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Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: twikezora] #157519
27/05/2015 22:09
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whatshername61 Offline
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Original geschrieben von: twiky
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: whatshername61

Piet,
???



ich würde sagen, wenn ich in ein anderes Land fahre, muss ich einfach mit anderen Gegebenheiten rechnen.

Najib hatte vor einiger Zeit ein Bild zum Müll vor seiner Haustür rein gesetzt. Klick

Hier ein Bild von Müll am Strand


Quelle: http://www.greenaction.de/album/muell-in-der-natur

Bringe ich jetzt was durcheinander? Najib, wohnst du nicht in Chaouen und Das soziale Netzwerk gegen Nazis ist aus Deutschland?





When the rich wage war
is the poor who die.
LP
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: JasminH] #157520
27/05/2015 22:12
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whatshername61 Offline
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Original geschrieben von: Superuser
und welcher Zusammenhang besteht jetzt zwischen beidem, sodass man von Folter auf "Müll" kommt?


FOLTER IST MÜLL !!!

wie einiges anderes auch laugh


When the rich wage war
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Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: JasminH] #157557
28/05/2015 23:21
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twikezora Offline
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Hallo zusammen,

da in diesem Thread die Forumsregeln erwähnt wurde anbei ein Hinweis:

Wer gerne mal einen Blick in die Forenregeln werfen möchte...sie stehen übrigens unten links direkt unter dem Impressum.
Bei Anmeldung zu diesem Forum stimmt man diesen Regeln zu.

Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht, nachdem ein Forumsmiglied mich darauf aufmerksam gemacht hat.
"Es gibt Regeln in diesem Forum. Oben rechts unter FAQ ganz einfach zu finden."

Grüße
Zora

Twikys persönliche Einweisung in die Forum Tools [Re: twikezora] #157562
29/05/2015 03:44
29/05/2015 03:44
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whatshername61 Offline
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@twiky

Original geschrieben von: twiky
Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht, nachdem ein Forumsmiglied mich darauf aufmerksam gemacht hat.
"Es gibt Regeln in diesem Forum. Oben rechts unter FAQ ganz einfach zu finden."


Das Froumsmitglied war ich. klick

Und was heißt hier "Ich hatte diese Regeln zuerst in der FAQ gesucht". Wenn du sie dort nicht findest, hier für dich noch einmal deine persönliche Einweisung:

FAQ: klick
Mail an die Moderatoren und Nutzungsbedingungen: klick

Falls du eine Mail an die Moderatoren senden möchtest, dich als solches mit einer Initiativbewerbung bewerben möchtest oder dich über einen User oder Superuser beschweren möchtest, kannst du dann in diesen Nutzungsbedingungen auf "Mail an die Moderatoren des Marokkoforums" gehen. Da öffnet sich dann Outlook. Ich hoffe, du kannst mit Outlook besser umgehen als mit den Tools dieses Forums.

Und ja, man stimmt den Forenregeln bei seiner Anmeldung zu. Auch darauf hatte ich dich hingewiesen (erster Klick). Oder gehst du davon aus, dass es in einem deutsch-marokkanischen Forum keine Regeln gibt? Hat dir dein ominöser Kontakt, der dir ab und zu mal per PM einen Link in andere Threads gibt, diesen Link nicht geben können?
Desweiteren weisen dich die FAQ auch auf die wichtigsten Tools in diesem Forum hin, so dass du dich mit den Tools des Forums zurechtfindest. Einfacher geht es nicht mehr. Man muss nur noch lesen UND verstehen.

Du kannst die Nutzungsbedingungen des Marokko-Forums weiterhin unten links unter Foren Regeln finden: klick

Ich denke, du bis eine der wenigen Ausnahmen dieses Forums, die sich weder über die Bedingungen noch über die Regeln in einem Forum erkundigt, sich mit diesen einverstanden erklärt und am Ende so tut, als wären die irgendwo weit tief versteckt. Das lässt wieder mal tief blicken.


wieder mal über deine Naivität oder Frechheit kopfschüttelnd

Katrin







When the rich wage war
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Re: Twikys persönliche Einweisung in die Forum Tools [Re: whatshername61] #157571
29/05/2015 15:32
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Hallo Karin,

kurz auch zu deiner Info:
Das Forum wird, wie heute durch den Forumssuperuser bekannt gegeben wurde, bereits sein einem Jahr nicht mehr moderiert. Somit ist es zwar nett von dir Forumsmitglieder auf die theoretische Möglichkeit eines Mailverkehrs mit den Moderatoren via Outlook hinzuweisen:

"Falls du eine Mail an die Moderatoren senden möchtest"

aber in der Praxis wegen Nichtvorhandensein eines Moderators nicht möglich.

Zora

P.S: In der Tat wird hier auf der Forumsseite 3!!! Mal auf die Forumsregeln bzw. Nutzungsbedingungen und noch zusätzlich bei der Anmeldung hingewiesen.

Last edited by twikezora; 29/05/2015 16:31.
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: twikezora] #157585
29/05/2015 21:26
29/05/2015 21:26
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Hallo Ora,


Original geschrieben von: twiky
Das Forum wird, wie heute durch den Forumssuperuser bekannt gegeben wurde, bereits sein einem Jahr nicht mehr moderiert.



Original geschrieben von: Jasmin, Superuser
Foren ohne Moderation sind doch nichts ungewöhnliches. Dieses Insistieren auf einen Moderator kann ich selber nicht nachvollziehen. Die Forumsleitung wird schon seine Gründe haben warum, was, wie ist. Damit wird man sich wohl oder übel abfinden müssen. Nur mal so am Rande, damit sich hier niemand falsche Hoffnungen macht und womöglich noch falsche Gerüchte und Spekulationen entstehen ;))


Man kann aus allem herausträumen, was man will.

Es gab schon mal andere Moderatoren, die ihre eigene Auffassung von Moderation hatten.

Klick

"daß man es in Kauf nehmen müsse, von Moderatoren des Forums beleidigende e-mails zu bekommen bzw. der Datenschutz selbstverständlich nicht beachtet, sondern regelmässig gebrochen würde - hauptsächlich jedoch dann, wenn eine Meinung einem Moderator (bzw. einem Freunderl vom Freunderl vom Moderator) nicht passen würde...
"

Ich hoffe nur, das dein ominöser Link-Zuschicker das auch schon gelesen und verstanden hat.

Allgemeinwissen:

Es gibt gravierende Unterschiede bei Verfahren, die nach §170 StPO und Verfahren nach §153 StPO eingestellt wurden.

Katrin




Ergänzung: Vor einiger Zeit erhielt ich E-Mails von einem User, der Moderatoren und andere User bei mir verunglimpfte. Wenn notwendig, werde ich sie weiterleiten.





Last edited by whatshername61; 29/05/2015 21:36. Reason: Ergänzung
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: whatshername61] #157593
29/05/2015 22:05
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Hallo Katrin,

"Es gab schon mal andere Moderatoren, die ihre eigene Auffassung von Moderation hatten."

Es hat noch nie geholfen, den Kopf in den Sand zu stecken bzw. sich auf die Vergangenheit zu beziehen.

Nun heißt es nach vorne schauen:-).

Zora

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: twikezora] #157595
29/05/2015 22:19
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Weißt du, du hättest dir den Link durchlesen sollen. Das hätte dein Verständnis für das Forum verbessert und für deine jetzige Stellung im Forum für dich besser erklärt.

Dass du das Forum jetzt zumüllst, wird dich nicht im Geringsten deinem Ziel, Mod zu werden, näher bringen.

Solche hatten wir schon viele hier. Die kamen und gingen.


When the rich wage war
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Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: whatshername61] #157596
29/05/2015 22:24
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Hallo Karin,

mein Vorschlag lautet pro Forumsrubrik 1 - 2 Moderatoren. Sehr wahrscheinlich würde dieser Job nicht vergütet werden, und somit sollte diese Freiwilligenarbeit weder zuviel Zeit kosten, noch sollte man hierbei seine vielleicht anfangs positive Energie verbrauchen.

Was wäre dein Vorschlag zur Verbesserung des Forums? (ausser das Forum in-und auswendig zu können?). Muss das Forum denn überhaupt deiner Meinung nach verbessert werden? Ausser, dass du dir vielleicht wünscht, dass manche Personen nicht so behaarlich sind:-)und schneller diverse Links hier ausfindig machen? (Den PM Link scheinst du wieder vergessen zu haben).

Wobei deine Kenntnisse über das Forum bereits eine wichtige Voraussetzung sein könnten für einen Moderator einer bestimmen Forumsrubrik. Des Weiteren scheinst du auch Zeit mitzubringen.Interesse?

Zora

Last edited by twikezora; 29/05/2015 22:26.
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: twikezora] #157597
29/05/2015 22:38
29/05/2015 22:38
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Hallo Ora,

Antwort auf:
(Den PM Link scheinst du wieder vergessen zu haben).


Was meinst du damit oder kannst du mi deinem Curser nicht auf das Klick klicken? Darum heißt es auch "Klick".

PM's wirst du von mir nicht bekommen.


When the rich wage war
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Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: whatshername61] #157629
30/05/2015 23:13
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Bevor ich schlafen gehe,wollte ich nur sagen, dass das Wort Kultur, das im Mittelpunkt stand, und zu recht von jasmin kritisiert wurde, bei vielen Menschen westlicher Sozialisation inzwischen für Rasse steht und somit meistens einen verdeckten und eleganten Rassismus ausdrückt,als wenn man offen sagen würde, " es ist halt eine andere Rasse"!
Nicht nur die afrikanischen Staaten, auch die deutsche Regierung hatte das Foltern von deutschen Menschen nicht nur hingenommen, sondern sie unterstützte aktiv die amerikanischen Foltermethoden, weil die Amerikaner immer noch in Deutschland ein gewichtiges Wort mitzureden haben, das steht sogar im letzten Folterbericht der Amerikaner! Ausgerechnet, die staaten,die als moralische Instanzen in der Weltpolitik auftretten, haben mehr Leichen im Keller als ein Land wie Marokko oder Burkinafasso ! Aber darüber wird höchstens eine Minute berichtet und dann verschwiegen!
Als deutscher würde ich bei solchen Themen immer behutsam an die Sache heran gehen,denn , und jetzt komme ich zum Wort kultur zurück, das Foltern und die Unterdrückung des politischen Gegners war ein Bestandteil der preußischen Sozialision (kultur) und diese Sozialisation führte zur Militarisierung der deutschen Bevölkerung unter der preußischen Herrschaft und sie war später sogar fördernd für die nationalsozialisTische Ideologie, und all dies ist in Dokumente belegt, und deshalb war die Umerziehung und Entnazifizierung der ganzen deutschen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg eine Notwendigkeit !
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!


Tidt n umya!
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Uschen] #157641
31/05/2015 12:34
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Original geschrieben von: Afulki
Bevor ich schlafen gehe,wollte ich nur sagen, dass das Wort Kultur, das im Mittelpunkt stand, und zu recht von jasmin kritisiert wurde, bei vielen Menschen westlicher Sozialisation inzwischen für Rasse steht und somit meistens einen verdeckten und eleganten Rassismus ausdrückt,als wenn man offen sagen würde, " es ist halt eine andere Rasse"!
Nicht nur die afrikanischen Staaten, auch die deutsche Regierung hatte das Foltern von deutschen Menschen nicht nur hingenommen, sondern sie unterstützte aktiv die amerikanischen Foltermethoden, weil die Amerikaner immer noch in Deutschland ein gewichtiges Wort mitzureden haben, das steht sogar im letzten Folterbericht der Amerikaner! Ausgerechnet, die staaten,die als moralische Instanzen in der Weltpolitik auftretten, haben mehr Leichen im Keller als ein Land wie Marokko oder Burkinafasso ! Aber darüber wird höchstens eine Minute berichtet und dann verschwiegen!
Als deutscher würde ich bei solchen Themen immer behutsam an die Sache heran gehen,denn , und jetzt komme ich zum Wort kultur zurück, das Foltern und die Unterdrückung des politischen Gegners war ein Bestandteil der preußischen Sozialision (kultur) und diese Sozialisation führte zur Militarisierung der deutschen Bevölkerung unter der preußischen Herrschaft und sie war später sogar fördernd für die nationalsozialisTische Ideologie, und all dies ist in Dokumente belegt, und deshalb war die Umerziehung und Entnazifizierung der ganzen deutschen Bevölkerung nach dem zweiten Weltkrieg eine Notwendigkeit !
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!

Genau so ist es!


LG
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Uschen] #157644
31/05/2015 13:10
31/05/2015 13:10
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Hallo Afulki,

danke für deinen Beitrag, der die Dinge beim Namen nennt.

In der Tat handelt es sich hierbei um neo- bzw. kulturrassistische Argumentationen. Ich habe es mir ja mittlerweile ein wenig abgewöhnt, dies so offen zu benennen, da die Menschen meist extrem allergisch darauf reagieren und oft wie wild um sich schlagen. Das geht hin bis zur Verfolgung aufgrund anderer Sichtweisen.

Und hängt damit zusammen, dass man Rassismus auf den NS beschränkt und glaubt, all dies hinter sich gelassen zu haben.
Nach 1945 wurde ja der Begriff der "Rasse" erfolgreich kritisiert, statt biologistischen bedient man sich seitdem kulurrassistischen Argumentationen. Mittels Kultur wird eine homogene Gruppe so wie "Rasse" konstruiert, die dann nicht nur abgewertet wird, sondern zugleich als Spiegelbild dient, um sich das eigene Ich zu konstruieren, das ohne das "Andere" nicht weiß, wer es ist.

Auf das Andere wird dabei all das eigene Negative projiziert, während man sich selbst als die Spitze der Menschheit imaginiert!

Schöne Grüße,
Jasmin

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: JasminH] #157649
31/05/2015 13:48
31/05/2015 13:48
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Najib Offline
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Najib  Offline
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Chefchaouen
hallo

Antwort auf:
Das Foltern, die Unterdrückung und die Erniedrigung anderer Menschen war in Deutschland NUR vor 60 Jahren Normalität im Alltag !
Gute Nacht!


Aber die Müllabfuhr hat funktioniert, das wollen wir nicht vergessen.

Gruß
Najib


um etwaigen rechtliche konsequenzen vorzubeugen:
dieses posting wurde unter subjektivitätsvorbehalt erstellt.

Wandern im Rif

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Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Najib] #157661
31/05/2015 21:55
31/05/2015 21:55
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Summach Offline
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Hallo Najib,

anlässlich der Anschläge auf Charly Hebdo bin ich unzählige Male von Zudringlichen gefragt worden: "und? Spürst Du nicht etwas, wenn Du jetzt in Frankreich bist? Hat das keine Folgen für Dich in den Strassen von Paris?!" - Eine lüsterne, lauernde Frage und mit der Hoffnung ausgesprochen, es möge einen das Schicksal nun endlich dafür bestrafen, was kein normaler Mensch mehr auszusprechen wagt, aber trotzdem denkt und nur in diesem Forum hier auch schreibt:

Endlich kann man das, was man selbst schon die ganze Zeit dumpf fühlt projizieren auf ein anderes Volk, von dem man annimmt, es müsste nun mir das Leben doch endlich so schwer machen, wie man selbst immer gehofft hat, dass es wäre. Dass man geschnitten wird, schräg angesehen, angepöbelt gar, ausgegrenzt und unter Beschimpfungen geduckt durch die Strassen hasten muss, weil ein paar arme Irre einen Anschlag auf ein Karikaturenhefterl gemacht haben, die zufällig denselben Glauben haben wie der Mensch, den man geheiratet hat.

Nein, habe ich geantwortet, ich spüre überhaupt keine Ressentiments, keinen Haß, keine Vorbehalte wegen der Anschläge auf Charly Hebdo, sondern einem harten, ungeschminkten Deutschenhaß bevor man überhaupt den Mund aufgemacht hat bekommt man ihn hingerotzt. Und wenn ich es recht bedenke, dann war ich neuerdings immer sehr erleichtert, dass ich meine Visitenkarte für vorbildliches antirassistisches Denken, Fühlen und Leben ja immer mit mir führe, einem Mann der so nordafrikanisch aussieht, dass nie auch nur der Hauch eines Verdachtes aufkommt, ich könnte Vorurteile irgendwelcher Art haben: weder vom Alter, noch vom Bauchumfang, noch von der Statur, noch der Hautfarbe, noch der Abstammung - und damit ein ganz kleines bisschen mein Deutschsein entschärfen kann.

Bei dieser Auskunft klappen regelmässig die Kiefer einmal runter und dann wieder rauf und dann ist endlich mal Schluss mit dem Erklärenmüssen, dann wird Fersengeld gegeben so schnell man kann das Weite gesucht: bloß jetzt keine Diskussion über den Weltkrieg, die Toten und die Schuld.

Und dann gehe ich um die Ecke auf das grosse Rathaus im Zentrum von Paris zu und stehe dann vor 8 x 5 Metern hohen Plakaten, Vierfarbdruck und Untertiteln in französisch, in englisch und in deutsch und es schauen einen die hohlen Augen der Auschwitz-Rückkehrer zum Jahrestag der Befreiung an, gut drei Kilometer lichte Plakatlänge vor einem Publikum von täglich Hundertausenden aus aller Welt. Und wenn man sich mit Grausen abwenden möchte, in Wirklichkeit aber kleben bleibt und nur trippelnd weitergeht, um ja nichts zu verpassen, hat die Plakatwand zum Shoa-Zentrum geführt, wo dichte Reihen von Maschinengewehren schussbereit im Anschlag starren und man ist mitten in einer Ausstellung von Kriegsberichterstattern der roten Armee - den nächsten Helden, die mir an diesem Tag begegnet sind - und sie zeigen alles:

Rot, in Farbe, gellende Schreie von Müttern, lange Reihen von Kindern und Babies und daneben grinsend marschierende Wehrmachtsoldaten im O-Ton, wo es doch angeblich gar keine Beweise gibt, die rote Armee sie aber massenweise und unte Lebensgefahr hergestellt hat, jeder kann es sehen und vor allem HÖREN: super, denke ich, ich kotze gleich und wie komme ich hier nur wieder raus. Ich bleibe fünf Stunden bis der letzte Zug nach München abgefahren ist und torkele schliesslich wie von Vorschlaghämmern bearbeitet durch die laue Pariser Nacht.

Und nein, das sieht man nicht in Deutschland, das kennt man nicht, das geht gar nicht zu zeigen, schon gar nicht in Farbe und nicht inmitten der schönsten Städte, die wir haben: aber in Frankreich, da ist es gegenwärtig, so dicht und so wenig Möglichkeiten zum Ausweichen wie die nachstehenden Titel, die ich vor einer Woche an nur einer Wand eines Pariser Kioskschaufenstern aushängen gesehen und gekauft habe. Und wer glaubt, da wäre irgendwas vergessen: das ist NICHTS vergessen, alles ist gegenwärtig.

Le Monde Titel: 1945 UN MONDE ÉLCATÉ SORT DE LA GUERRE
Das Titelbild ist ein Riesenhakenkreuz das von vier Fäusten zerbrochen wird, die die Flaggen von Amerika, England, Russland und Frankreich auf den Uniformaufschlägen an den Ärmeln tragen.

Das hängt hundertfach im Schaufenster und ist auch grafisch ein Meisterwerk der Agitation, man möchte kein Deutscher sein, wenn man dem gegenüber steht und ich stehe lange dort. Der Titel daneben:

L'EXPRESS: La Résistance
Das Titelbild zeigt einen Menschen mit einem wunderbaren Gesicht, einem edlen Gesicht, einem Helden - Jean Moulin, der aus einer "famille de notables républicains du Midi" stammt (was für eine schöne Herkunftsbezeichnung: "famille de notables du Midi"!). Im Inneren wimmelt es von Bildern und Berichten, die nur vom bloßen Drüberlesen Entsetzen und Grauen verbreiten . Ein Plakat, kaum zu übertreffen in seiner Eindeutigkeit gleich auf den ersten Seiten:

French Resistance helps throttle the boche

Louvat, R. French Resistance helps throttle the Boche.. UNT Digital Library. http://digital.library.unt.edu/ark:/67531/metadc471/. Accessed May 31, 2015.

Auch dieser Titel befindet sich zigfach hintereinandergefächert im Schaufenster. Der dritte Titel:

Courrier international: 1945 ANNEE ZÉRO
Das Titelbild zeigt eine junge Frau in einem schweren russischen Armeemantel, die offensichtlich direkt aus dem Wald kommt, im Hintergrund sind Bäume und Schnee zu sehen, eine Partisanin, eine Jüdin, die in den Wäldern gelebt hat und an ihrer Hand ein Mädchen, beide mit den entschlossensten Gesichtern, die man sich vorstellen kann, beide haben nicht nur Ermordete gesehen, sie haben selbst getötet, die junge Frau ist eine Schönheit, sie wollte nicht am Rande eines Graben stehen und einen Genickschuss abwarten. Sie blickt direkt in die Kamera und geht entschlossen auf den Fotografen zu.

Die vierte Ausgabe ist ein deutscher Titel:

ZEIT Geschichte: 1945, Auschwitz, Berlin, Hiroshima, Die Welt zwischen Krieg und Frieden
Drinnen alles, was Rang und Namen hat und ein grinsender abgemagerter Göring. "Welt zwischen Krieg und Frieden": welcher Idiot hat sich diesen Untertitel geleistet? "Welt zwischen Krieg und Frieden?" er hätte heissen müssen: "Welt in Schutt und Asche gelegt".

Da weiß man wo man ist.

Thomas Mann sprach diesen Zusammenhang sehr deutlich aus und sagte im November 1941 in einer seiner berühmten, über die BBC
an die Deutschen gerichteten Reden:

„Das Unaussprechliche, das in Russland, das mit den Polen und Juden geschehen ist und geschieht, wisst ihr, wollt es aber lieber nicht wissen aus berechtigtem Grauen vor dem ebenfalls unaussprechlichen, dem ins riesenhafte gewachsenen Hass, der eines Tages, wenn eure Volks-und Maschinenkraft erlahmt, über euren Köpfen zusammenschlagen muss.

Eure Führer, die euch zu all diesen Schandtaten verführt haben, sagen euch: Nun habt ihr sie begangen, nun seid ihr unauflöslich an uns gekettet, nun müsst ihr durchhalten bis aufs Letzte, sonst kommt die Hölle über euch.“

Tatsächlich hielten die allermeisten Deutschen still und kämpften bis zum bitteren Ende. Sie hatten die frevelhaften Angebote ihrer Volksführer angenommen: Sie hatten Vorteile aus der Enteignung der Juden gezogen, sie hatten die Deportationen gesehen, manches gehört und flüchteten dann in den ihnen angebotenen Ausweg: Ihr dürft das alles nicht wissen, vergesst
es schnell! Folglich konnten sie hinterher weder sich noch anderen erklären,
was sie getan, mitgemacht, gefördert und zugelassen hatten, und sie behaupteten dann aus tiefer Überzeugung, wie zum Beispiel meine Eltern:

Das haben wir nicht gewusst*.

Aus: Götz Aly, Volk ohne Mitte - wunderbar auf den Punkt gebrachtes Buch, das sich nicht scheut Namen, Anschriften, Beträge und Vermögen zu nennen: da zittert Deutschland, wenn Aly ein neues Buch herausbringt und zwar die Notabelsten der Notabeln.

Kein Marokkaner soll sich auch nur einen Deut wegbewegen von seiner Herkunft, seiner "famille de notables" aus Agadir, aus Fez, aus Marrakesch oder den Bergen des Rif und sich nicht beirren lassen von frechen Boches, twickezoras, die so verwirrt sind, dass sie nicht mehr auseinanderhalten können, ob sie nun angezogen sind von diesen grossen, mächtigen, reichen Deutschen und sich an sie ranschmeissen sollen oder abgestossen, Boches mit Namen Friedrich marokkanisches Mineral, die meinen, sie könnten vor ihrer eigenen Vergangenheit davonrennen indem sie andere Völker erziehen: zu was, frage ich.

Zu was?

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157662
31/05/2015 22:00
31/05/2015 22:00
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Und unterstehe sich jetzt EINER und schreibt hier drunter:

"Ja, aber die Franzosen haben auch ganz schön Dreck am Stecken".

Josi

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157668
01/06/2015 07:49
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Summach,


leider hast du nichts verstanden. Worum geht es denn in diesem Thread?
Nicht um Vergangenheitsbewältigung der Deutschen oder Umgang der Franzosen mit der deutschen Geschichte.
An unserer Vergangenheit haben wir genug zu knabbern, und das ist auch gut so.
Unsere Geschichte sollte nicht vergessen oder verharmlost werden.

Aber hier ist das Marokko-Forum und es geht hier um Marokko und um ein ganz aktuelles Thema, was die
Jetzt-Zeit betrifft.
Oder meinst du. Amnesty-International schreibt Mumpitz?
Das unsere eigene Regierung davon weiß und aus finanziellen Interessen schweigt, ist ein Skandal.

Letztendlich dreht sich die Diskussion um einen Zustand in Marokko und nicht über Frankreich und die Nazis.

So ist dein Beitrag fehl am Platze. Warum am Schluß solch eine Unverschämtheit und Frechheit gegenüber bestimmten Leuten aus dem Forum?

Meinst du, wir wohnen und leben, reisen nach Marokko, weil wir Land und Leute nicht ab können? Das Gegenteil ist der Fall.
Das heißt aber nicht, das man nicht über bestimmte untragbare Zustände reden soll und darf.
Ich hoffe, du hast das verstanden.

Ist es verkehrt, über Mißstände zu schreiben, damit mehr Menschen davon Kenntnis erhalten?

Interessanter wäre es für uns, deine Meinung zum eigentlichen Thema zu hören.

Piet


Last edited by marocmineral; 01/06/2015 08:47.
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: marocmineral] #157669
01/06/2015 08:30
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Lieber Marocmineral,

gerade wollte ich mal nachschauen, was Twikezora irgendwann einmal in diesem Forum zu einem Whichser geschrieben hatte, weiß aber nicht mehr was, es hatte etwas mit dem Forenklima zu tun und der JETZTZEIT in Marokko und jetzt bist Du doch noch da, es ist ja nie so, dass jemand wie Du irgendein Problem damit hat, sich für immer zu verabschieden und zwei Minuten später wieder da zu sein: weißt Du noch wo das stand mit dem Whichser und den Zusammenhang zu den Zuständen in Marokko? Ich weiß es ist offtopic hier im thread, kann es aber nicht mehr finden und würde den link doch gerne ins Forum-zum-Forum zum Verbessern des Forenklimas posten. Das finde ich jetzt whichtiger, sorry.

Und was meintest Du jetzt mit Deinem Posting?

Ich verstehe es nicht.

Liebe Grüsse

Josi

Last edited by Summach; 01/06/2015 08:31. Reason: parat
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157670
01/06/2015 09:25
01/06/2015 09:25
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Josi,

noch,mal. damit du verstehst.

Dein Posting gehört nicht zum Thema.(Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung)

Niemand möchte, wie von dir geschrieben, hier irgendwen erziehen, schon garnicht einen Staat, oder?
Es geht um Öffentlichmachung und nichts anderes, egal ob Marokko, Deutschland, Frankreich u. a.
Hier betrifft es aber nunmal Marokko.

Zum Thema Behördenwichser. Ich halte nichts davon, diesen alten Kram hochkommen zu lassen.
Wenn aber jemand so etwas in seinem Reisebericht schreibt, zeugt das nicht unbedingt von gutem Stil, aber derjenige hat das so empfunden.
Kein Grund, sich daran hochzuziehen und eine wochenlange Hetzkampagne gegen den Autor zu organisieren.

Nur soviel: Behördenwichser gibt es in Deutschland und in Marokko, eigentlich überall. Meine Erlebnisse mit Behörden in Marokko zu schildern, wäre auch nichts unbedingt schmeichelhaft. Andererseits wird das von den meisten überaus freundlichen Behördlingen wieder wettgemacht.
Nur wer in Marokko mal in den Behördenwahnsinn geraten ist, weiß, wovon die Rede ist.
Jeder ohne dies Erfahrung sollte sich vielleicht ein bißchen zurückhalten, was bei diesem Thema eben nicht geschehen ist.

Damit sollte das Thema doch wirklich erledigt sein, oder?

Wie wärs, wenn du uns mal deine Meinung zum eigentlichen Thema schreibst?

Gruß

Piet

Last edited by marocmineral; 01/06/2015 09:32.
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157671
01/06/2015 09:28
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Ich möchte meinen kleinen Exkurs fortsetzen, warum Deutsche nur sehr begrenzt dazu taugen, andere Nationen Mores zu lehren und Afulkis Hinweis wunderbar war, denn er zeugt exakt von dem Gefühl für den eigenen Wert, auch und inbesondere mit Blick auf die Vergangenheit, die mich mein Leben lang neidisch machen werden, nicht in Marokko geboren worden zu sein.

Ich habe es schon einmal hier geschrieben: keiner von uns kennt das Procedere beim Jüngsten Gericht, niemand weiß, ob der liebe Gott die Zeit und die Muße hat, jeden einzelnen Krauter und Kleingeist auf die Waage zu legen und für zu leicht zu befinden oder ob er es sich nicht lieber einfacher macht und jeweils eine Rasse, eine Kultur, eine Nation oder einen Kontinent auf die Waage legt. Ich vermute mal, er nimmt die genetisch am meisten übereinstimmende Schnittmenge, haut sie mit einem grossen Batzen in die Schüssel, legt die Gewichte auf die andere Seite, wischt noch ein paar Mischlinge wieder vom Schüsselrand, die nichts dafür können, dass sie dorthin geraten sind und tut noch ein paar obendrauf als Dreingabe aus dem menschlichen Abfall, der gemeinhin in jeder Nation herumliegt, die sich freiwillig in die Genmasse reinrechnen wollten ohne für die Kosten aufkommen zu wollen. Mit anderen Worten: die Nachvorneschauer.

Und wie glaubst Du geht das dann für uns als Deutsche aus, wie lautet der Urteilsspruch im Gegensatz zu Nordafrika an einer 3.000 km langen Küste der letzten 10.000 Jahre?

Zu leicht, also weg damit in den Orkus, den ersten - siebten Grad der Hölle, das machen die Ungeister und Teufel unter sich aus, die sich bekanntlich jetzt schon die Hände reiben?

Oder schwer genug, die dürfen kollektiv eintreten ins Himmelreich und Paradies, begleitet von Menschen, die tagein-tagaus nichts anderes gemacht haben, als ihr Leben brav zu führen, zu beten, sich an Sitten und Gebräuche zu halten, niemanden betrogen haben, nicht ehegebrochen und auch sonst ihre Nächsten geliebt haben wie sich selbst? Und man deshalb 2 - 3 Augen zudrücken kann bei den anderen, die es nicht so genau damit genommen haben?

Und ich gehe davon aus, dass der liebe Gott das nicht in 70-Jahresschritten machen möchte, sondern schon Zeit lässt für Umkehr, Sichbesinnen, für Sühne, Ausgleich und Gerechtigkeit und der 10.000 Jahresschritt deshalb so in etwa hinhaut. Und wie sieht es damit bei uns Deutschen aus, bei Dir, Deiner Familie und wie oft hast Du Dich gefragt, ob das, was Dir Dein Vater erzählt hat, plausibel sein kann? Es waren 18 Millionen jungen Männer, die im Krieg waren, da braucht man schon einen Rechenschieber, um einen einzigen Gerechten unter ihnen zu finden....mehr als 20 % einer Gesamtbevölkerung.

Und dann vergleichen wir jetzt mal Marokko und Deutschland, was da rauskommt: an Toten, an Gefolterten, an Massakrierten, auf Scheiterhaufen verbrannten, im 30-jährigen Krieg verbrannt, zerrissen, aufgehängt, gehäutet, gerädert und auf die Folter gespannt. Und schaut dann mit welcher Wucht der liebe Gott Felsbrocken heranschaffen muss, um sie in die Waagschale zu werfen, wenn er das selbstmitleidige, selbstgerechte deutsche Volk zu wiegen hat und auf der anderen Seite die Berberstämme aus Nordafrika aus den letzten 10.000 Jahren: was, wenn es sich so verhält und wer außer dem lieben Gott weiß das so genau?

Ja, ich verstehe gut, dass alle Deutschen kollektiv am liebsten immer nur "nach vorne schauen wollen" (Kandidaten, die das auch in diesem Forum propagieren, hatten wir immer wieder, es sind dieselben, die sich als hartnäckige Kritiker der marokkanischen Verhältnisse outen, um nicht zu sagen Rassisten).

Nun noch etwas aus der JETZTZEIT:

In der Süddeutschen Zeitung stand vor zwei Monaten über eine ganze Seite von einer Konferenz der südlichen Länder in Europa, die sich zu einer Südeuropa-Union zusammen schliessen wollen nach dem Muster von Nord- und Süd- bzw. Lateinamerika. Ein Lateineuropa, das aus den Ländern Spanien, Portugal, Südfrankreich, Italien und so weiter bestehen soll. Und wie lautet das dort gefasste Manifest in seinem Kern?

"Wir wollen nicht so werden wie Deutschland, wir wollen unsere südliche, unsere einzigartige, unsere lebenfrohe, lebensbejahende Lebenskunst nicht abschaffen lassen durch einen Austerizid und wir werden uns dagegen zur Wehr setzen",.

Das Deutsche der JETZTZEIT kommt aus den abrasierten Wurzeln der DAMALSZEIT und ist unvergessen in ganz Europa und nicht nur in Griechenland, wo plötzlich der Raubzug der Deutschen im zweiten Weltkrieg auch wieder ein Thema ist und die Zahlen einem die Haare zu Berge stehen lassen, was aus diesem Land alles seinerzeit ohne Ausgleich abtransportiert worden ist. Klar ist Nachvorneblicken da nur eine von vielen Möglichkeiten, sich nicht mit der Aussensicht auf Deutschland abeschäftigen zu müssen.

Ich kann das jedoch jeden Monat in Frankreich spüren, wie die Flut steigt und da kannst Du, Marocmineral, Dich gerne in Marokko im letzten Deutschenschlupfloch verkriechen wie Kusturicas "Underground" Weltkriegssoldaten: ein menschliches Wesen ist man deshalb noch lange nicht.

Josi

P.S.: nochmal die Leseempfehlung: Götz Aly, Volk ohne Mitte

"In die Jetztzeit

Aly will auf eine gesellschaftliche Disposition hinaus, die es in den meisten Ländern Europas vor 1933 gab, aber in Deutschland ihre entgrenzende Fassung schuf und zur Konsequenz trieb: die der Formbarkeit und Uniformierbarkeit, die der antifreiheitlichen Atmosphäre.

Und das meint für ihn mehr als nur spießige Enge, gemütliches, xenophobes Beieinanderhocken. „Volk ohne Mitte“ meint ein Deutschland – und er will dies durchaus ins Heutige begriffen wissen – , dessen Milieu der Mitte mehr raunt als meckert, als die Freiheit beherzt zu lieben weiß. Und zwar klassenübergreifend.
."

http://www.taz.de/!5013146/

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157672
01/06/2015 09:34
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Summach,

woraus schließt du, das ich mich verkrieche? Was faselst du da?

Tickst du noch ganz richtig?

Piet

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: marocmineral] #157673
01/06/2015 09:48
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Für Dich ganz persönlich:

Ich spreche Dir jede Berechtigung ab - und zwar Du als Marocmineral wie Du hier auftrittst im Forum als Deutscher - über andere Nationen herzuziehen, dass sie foltern, für wen sie foltern, was sie dafür bezahlt bekommen von uns, damit wir den Dreck nicht mehr selber machen müssen, wie die Abmachungen für das Foltern erpresst wurden mit Fischereirechten und Förderungen der Europäischen Union und ob Gelder der EU davon abhängig gemacht wurden, dass dafür in Marokko gefoltert wird für uns, die Sauberen, die Guten, die Nachvorneschauenden.

Weiter würde ich Dich für sehr viel glaubwürdiger halten, wenn Du vor der eigenen Türe denselben Eifer an den Tag legen und nicht dafür plädieren würdest, dass da der Schwamm drüber soll, aber die Excel-Listen für Marokko peinlich genau führst - obwohl Du ja ohnehin zu den Menschen gehörst, die schon fürs Nichtkehren des Gehweges eine klitzekleine Folter befürworten würden, nichts Nachhaltiges, nur so eine Lehrstunde in Reinlichkeit und Ordnung, die mit etwas Unterstützung durchaus nach dem Mod1, Mod2 und Mod3-Prinzip funktionieren würde, die Liste für die Verfehlungen wären durchnumeriert, es gäbe nur ein Anrufen und wer das Codewort nicht kennt, hat halt Pech gehabt.

Ich selbst habe - und es ist mir ein grausiger Gedanke noch immer - in Agadir neben der Polizei gewohnt und habe Menschen die ganze Nacht schreien gehört bis ich nicht mehr glauben konnte, dass ein Mensch dann noch eine Stimme haben kann. Und nein, es hat mich nicht froh gemacht, es hat mich krank gemacht und ich wünsche keinem Deutschen, dass er dort hineingerät, aus welchen Gründen auch immer. Denn ich kenne auch Staatsanwälte, die Pädophile dort reingesteckt haben und als nächsten Schritt dann in die Wüste in ein Männergefängnis, die schon seit 30 Jahren keine Frau mehr gesehen haben.

In jeder marokkanischen Familie wird das Abends beim Essen zum Besten gegeben.

Aber ich bin natürlich dagegen: gegen unsere Doppelmoral in Sachen Foltern in Marokko und sich selbst die Finger nicht schmutzig machen, gegen verrohte Menschen, die sich zum Folterknecht ausbilden lassen, gegen Folter an sich und überhaupt und wenn dann nur im Fall von - wie oben schon beschrieben, aber auch da natürlich schon deshalb nicht, weil es ja auch sein kann, dass man aus Versehen einen völlig unschuldigen Sextouristen ergriffen hat, der aus reinen Studiengründen sich in Marokko aufhält und nur zufällig auf einem Kind erwischt wurde, dem er eigentlich einen Stylo geben wollte, dafür aber das Geld nicht ausgereicht hat, das das Kind dabei hatte.

Aber auch da bin ich dagegen, so jemanden zu foltern.

Ich distanziere mich deshalb entschieden von JEDER Folter aus JEDEM Anlaß und in JEDEM Land.

Josi

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157674
01/06/2015 10:12
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Summach,

das nenne ich doch mal eine Stellungnahme. Warum nicht gleich so, anstatt am Thema vorbeizureden.

Finde ich toll, das du so über meine Person urteilst. Das zeigt, das du nichts verstanden hast und nicht richtig liest.
Aber gut, das du das alleinige Recht hast, anzuprangern und zu verurteilen.
Du kennst mich nicht persönlich und saugst dir irgendwelche Vermutungen aus den Fingern.
Das, was du anprangerst, lebst du damit in einem kleinen Rahmen selber aus.
Eigentlich bist du auf dem richtigen Weg, doch es hapert an Benehmen und Respekt.
Brauchst dich aber nicht wundern, wenns dafür einen verbalen Arschtritt gibt.

Ach so: Ist das Erstellen von sensiblen Themen nur bestimmten Personen vorbehalten?

Piet




Last edited by marocmineral; 01/06/2015 10:12.
Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: marocmineral] #157676
01/06/2015 13:22
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Der Artikel in der Süddeutschen ist hier nachzulesen:

http://www.sueddeutsche.de/politik/europas-linke-der-traum-vom-neuen-sueden-1.2377279

Für Dich veröffentliche ich ihn nur, damit ein deutsch lesen könnender Marokkaner, der nicht aus seinem Land einfach ausreisen kann, besser beurteilen kann wer sich zu seinem Erziehungsberechtigten aufschwingen möchte: das gehört zur Aufklärung ebenso wie die Aufklärung über Folterungen in Marokko im Auftrag der EU und/Oder den USA oder ganz aus eigenem Spaß an der Freud.

Die Erziehungsberechtigtenposition ist nicht die eines allseits geachteten Vorarbeiters, den alle in Europa beneiden um seine Kraft und Ausdauer - ohne Fleiss kein Preis! - sondern die des Aussenseiters, den keiner leiden kann, der gerade einmal dafür taugt, die Schulden der anderen zu bezahlen, ihnen Geld zu leihen wie weiland andere Geldverleiher, die er selbst auch weniger gut leiden konnte und nun will es die Ironie des Schicksals, dass er sich in exakt dieser verhassten Rolle wiederfindet und noch nicht einmal Zuneigung für seine Milliarden an EUR bekommt, sondern Hohn und Spott.

Denn nichts anderes sind die "Lateineuropäischen" Manifeste, sie zielen auf Deutschland und nur auf Deutschland.

Keiner mag den Deutschen Austerizid-Fetischisten, niemand traut ihm und jeder ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass er so keinesfalls leben möchte wie er und geniert sich auch nicht mehr, mit der einen Hand zu nehmen und mit der anderen die Leier zu spielen und zu trinken und zu tanzen mit dem Geld der anderen. Jedenfalls in den Ländern, die von Deutschen so gerne bereist werden ist man sich einig, dass man es den Deutschen zeigen müsse und sei es auch nur, wenn sie mal wieder für 4 Wochen der Pflicht, dem Hamsterrad und der Notdurft entkommen sind und sich nun als Zaungäste bei Demonstrationen wiederfinden, deren Ziel sie selbst sind bzw. ihr Land und ihre Kanzlerin.

Ein Marokkaner weiß das ja nicht unbedingt von seinem Platz vor den geschlossenen Toren der europäischen Burg, aber wenn schon Mittelmeerländer, dann nicht nur Lateineuropa, sondern auch Marokko: deshalb gehört es auch hierher, um diesen hochfahrenden Ton von "es tut sich was in Marokko, ist aber immer noch Lichtjahre von Deutschland entfernt" etwas herunterzudimmen:

"Kürzlich fand das "Erste Forum des Südens" in Barcelona statt. Ergebnis war ein "Manifest von Barcelona", in dem etwas schwärmerisch ein südlich inspirierter "New Deal für Europa" gefordert wurde, also eine Abkehr vom "Merkelismus". Damit ist das Prinzip gemeint, wonach die Staaten die Banken retten, damit diese die Wirtschaft retten, was sie nach Ansicht der Südeuropäer aber nicht tun."

Und weiter:

"In populären sozialen Netzwerken Spaniens wie menéame.net wird nun die Forderung lauter, es sei Aufgabe des Südens, die Systemfrage in der EU zu stellen. Der Blog ctxt.es, gegründet von krisenbedingt entlassenen spanischen Starjournalisten, spricht von einer "Rebellion an der südlichen Peripherie". In einem Editorial heißt es: "Die Misshandlung" von Ländern wie Griechenland, Zypern, Portugal oder Spanien habe einen "Bruch, fast die Zerstörung eines bewährten Verhandlungsmodells in Europa mit sich gebracht". Vor allem die Dialogfähigkeit des Nordens wird bezweifelt. Agamben schlug in einem von großen Zeitungen in Frankreich, Spanien und Italien veröffentlichten Manifest vor, ein "lateinisches Reich" solle sich deutscher Bevormundung in der Euro-Krise entgegenstellen."

Und weiter:

"Aus den konservativen Blättern des Hegemons im Norden schallte sogleich der Vorwurf zurück, Agamben sei ein deutschfeindlicher Anachronist, der aufwiegele und zurück zur Siesta wolle. Der Philosoph antwortete, das Ziel seiner Kritik sei nicht eigentlich Deutschland gewesen. Aber leider stehe Berlin nun mal für die Unfähigkeit, Europa über den rein wirtschaftlichen Standpunkt hinaus zu denken. Nun sei der Moment gekommen, "die menschlichen Handlungen jenseits dieser einzigen Dimension neu zu organisieren."

Dass es Menschen wie Twikezora, wie Marocmineral und all die anderen ausnützen, dass ein Marokkaner aus seinem Land heraus nicht sehen kann, wer ihn da glaubt nacherziehen zu müssen und gleichzeitig den Preis für die Nähe, die Menschlichkeit und die intakte Kultur damit glauben herunterhandeln zu können (Whichser, die sie sind), dafür sind diese Iniativen selbstbewusste Lehrstücke, mit denen man noch zu rechnen haben wird:

"Die Stärke der südlichen Kulturen liege darin, so Morin, den Wert des Lebens nicht nur quantitativ zu bemessen, wie es der angloamerikanische Kapitalismus tue, sondern es von seiner Qualität her zu definieren.

Als südliche Werte nennt er Empathie, Familiensinn, Zwischenmenschlichkeit, Ästhetik, Gastfreundschaft, Lebensbejahung vor Effizienz - alles Leistungen, die leider abseits des Tourismus schwer zu kapitalisieren seien, wie Morin selbst einräumt. Deshalb sei der Süden im Konkurrenzkampf der Märkte unterlegen. Morin glaubt aber fest, der Süden könnte dem Norden viel mehr geben, als man dort denke. Denn in Wahrheit sei nicht das Modell des Südens bankrott, sondern das des Nordens."


Dass hier irgendjemanden Folterungen von Marokkanern an Marokkanern auch nur am Rande interessieren würde, glaubt noch nichtmal der Threaderöffner - denn dann würde er ja als abgesicherter, großherziger Mitteleuropäer ja bei der nächsten Gelegenheit zur Polizeistation in Agadir gehen - dort wo ich die nächtlichen Schreie gehört habe - anklopfen und fragen, ob er sich die Zustnde dort einmal näher ansehen dürfe?

Nachdem er ja seine Botschaft und seinen Konsul und viele aufgeregte NGO's hinter und neben sich weiß, kann ihm ja nicht viel mehr passieren, als dass der zuständige Folterhauptmann ihm die Türe vor der Nase zuschlägt - im besten Fall hat er aber etwas getan für die Menschlichkeit.

Ich würde mich das nicht trauen, gebe ich ehrlich zu.

Josi

Re: Marokko: Folter als Mittel der Unterdrückung [Re: Summach] #157678
01/06/2015 15:15
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summach,


Antwort auf:
Dass hier irgendjemanden Folterungen von Marokkanern an Marokkanern auch nur am Rande interessieren würde, glaubt noch nichtmal der Threaderöffner


Ach ja, die Forenmitglieder interessiert das deiner Meinung nach nicht? Sind die alle zu blöd oder zu dumm oder haben keine Meinung, oder wie soll ich das verstehen?
Interessant. Hellseherin?

DU schreibst doch selber eben über dein Erlebnis in Agadir. Warum dürfen wir nicht über so etwas reden oder schreiben?

Was hat das Thema mit Kultur zu tun? Nix, nix und nochmal nix.
Ist aber weiter oben schonmal besprochen worden. Vielleicht mal durchlesen.

Wo ist hier ein böses oder diskrminierendes Wort über die Marokkaner und deren Kultur gefallen? Es geht doch um staatliche und behördliche Dinge, die in anderen Ländern genauso passieren.
Ich finde solche Dinge Oberscheisse. Man sollte drüber reden können. Ob man für sich eine Lösung finden kann, weiß ich nicht, das ist nicht in ein paar Tagen abgehandelt. Zumindest sich innerlich damit auseinandersetzen kann doch nicht falsch sein.

Mach dich hier nicht auch noch zum Affen. In deinem Kopf läuft momentan ein falscher Film ab. Schalte bitte mal zurück auf normal.


Piet







Last edited by marocmineral; 01/06/2015 15:41.
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