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Eine Frage der Mentalitaet? #1206
13/12/2000 10:01
13/12/2000 10:01
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Olaf Offline OP
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Olaf  Offline OP
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Hallo,

mein zweiwoechiger Urlaub ist vorbei und auf eigene Faust haben wir zwei eine Menge erlebt.
Ein Beispiel: auf dem Souk in der Naehe von Asni nahmen wir einen Dorfbewohner mit unserem Mietwagen zurueck in sein Dorf. Seine Freude und Freundlichkeit war gross - er lud uns auf einen Tee ein und stellte uns seiner Familie vor. Alles war bestens. Dann stellte er uns seine Arbeit vor. Wir waren unvoreingenommen und lobten seine Silberwaren. Nur, als wir letztendlich nichts kaufen wollten war der gute Mann ziemlich boese und vermieste uns die Stimmung.

Wir versuchten bei weiteren Bekanntschaften unvoreingenommen zu sein und den Leuten ihre Freundlichkeit als ehrliche Freundlichkeit abzunehmen. Wir landeten erneut auf der Nase.

Ich will nicht verschweigen, dass wir auch gute Erfahrungen gemacht haben, aber insgesamt war das ein Problem fuer uns.

Eine Frage der Mentalitaet?

Liebe Gruesse,
Olaf

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1207
13/12/2000 10:43
13/12/2000 10:43
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isi Offline
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isi  Offline
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Hallo Olaf,

die Frage, ob es an der Mentalität der Marokkaner liegt, daß der Mann so reagiert hat möchte ich verneinen.

Ich bin schon der festen Überzeugung, daß viele Händler in Marokko so reagieren würden, dies hängt aber viel mehr von den Lebensumständen der Menschen als von der Mentalität ab.

Sicher wird er gedacht und gehofft haben, daß Ihr ihm was von seiner Ware abkauft. Diese Reaktion findest Du aber m. M. nach in jedem Land, wo die Wirtschaft nicht die gleiche wie z. B. in Deutschland ist.

Nimm es ihm nicht so übel, daß er Euch verärgert hat. Mir würde es auch nicht gerade gefallen, wenn mir jemand was aufzwingen möchte, aber die Menschen können nichts dafür, daß sie so sein müssen.

Gruß
Isi

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1208
13/12/2000 11:23
13/12/2000 11:23
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Errachidia, Marokko
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Thomas Friedrich Offline
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Errachidia, Marokko
Hallo Olaf,

ich kann mich der Meinung von Isi absolut nicht anschliessen. Es ist doch eine Frage der Mentalitaet. Sogar marokkanische Berber klagen oft ueber zu starken Einfluss der arabischen Mentalitaet in Marokko, die nicht unbedingt ehrlich, zuverlaessig und aufrichtig ist. Es ist niemand aufgrund seiner Lebenslage gezwungen schlechte Manieren an den Tag zu bringen. Leider steckt hinter der in vielen Reisefuehrern so gelobten Gastfreundschaft, meist ein eigennuetziger Hintergedanke. Fremden Einheimischen begegnet man haufig mit allem anderen als "Gastfreundschaft". Diese werden eher mit Misstrauen beobachtet.
Von Touristen kann man moeglicherweise was erwarten, da ist man zunaechst mal freundlich.


M.f.G.

Thomas


Beste Grüße
Thomas

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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1209
13/12/2000 14:34
13/12/2000 14:34
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Rainer Guntermann Offline
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Rainer Guntermann  Offline
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Deutschland
Nach meinen Erfahrungen macht man Erfahrungen wie sie Olaf gemacht hat mehr in den Zentren mit Massentourismus!
Ausserhalb der "ausgetretenen Pfade" kann man (wenn man nicht den klugen und vermögenden Europäer heraushängen lässt) noch genügend von der berühmten marokkanischen Gastfreundschaft erleben, aber bitteschön nicht in einem der marokkanischen Geschäfte, die von Einnahmen der Touristen leben!
Rainer

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1210
13/12/2000 15:50
13/12/2000 15:50
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Errachidia, Marokko
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Thomas Friedrich Offline
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Thomas Friedrich  Offline
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Errachidia, Marokko
Hallo Rainer,

sicherlich hast Du recht: Marokko erlebt man von seiner schoensten Seite, wenn man als Tourist abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs ist. Anders kann es jedoch leider aussehen, wenn man sich in Touristengebieten aufhaelt oder aber auch beruflich dort intensiv taetig ist.


Thomas


Beste Grüße
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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1211
13/12/2000 17:20
13/12/2000 17:20
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Olaf Offline OP
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Olaf  Offline OP
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Hallo!

Isi: "die Menschen können nichts dafür, daß sie so sein müssen": klar, die Lebensumstaende bedingen vielleicht ein unkonventionelles Vorgehen. Aber muss dieses Vorgehen andere schaedigen. Ich war als Rucksacktourist schon in deutlich aermeren Laendern. Solche Probleme hatte ich noch nie.

Thomas: ich sehe das aehnlich wie Du. Man denkt vom Touri was erwarten zu koennen. Zweifelsohne ist das aber kurzfristig gedacht. So erzaehle ich interessierten Reisenden meine Erfahrungen und rate ihnen von einem Trip ab. Auch ich werde nicht so schnell wieder nach Marokko fahren. Fuer Marokko ist das kein Gewinn.

Was mich noch interessieren wuerde ist der Ursprung dieser (und jetzt sage ich) Mentalitaet? Ist das ein marokkanisches Phaenomen? Oder ein arabisches? Gar ein moslemisches? Habt Ihr Erfahrungen?

Gruss Olaf

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1212
13/12/2000 19:46
13/12/2000 19:46
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marie Offline
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marie  Offline
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Hi Olaf,
für mich ist dieses Verhalten eher arabisch.
Da ich meistens die Mittelmeerstaaten bereist habe kann ich jetzt nicht viele ärmere Länder zum Vergleich heranziehen. Vor vielen Jahren in Mexiko hatte ich jedoch auch das Gefühl, dass die Freundlichkeit nur so lange reicht, wie man sich als Touri auch kaufwillig zeigt. Dieses Bedrängt werden, etwas zu kaufen bzw. erst mal einen Laden zu betreten habe ich immer sehr extrem in der Türkei erlebt. Ich muss ehrlich sagen, viele Freunde von mir bereisen Länder wie Indonesien, Thailand, Indien, innerafrk. Länder usw. ich persönlich hab da immer schon so ein schlechtes Gewissen als "reicher" Europäer. Finde dann immer, dass die Welt so ungerecht ist, die Leute tuen mir leid und ich fühle mich dann nicht mehr wohl.
Marie

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1213
13/12/2000 21:10
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Marokko, 80000 Agadir
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samy Offline
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Marokko, 80000 Agadir
Hallo zusammen,

ich bin Marokkaner, Berber, also von Agadir.
Frueher war die marokanische Gesellschaft ganz anders als jetzt. Ich meine bis siebziger Jahren waren die Marokaner gastfreundschaft, ehrlich und sehr nett, aber dann ab die achziger Jahren sind wieder ganz anders geworden, jeder denkt nur an sich selbst, und jeder will so schnell wie moeglich reich werden, und so viel Geld wie moeglich und sofort verdienen.
die Araber sind auch ganz anders als die Berber, ich meine von Karakter her, ich habe sie immer so verglichen : Araber=Italiener und Berber=Deutsche, ich meine das Verhalten.


Hucin aus Agadir

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1214
14/12/2000 03:23
14/12/2000 03:23

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Anonym
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Hallo zusammen, (das vorherige mit Frage war quatsch)

Ihr habt hier eine richtig schöne Diskussionsrunde hier, so soll auch ich als Oberlehrer, der Marokko wie seine "Westentasche" kennt nicht fehlen...

Kleines Essay über "die grundsätzliche Mentalität der "Maroks""

Also unser Olaf erlebt eine typische Situation in Marokko.
Jetzt mal angenommen, nur so zum Spass: Hätte Olaf dem Man (wir nennen ihn Silberfux) einen weiteren Gefallen geleistet , nebst der Fahrt, und irgendein Silberfirlefanz nach stundenlangem Feilschen, für schlappe 10 Mark gekauft, wären doch alle befriedigt gewesen.
Der Silberfux beweist seiner Familie wie man Touris für sich gewinnt; Olaf beweist seiner Angebeteten, wie man die"Maroks" runterhandelt (wohlhoffend ein Schnäppchen gemacht zu haben). Beide hätten einen schönen Abend gehabt: Silberfux gewann einen deutschen "ami" und Olaf's Silberstory wird zu Hause oft erzählt...
Vier Jahre später (2004), fährt Olaf bei Silberfux vorbei, der empfängt ihn wie einen heimgekehrten Sohn, die beiden feiern' mit allen Angehörigen eine dicke Party und erzählen die Geschichte immer wieder, wie sie sich so abenteuerlich kennengelernt haben....
Das hätte so sein können (war awer net so)...
Jetzt hatte Olaf, wie alle Touris (incl. ich) aber wenig Zeit und Silberfux einen mäßigen, oder gar schlechten Tag.

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1215
14/12/2000 15:00
14/12/2000 15:00
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Thomas Friedrich Offline
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Hallo Olaf,

ich denke, dass dies ein arabisch-islamisches
Problem ist. Angefangen in Marokko, oestlich am Mittelmeer entlang bis zur Tuerkei, von dort aus bis zum Irak, Iran und Pakistan. Das sind die Laender, wo seit je her viel Handel mit Beschissgeschaefften gemacht wurde. In diesen Laenern ist der Islam verbreitet. Auch heutzutage sind das jene, wo fast ueberall Krieg oder Buergerkrieg herscht und wo Probleme oftmals statt mit dem Kopf mit dem Messer geloest werden.

Interessant ist das Buch des deutschen Afrikaforschers Rolffs zu lesen, der vor etwa 140 Jahren Marokko bereist hat und sich sehr intensiv ueber die staendig wechselnde Meinung seiner Goenner ausserte, welches so aussah, dass die Khalifen, wo er zu Gast war, von Frau, Haus und Hof teilen, bis hin zu Kopf abhacken, stuendlich wechselten. Heute ist es natuerlich nicht mehr so schlimm, jedoch klagen insbesondere europaeische Geschaeftsleute ueber permanente Unzuverlaessigkeit und haufig wechselnde Meinungen der Geschaeftspartner.
Mich interessiert selbst sehr, ob dieses Verhalten angeboren oder angelernt ist.
Im uebrigen ist es auch so, dass seit Jahrhunderten die Europaer nicht mit den Geschaeftspraktiken der Juden in Europa einverstanden waren und dadurch Antisemitismus entstand. (Die Juden sind auch ein Volk aus den genannten Laendern.)

Bevor jetzt ein Sturm der Entruestung losgeht, moechte ich folgendes anmerken: Natuerlich gibt es in den besagten Laendern viele, sehr viele ehrliche und ehrenhafte Buerger. Natuerlich werden dort nicht nur Beschissgeschaefte getaetigt und der Islam soll nicht fuer Kriege verantwortlich gemacht werden.
Vielmehr habe ich versucht, auf die durchaus wichtige Feststellung des Mentalitaetsproblems, was haufig als negatives auffaellt und worunter die Einwohner der entspr. Laendern selber benachteiligt sind, einem Umriss zu geben.


Thomas


Beste Grüße
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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1216
14/12/2000 18:01
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Hassan Offline
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felix sei gegrüsst!
ihr alle anderen auch!

felix ich kann dir nur zustimmen, Olaf hätte den Fux zur Gans machen können.

ich staune immer wieder wie aus einer banalität gleich eine Mentale wissenschaft gemacht wird.
also der händler hat sich gut verkauft finde ich, aus einer beinahen abzocke wurde gleich ein Weltproblem.

lecherlich, ehrlich wie kann ich aus einer einzigen schlechten erfahrung gleich die mentalität von 27 Mio. menschen ermessen???


Tschüss.
Hassan

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1217
14/12/2000 22:25
14/12/2000 22:25

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Vor 4 Wochen war ich bei ein Software Hersteller..es war alles schön..ich wurde zum Essen eingeladen..ich wurde richtig verwöhnt...ein Test installation wurde mir auch vorgespielt..die software enthält viel Anwendeungen wobei ich nur eine Anwendung brauche....wir haben uns geeinigt das ich nur die anwendug kaufe die ich brauche...mündlich wurde mir gesagt das dies kein Problem
Also bin nach düsseldorf zurückgefahren zufrieden....Vorgestern bekomme ich eine Rechnung von diese software Hersteller in höhe von 3000 euro...inklusiv die gesamte Pakete und nicht nur die anwendung die mich interessiert...was ich damit sagen wollte..was die software Firma gemacht hat ist nicht anderes alles was der Alte Mann im souk mit Olaf gemacht hat..Der Unterschide war nur der Art..Mein Partner hat Kravatte und Anzug und Olafs Partner..hat das was mit der Christliche Mentalität was zu tun..nein monsieur Olaf..auch das Verhalten der alte Mann im souk ist nicht islamisch...dies ist ein Menschliches Verhalten..was sich ändert ist nur der Art..ich persönlich paß immer auf egal wo ich kaufe..bei eine Software Hersteller in Abendland oder bei Ein Tepischhändelr im Orient.

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1218
14/12/2000 22:43
14/12/2000 22:43

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in manchen touristenzentren sind die händler - vor allem dank grosskotzigem und unsensiblen auftreten von westl. touristen -einfach verdorben. das häuft sich um so mehr, je touristischer der ort, um ein traurige krönung in marrakesch zu erleben, während man hier in rabat, wo ich z zt leben, man ungestört in den geschäften der medina rumstöbern kann und das geschäft ohne irgendeine verkrampfte situation mit einem freundlichen bisslama verlassen kann.
trotzdem: grundregel muss überall sein: ich suche mir das geschäft selber aus, in dem ich einkaufe, und nicht weil mich irgendein händler mit halb-physischer gewalt reinzerrt.
wenn man weiss, dass man nichts kaufen wird, sollte man den laden nach allerspätestens zwei minuten verlassen und um gottes willen keine einladung zum tee einladen. dieser hat viele leute schon teuer zu stehen kommen.

dennoch sehr schade, dass manche leute aufgrund 1-2 solcher erfahrungen rückschlüsse auf den nationalcharakter machen.

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1219
14/12/2000 22:53
14/12/2000 22:53

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ich finde es entsetzlich, wie unter wissenschaftlichem deckmantel zutiefst rassistische und völkisch thesen verbreitet werden. ich meine damit vor allem einen gewissen thomas friedrich, dessen ignoranz himmelschreiend ist. ich frage mich, ob er überhaupt schon einmal in einem der zitierten länder war oder sein pseudowissen nur aus billigtrivialliteratur bezieht.
die geschäftspraktiken sind wie die mentalitäten zwischen den unserem nordisch-arisch-überlegenen kulturkreis und dem der semitisch-arabischen untermenschen natürlich unterschiedlich. mit einem mindestmass an toleranz sollte dies zu akzeptieren sein, ohne zu sagen, das eine ist besser als das andere. viele deutsche geschäftsleute haben in marokko schon sehr viel geld gemacht, und in deutschland laufen auch sehr viele betrüger herum.
herr friedrich, machen Sie Ihren nächsten urlaub auf mallorca, dann brauchen Sie sich nicht so über die blöden araber aufzuregen.

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1220
15/12/2000 10:45
15/12/2000 10:45
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Thomas Friedrich Offline
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Lieber Dieter,

zu Ihrer Frage, ob ich jemals in einem der genannten Laender war, kann ich Ihnen mitteilen, dass ich in Marokko eine Olivenplantage betreibe und jaehrlich etwas 5 Monate dort verbringe. Mein Lebensschwerpunkt ist auch nicht mehr in Deutschland. Derzeit bin ich fuer zwei Monate in Vietnam und ich habe in den letzten Jahren ueber 25 verschiedene Laender intensiv bereist und kennengelernt, weil ich dort beruflich taetig bin. Ich weiss also wovon ich spreche! Ich habe nicht behauptet, dass die eine Nation besser als eine andere sei. So etwas trifft ja nicht zu. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den verschiedenen Voelkern, und diese wird man ja wohl noch nennen duerfen. Es ist gut, dass es Unterschiede gibt. Oder wollen Sie alles gleichschalten? Mit dieser These, alles gleich zu machen, haben wohl viele Nationen leidvolle Erfahrungen gemacht.

Haben Sie sich ueberhaupt einmal mit Tourismusanalysen ueber Marokko beschaefftigt? Wenn Sie dieses Forum aufmerksam gelesen haetten, befoer Sie sich geaussert haetten, ware Ihnen ein Bericht von E.Daerr aufgefallen, woraus hervorgeht, dass ueber 90 % der Touristen nicht wieder nach Marokko zurueckkehren moechten, weil sie sich durch den von Olaf geschilderten Umgang gestoert fuehlen.
Im Uebrigen: Wenn man Probleme nicht einmal mehr ansprechen darf, kann man sie erst recht nicht loesen!

Thomas Friedrich


Beste Grüße
Thomas

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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1221
15/12/2000 12:55
15/12/2000 12:55

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Anonym
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Hallo Dieter,

wie viele Jahre Erfahrung hast Du denn in den besagten Laendern?

Es ist schon ein erhebliches Mass an Menschenverachtung, so zu tun, als wenn alle gleich waeren. Gerade die Araber sind besonders stolz auf ihr nationale Identitaet. Auch die Israelies wollen sich selbst von anderen unterscheiden. Und Du tust so, als wenn es das alles nicht gaebe.
Hier ging es nur darum, eine bestehende Begebenheit zu analysieren. Man kann nicht einfach so tun, als wenn sich 95% der Touristen geirrt oder falsch verhalten haetten. Das nuetzt weder Marokko, noch jemanden anderem.
Nicht einmal das hast Du begriffen.

Liebe Gruesse

Lore'

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1222
15/12/2000 13:26
15/12/2000 13:26
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Rainer Guntermann Offline
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Deutschland
Handelt es sich hier nicht vielmehr um eine sog. 3.Welt-Erscheinung (wenn auch Marokko mittlerweile als Schwellenland gilt)???
Wenn man mal die in Marokko üblichen durchschnittlichen Löhne in fast allen Bereichen mit denen in Deutschland vergleicht und bedenkt, dass z.B. Elektrowaren und Fleisch ungefähr gleich viel kosten wie hier, dann ist doch der Geschäftssinn (nicht ein aufdringliches Verhalten) ansich nicht unbedingt vorwerfbar, oder?
Rainer

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1223
15/12/2000 14:41
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Hassan Offline
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Tagchen ihr alle.

Chibo, die menschen des abendlandes bescheissen auf eine ganz edlen art.
und zwar, mit dem Kugelschreiber.
ciao

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1224
15/12/2000 15:48
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Hassan Offline
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Thomas, ich habe irgendwo einen beitrag von Erika gelesen.
indem sie schrieb, das sie das jahresende ihrgendwo in der wüste verbringt, sie lobte dich als guten vertreter.
ich kann nur sagen das du alles andere bist!

wir hatten bereits in der vergangenheit einen kleinen zwist, kannst du dich erinnern??
zumindest hast du mir hier mit deinen so tollen Beiträgen endgültig bewiesen das deine OLIVEN, WEISS sind.

Wie oft hast du die Kugelschreiber-Taktik angewand???

naja ich verstehe dich schon vor lauter Plantagen kannst du die Menschen nicht mehr sehen.

bis denn

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1225
16/12/2000 09:58
16/12/2000 09:58
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Nordenham
Zum Thema Bekannschaften auf dem Souk.

Ich habe in Marokko die Erfahrung gemacht, dass man Bekanntschaften die in Richtung Verkauf laufen lieber meiden soll, es sei denn man hat ein wirkliches Intresse an den Gegenständen.
Eine bestimmte Gastfreundlichkeit kann man eher als Geschäftsessen ansehen. Wenn jemand einem seine Silberwaren zeigen möchte, dann mit dem Gedanken des Verkaufes.
Es gibt aber auch die Gastfreudschaft ohne Hintergedanken, sogar in den Gegenden der Touris. Leider sind die "Führer" und Händler in großer Überzahl.
Gruß
Günter

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1226
16/12/2000 14:54
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Thomas Friedrich Offline
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Errachidia, Marokko
Lieber Hassan,

natuerlich habe ich in Marokko bei weitem mehr gute und sehr gute Erfahrung gemacht, als schlechte! Sicherlich sind die allermeisten Marokkaner, wie im uebigen auch die Buerger anderer Staaten, ehrliche und ehrbare Menschen. Jedoch darf das kein Grund sein, sich nicht einmal ueber negative Erscheinungen auszusprechen.
Ueber 90 % der Touristen die in Marokko waren, moechten nicht wieder dahin zurueck (wegen den von Olaf angesprochenen Erfahrungen). Da kann man nicht einfach die Augen vor verschliessen oder sich dahingehend aussern, dass das Einzelfaelle seinen, dass es in anderen Laenderen auch Beschiss gaebe oder dass die Touristen sich falsch verhalten wuerden. Bei Einzelfaellen mag das sicherlich zutreffen, nicht aber bei einer so gigantischen Anzahl.
Wenn in einem Unternehmen 95% der Kunden nicht zufrieden sind, muss Ursachenforschung betrieben werden. Diese kann nur erfolgreich verlaufen, wenn es keine Tabubereiche gibt und ueber alles frei gesprochen werden darf.
Ein Unternehmen, wo 95 % der Kunden nicht wiederkehren, ist schnell pleite. Dem marokkanischen Staat bringt der Tourismus Geld und Arbeitsplaetze. Von daher ist es schon wichtig, Ursachenforschung zu betreiben, damit es kuenftig mehr zufriedene Urlauber in Marokko gibt.

Gruss Thomas


Beste Grüße
Thomas

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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1227
16/12/2000 16:34
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Hallo Thomas,

ich gebe dir völlig recht, was die unzufriedenheit der Touristen angeht.
wie du gesagt hast das ein geschäft das mit 90% unzufriedenen kunden nicht auf dauer halten kann.

was mich störrt ist das du (so habe ich es verstanden) jegliche menschen des orients als
diebe, betrüger, unzuverlässig.........
nicht alle marokkaner die freundlich, und hilfsbereit sind müssen diebische Elster sein.

kann es sein das wir die hier in EU leben (mich eingeschlossen) freundliche menschen erst mit misstrauen begutachten müssen??

freundliche Grüsse
Hassan

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1228
17/12/2000 14:36
17/12/2000 14:36
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Hallo Hassan,

ich habe um Gotteswillen nicht die Menschen im Orient als Betrueger, Diebe u.s.w. dargestellt.
Was ich getan habe ist, einen den meisten Touristen auffallenden Misstand genannt und darauf hingewiesen, dass es auch in anderen Laendern aehnliche, den Europaern nicht gaengige Geschaeftspraktiken gibt, welche nicht neu sind (also keine Erscheinung wegen den Touristen), sondern historisch verankert sind.
Ich hoffe, dass ich jetzt richtig verstanden wurde.

Auf dann!

Thomas


Beste Grüße
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Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1229
17/12/2000 19:12
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64390 Erzhausen
Hallo Olaf,
wie kannst Du beschliessen, nicht mehr nach Marokko zu fahren? 14 Tage sind doch keine Zeit, um Land und Leute kennenzulernen.
Jetzt bist Du um eine Erfahrung reicher ...
Wenn Du nichts kaufen willst, lass Dich nicht zum Tee einladen ...
Ich aergere mich jedes Mal wieder schwarz, gruen und blau üeber die Taxifahrer, speziell in Marrakesch. Aber das ist doch kein Grund, nicht nach Marokko zu fahren.
Ich nehme jetzt den Bus.
Und es war einfach toll in Marrakesch, in der Medina wohnen, allein herumspazieren ohne belaestigt zu werden... traumhaft.
Versuchs noch mal.
Schoene Gruesse
Renate

Re: Eine Frage der Mentalitaet? #1230
17/12/2000 20:09
17/12/2000 20:09

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A



ich finde günther hat es gut auf den punkt gebracht: eine medina oder ein souk ist im prin zip wirklich kein platz, um leute kennenzulernen, da es da halt wirklich nur ums verkaufen und nichts anderes geht. sicherlich sind es zehntausende von touristen, die schon einen masslos überteuerten teppich gekauft haben, nur um einigermassen unbeschadet wieder aus einem geschäft rauszukommen. der zwanglose thé à la menthe war dann also wirklich sehr teuer. die vielzitierte 90% statistik kenne ich allerdings nur in bezug auf marrakesch, wo in der tat offenbar 93 % der touristen nicht wieder zurückwollen. aber mit umfragen muss man bekanntlich vorsichtig sein, je nach fragestellung bekommt man das ergebnis, das man will.
wogegen ich mich wende, ist jedoch, dass man den arabern unterstellt, sie trägen das bescheissertum quasi in den genen. das ist schon alleine deswegen nicht haltbar, weil es zwischen den einzelnen ländern riesige unerschiede gibt. in algerien zb läuft einem kein händler hinterher. selbst in marokko gibt es riesige unterschiede: in rabat ist man auch absolut unbehelligt, in fes weitestgehend,marrakesch oder teilweise auch agadir sind dagegen.miunter unangenehm.
auch wenn ich einen riesen aufschrei ernten mag: ich würde die marrokanische und maghrebinische mentalität weniger als arabo-islamisch denn als mediterran-lateinisch bezeichnen. viele sachen in der mentalität hier oder auch im geschäftsgebaren und im sozialen umgang findent man auch in südeuropa oder südamerika wieder. auch da nimmt man die sachen nicht immer so supergenau.
aber wir deutschen sind schon schwierig: einerseits wollen wir immer nur exotik, wenn wir sie dann haben (auch mit ihren schattenseiten), dann ist uns das auch nicht recht....

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