben ,weiss ich auch.nicht nur ein türken, sondern ein russen ,ein albaner und ein balkanproblem ,aber auch bei den türken muss man wieder unterscheiden und zwar nach stämmen .es gibt sie die hochgebildeten türken ,die mit den anatolen nichts am hut haben.euer helmut hat geschlafen indem er ganze horden fressender sozialschmarotzer ins land liess ,in den seltensten fällen waren das aber nordafrikaner !!!
die waren ja schon hier.dabei sehen wir mal von dem asylproblem unseres nachbarn ab,auch da ging es kohl nicht schnell genug ,schreiende und hetzende salafiten ins land zu nehmen um mit diesen vielleicht auf die ein oder andere art an die guten verträge zu kommen und die wohnen nun mal alle in nrw.
das ist somit nicht das problem süddeutschland .

warum reduzierst du meine herkunft andauernd auf die religion ? warum frage ich dich?
habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt ,das ich mit religion nichts im sinne habe und zwar mit keiner.?ich zumindest habe gesehen was gerade religion aus menschen macht ,in namen von religion werden menschen durch den halben erdball getrieben ,bis sie nicht mehr können um dann elendig im wüstensand irgendwo zu verecken und die welt schaut zu ,weil sie sich nicht arabopn machen lassen und der westen macht mit diesen mördern dann noch verträge und an diesen sachen haben sich auch katholen nicht gerade mit ruhm bekleckert wenn wir dabei sind die menschen auf religion zu reduzieren ,tue ich das auch hiermit.das musste auch raus.

seid ihr so verblendet ,das wenn ein islamischer relgionsuntericht in deutschland abgehalten wird ,ihr das hinterhofmoscheenmileu immer noch nicht abgeschafft habt und darauf läuft es dann hinaus
was ist für dich als deutsche integration?
mehr wie ich kann man sich nicht integrieren.ich spreche eure sprache ,besuche keine moschee ,habe mit keiner religion etwas am hut ,trage westliche kleidung und höre amerikanische musik .


bringe meinen deutschen arbeitskollegen ihre eigenen sagen bei -um dann erleben zu müssen wie unsere kinder auf dem schulhof zusammengetreten werden und mir anhören zu müssen ,solange du arbeitest kannst du hierbleiben .ich habe den deutschen bestimmt genug heiratsanträge gemacht und werde doch immer wieder auf meine herkunft reduziert ,irgendetwas muss da nicht stimmen.bis hierhin und nicht weiter ,liebe elissa
ihr regt euch wegen diesem holländer auf und ich rege mich darüber auf wie ihr uns die identität der religion verpasst und euch willig zum spielball solcher leute wie wahid oder eines nadeem elyass machen lasst und jeden ball auffangt den sie euch geschickt zuwerfen

unsere leute werden in korsika totgeschlagen ,oder kriegen in paris ein messer in den bauch und genau das wird mit keiner silbe erwähnt .irgendwas stimmt hier nicht in europa


gruss
_________________________
bätsch!

hoch
#50349 - 02/12/2004 20:44 Re: Integration
Zina Offline
Member

Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
Liebe Tint,

ich reduziere dich überhaupt nicht auf Religion, ganz im Gegenteil ist mir deine Religion eigentlich völlig egal. Ich sagte bereits an anderer Stelle, dass ich persönlich kein sonderlich religiöser Mensch bin und eigentlich erst durch das Außen (v.a. durch den Kontakt zu gläubigen Muslimen) angefangen habe, die Fragen der Religion zu reflektieren. Diese Reflektion habe ich als Bereicherung empfunden. Ich habe grundsätzlich nichts gegen religiöse Menschen. Nur gegen Extremismen habe ich etwas, aber da sind wir ja einer Meinung.
Dennoch glaube ich - zumindest was die Marokkaner in Deutschland anbelangt (und ich weiß, dass ich mir jetzt wieder Feinde schaffen werde mit dieser Aussage), dass der überwiegende Teil (wohlgemerkt der Marokkaner, für die Türken gilt das sicher so nicht) seine Religion sehr wichtig nimmt. Wo ist also das Problem einen islamischen Religionsunterricht zu errichten (den man freilich, genauso wie den christlichen Religionsunterricht auch abwählen kann). In der Praxis stellt sich natürlich die Frage, wer die Curricula eines solchen Unterrichtes bestimmt (und da haben wir wieder das Problem der "Ansprechpartner"). Im christlichen Reliunterricht sind dies die konfessionellen Kirchen. Aber wer von den Muslimen soll denn nun darüber entscheiden, was in einem Islamunterricht gelehrt wird: Die Sunniten, die Schiiten, die Alawiten, DITIB, der Zentralrat oder wer?
Glaub mir, ich weiß aus erster Hand, dass es gute Leute gibt, die sich seit langer Zeit darüber Gedanken machen. Und es gibt in diversen Schulversuchen auch erhebliche Fortschritte, auch wenn alles politisch elend zäh und langsam voran geht. Aber es wird kommen. Muslime sind einfach ein Bestandteil unserer Gesellschaft. Wer das leugnen will, ist blöd.

Zu dem Aspekt berberophone/arabophone Marokkaner: Ein Teil des Sprachproblems der berberischen Kinder in Deutschland resultierte sicherlich auch daraus, dass sie zum muttersprachlichen Unterricht in die arabischen Klassen gezwängt wurden (weil man sie kategorisch, wie ja auch die von dir zitierte Statistik beweist, zu den Arabern zählte). Eine Abwertung des "muttersprachlichen Unterrichts" zugunsten des Religionsunterrichtes in deutscher Sprache könnte also in dieser Hinsicht vielleicht einen Forstschritt darstellen, denn das gleichzeitige Erlernen von drei Sprachen (Deutsch, Berberisch und Arabisch) scheint für viele dieser Kinder eine Überforderung gewesen zu sein.

Was du sonst schreibst, macht mich einfach nur traurig. Ich wünschte (und manchmal male ich mir vielleicht auch ein Luftschloss) das wäre alles nicht mehr so. Weißt du, ich lebe in einem Stadtteil, der wirklich zur Hälfte aus Migranten besteht. Da kann man die Existenz von Faschos und die alltäglichen Rassismen durchaus mal vergessen.
Die Gewalt an Schulen macht mir einfach nur Angst. Meine Tochter ist ja noch sehr klein, aber sie sieht so marokkanisch aus, wie man nur marokkanisch aussehen kann. Ich wünsche mir, dass sie gleichberechtigt mit beiden Kulturen aufwächst, ohne dass sie sich jemals zerrissen fühlen muss. Bisher haben wir keine negativen Erfahrungen machen müssen. Außer, wenn es um das "Temperament" meiner Tochter geht (sie ist sehr willenstark): von einigen Leuten wird dann gesagt, das sei wohl ihr "arabisches Blut" - was mir ziemlich auf den Geist geht.

Gruß

hoch
#50350 - 03/12/2004 07:51 Re: Integration
tint Offline
Member

Registriert: 15/11/2004
Beiträge: 328
Ort: amezzir
liebe elissa,
mit den extremisten das sehe ich genauso.wenns nach mir ginge ausweisen und schnell.

wir wohnen aber in verschiedenen staaten wie mir scheint!
religionsunterricht an sich ,wenn in der schule gelehrt .sollte die grundzüge aller religionen vermitteln .
katholische kinder haben hier in der grundschule 4 stunden religionsunterricht.durch die erweiterung des ostblocks nun ,sitzen an diesen grundschulen "polnische" kinder die nicht fähig sind ,sich in einem wort deutsch zu artikulieren.das gleiche wiederrum gilt für die evangelischen "deutschen"deren zuzug aus kasastan für einen immensen nachschub an altdeutschen bürgern gesorgt hat.die polen und die kasachen fallen alle unter die deutsche statistik.diese kinder wiederrum bekommen im 4 schuljahr ,eine empfehlung für die höheren schulen.nicht weil sie schlauer sind wie die kinder aus sogenannten muslimischen herkunftsländern ,das fällt unter integration.bei den kindern unserer coleur wird in den wenigsten fällen ein auge zugedrückt -hauptschule oder mittelschule und das wars.

die geschichtlichen quellen deutschlands berufen sich auf einen gastarbeitervertrag von 1963 mit marokko und tunesien.das ist falsch.die ersten nordafrikaner blieben1871 auf den feldern eines deutsch -französischen krieges liegen
später kam das besetzte rheinland dazu ,was hauptsächlich von nordafrikanischen soldaten und sengealsen unter franz.flagge besetzt war.die franzosen schickten in die kohlebergwerke in ermangelung deutscher arbeiter ,deiner ecke nordafrikaner .die kinder derer wiederrum fallen bis heute in der deutschen geschichtsschreibung unter farbige.
nach dem 2 wk teilten sich die franzosen und die amerikaner ,das rheinland ,baden würtemberg ,die pfalz .
in metz ,strassburg,trier ,bitburg,landau ,karlsruhe ,saarbrücken ,saarlouis usw waren grosse franz.kasernen eben dieser .
unsere jungs sind nicht hässlich und liebten deutsche frauen.kinder kamen auf die welt.diese kinder wiederrum wurden von der deutschen statistik bis in die späten 70 jahre hinein immer noch unter farbige geführt und jetzt ist das schlagwort muslim.also weisst du irgendetwas ist da faul und ihr kommt mir mit religion. .ich falle vom stuhl!
deine tochter ist ein mädchen und mädchen haben es in der regel viel einfacher wie die jungs.lmit meinen männlichen kollegen habe ich durchweg keine probleme ,die fressen mir aus der hand.huhuh bernd!!!!liebe elissa sei mir jetzt nicht böse ,aber das willenstarke blut ist das berberphone blut ,was durchaus auch bei arabophonen berbern ab und zu nach oben drängt.ich muss jetzt lachen

du siehst mich also gut gelaunt!nutz das aus ,frage ich antworte

gruss tint
_________________________
bätsch!

hoch
#50351 - 03/12/2004 09:33 Re: Integration
Zina Offline
Member

Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
Liebe tint,

du weißt doch, ich bin Zwilling, meine Tochter auch. Den Willen hat sie ziemlich eindeutig von mir. Und bei mir war kein nordafrikanischer Vater im Spiel, soweit ich das weiß ;\)

Der Vater meiner Tochter ist auch kein Berber, er beruft sich darauf Araber zu sein, spricht so gut wie kein Berberisch; da werde ich also einen Teufel tun, meiner Tochter eine berberische Identität aufzuschwatzen. Das ist wohl nicht meine Aufgabe.

Danke für deine geschichtlichen Ausführungen. Ich habe auch schon mal über die frühe Präsenz von Nordafrikanern in Deutschland gelesen. Aber so genau wusste ich das nicht.

Den Aspekt mit der Schulzuweisung finde ich sehr wichtig. Wenn ich es richtig verstehe, könnte man die relativ hohe Sonderschulrate bei marokkanischen Kindern auch daraus ableiten, dass hier mit unterschiedlichem Maßstab gemessen wird. Wer spricht denn die Zuweisung zur weiterführenden Schule aus. Macht dies ein Lehrer allein (das wäre ja unverantwortlich) oder ist es ein Gremium. Sind allein die Schulnoten ausschlaggebend, oder werden andere Kriterien berücksichtigt?

Grüße, E.

hoch
#50352 - 03/12/2004 22:04 Re: Integration
AvP Offline
gesperrt!

Registriert: 19/02/2003
Beiträge: 111
Ort: none
... ihr verwechselt sicher nicht 'willensstark' mit 'agressiv'?!

'Willensstark' gleicht irgendwie einer 'Muskelkraft'! Und wie lange kann eine Hand schon ein Gewicht von nur '1 Kilogramm' in der Luft halten? Trotz unbändigem Willen!?

Beispiel ..., Spitzensportler haben 'Willenskraft' ...! Das ist zwar für den Erfolg unverzichtbar, aber 'null & nix' von Bedeutung für das Erreichen seiner Ziele!

Beispiel ..., ein Mensch hat den starken Willen, 'gesund' zu werden! Das ist detto unverzichtbar, aber 'null & nix' von Bedeutung für das Erreichen der Gesundheit!

Beispiele ohne Ende sind auflistbar.

'Wille' oder 'Wille zur Agression'! (!) AvP.

hoch
#50353 - 03/12/2004 22:18 Re: Integration
Zina Offline
Member

Registriert: 10/02/2002
Beiträge: 1285
Ort: NRW
Das sagt der Richtige!

hoch
#50354 - 05/12/2004 13:14 Re: Integration
Elvire Offline
Mitglied

Registriert: 10/07/2002
Beiträge: 1616
Ort: Süddeutschland
Hallo,

@Karim, zu Deinem Beitrag vom 30.11. möchte ich gerne ein Positiv-Exempel entgegensetzen.

 Antwort auf:
Die vorbehalte der Deutschen sind überwiegend sehr groß. Der Islam ist unerwünscht und wird als gefahr gesehen.
Ein Beispiel sind die Bürgerbewegungen
http://www.buergerbewegungen.de/
welche hier einzig und allein den Islam als Gefahr sehen. Das Beispiel Schlüchtern ist hier sehr in Erinnerung.
Dass diese dt. Denkweise nicht die Regel ist, zeigt die Kleinstadt Lauingen in Schwaben. Dort wird der offene Dialog gepflegt. Bürgermeister Georg Barfuß wusste, als die isl. Gemeinde den Wunsch nach einem Moscheenbau äusserte, dass es nicht sinnvoll ist, nur über die Mehrheit im Stadtrat das Projekt durchzupauken, sondern er weckte das Verständnis bei den Bürgern und wahrte so den Frieden in der Kleinstadt. Der Bürgermeister befaßte sich intensiv mit dem Islam, organisierte Vortrags-/Diskussionsveranstaltungen mit Hilfe der beiden christl. Kirchen, die um Verständnis für die Situation der zugewanderten Muslime warben.

"Migranten nicht nur aufnehmen, sondern auch annehmen" war inhaltlich ein grosser Teil der "Aufklärungsaktion" im Vorfeld des Baus der Lauinger Moschee.

Höchsten Respekt zollte man den Lauinger Muslimen, die mit enormer Eigenleistung den Moschenbau bewerkstelligten. Nach knapp 3 Jahren erfolgte die Einweihung und es wurde bewusst als grosses Ereignis für die Stadt und ihre Bewohner angesehen.

Dies ist nur ein positives Beispiel,aber mit Sicherheit nicht das Einzige.
http://www.moschee-lauingen.de/Geschichte

hoch
#50355 - 05/12/2004 16:56 Re: Integration
tint Offline
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Registriert: 15/11/2004
Beiträge: 328
Ort: amezzir
hallo elissa,
das erdbeben hat hier einiges an technik lahmgelegt.das war nun schon das zweite rattern in 2 jahren.holla
mit deiner zwillingstochter und meinem 5 jährling sollten wir aber in verbindung bleiben ;\)

die normalen grundschulen haben durch den hohen migrationskinderanteil hier mittlerweile einiges am systhem geändert.so werden alle schüler eingeschult ,die bis zum stichtag des 30.6 sechs jahre alt werden.die zurückstellung durch den schulamtsarzt entfällt.dafür gibt es dann frühförderungsuntericht ,geteilt in hochbegabten und gezielte lernföderung für schwächere schüler.der unterricht wird in den ersten beiden klassen durch 2 lehrpersonen geteilt ,die sich intensiver um die kinder kümmern können.
wir sassen auf der besprechung und haben gezählt .1 drittel türkische kinder ,ein drittel der ostblock und der rest gemischt mit deutschen kindern und unsereinem.
kommen wir zu den hauptschulen ,auch diese sind mittlerweile in den letzten beiden klassen drei schulformen in einem.
a klassen ,darin befinden sich die schüler die den mittleren bildungsweg anstreben .
b klassen ,normale bis mittlere schüler ,welche die schule mit einem abschlusszeugniss verlassen werden
aboklasse,das sind dann die schüler ohne chance auf ein abschlusszeugniss

das abschlusszeugniss können diese schüler dann an einer berufsschule nachholen,doch jeder lehrherr weiss wo es gemacht wurde.

das wäre es aus dem süden..gruss von tint..
_________________________
bätsch!

hoch
#50356 - 05/12/2004 23:15 Re: Integration
Zina Offline
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Ort: NRW
Liebe Tint,

aber wer entscheidet, welches Grundschulkind auf welche weiterführende Schule kommt? Machen das die beiden Lehrer gemeinsam, werden die Eltern hinzugezogen? Gibt es nicht inzwischen an vielen Grundschulen auch Sozialpädagogen?
Ich frage das, weil ich es wirklich nicht weiß. Ich hatte jedenfalls schon weinende Mütter in meinen Kursen sitzen, weil ihr Kind "nur" die Empfehlung für die Hauptschule bekommen hat. Ich bin dann an so einem Punkt hilflos, weil ich mich auch nicht immer kümmern kann.

Grüße

hoch
#50357 - 06/12/2004 10:24 Re: Integration
jm Offline
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Registriert: 12/04/2002
Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
hallo,

das ist, wenn man an einer ernsthaften fachlichen, nicht populistischen debatte interessiert ist, der kern des problems.

das zeigt, daß die integrationsdebatten zwar aspekte der gesellschaftlichen vielfalt nicht außer acht lassen darf, daß aber die kernprobleme sich auf eine desintegration in der gesellschaft insegsamt beziehen.

kinder von migranten sind eine herausfroderung nicht (nur), weil sie die sprache nicht beherrschen, oder die mädchen nicht in den schwimmunterricht dürfen, sondern weil das schulsystem unsozial ist.

gruß
jm

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PISA-Schultest

Maues Mittelmaß und keine Chance für die Armen

Schüler aus dem Siegerland Finnland sind deutschen Schülern in allen drei getesteten Wissensdisziplinen knapp eineinhalb Schuljahre voraus. Obendrein kann sich Deutschland mit dem Titel des unsozialsten Schulsystems der Welt schmücken.

[...]

Das unsozialste Schulsystem der Welt

Die Untersuchung bestätigt erneut, dass in keinem anderen vergleichbaren Staat der Welt der Schulerfolg so stark von Einkommen und Vorbildung der Eltern abhängig ist wie in Deutschland. Schüler aus einfachen Familien hätten eine ungleich geringere Chance, ein Gymnasium zu besuchen als Akademikerkinder - selbst wenn sie die gleiche Intelligenz haben. Von den europäischen Staaten bekommen in Sachen soziale Förderung auch Ungarn und Belgien von den PISA- Forschern schlechte Noten.

quelle: stern.de

hoch
#50358 - 06/12/2004 15:43 Re: Integration
jm Offline
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Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
hallo,

hier ein hinweis auf einen beitrag der fr, der mir lesenwert zu sein scheint.

gruß
jm

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Integration ist eine soziale Frage

Der Islam taugt nicht als Trennlinie zu Einwanderern
VON MICHAEL LÜDERS

"Der Standpunkt des Autors

Muslimische Einwanderer stehen derzeit unter Generalverdacht. Sie müssen sich anpassen und ihre Friedfertigkeit beweisen.

Integration gilt als Einbahnstraße, die der Mehrheitsgesellschaft nichts abverlangt, den Ein- wanderern hingegen alles. Das ist nach Meinung von Michael Lüders abwegig. Beide Seiten müssen sich vielmehr auf konkrete Regeln im Umgang verständi- gen, und die Trennlinie darf nicht der Islam sein.

FR-Autor Lüders ist Islamwissenschaftler und Nahostexperte. aud "

weiter zum artikel

hoch
#50359 - 07/12/2004 14:19 Re: Integration
jm Offline
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Beiträge: 1370
Ort: Deutschland
hallo,

zur info.

gruß
jm

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Bildung
Pisa: Ausländische Schüler sind die Verlierer

Von Heike Schmoll

07. Dezember 2004 Die Kultusministerkonferenz (KMK) will sich angesichts der Pisa-Ergebnisse 2003 mit mittelmäßigen Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften für Deutschland verstärkt um eine frühe Förderung ausländischer Kinder schon im Kindergarten bemühen und vor allem die sprachliche Entwicklung fördern. Jugendliche mit Migrationshintergrund - in Deutschland liegt der Anteil der internationalen Stichprobe bei 20,6 Prozent - hatten sowohl in Mathematik, in den Naturwissenschaften als auch im Lesen deutlich schwächer abgeschnitten als deutsche Schüler.

... zum artikel

hoch
#50360 - 07/12/2004 18:55 Re: Integration
haskamp Offline
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Registriert: 17/09/2004
Beiträge: 1013
Ort: -
Hallo
wo ist das wirkliche Problem der Integration?
Wenn man in ein fremdes Land kommt, passt man sich den Gegebenheiten des Gastlandes an. Fuer Kinder ist es ueberhaupt kein Problem, eine neue, fremde Sprache zu lernen. (wenn man sie laesst) Meine Kinder gehen in Marokko in die Schule, und hier gibt es garantiert keinerlei Massnahmen, Kinder oder Erwachsene zu integrieren. Wenn man die eigenen Kinder nur mit den einheimischen Kindern spielen laestt, ist das Problem Sprache schon erledigt. Man schiebt alle und jede Verantwortung auf Politiker und auf wen-weiss-ich-noch, das ist immer das Einfachste. Es hat doch weder mit Religion, Kultur, oder schiess-mich-tot-was-sonst-noch zu tun, lasst doch die Kinder machen, denn die kennen nur EINS: GUT oder SCHLECHT. So einfach ist das Leben. Warum lassen wir nicht die Kinder gewaehren und lernen von ihnen??? Integration hat sich dann erledigt,wenn man ganz einfach ZUSAMMEN und MITEINANDER LEBT. Und was in Marokko geht, muesste doch in jedem Land der Welt moeglich sein, oder???

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#50361 - 07/12/2004 19:31 Re: Integration
Souliman Offline
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Registriert: 17/02/2004
Beiträge: 239
Ort: Amsterdam
Genauso ist es Haskamp!

Die meisten die ich in Deutschland kenne und die da geboren sind sprechen perfekt deutsch, und vor einem Gymnasium steht auch kein Tuersteher der den Einkommensnachweis der Eltern sehen will.

Das heisst, jedem stehen die Wege offen, den er nehmen will. Das bedeutet aber das man sich natuerlich Muehe geben muss und die Eltern sollten ihre Kinder soweit es geht foerdern und fordern.

Wenn man aber z. B. sieht, wie wenige auslaendische Eltern aber auch deutsche Eltern(vielleicht hat sich das ja mittlerweile gebessert) auf Elternabenden in den Schulen erscheinen um sich ueber die schulische Leistung und Entwicklung ihres Kindes zu informieren, dann laesst sich da schon ein gewisses Desinteresse feststellen und hier gilt es anzusetzen.

Die Politik kann hier meines Erachtens wenig ausrichten, es muss in erster Linie der Wille des Schuelers und der Eltern da sein, einen hoehren Bildungsweg gehen zu wollen und die dafuer erforderlichen Leistungen zu erbringen.


MfG

SOULIMAN

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