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so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36379
12/03/2006 23:06
12/03/2006 23:06
Joined: Jul 2005
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Rachida Azercane Offline OP
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Rachida Azercane  Offline OP
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Nichtmuslime in islamischen Ländern

Nichtmuslime dürfen in einem islamischen Land leben. Sie werden als die "geschützten Leute" (ahlu-dhimma oder dhimmi) bezeichnet. Das bedeutet, dass Allah, Sein Prophet (s) und die muslimische Gemeinschaft mit ihnen einen Vertrag geschlossen haben, dass sie in Sicherheit und Frieden unter dem Islam leben können. Im modernen Sprachgebrauch sind die dhimmis "Bürger" des islamischen Staates. Von der Anfangszeit bis heute sind die Muslime einhellig der Meinung, dass die dhimmis Rechte und Pflichten haben, aber ihren eigenen Glauben frei ausüben dürfen. Der Prophet (s) hat die Pflichten der Muslime gegenüber den dhimmis betont und jedem, der sie verletzt, mit Zorn und Strafe Allas gedroht. Er sagte: "Wer einen dhimmi verletzt, hat mich verletzt, und wer mich verletzt, hat Allah verletzt." (Tabarani, in al-ausat, aufgrund zuverlässiger Autorität.)

"Wer einen dhimmi verletzt, dessen Gegner bin ich, und wen ich Gegner war, werde ich am Tag der Auferstehung Gegner sein." (al-Khatib, aufgrund zuverlässiger Autorität.)

"Am Tag der Auferstehung werde ich mit jedem abrechnen, der jemanden von den Leuten des Vertrags unterdrückt oder sein Recht beeinträchtigt oder ihm auflädt, was seine Kraft übersteigt, oder ihm etwas gegen seinen Willen nimmt." (Abu Dawud)

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36380
13/03/2006 23:44
13/03/2006 23:44
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Zina Offline
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Zina  Offline
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Hallo @tangeroise,

ich frage mich, warum du das Thema hier reingestellt hast. Gibt es einen aktuellen Anlass?

Über welche Zeit sprichst du? Und über welches islamische Land?

Die dhimma gilt, soweit ich weiß, theoretisch nicht für alle Nichtmuslime sondern nur für die Buchbesitzer, also Juden und Christen. Man kann sie aber nicht mit dem modernen bürgerlichen Gleichheitsverständnis gleichsetzen, die dhimmis sind zwar geschützt, haben aber nicht die gleichen Rechte wie die Muslime, sind also der Theorie nach sozusagen "Bürger zweiter Klasse". (Bspw. Entrichtung einer "Kopfsteuer")
Es gab Phasen in der islamischen Geschichte, in denen besonders Juden hohe Positionen und großen Einfluss erreichen konnten, es gab ebenso Phasen, in denen es zu Verfolgungen kam.

Heute ist das wohl von Land zu Land verschieden und fällt meist unter eine zivile Gesetzgebung. Wie ist es in Marokko: Bin ich jetzt ein Dhimmi? \:\)

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36381
14/03/2006 10:49
14/03/2006 10:49
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illiamrouche Offline
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illiamrouche  Offline
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http://de.wikipedia.org/wiki/Dhimmi

und was ist das?

fragender gruß
die illi

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36382
14/03/2006 11:28
14/03/2006 11:28
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Rachida Azercane Offline OP
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Rachida Azercane  Offline OP
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@Elissa
ich bin via Mail gefragt worden wie der Islam damals die nichtmuslime behandelte, und damit alle was davon haben habe ich die Antwort heir gepostet :rolleyes:

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36383
14/03/2006 11:46
14/03/2006 11:46
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abid al wahid Offline
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abid al wahid  Offline
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ein dhimmi ist nicht bürger zweiter klasse,
er gehört nur nicht zur Gemeindschaft der Muslime
und ein dhimmi hat mehr rechte und vorallem viel mehr FREIHEITEN als jemand der in hiesigen gefilden nicht zur gemeinschaft gehört.

ich kann ja mal Alle unterschiede auflisten,
die einen AUSLÄNDER nicht Gleichberechtigt neben einem Deutschen stehen lässt.

ganz abgesehen, das Menschen mitten in Europa entführt werden
und es keinen interessiert und keiner sich verantwortlich fühlt diese schütze zu müssen.

diese Liste ist sehr, sehr lang !

Ein Dhimmi kann alle seine angelegenheiten unter sich regeln, sie können ihr eigenes recht zwischen einander anwenden, die sharia gilt für sie nicht, sie können ihre kinder selbst unterichten, ihre repräsentaten wählen,
usw.

ein dhimmi hat soviel freiheiten,
das kommt schon einer autonomie gleich !

das sollte jemand einmal wagen hier in deutschland für Muslime zu fordern.

es gibt nur EINES was sie nicht dürfen
Waffen besitzen, führen, tragen,...
(früher auch kein Pferd besitzen)
sie sind komplett vom Militärdienst befreit,
und
DAFÜR zahlen sie eine niedrige Ausgleich Steuer,
da die Muslime für ihren Schutz sorgen MÜSSEN !

d.h kommt die CIA, sogar Muslime oder sonst jemand, die einen Dhimmi entführen,
dann Muss er mit allen Mitteln von den Muslimen geschützt werden, das ist das RECHT des Dhimmis und die Pflicht der Muslime !

Man kann ja jeden Militärdienstverweigerer vor der wahl stellen, ob er für ein jahr ein sozialdienst machen will oder sich mit einem geld beitrag dafür freikaufen kann,
ich bin mir sicher die meisten würden sich freikaufen wollen.

Dieses Dhimmi gleich Unter-Bürger
entsteht nur in der unwissenden selbstbeweiräucherung einiger Leute
bei denen es sich einfach mal im Kopf so abgespeichert hat ohne wissen und ohne vergleiche heranzu ziehen.

Ein Dhimmi jedenfalls bekommt keine Berufsverbote auferlegt
nur weil er etwas auf dem kopf trägt !
und ein Dhimmi muß keinen Gesinnungstest an Muslimen abgeben und ein Dhimmi kann sich wirtschaftlich betätigen wie er will,
braucht keine Arbeitserlaubnis,
kann jedes Gewerbe anmelden, usw.

davon träumen einige ausländer, asylanten, .. immer noch von.

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36384
14/03/2006 14:20
14/03/2006 14:20
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Zina Offline
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@Abid

"Ein Dhimmi darf keine Waffen mit sich tragen, steht dafür aber unter dem Schutz des Staates und muss dafür eine geringe Kopfsteuer zahlen. Außerdem gilt sein Zeugnis vor Gericht weniger als das eines Muslims. Selbst Dhimmi dürfen die Stadt Mekka nicht betreten und in Saudi-Arabien weder einen Gottesdienst abhalten noch Zeichen ihres Glaubens, z.B. Kreuze zeigen. Ein männlicher Dhimmi darf keine Muslimin heiraten, ein Muslim jedoch eine Dhimmi-Frau." (Wikidedia, oben verlinkt)

Ein dhimmi darf auch kein Staatsoberhaupt werden, in der islamischen Geschichte gab es sehr wohl berufliche Beschränkungen (auch in Marokko) und auch Zeichen an der Kleidung, die zwangsweise getragen werden mussten wie auch Ghettoisierung (Mellah) usw.

Und du würdest vermutlich als erster schreien, wenn in Deutschland das Zeugnis eines Muslims offiziell vor Gericht weniger gilt als das eines Christen. (wie gesagt offiziell, dass dies in der Realität häufig aus rassistischen oder islamophoben Gründen auch in Deutschland der Fall ist, bestreite ich gar nicht)

Aber ich hatte @tangeroise gefragt, ob sie über die Theorie, über die islamische Geschichte oder über die Jetztzeit spricht, denn man sollte dies voneindander trennen, sonst vergleicht man wie du eine theoretische Aussage aus dem Koran mit einer komplexen modernen Gesellschaft und das ist unredlich.
Also wenn, dann vergleiche bitte Koran mit Bibel. Oder islamische Geschichte mit christlicher und/oder europäischer. Oder Deutschland heute mit Marokko heute.
Und über Marokko kann ich dir sagen: Auch hier brauchst du theoretisch eine Arbeitserlaubnis, eine Aufenthaltsgenehmigung etc.. Und die Beamten sind auch hier nicht gerade die freundlichsten der Welt, das scheint leider ein allgemeines Phänomen zu sein.

@Illiamrouche, ich verstehe deine Frage nicht.

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36385
14/03/2006 15:43
14/03/2006 15:43
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Rachida Azercane Offline OP
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Rachida Azercane  Offline OP
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ich kann nur sagen dass nichtmuslime in Marokko gut behandelt werden.
ich habe nie gehört dass man jemand ausgegrenzt hat deshalb.
hiermit meine ich Fremdfeindlichkeit so wie ich sie hier in D kenne.
ich hoffe dass es so bleibt ;\)
an der Grenze letzte Woche fragte mich ein Offizier wie wir im Ausland behandelt werden, ich habe von der miesen Behandlung am Zoll in Spanien erzählt, er versprach mir dass er jetzt auch die Spanier so behandeln wurde
ich habe ihn natürlich versucht umzustimmen. :rolleyes:

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36386
14/03/2006 20:38
14/03/2006 20:38
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Zina Offline
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Hallo @tangeroise,

insgesamt stimme ich dir zu. Ich glaube auch, dass es die Art von Fremdenfeindlichkeit, die wir in Deutschland kennen, so nicht gibt. Vielleicht hat das mit der tief verwurzelten Tradition der Gastfreundlichkeit zu tun, die überwiegend positive, übrigens aber auch negative Seiten hat, wie mir eine berufstätige Frau anvertraute (Einschränkung der Privatssphäre, denn Gäste müssen immer bewirtet werden, auch wenn es gerade überhaupt nicht passt).
Allerdings gibt es in Marokko ebenso wie in Deutschland kulturelle Missverständnisse und Vorurteile. So zum Beispiel geht es mir total auf den Senkel, dass man überall und immer für reich gehalten wird, auch wenn man es nicht ist.
Von einigen Europäern habe ich gehört, dass sie auch nach Jahren nicht wirklich marokkanische Freunde haben und dass dies nicht immer nur an mangelndem Willen, sondern oft auch an schlechten Erfahrungen liegt. Das schreibe ich wertfrei, weil ich glaube, dass es die unterschiedlichsten Gründe haben kann. "Integration" ist eben eine komplizierte Angelegenheit, hier wie da. Mit dem Islam hat das freilich nichts zu tun.

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36387
15/03/2006 09:34
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elissa, ich fand das nur etwas widersprüchlich, drum die frage.

gruß
die illi

Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36388
15/04/2006 22:20
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Süddeutsche Zeitung 14.04.2006 17:37 Uhr

Ägypten

Ein Toter bei Attacken auf Christen

Extremisten haben in Alexandria drei Kirchen angegriffen und dabei einen koptischen Christen getötet, zwölf weitere wurden verletzt.

Bei einem koordinierten Angriff von Extremisten auf drei Kirchen in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria ist am Freitag ein Christ getötet worden.

Nach Angaben von Gemeindemitgliedern wurden zwölf weitere koptische Christen verletzt, als drei islamistische Fanatiker gleichzeitig Kirchen in der nordägyptischen Stadt angriffen. Das Innenministerium sprach von fünf Verletzten, davon schwebten zwei in Lebensgefahr.

Das Ministerium widersprach den Augenzeugen zudem in Bezug auf den Tathergang und erklärte, es handele sich um nur einen einzigen Angreifer, der nacheinander die Gläubigen in den drei Kirchen angegriffen habe.

Der Mann (Jahrgang 1981) sei inzwischen verhaftet. Angehörige der koptischen Gemeinde berichteten, zuerst sei ein Mann in die Mary-Guirgis-Kirche eingedrungen und habe dort drei Menschen mit einem Taschenmesser verletzt.

Ein zweiter Mann stürmte kurz darauf mit einem Messer in die Al-Kaddisin-Kirche, wo er zehn Gläubige verletzte. Einer von ihnen, ein 78 Jahre alter Mann, starb kurz darauf. Einem dritten Angreifer, der in die Al-Adhra-Kirche eingedrungen war, gelang es nicht, einen der Anwesenden zu
verletzen.

Augenzeugen berichteten, die Männer hätten religiöse Sprüche gerufen, als sie die Gemeindemitglieder angriffen. Für die koptischen Christen Ägyptens hat am Freitag die letzte Woche der Fastenzeit begonnen, in der auch nachts in den Kirchen gebetet wird. Das Osterfest der Kopten ist am 23. April.

Im vergangenen Oktober war es in Alexandria zu gewaltsamen Ausschreitungen vor einer Kirche gekommen, bei denen drei Menschen ums Leben kamen. Damals hatte die Polizei verhindert, dass 4000 Muslime eine Kirche stürmten, weil sie über die Verbreitung eines Theaterstücks auf DVD wütend waren, dass den Islam ihrer Ansicht nach in einem schlechten Licht zeigt.

http://www.sueddeutsche.de/,poll2/ausland/artikel/934/73861/


Viele Grüße, Ulla

"Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will" Francois Rabelais
Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36389
15/04/2006 22:22
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Viele Grüße, Ulla

"Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will" Francois Rabelais
Re: so geht es dem nichtmuslim bei den Muslim #36390
30/03/2007 22:11
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Ulla Martin Offline
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Sa. 31. März 18.45 Phoenix
Auslandsreportage - "Immer Ärger mit den Ungläubigen: Die Christen in der Türkei"

"Viele der türkischen Muslime halten sie schlicht für "Ungläubige" - die über 130.000 Christen in der Türkei. Beim Papstbesuch traten Christen aller möglichen Konfessionen wieder einmal aus ihrem Schattendasein hervor: Syrer, Griechen, Armenier und viele andere. Ihr Alltag, ihr Wunsch, den Glauben auch zu leben, stößt in der Realität immer wieder auf massive Behinderungen und Diskriminierungen. Noch heute erkennt der türkische Staat die christlichen Gemeinden nur als Vereine an."


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