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Mein Recht als Deutsche Mutter #42855
15/04/2002 11:36
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anjahawmi Offline OP
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Wer ist auch mit einem Marokkaner verheiratet und wie schaut das bei Euch mit der Erziehung aus??
Ich bin jetzt seit fast 6 Jahren mit einem Marokkaner zusammen und davon 2 Jahre verheiratet. Unser Sohn ist jetzt 8 Monate.
Leider hat unsere Beziehung mehr tiefen als Höhen und ich habe nicht nur einmal über SCheidung nachgedacht.
Aber was passiert dann, kann er mir das Kind nehmen, wenn wir drüber reden wie es weiter gehen kann nach einer Scheidung, dann ist er sich zwar bewußt das das Kind seine Mutter braucht und das es bei´mir am besten aufgehoben wäre aber die Angst, das ich irgendwann einen Mann kennenlernen würde und noch schlimmer eine Deutschen Mann, läßt ihn ziemlich unvernünfig werden. Aber am aller schlimmsten wäre es für ihn wenn er nicht im sinne des Islams erzogen werden würde.Um ehrlich zu sein wäre es mir aber sehr recht, wenn unser Kind einmal selbst entscheidet zu welchem Glauben es gehören möchte.
Naja, aufjedem Fall möchte ich mich einfach ein wenig absichern und schauen was ich für rechte hätte .....im Falle eines Falles....

Gruß Anja

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42856
15/04/2002 15:03
15/04/2002 15:03
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roddod Offline
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Honolulu
du du in deutschland lebst, kann ich mir nicht vorstellen, dass man dir das kind wegnehmen kann. anders sieht es nach meinen informationen aus, wenn du in marokko leben würdest. dann würde wohl dein kind aufgrund des islamischen glaubens bei seinem vater bleiben.

eine freundin von mir war (ist immer noch) mit einem perser verheiratet, heute allerdings nur auf dem papier. sie musste nach der trennung ihre beiden kinder in thehran zurücklassen. beide sind nach einem späteren besuch in deutschland nicht nach persien zurückgekehrt. der sohn durfte aber lange zeit nicht nach persien einreisen, da man ihn sofort zum wehrdienst eingezogen hätte. aber dies nur am rande, denn es trifft ja deine frage nicht.

im falle einer scheidung solltest du mit deinem kind marokko aber tunlichst meiden.

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42857
15/04/2002 16:13
15/04/2002 16:13
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ladaisy Offline
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Hallo Anja,

nach welchem Recht und wo habt Ihr denn geheiratet? Habt Ihr einen Ehevertrag abgeschlossen?

Wenn Ihr Euch trennt, habt Ihr bei deutschenm Recht und in Deutschland zunächst das gemeinsame Sorgerecht. Diese kann auf Antrag auf einen Elternteil übertragen werden, wenn der andere zustimmt oder sich Schwerwiegendes zuschulden kommen läßt.

Nach islamischen Recht lebt das Kind bis zum zwölftem Lebensjahr bei der Mutter, danach muß es sich entscheiden, ob es bei Vater oder Mutter leben möchte. Bei der Altersangabe bin ich mir nicht ganz sicher, ich habe auch schon mal von 6 Jahren gelesen. Anders ist es, wenn die Mutter die islamische Erziehung des Kindes behindert, dann wird es wohl ohne Berücksichtigung des Alters dem Vater zugesprochen.

Schlechte Karten, wenn es zu einer Verhandlung im Ausland kommen sollte. Denn was eine Behinderung ausmacht, dürfte schwer zu definieren sein. Wenn man Pech hat, reicht es, daß man Nichtmuslimin und der Sprache nicht mächtig ist.

Es gibt hier irgendwo einen Link zu einer Schrift über das Eherecht, Rainer hat daran mirgearbeitet und kann Dir sicher die Adresse nennen, falls Du den Link nicht findest. Außerdem könnte ich Dir ein Buch nennen, in dem das Thema teilweise abgehandelt wird, Titel kann ich gerne nachreichen, habe ihn nicht parat.

Was ich nicht weiß, aber vielleicht Du: in welchem Alter spricht ein Kind denn üblicherweise das islamische Glaubensbekenntnis, mit dem es den Islam als Religion annimmt?

Zweite Frage in eigner Sache: habt Ihr Euren Sohn beschneiden lassen?

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42858
15/04/2002 16:48
15/04/2002 16:48
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Malim Offline
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Ahlan Anja,

ich geh mal davon aus das Euer Kind Marokaner ist. Auch in Marokko bleibt das Kind erst mal bei der Mutter. Fals Du aber wieder heiraten solltest kann Dir Dein Ex-Mann das Kind sofort wegnehmen, so sind die Gesetze.

leihinik
Josef

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42859
16/04/2002 14:06
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anjahawmi Offline OP
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anjahawmi  Offline OP
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Hallo!!

Vielen Danke für den Tip mit dem Link und über den Buchtitel würde ich mich auch feuen.

Wir haben in Marokko geheiratet und einen Ehevertrag haben wir nicht.
Das ich, solange wir in Deutschland sind, natürlich die besseren Rechte habe, das weiß ich schon, aber was passiert wenn er ihn mir
einfach weg nimmt???
Wie kan ich mich denn davor schützen?
Sehr wahrscheilich sieht es da wohl sehr schlecht aus.
ICh hoffe einfach mal das er vernünfig bleibt , nur mache ich mir halt so meine Gedanken. Soviel ich weiß bleibt das Kind nur bis zum 6 Lebensjahr bei der Mutter.
Und das Glaubensbekenntnis spricht es auch so mit 6, habe ich in Érinnerung.

Unser Sohn ist noch nicht beschnitten, leider habe ich zu spät erfahren das mein Krankenhaus das eigentlich gleich mit gemacht hätte. Wir haben aber so und so einen moslemischen Arzt den wollte ich die nächste Zeit mal ansprechen ob er uns einen Arzt empfehlen kann.

Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, das sich unsere Ehe wieder einrenkt, immerhin haben wir ja sehrt lange darum kämpfen müssen bis wir endlich zusammen leben können.

Ich möchte natürlich unserem Sohn auch nicht seine Großeltern vorenthalten, egal ob wir uns scheiden lassen oder nicht, nach Marokko möchte ich schon mit ihm reisen.....aber die Angst wird immer mitreisen!

Gruß Anja

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42860
16/04/2002 19:14
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maryam Offline
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hallo,
ich kann dir als deutsche muslima und als ehefrau eines muslims antworten.
es it so das die kinder mit ca.6 jahren zum vater gehen wenn die elterngeschieden und die mutter kine muslima it.da es von der religion her sichergestellt werden muß das die kinder muslmisch erzoenwerden.was eine christlihe frau janicht kann.
warum sprechen die kinder das glaubensbkenntnis?
im islam werden die kinder als muslime geboren wenn der vater moslem ist.sie sprechen kein extra bekenntniss.ein kind beginnt aber mit 6 jahren mit dem dabeisein und in wenig lernen des gebetes.und fastet villeicht einen tag im ramdan.jedes jahr wird das dann mehr.

das bekenntniss das ich an allah glaube und das mohammed sein gesandter ist spreche ich mindestens 2 mal in jedem gebet.also mindesens 10 mal am tag.


maryam
Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42861
16/04/2002 19:35
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nur, um es richtig zu verstehen: wenn eine christin mit einem muslim verheiratet ist und sie von ihm ein kind zur welt bringt - dann ist dieses kind ein muslimisches kind. ist das so? wenn also die christliche mutter ihr kind nicht verlieren möchte, muss sie spätestens bis zum 6.lebensjahr ihres kindes zum muslimischen glauben übertreten, weil sie ja sonst ihr kind nicht im muslimischen glauben erziehen kann. habe ich das jetzt richtig verstanden?

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42862
16/04/2002 19:38
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korrektur: es muss nicht heissen:

wenn also die christliche mutter ihr kind nicht verlieren möchte,

sondern: wenn also die christliche mutter ihr kind - im fall einer scheidung - nicht verlieren möchte...

sorry!

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42863
16/04/2002 20:54
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maryam Offline
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hallo,
erst mal sollte man den islam nur annehmn wenn man wirklich von ihm überzeugt ist.sonst wachsen die kinder dann wieder als nicht muslime auf.
ja ein kind von einem mulimischen mann ist moslem auch enn die mutter christin ist.im islam wird die religion vom vater auf das kind weiterggeben.das ist auch einer der gründe warum ein muslimischer mann ein christin oder jüdin heiraten darf.eine muslimische frau aber nur einen muslimischen mann.es ist nicht der einzige grund.

ich denke das man sich über so was einigen sollte bevor man heiratet.wir mein mann und ich hben das vorher geklärt.zu dieser zeit hätte ich nicht gedacht jemals muslima zu werden.ich wußtevorher das unsere kinder muslime sein würden.


maryam
Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42864
16/04/2002 21:19
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danke dir, maryam für deine informationen.vielleicht helfen sie ja, wenn frauen sich gedanken machen, einen mann islamischen glaubens zu heiraten.

auch wenn es so aussehen könnte, dass ich dies alles zum anlass nehme, hier eine neue debatte loszutreten - ich tue es nicht. das verbietet mir mein respekt.nur eine winzige anmerkung kann ich mir nicht verkneifen: es muss auf den chromosomen der menschen ein klitzekleines gen geben, das bislang unerforscht ist. dieses gen nennt sich "muslimisches gen". es legt sozusagen die religiosität des menschen bei seiner zeugung fest.

ich bin schon wieder weg aus diesem thread. bitte, bitte, keine neuen debatten!

fakt ist: eine frau, gleich welchen glaubens, die einen mann islamischen glaubens heiratet, bringt einen kleinen muslim zur welt.

um mal wieder auf den boden der tatsachen zu kommen!

wenn ich dir, maryam, jetzt durch meine anmerkungen zu nahe getreten bin, dann entschuldige ich mich bei dir. das ist nicht meine absicht. ich wünsche dir, dass du tüchtige, selbstbewusste und freundliche kinder ins leben führst. und dass sie sich mit allen kindern der welt verstehen!

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42865
16/04/2002 21:52
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Tamou Offline
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Sorry, aber das ist mir jetzt nicht ganz klar...
Ich weiß vom hörensagen, dass Kinder aus einer mosl./christl. Ehe normalerweise Muslime sein sollen. Aber was ist, wenn die Ehepartner sich diesbezüglich anders einigen, vor allen Dingen, wenn sie nicht nach marokk. islamischen Gesetz geheiratet haben ???
..und selbst wenn, was ist, wenn das Kind muslimisch aufgewachsen ist aber z.B. später zum Christentum konvertieren möchte?
Fragen über Fragen :rolleyes:
Tamou

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42866
16/04/2002 21:58
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zu 1. dagegen spricht das kleine gen.

zu 2. mach es doch bitte nicht noch komplizierter, als es eh schon ist! \:D

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42867
16/04/2002 22:10
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Ach Rolf,
erläutere mir Deinen Standpunkt zu Pkt. 1 noch mal ;\)
Kann sein, das ich Dir im Augenblick nicht folgen kann \:D
Tamou

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42868
16/04/2002 22:38
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gut, tamou, ich sags dir noch mal in schlichten worten

es gibt im menschlichen körper eine grosse familie. die haben alle verschiedene namen: chris, marga, raschid, kim, tom, higar, lotusblüte, sawin, unamar, manfred, susimaus...na, und so weiter. aber alle haben auch einen nachnamen. der hört sich sehr vornehm an! chromosom! guten tag, herr chromosom! guten tag, frau chromosom.

das bringt man doch kaum über die lippen, oder?

dazu muss man wissen, dass alle diese familienmitglieder eigentlich nur die gene dieser grossfamilie mit namen "chromosom" sind. daher unterliessen sie es auch, sich mit diesem komischen nachnamen anzureden. es reichte doch, wenn man sagte: hi, caspar, hi franz, hi josuah, hi "du keine nudel"...sie mochten sich alle sehr gern.

eines tages wurde diese friedliche familie durch einen überfall in schreckliche angst versetzt. doktor hans-jürgen glaubnichtdran, nachmaliger nobelpreisträger für medizin, setzte seine pinzette an - die war sehr scharf - und stocherte in dieser famile rum. das tun ärzte übrigens sehr gern! alles rannte durcheinander. den doktor interessierte das nicht. dich krieg ich schon, flüsterte er und dann stach er zum letzten mal zu. das war dann später der anlass zum medizin-nobelpreis!

was hatte er da mit seiner pinzette aufgepickt? das kleine gen, namens muslim chromsom. immer hatte er sich versteckt, sich ganz klein gemacht. er war nie aufgefallen.

aber ärzte, die den nobelpreis für medizin bekommen wollen, achten gerade auf diese "drückeberger".

unnachsichtig zog doktor glaubnichtdran den kleinen muslim chromsom ans licht seines reagenzglases. muslim zappelte noch ein wenig. aber dann gab er auf.viele, viele jahre hatte er sich versteckt, vor seinen brüdern und schwestern, vor allem aber vor susi. die war furchtbar blöd. ja, ja, auch in der familie chromosom gibt es kinder, die nicht sehr hell sind - wie überall eben.

und so wurde muslim chromosom entdeckt. das weitere wissen wir ja.

es bleibt noch eines nachzutragen: doktor glaubtnichtdran leistete sich mit seinem stockholmer preisgeld eines reise nach ägypten. das war immer schon sein traum gewesen. die pyramiden!

da ass er einen kleinen salat. ihm wurde schlecht. er übergab sich. er hielt sich den bauch. er stürzte aufs bett. er starb.

geschafft! dachte tarzan chromsom, der giftigste der ganzen familie. zeitlebens unentdeckt lief er jetzt zu seiner familie und rief: diese pinzette bringt uns nicht mehr durcheinander. und alle glaubten ihm!

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42869
16/04/2002 23:19
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Rainer Guntermann Offline
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Das Deutsche und Marokkanische Familienrecht

Wird demnächst aktualisiert, ist aber dem Grunde nach noch aktuell!

Um die hier gestellten Fragen wenigstens ansatzweise zu beantworten, hier ein Auszug aus der o.g. Publikation, der übrigens aus meiner Feder stammt:
"Eine deutsche Frau braucht zwar nicht vor Abschluß einer marokkanisch-islamisch anerkannten Ehe zum Islam zu konvertieren. Sie muß aber zumindest einer der anderen Buchreligionen (Christen- oder Judentum) angehören. Weil das Christentum in Europa dominiert, wird die deutsche Frau bei der marokkanisch-islamischen Eheschließung grundsätzlich als Christin angesehen. Indes kann in Marokko eine Nichtmuselmanin keinen Moslem beerben, umgekehrt aber doch. Außerdem kann in Marokko einer Nichtmuselmanin nach dem Tod ihres Mannes das Erziehungsrecht der gemeinsamen Kinder zugunsten von Verwandten des Mannes versagt werden. Vor dem Hintergrund der Sicherstellung einer islamischen Erziehung der zukünftigen Kinder ist es einer marokkanischen Frau verboten, einen Nichtmuselmanen zu heiraten, so daß ein deutscher Mann vor der Ehe zum Islam konvertiert sein muß. Dabei ist zu beachten, daß diese Konvertierung vor einer islamischen Behörde erfolgt. Der Übertritt zum Islam bei einem islamischen Zentrum e. V. hat aufgrund seines privatrechtlichen Charakters keine Bindung für marokkanische Stellen. In diesem Fall muß er in der Regel vor den offiziell ermächtigten Vertretern Marokkos, d.h. vor zwei Oudoulen mit Beglaubigung durch einen Kadi wiederholt werden. Die Konvertierung mit der anschließend ausgestellten arabischen Bescheinigung kann in Deutschland kostenlos bei den königlich-marokkanischen Generalkonsulaten in Düsseldorf und Frankfurt erfolgen."

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42870
16/04/2002 23:27
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Indes kann
in Marokko eine Nichtmuselmanin keinen Moslem beerben, umgekehrt aber doch.

so? und... wie liest sich die begründung?

rolf

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42871
16/04/2002 23:31
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Außerdem kann in Marokko einer
Nichtmuselmanin nach dem Tod ihres Mannes das Erziehungsrecht der gemeinsamen Kinder zugunsten von Verwandten des Mannes
versagt werden.

wenn der mann stirbt, nehmen die tanten und onkel das kind unter ihre obhut...habe ich das richtig verstanden? und die mutter? wo bleibt sie?

ist das ein text, an dem du mitgewirkt hast, rainer???

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42872
16/04/2002 23:36
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Rainer Offline
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Rainer  Offline
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Ja Rolf, aber nur an einigen Stellen, wenn es um die marokkanische Praxis ging, ansonsten war ich nur der verantwortliche Redakteur!!! :p

Die Regelungen sind jedoch nicht "auf unserem Mist gewachsen"! ;\)

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42873
16/04/2002 23:42
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als journalist, ehemaliger pressesprecher und redakteur sage ich dir: an diesem projekt hätte ich nicht mitgearbeitet. oder hat sich deine "mitarbeit" darauf beschränkt, das ganze in ein richtiges "deutsch" zu redigieren? dafür wäre mir sogar die sprache zu schade!

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42874
17/04/2002 00:30
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Rainer Offline
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@Rolf, Du interessierst Dich doch bestimmt mehr für folgende Publikation (an der ICH aber nicht mitgewirkt habe): \:D Verliebt, verlobt, verheiratet

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42875
17/04/2002 08:55
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anjahawmi Offline OP
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Rolf, Rolf, Rolf.........ich habe Tränen gelacht......muß jetzt noch schmunzeln.....

Obwohl das Thema ja eigentlich ziemlich traurig ist.

Wenn ich höre......man muß vorher wissen das man, wenn man einen Marokkaner oder einen Muslim heiratet immer damit rechnen muß sein Kind zu verlieren wenn man sich halt irgendwann einfach nicht mehr liebt und es besser ist sich zu trennen, das bedeutet für all die Frauen die von ihren Männern (muslime) geschlagen, erniedrigt und was weiß ich was es noch alles gibt, werden, das die wenn sie es wagen sich von ihrem Mann zu trennen Ihr Kind verlieren, habe ich das richtig verstanden??
Gesetzt, Rechte.....mir war es egal wo mein Mann herkommt und was für einer Religion er angehört......klar war das recht naiv, weil der Isalm ja eine ziemlich dominante Religion ist und ich es hätte wissen müßen,
aber wer denk schon daran wenn er verliebt ist.
Was für ein irrsinn.......einer Frau das Kind zu nehem nur weil sie nicht einer bestimmten Religion angehört.
Naja, das ist ein heißes Thema.
Vielleicht packe ich einfach mein Kind und wandere aus....nach China oder so

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42876
17/04/2002 08:58
17/04/2002 08:58
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marie Offline
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marie  Offline
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Liebe Anja,
offensichtlich hast du keine Rechte, sonden einfach nur die ******arte! Bei so viel männlicher Arroganz sollte man als Frau eigentlich wirklich nur noch lesbisch sein.
Diese Bücher, Gesetze, Bestimmungen und der ganze ganze Krempel zu einer dermaßen beschissenen Rechtsstellung der Frau ist ja wohl von Männern gemacht. Wovor haben Männer eigentlich Angst, dass sie so eine ******e produzieren müssen? (Entschuldigt die Ausdrucksweise aber da fällt einem wirklich nichts anderes mehr ein) außerdem ist es ja dann auch kein Wunder, wenn der Islam vielfach als frauenfeindlich angesehen wird.

Lieber Rolf,
ich danke dir !!!!
Marie

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42877
17/04/2002 09:09
17/04/2002 09:09
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anjahawmi Offline OP
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anjahawmi  Offline OP
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Marie......vielen Dank, Du sprichst mir aus der Seele......
wollte eigentlich auch so schreiben wie Du aber habe es mich gar nicht getraut :-))
Wenn ich wirklich schreibe was ich denke dann werd ich doch nur bombadiert...mit Du hast es doch gewußt......und hättest Du Dich mal vorher informiert......
Auch wenns mir vielleicht keiner Glaubt.....das habe ich.... nur dachte ich und darin war ich vielleicht etwas naiv....die Liebe steht über der Religion.

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42878
17/04/2002 09:37
17/04/2002 09:37
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Rainer Offline
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Rainer  Offline
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Deutschland
Anja und Marie, es handelt sich bei Marokko im Vergleich zu Deutschland eben um zwei vollkommen unterschiedliche Kultur- und Rechtsbereiche, die historisch gewachsen sind und was Marokko anbelangt, auch immer noch sehr von der (Staats-)Religion bzw. Scharia geprägt sind!
Eben für Betroffene diese unterschiedlichen Rechtsordungen gegenüberzustellen und sich so einen ungefähren Überblick verschaffen zu können, hatten bzw. haben die Richterin und ich uns als Aufgabe gestellt!
Das Thema ist wirklich zu ernst, um sich hier darüber lächerlich zu machen! \:o

Die Frauen in Marokko kämpfen im allgemeinen um mehr Freiheiten, sehen aber den Islam augenscheinlich in den wenigsten Fällen so wie Marie ihn empfindet!!! Um es noch mehr zu verdeutlichen: Marokko ist nicht so wie Afghanistan oder Iran o.ä. (also ohne "Betty Mamoudi"!)!

Re: Mein Recht als Deutsche Mutter #42879
17/04/2002 10:00
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Rainer Offline
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Rainer  Offline
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Deutschland
Meine mit "sich lächerlich machen" in Bezug auf die Darstellung der marokkanische nfamilienrechtlichen Regelungen natürlich in 1. Linie Rolf, den diese wegen seiner Homosexualität eigentlich überhaupt nicht berühren!!!
\:o
Naja, dafür gelten für ihn in Marokko eher strafrechtliche Bestimmungen!!! ;\)

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