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Re: Boykott #11172
14/10/2005 01:44
14/10/2005 01:44
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ladaisy Offline
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Re: Boykott #11173
14/10/2005 01:52
14/10/2005 01:52
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ladaisy Offline
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Hallo,

eine solche Argumentation rechtfertigt ja quasi alles!

"Kinderarbeit kann ich eh nicht verhindern, also brauche ich auch keinen Rugmark-Teppich zu kaufen"

Beim Boykott kommt es immer drauf an, wie lang der Weg bis zum Verursacher ist und wie der Boykott formuliert wird. Z.B. die Greenpeace-Händler- oder Lebensmittellisten kann ich nicht sinnlos finden. Wichtig ist natürlich, daß dann auch ordentlich Wind gemacht wird.

Also je nachdem - Boykott und Engagement.

Gruß,
Daisy

Re: Boykott #11174
14/10/2005 07:23
14/10/2005 07:23
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Zina Offline
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 Antwort auf:
es ist ja mal interessant zu erleben, wie meine heimat so im mittelpunkt steht
deine Heimat, @moutacim, steht doch hier ständig im mittelpunkt, nicht umsonst heißt es ja Marokko-Forum. ;\)

Bei dieser Boykott-Frage solltet ihr auch mal die Diskussionen in der Rubrik Andere Themen unter "Neues aus Ceuta" beachten. Vor allem was JM dazu schreibt, zeigt, dass man die Dinge, wie immer, etwas differenzierter betrachten muss, als wie sie uns hier in den Medien auf die Schnelle gern beigebracht werden. Vielleicht könnt ihr auch dort mitdiskutieren und denkt nachher über einen Boykott anders.

Gruß

Re: Boykott #11175
14/10/2005 08:09
14/10/2005 08:09
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Waldbronn
Carlo Offline
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Waldbronn
Hi zusammen,

Flüchtlinge:
Man sollte sich auch mal überlegen, warum man die "Flüchtlinge" nicht nach Spanien lassen möchte, da steht nämlich ganz Europa dahinter und das sind auch wir. Spanien (Ceuta, Melilla) ist unsere so genannte Außengrenze und dort soll der Zuwanderungsstrom zu ganz Europa gestoppt werden. Also müsste man ganz Europa boykottieren.

Kinderarbeit:
Die Erwachsenen haben keine Arbeit, deswegen werden die Kinder zum Malochen geschickt. Wenn man keine Produkte kauft, die von Kindern hergestellt wurden, werden die Kinder entlassen und der Ernährer der Familie fällt aus, die Familie fällt noch weiter ins Elend. Das soll keine Entschuldigung für Kinderarbeit sein, nur ein andere Blickwinkel. Was bringt ein Boykott des Landes? Nichts, bzw. genau das Gegenteil.

Wenn ich in Länder fahre, aus denen Leute aus wirtschaftlichen Gründen flüchten (nicht nur Marokko, auch die Saharastaaten südlich davon) oder in denen Kinder arbeiten müssen, dann kann ich vor Ort durch mein Verhalten mit beitragen, dass es den Leuten dort unten (im doppelten Sinn) besser geht, in dem ich mein Geld direkt in der Bevölkerung ausgebe, z. B. Restaurants, Handwerk, Dienstleistungen usw. Durch den Verdienst geht es den Leuten vielleicht besser, evtl. müssen irgendwann keine Kinder mehr arbeiten oder die Leute aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr ihr Land verlassen.
Gegenargument: Durch den Verdienst haben sie die Möglichkeit die Schlepper zu bezahlen, damit sie ihr Land verlassen können. Die wirtschaftlichen "Flüchtlinge" sind nämlich die Leute, die sich die "Reise" irgendwie leisten können, oft auch hochverschuldet. Daheim bleiben diejenigen, die noch ärmer sind,m sich die Ausreise nicht leisten können und denen es noch schlechter geht. Da ist ein Boykott also auch die falsche Lösung.

Die Probleme sind zu vielschichtig, um sie einfach durch "... du bist böse, dich besuch ich nicht ..." zu lösen. Das mag zwar für den Einzelnen konsequent sein, in der Masse trifft es aber wieder die falschen, denn wenn Devisen fehlen, verarmt die Bevölkerung noch mehr und der Kreislauf beginnt von vorn.

Was ist falsch, was ist richtig? Da könnte man ganze Bücher drüber schreiben und doch keine wahre Lösung finden. Denn auf jede Aktion folgt eine Reaktion und verändert die Ausgangslage. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie er sich verhält und seinen eigenen Frieden finden ...

Ciao Carlo

Re: Boykott #11176
14/10/2005 08:44
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Was lerne ich daraus:

Egal was ich mache ... es ist falsch!

Drum beziehe ich ab heute Schweinestrom aus Atokkraftwerken,
kaufe meine Kleidung auschließlich bei Tschibo und Kik,
werde jetzt mehr Nestle-Produkte beziehen,
kaufe meine Lebensmittel auschließelich bei Aldi & Co.
kurzgesagt: Ich schaue jetzt nur auf den Preis und achte nicht mehr drauf, ob ökologische und soziale Standards eingehalten werden! Es bringt ja eh nichts! Mit Scheuklappen lebt es sich besser! Und meinen nächsten Urlaub verbringe ich in China, Sudan und Nordkorea!Danke patbone, dass Du mir die Augen geöffnet hast!

Re: Boykott #11177
14/10/2005 09:17
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WerMu Offline
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Hallo Lottek,

Du machst nichts falsch! Geh Deinen Weg so, wie Du denkst, lass Dich nicht beeinflussen und lebe entsprechend Deines Gewissens.

Jede Dich beeinflussende Meinung mag in Teilansätzen richtig oder auch falsch sein, aber sie stammt nicht von Dir.

Wenn Du boykottieren willst, boykottiere. Wichtig dabei ist, dass es bei Dir keinen faden Beigschmack hinterläßt und Du dich auch morgen noch im Spiegel betrachten kannst.

Freundlicher Gruß

Werner Müller

Re: Boykott #11178
14/10/2005 09:18
14/10/2005 09:18
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Ofri Offline
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Hallo Lottek72,

das finde ich jetzt ein bisschen zu einfach.
Ich habe Patbones Beitrag nicht so verstanden, dass er sagen will, was richtig ist oder falsch. Meines Erachtens geht es darum, aufzuzeigen, dass es immer auch eine andere Sichtweise gibt oder andere Argumente. Und es geht auch nicht darum, dir zu sagen, dass du etwas falsch machst. Das war auch nicht die Aussage von Patbones Beitrag oder der anderen Beiträge.
Es kann tatsächlich jeder nur für sich entscheiden, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, nach Marokko oder sonstwohin zu reisen, hier oder da einzukaufen. Das schließt absolut nicht aus, mit anderen darüber zu diskutieren. Allerdings muss man dann auch andere Argumente gelten lassen oder eben versuchen, diese zu entkräften. Ich sehe das so, dass genau das hier in dieser Diskussion stattfindet. Deswegen muss sich auch niemand Scheuklappen aufsetzen.

Viele Grüße
Friedel

Re: Boykott #11179
14/10/2005 10:05
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patbone Offline
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Mein lieber Schwan, du bist mir aber ein Pflänzchen... ;\) (nicht bös gemeint, ja?)

"Egal was ich mache ... es ist falsch!"

Gar nichts ist falsch. Man muss es aber nicht unbedingt gleich sehen.

"Ich schaue jetzt nur auf den Preis und achte nicht mehr drauf, ob ökologische und soziale Standards eingehalten werden! Es bringt ja eh nichts! Mit Scheuklappen lebt es sich besser! Und meinen nächsten Urlaub verbringe ich in China, Sudan und Nordkorea!Danke patbone, dass Du mir die Augen geöffnet hast! ;\) "

Schau, vielleicht liegt unser Missverständnis in einer Vermischung der Ebenen. Du sprichst dauernd vom Konsumieren, von Konsumverhalten. Und hast ja völlig Recht damit.
Auch ich kaufe ökologische und Fair-Trade-Produkte ein, auch ich verhalte mich als sehr selektiver Konsument, ich fahre kein Auto, unterstütze Umwelt-, Tier- und Menschenrechtsorganisationen. Ich tu das alles aus tiefer Überzeugung, ich geh keineswegs mit Scheuklappen durch die Welt.
Aber: ein Land bereisen und ein Pfund Kaffee kaufen sind für mich zwei grundverschiedene Dinge.
Dort wo ich punktuell, zielgenau und vor allen Dingen was TUN kann (und nicht in erster Linie etwas LASSEN kann), dort TU ichs auch, und zwar mit Überzeugung und Konsequenz.
Also TU ich doch lieber was FÜR die Menschenrechtssituation in Marokko und anderswo, statt etwas GEGEN Marokko und die Marokkaner zu unternehmen...

Und jetzt auf nach Marokko!



- - - - - - - - - - - - - - - - - -
Dezember-Januar 2005/06:
Bern-Paris-Madrid-Tanger-Marrakech
Und zwar per Bahn
(nein, nicht aus religiösen Gründen)

Re: Boykott #11180
14/10/2005 12:15
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Ceuta und Melilia gehören eigentlich Marokko, Spanien soll die Macht über beide Städte an Marokko übergeben.Basta


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Re: Boykott #11181
14/10/2005 19:21
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hallo zusammen,

@elissa
das ist mir nicht entgangen, allerdings ging es mir um die boykott-ansicht.
und wohlgemerkt, es ist ein deutsch-marokkanisches forum !!

gruss, moutacim


das licht, am anderen ende
des tunnels, koennte auch
ein entgegenkommender zug sein !
Re: Boykott #11182
15/10/2005 13:01
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Zina Offline
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Hallo @Moutacim,

 Antwort auf:
es ist ein deutsch-marokkanisches forum
Das soll es sein. Ist es aber bislang faktisch nicht. Es ist ein Forum, in dem auf Deutsch über Marokko gesprochen wird. Aber darüber könnten wir ja mal unter "Forum zum Forum" diskutieren.

Gruß

Re: Boykott #11183
16/10/2005 12:15
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1 Sierra Leone 284
2 Niger 265
3 Liberia 235
4 Mali 222
5 Guinea- Bissau 211
6 Burkina Faso 207
das sind die raten der kindersterblichkeit pro 1000 kinder in den laendern, aus denen die meisten der fluechtlinge, von denen ihr sprecht, kommen.
das ergibt weltweit 30.000 kinder PRO TAG!!!!!!
europa hat dagegen eine sterblichkeitsrate von 5 von 1000 kinder innerhalb der ersten 5 jahre nach der geburt.

und da wird so ein geschrei (nicht die forumsmitglieder, von der presse ) gemacht um ein paar schwarzafrikaner, die das geld hatten, eine reise bis ans mittelmeer ohne rueckfahrkarte anzutreten?
weils so schoen pressewirksam ist?
(ps: meines erachtens gibt kein land der welt mit vusumspflicht dir ein visum, wenn du nicht eine rueckfahrkarte vorlegst!!)

scheint sich um ein sommer/herbstloch zu handeln im medienwald.

@junes: superklasse und damit wird das fluechtlingsproblem geloest???????
warum nicht gleich melilla an die italiener geben, denn die roemer waren auch mal lange zeit herrscher in der gegend.
marokko, ein land ohne pressefreiheit, haelt seit rund 40 jahren spanisch-sahara, seit 1991 unter den augen und der aufsicht der un, besetzt.
der status ist immer noch unklar.
und ich kann mir nicht vorstellen, dass spanien auch nur daran denkt melilla und ceuta an marokko abzugeben, solange marokko spanisch-sahara besetzt haelt.
vielleicht sollte man mal vorab die bevoelkerung in melilla und ceuta befragen, was sie den gerne wollen?????
(die antwort duerfte ja wohl klar sein)

gruss
rainer


du hast noch nicht einmal nicht den ocean gesehen? die reden von nichts anderes im himmel! knocking on heavens door


Re: Boykott #11184
16/10/2005 23:28
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@Rainer
Zitat
warum nicht gleich melilla an die italiener geben, denn die roemer waren auch mal lange zeit herrscher in der gegend.
so
ich dachte die Berber
also soukanou al maghreb al awaloun houmou arouman :p

Re: Boykott #11185
16/10/2005 23:33
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@Rainer
-und ich kann mir nicht vorstellen, dass spanien auch nur daran denkt melilla und ceuta an marokko abzugeben, solange marokko spanisch-sahara besetzt haelt.
Denkst du
die spanier hatten Marokko den Westsahara selbst und eigenhändig übergeben
Ceuta und mellilia sind Absatzmärkte nciht mehr und weniger.

Re: Boykott #11186
17/10/2005 00:11
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Hallo,

und wo sollte dann künftig die "contrebande"-Ware gekauft werden? \:D

Re: Boykott #11187
17/10/2005 10:19
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Liebe Marokko kritiker,

wie wäre eure Rektion,wenn Marokko alle Afrikaner und auch Marokkaner durchlässt.?
stellt Ihr vor :ab Morgen gibt es diese Grenze nicht mehr !!!!!!

Re: Boykott #11188
17/10/2005 10:22
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@aquawatch,

melilla und ceuta sind marokkanische städte, unabhängig von der migrationsfrage. spanien lebt üparadoxerweise genau die selbe situation mit gibraltar.

und pressefreiheit darf nicht masstab und grund dafür sein, einem staate, die territoriale integrität abzuerkennen oder nicht.

dies gesagt, in marokko herrscht, zumal im vergleich zu ländern afrikas und der arabischen welt, eine beeindruckende presse- und meinungsfreiheit. wer dies verneint, hat vom land keine ahnung. und bevor du mit floskeln zurückschiesst, ich kenne die fälle lemrabet, telquel etc..

ferner heisst es "westsahra" im internationalen jargon und nicht spanisch-sahara. unter marokkanern (es sind 30 millionen) herrscht - bis auf ein paar individuen und/oder mikrogruppen - eine totale übereinstimmung, dass das gebiet marokkanisch ist.

schliesslich widersprichst du dich, in dem du sagst marokko hält das gebiet besetzt aber die situation ist unklar. das eine oder andere bitte. solang die situation unklar ist, wird das gebiet unter aufsicht der uno von marokko verwaltet.

etc.

du bist offenbar vor ort. informier dich.

jm

Re: Boykott #11189
17/10/2005 18:30
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Endlich wird die Welt auf das Fluechtlingsdrama in Marokko aufmerksam. Das gibt es naemlich schon seit die Zaeune rund um Melilla und Ceuta stehen. Auch dort spielen sich die Dramen ab, denn rund um das Gabelkap bei Melilla sassen schon vor vier Jahren die Schwarzafrikaner und bettelten, da sie nirgendwo eine Bleibe und kein Geld hatten und auch die marokkanische Bevoelkerung sie nicht durchfuettern will. Es ist besser Marokko bekommt Hilfe deswegen, als das Land zu boykottieren.
In der Westsahara geht es den Fluechtlingen auch nicht schlechter, die Versorgung ist dort genauso gut wie um Melilla. Das ist nur Medienzirkus

Re: Boykott #11190
17/10/2005 22:19
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"ferner heisst es "westsahra" im internationalen jargon und nicht spanisch-sahara. unter marokkanern (es sind 30 millionen) herrscht - bis auf ein paar individuen und/oder mikrogruppen - eine totale übereinstimmung, dass das gebiet marokkanisch ist."

@jm: wenn schon denn schon, ganz einfach bei Wikepedia nachzulesen:
quote:
1884 riefen die Spanier ein Protektorat über das Gebiet von Cap Bojador bis Cap Blanc aus. 1958 wurden die zuvor getrennten Distrikte Saguia el Hamra und Río de Oro zur Überseeprovinz Spanische Sahara vereinigt. Nach Aufkommen der Frente POLISARIO und dem Tod Francisco Francos verließ Spanien das Gebiet. 1975 zogen im sogenannten Grünen Marsch etwa 300.000 Menschen aus ganz Marokko in die ehemalige Kolonie ein.

Am 27. Februar 1976 wurde von der POLISARIO die Demokratische Arabische Republik Sahara ausgerufen, die Marokko nicht anerkannte.

Marokko annektierte 1976 die nördlichen zwei Drittel des Westsahara-Gebietes und den Rest des Territoriums 1979, nachdem Mauretanien sich aus dem Gebiet zurückgezogen hatte. Bei einem Angriff der marokkanischen Streitkräfte Anfang 1976 starben durch Phosphor- und Napalmbomben etwa 25.000 Sahrauis.

Der endgültige Status des Gebietes ist bis heute ungeklärt, da die Entscheidung darüber von Jahr zu Jahr aufgeschoben wird. Die Demokratische Arabische Republik Sahara existiert als von der Befreiungsbewegung POLISARIO geführte Exilregierung fort. Die Republik ist weltweit von 33 Staaten anerkannt (Stand 2001).
1992 wurde ein Friedensvertrag zwischen Marokko und der Polisario geschlossen, doch bis heute leben etwa 100.000 Menschen in einem Flüchtlingslager nahe der Stadt Tindouf in der algerischen Sahara.
Ein vorgesehenes Unabhängigkeitsreferendum wird von marokkanischer Seite bis heute blockiert.
gruss
rainer

ps.: und frau därr hat 100 % recht. genau so einen medienzirkus hab ich persoenlich 1978/79 erlebt, als nigeria alle fremdarbeiter (malier, ghanaer, togolesen etc) rausgeworfen hat. was da die presse draus gemacht hat war ebenfalls haaerstraeubend.


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Re: Boykott #11191
17/10/2005 22:34
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Les raids des Africains sur Mellilia ne sont pas un problème marocain. Ils sont la face tragique mais visible des rapports Nord-Sud, cet immense iceberg. Ils posent la question de la misère qui ne sème, en Afrique, que désespoir.
Passe encore, et c’est un minimum, qu’on s’émeuve sur les sorts des Africains agglutinés aux pieds des belvédères métalliques garnis de dards et d’aiguilles destinés à dissuader la plus courageuse des chairs. On en oublie que la conscience qui s’insurge est la même qui édifie depuis, quelques années, le mur barbelé. Passe encore qu’on déplore le sort de ces hordes de gueux noirs qui assaillent les murailles des ultimes frontières de sud de l’espace Schengen. On feint d’ignorer que Sebta et Mellilia, villes espagnoles, sont sur le sol de l’Afrique et en particulier sur le territoire marocain comme un héritage d’un colonialisme anachronique.

Passe encore qu’on se soit réjoui, il y a 16 ans de cela, de la chute de Berlin. Qu’hier encore, on était légitimement scandalisés par le mur israélien. Mais ce sont les mêmes consciences qui découvrent, avec effroi, la réalité des miradors barbelés réalisés par l’Espagne mais avec le concours de l’Europe. Ils sont de trois mètres ? Insuffisants à endiguer les flots ? Bientôt, ils seront hauts de six mètres. Ils compléteront ainsi la panoplie des murs électroniques, des radars puissants, des caméras thermiques, des vedettes ultra rapides, des chiens renifleurs… et quinze kilomètres de grande bleue, barrière naturelle, pour stopper «l’invasion africaine». Passe encore que l’on fasse du Maroc un Sangatte géant, en plus violent. La comparaison est loin d’être banale. L’intention du Subsaharien qui se dirige vers Mellilia n’est pas de rester au Maroc. Il se contente de le transiter. Sa démarche s’apparente à celle du Kurde qui se dirigeait vers Sangatte, enjambant France et autre Italie, pour atteindre le Londres d’avant attentats. L’attrait du Kurde pour la traversée de la Manche est tragiquement similaire à l’envie du Subsaharien de franchir le détroit de Gibraltar. Passe encore qu’on omette de rappeler que les barbelés de Sebta n’étaient pas destinés aux Subsahariens mais qu’ils étaient érigés d’abord contre les Marocains, nombreux à vouloir s’aventurer dans le détroit. N’est-ce pas au Maroc que le mot «Harragas» fut inventé. Ce qui, en revanche, est intolérable, c’est « le sanglot de l’homme blanc». On n’est plus dans la conscience malheureuse. On est dans le malheur de la conscience. Le Maroc a les maladresses de ses défauts. Il était, jusqu’à là, pourvoyeur d’émigration. Il devient un lieu de passage des immigrations. L’Europe veut en faire le gendarme et le cerbère. Il a le tort de ne pas savoir, et encore moins d’avoir les moyens, de gérer ces phénomènes autrement qu’à travers le prisme sécuritaire. Avec tous les effets désastreux que des images de gueux menottés, maltraités et entassés impriment dans les consciences. En droit, il y a une règle intangible. On ne peut, dans une même affaire, être victime et coupable. Or, le Maroc est, en l’occurrence, victime de sa géographie et de son histoire. Par un subtil transfert de culpabilité, il est devenu le bouc émissaire médiatique idéal. Les raids des Africains sur Mellilia ne sont pas un problème marocain. Ils sont la face tragique mais visible des rapports Nord-Sud, cet immense iceberg. Ils posent la question de la misère qui ne sème, en Afrique, que désespoir. Aucune muraille n’endiguera les flots, à défaut d’un développement économique. L’Afrique réclame un « plan Marshall». Seule l’Europe peut en être l’initiatrice.

Par : Driss Ajbali
Source: Aujourd'hui le Maroc
nur so zur Information ;\)

Re: Boykott #11192
17/10/2005 22:53
17/10/2005 22:53
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Najib Offline
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Najib  Offline
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Chefchaouen
hallo


hmmmm....wenn man jetzt noch französisch könnte.


gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

Google+


Re: Boykott #11193
17/10/2005 23:05
17/10/2005 23:05
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Rachida Azercane Offline
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Rachida Azercane  Offline
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oh Najib Smahli
saoutarjimouha lak kariban inchallah ;\)

Re: Boykott #11194
18/10/2005 18:07
18/10/2005 18:07
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Errachidia, Marokko
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Thomas Friedrich Offline
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Errachidia, Marokko
Seit etwa 10 Tagen lebt eine Gruppe von sieben Schwarzafrikanern, die nach eigenen Angaben aus dem Kongo kommen, in meinem Nachbardorf. In einem verlassenen Haus haben sie sich einquartiert.
Seit ihrem Erscheinen sind nachts mehrfach Schafe aus den Staellen gestohlen und sogar ein Maultier einer Nomadenfamilie auf der Weide geschlachtet worden.
Die Maenner fanden den abgeschnittenen Kopf des Mulis in der Behausung der Leute.
Nun geht Angst um: Hungrige junge Maenner die dringend Nahrung und Geld benoetigen.
Niemand weiss, was als naechstes geschieht. Nachts wird das Vieh und die abgelegeneren Haeuser durch die Bewohner bewacht. Die Gendamerie zeigt sich desinteressiert, da die maenner zugesagt haben, innerhalb einiger Zeit weiter zu ziehen. (Dann sind sie ausserhalb des Zustaendigkeitbereiches der oertlichen Gendamerie)
Die Bevoelkerung lebt bis dahin in naechtlicher Angst.
Mir haben drei dieser Maenner angeboten fuer den "halben Normallohn" zu arbeiten. Ich muesste marokkanische Familienvaeter wegschicken, wenn ich ihnen zugesagt haette.


Beste Grüße
Thomas

In Marokko ist alles möglich nur nichts schnell.


Weitere Informationen über meine Aktivitäten:

http://lmgtfy.com/?q=thomas+friedrich+marokko
Re: Boykott #11195
18/10/2005 21:25
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Deutschland
Die Überfälle der Afrikaner auf Mellilia sind kein marokkanisches Problem. Sie sind die tragische, aber sichtbare Seite der Nord-Süd-Verhältnisse, dieser unermeßliche Eisberg. Sie stellen die Frage des Elends, das in Afrika nur Hoffnungslosigkeit sät.
Man täuscht vor zu ignorieren, daß Sebta und Mellilia, spanische Städte, auf dem Boden Afrikas und insbesondere auf dem marokkanischen Territorium als ein Erbe eines anachronistischen Kolonialismus.
in etwa
für Najib
weisst zwichen Harira kochen, das Abendessen vorbereiten, Hemden bügeln, Katze füttern, Wahlen vorbereiten, Sitzungen halten bleibt mir kaum noch Zeit für Freizeit. Für mich ist das Forum wie ein Ausflug manchmal nicht so prickelnd aber meine Sehnsucht nach Marokko treibt mich hierher
Allen anderen wünsche ich ruhige und besinnliche Tage und Nächte
Heute ist Mitte Ramadan
alles Gute
tangeroise

Re: Boykott #11196
18/10/2005 21:40
18/10/2005 21:40
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hallo

ya tanjaouia
wenn das eine entschuldigung sein soll, weil die übersetzung noch nicht da ist, so ist sie unnötig.
tarjmatli soujati mahboub \:\)
schön, dass dir das marokkoforum die gelegenheit zu virtuellen ausflügen nach ma gibt, um deine sehnsucht ein wenig zu stillen.
ich muss zugeben, dass ein deutschlandforum diesen reiz auf mich nicht ausüben würde \:\)

gruss
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

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